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Notizen zu Olympia - Druckversion

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RE: Notizen zu Olympia - Delta - 11.02.2026

Von Allmen hat es geschafft 3xGold. Talentiert war er immer, aber die Kohle fehlte lange Zeit. Da wurde ein Crowdfunding notwendig um Ihn in das A-Kader zu hieven. Aufgewachsen auf dem Jaunpass. Skilifte sind nur Minuten entfernt. Dann als Zummermann gearbeitet im Sommer und im Winter Skirennfahrer. Finanziell hat er nach diesem Event ausgesorgt.Grossen Dank an seinen Italienischen Servicemann.


RE: Notizen zu Olympia - Delta - 11.02.2026

Ganz grosses Kino im Biathlon. Aussenseiterin Hristova aus Bulgarien schlug alle. Italien, Deutschland, Finnland, Schweden, Norwegen die Schweiz sowieso. Alles Länder mit Geld, Infrastruktur, Analytiker, Waffenschmieden etc.

Die Bulgaren wollten ein Team aufbauen hatten etwas Geld aber keinen Trainer. Fragten kurz beim int. Verband nach. Die empfahlen „Wolfi“ den kennt jeder in dieser Sportart. Wolfgang Pichler. Jahrelang Schwedens Nationalcoach. Wolfi ist 71 Jahre alt also längst in Pension. Er hat mit den Schwedinnen 40 Medaillen abgeräumt.

Ein Trainer mit Internationalem Masstab. Wolfi ist konservativ. In diesem Sport ist man nur vorne wenn man gut schiessen kann. Hristova nahm sich das zu Herzen und traf 20 v 20. Die Konkurrenz traf etwas weniger aber zwei Französinnen waren in der Spur deutlich schneller also Rang 3. Für einen Verband der bei Null begann ist das Super.


RE: Notizen zu Olympia - Notalp - 12.02.2026

https://www.sportschau.de/olympia/heraskewytsch-riskiert-im-helm-streit-ein-startverbot,ioc-helm-heraskewytsch-100.html

Die Neue Zürcher Zeitung ergreift Partei: “Tote Ukrainer auf dem «Helm der Erinnerung» sind für das IOK zu politisch, eine russische Flagge ist es nicht. Der Streit um den Helm des ukrainischen Skeletonfahrers Wladislaw Heraskewitsch zeigt, wie einseitig das IOK die Neutralität interpretiert.” Sie bezieht sich dabei wohl auf den Snowboarder Roland Fischnaller, der die russische Fahne zusammen mit den Fahnen der anderen Länder (in denen er bei Olympischen Spielen angetreten ist) auf dem Helm trägt, obwohl die russische Flagge bei den Spielen eigentlich untersagt ist. 

Auch wenn man für eine strikte Abstinenz von 'politischen' Statements ist, lässt sich feststellen, dass Heraskewitsch auch in dem Fall, dass ihm das Tragen des Helms nunmehr untersagt wird, mit seinem Statement Erfolg hatte.


RE: Notizen zu Olympia - Delta - 12.02.2026

Der Ukrainer wurde aus dem Verkehr gezogen zu recht. Ukrainer mit Ihrer moralischen Überlegenheit sollten sich das nochmal überlegen. Im Tennis sieht man das ganz schön. Die USA haben ein Dutzend Kriege geführt seit 1950 und wurden nie ausgeschlossen.

Die Statuten sind da klar.

https://stillmed.olympics.com/media/Documents/International-Olympic-Committee/IOC-Publications/EN-Olympic-Charter.pdf


RE: Notizen zu Olympia - Notalp - 12.02.2026

Ich habe die Frage, ob zu Recht oder zu Unrecht ausgeschlossen, ganz bewusst umgangen! 

Dass der ukrainische Athlet so viel positive Aufmerksamkeit erhalten hat, spricht für ein lebendiges olympisches Geschichtsbewusstsein. Das ist das uneingeschränkt positive Moment! Aber es ist selbstverständlich nicht nur die Erinnerung an den antiken Anspruch von Bedeutung, dass während der Spiele keine Kriege geführt werden sollten. Das ist nur der Rahmen, der verständlich macht, warum das Unrecht, das der Ukraine gegenwärtig widerfährt, eine erhebliche Relevanz für den olympischen Sport besitzt. 

Ohne dieses Bewusstsein hätte es weder die Aufmerksamkeit, noch die anerkennende Würdigung der Aktion des Athleten gegeben. Um es noch deutlicher zu formulieren: Dieser Hintergrund wird auch bei der Beurteilung durch die Öffentlichkeit ganz klar überwiegen! (Das weiß im Übrigen auch die Präsidentin des IOC) Insofern hätte der ukrainische Athlet aber auch nichts eingebüßt oder verloren, wenn er sich dem drohenden Urteil der IOC-Funktionäre letztlich gebeugt hätte.


