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RE: Neue Kaderrichtwerte - Citius - 22.10.2024 (22.10.2024, 11:50)runner5000 schrieb:(22.10.2024, 10:24)Reichtathletik schrieb:(22.10.2024, 10:09)S_J schrieb: Manche Landesverbände haben auch schon die ersten Maßnahmen mit "voraussichtlichen" Kaderathleten durchgeführt. Die Zuständigkeit obliegt allerdings den Landesverbänden.
RE: Neue Kaderrichtwerte - trackwatchnds - 22.10.2024 (22.10.2024, 11:50)runner5000 schrieb:(22.10.2024, 10:24)Reichtathletik schrieb:(22.10.2024, 10:09)S_J schrieb: Manche Landesverbände haben auch schon die ersten Maßnahmen mit "voraussichtlichen" Kaderathleten durchgeführt. Reichtathletik hat Recht, der NK2 ist ein Landeskader, nur die Nominierung erfolgt durch den Spitzenfachverband in persona Nachwuchs BT. Festgehalten wurde das im Rahmen der Bund-Länder-Vereinbarung auf der Sportministerkonferenz. Müsste 2018 in St. Wendel (Saarland) gewesen sein. RE: Neue Kaderrichtwerte - Garl - 22.10.2024 Das stimmt. Allerdings sind die Nachwuchsbundestrainer in einigen Disziplinen bereits nicht mehr im Amt und weder Landesverband noch BT fühlen sich zuständig für NK2, sodass es spannend bleibt wer am Ende berücksichtigt wird und wen man vielleicht auch einfach "vergisst" aufgrund mangelnder Zuständigkeiten... RE: Neue Kaderrichtwerte - h3inz_h4rtm4nn - 22.10.2024 (21.10.2024, 22:26)trackwatchnds schrieb: Die neuen Kadernormen werden übrigens nicht vollkommen trennscharf und konsequent angewendet werden. Im Warten auf die neue Bundeskaderliste 2024/25 sei schon mal verraten, dass einige Athlet:innen bereits mündliche Zusagen über ihre Kaderberufung bekommen haben, obwohl die Norm verpasst wurde. Begründung: Keine. "Begründung? Keine!" ist etwas, das ich vom DLV nun schon seit einem Jahrzehnt gewohnt bin und zwar in vielerlei Zusammenhängen. "Keine!" ist dabei als Synonym für "Willkür der BT" zu verstehen. Für mich steht der DLV leider aufgrund dieses wahrlich schlechten Rufs (Entscheidungen nicht transparent/nachvollziehbar, Kommunikation mehr schlecht als recht, viel zu viele unnütze Posten im Bereich Management/BT uvm.) nur noch für Deutscher Lachnummern Verband. Aber Hauptsache, seit diesem Jahr mit einem schönen neuen Logo, das für Veränderung stehen sollte, die leider wenig bis gar nicht stattgefunden hat. Etwas weniger zynisch: Wenn wir ehrlich sind, ja, gab es auch in der Vergangenheit immer wieder Fälle, in denen Athleten ohne Norm einen Platz im Kader bekommen haben. Allerdings war die Aufregung vor der Bügner-Ära nicht immer so groß, weil in vielen Fällen auch andere Athleten, die in der DJBL vor der vom BT bevorzugten Person platziert waren und mitunter auch keine Norm hatten, im Kader berücksichtigt wurden. Das wurde dann immer damit begründet, dass man auch leistungsschwächere Disziplinen entwickeln wolle. Was mit Beginn der Bügner-Ära passiert ist, ist ein radikales Anziehen der Normen (was einen enormen Leistungssprung von Athleten innerhalb von nur einer Saison erforderte) und das Ankündigen einer strikten Kaderbildungspolitik, die es so nicht gibt: (1) Nicht umsonst erwähnt der DLV in seinen Kaderbildungsrichtwerten, dass eine schriftliche Begründung des BT ausreicht, um einen Athleten ohne Norm in den Kader zu berufen, aber auch einen Athleten mit Norm dem Status nicht zu geben. (2) Wenn sich jemand die Zeit