RE: Notizen zu Olympia - Freaky - 12.02.2026

Wie üblich kann Delta nur schwarz und weiß und eben sind in dem Fall des Ukrainers die Statuten überhaupt nicht klar. Aber was will man auch erwarten: In den Regeln steht klar drin, keine politischen, religiösen oder rassistischen Motive. Es steht nirgends, dass man keine Bilder von verstorbenen Freunden und Bekannten zeigen darf. Und in erster Linie hat der Ukrainer nichts anderes gemacht, den Aufschrei hätte ich gerne gesehen, wenn man andere Sportler, die dann bei der Siegerehrung oder so Bilder der verstorbenen Eltern in die Kamera gehalten haben disqualifiziert hätte und eigentlich ist das erstmal nichts anderes.

Und man muss ganz klar sagen: Das ist mal wieder ein Fall, der medial einfach unterirdisch vom IOC gemanaged wurde. Der Antrag auf den Helm wurde deutlich vor den Spielen gestellt, hätte man das einfach genemigt, wäre der Ukrainer 2 Läufe gefahren, es hätte vielleicht 2-3 Pressemitteilungen gegeben und mehr nicht. Jetzt gibt es eine rießige mediale Aufmerksamkeit auf die ganze Story, das IOC kommt mal wieder (zu Recht) schlecht weg und der Ukrainer erhält maximale Aufmerksamkeit für das ganze. Aus Sicht der Botschaft optimal, auch wenn er das ganze leider mit seiner Teilnahme und ggfs mit einer olympischen Medaille bezahlt hat, aber das war es ihm wert.


RE: Notizen zu Olympia - Delta - 12.02.2026

Lollo noch einmal zu Gold. (Francesca Lollobrigida) „Auf Ihrer Lieblingsstrecke über 5000 m ging es zur Sache 6.46 und ein paar Hundertstel. Geschlagen die Niederländerin auf Rang 2 um 1/10 und Norwegens Wiklund auf 3 um 17/100.


* Bin mal gespannt ob Sohnemann Tomaso wieder beim Siegerinterview dabei ist. Beim letzten mal war er etwas unhöflich, hat den Mikrofonschutz abgerissen und zwischenhinein geplappert und sich am Schluss mit einem kräftigen Ciao sich verabschiedet.


RE: Notizen zu Olympia - Notalp - 13.02.2026

“EU-Abgeordnete kritisieren den Umgang mit dem Skeleton-Piloten Wladyslaw Heraskewytsch. Dessen Helm zum Totengedenken entspreche dem "Kern des olympischen Gedankens".

https://www.zeit.de/sport/2026-02/olympische-winterspiele-2026-gedenkhelm-auschluss-ioc-gxe

“Mit Blick auf die Begründung des IOC schreiben die Abgeordneten in ihrem Brief, dass eine Erinnerung an das Leid des Krieges und an die in einem völkerrechtswidrigen Krieg getöteten Sportlerinnen und Sportler keine Propaganda oder politische Demonstration sei. Vielmehr sei das Tragen des Helms ein Ausdruck von Respekt und Erinnerung. "Damit entspricht es dem Kern des olympischen Gedankens", heißt es in dem Brief.
Die rund 40 Abgeordneten stammen aus den Fraktionen der Grünen, der Sozialdemokraten, der Linken, der Liberalen und der konservativen EVP, zu der auch CDU und CSU gehören.”


RE: Notizen zu Olympia - Delta - 13.02.2026

Gerade, dass es Soldaten waren macht es zu Ukrainischer Kriegspropaganda ohne wenn und aber.
EU Parlamentarier sind jetzt nicht allzu qualifiziert die IOC Statuten auszulegen. Zu schweigen davon, dass man in einem weiteren Sinne durch Mia schwere Unterstützung auch an diesem Konflikt beteiligt ist.

Dass Schlafmützen des Int. Rodelverbandes das bei der Helmabnahme nicht gesehen hat ist dann ein zweites Thema.


RE: Notizen zu Olympia - Notalp - 13.02.2026

Hier die sachliche Antwort: Theoretisch hätte auch ein russischer Athlet (unter neutraler Flagge) auf seinem Helm ein paar russische Athleten abbilden können: die in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg von der russischen Führung auf die Schlachtbank geführt wurden. Wenn man dies als ‘Friedenspropaganda’ ausgelegt hätte, würde das den Unterschied sogar minimieren. Mit einem wesentlichen Unterschied: Dass dieser Athlet nach seiner Rückkehr in die Heimat sein Leben wahrscheinlich verwirkt hätte. Wenn man die kriegspropagandistische Sichtweise im Gegensatz zu Dir richtig platziert, geschähe dies sogar mit Notwendigkeit.