und Mühe machen würde, alle AK-spezifischen PK-Normen auf den Prüfstand zu stellen, würde Der- oder Diejenige ganz schnell begreifen, dass da viele Zahlen sind, die einer z.T. blühenden Fantasie entsprungen sind. Ich rede nicht von der absoluten PK-Norm, die sich an der bereinigten Weltrangliste der letzten 3 Jahre orientiert, sondern von den Abstufungen nach Unten hin. Man müsse sich die Mühe machen und jeden Jahrgang im Welt- oder Kontinentalvergleich separat betrachten. Theoretisch möglich - praktisch wurde das vom DLV aber nicht umgesetzt. Verwiesen wird, wie auch in der Staffel-Thematik in Paris, auf verschiedene Parameter, die für die Bildung der Norm eine Rolle gespielt haben. Was das Lieblingswort von Bügner & Co. zu sein scheint, ist in Wirklichkeit nichts anderes als das versuchte Vertuschen der Willkür, die noch immer in ihrem langatmigen, verbandsinternen Beratungsprozess eine entscheidende Rolle spielt. Fragt man nach den genauen Parametern, nach den Studien, die sie womöglich zu Rate gezogen haben, erhält man keine Antwort. So zumindest meine persönliche Erfahrung. (3) Im Februar diesen Jahres habe ich eine Mail an den DLV adressiert mit der Frage danach, wie lange sie eigentlich noch brauchen, um die Kadernormen zu veröffentlichen. Es kann nicht sein, dass ich als Heimtrainer dazu aufgefordert werde, eine Woche nach dem Ende der Hallensaison eine bis ins Detail ausgearbeitete Wettkampfplanung für die Freiluftsaison dem BT vorzulegen, wenn noch gar keine Kadernomen feststehen. Der Leitenden BT antwortete: "Die Normen aus dem Vorjahr helfen zur Orientierung. Wir sind in der finalen Phase und werden die Normen bald veröffentlichen." Als im Mai die Kaderbildungsrichtwerte veröffentlicht wurden, war meine Frage an besagten Ltd. BT, ob die Aussage seiner letzten Mail ein vorgezogener Aprilscherz war, weil die Norm brutal verschärft wurde im Vgl. zum Vorjahr und der Zeitpunkt der Veröffentlichung mitten in der laufenden Saison lag. Die Begründung, die darauf folgte? Keine! Lange Rede, kurzer Sinn... Warum sich nichts ändern wird an dem Vorgehen, ist, dass die wenigsten Heimtrainer, Vereinsvorsitzende oder Athleten selbst den unangenehmen Weg in die "Höhle des Löwen" gehen wollen und sich über die vom DLV getroffenen Entscheidungen, die nachweislich falsch/unverständlich sind, beschweren. Solche Vorfälle, wie es einer Luna Bulmahn in Paris widerfahren ist, hinterlassen auch einen bitteren Beigeschmack. Das ist genau die Form der Autorität, die sich Herr Dr. Bügner gewünscht hat: Keine Kritik und keine Diskussionen, weil die Angst vor Konsequenzen zu groß ist. Ob das das richtige Vorgehen von einem Leistungssportdirektor ist, lasse ich mal unkommentiert im Raum stehen. Fakt ist, dass ich von meinen Trainerkollegen für meine Initiative, überhaupt mal an den DLV ein paar kritische Worte adressiert zu haben, müde belächelt wurde. Getreu dem Motto, dass es sowieso nichts bringt, weil die allmächtigen DLV-Funktionäre alles richtig entscheiden und sollte dem nicht so sein, wird es trotzdem nicht zugegeben, weil Fehler einen Verband und dessen Repräsentanten ja unseriös wirken lassen könnten. RE: Neue Kaderrichtwerte - Reichtathletik - 22.10.2024 Hui... ich lese hier aus den Zeilen (einmal mehr) gehörige Portionen Frust. Da nicht klar ist, welche Einzelfälle in Sachen Kader-Nominierung / Nicht-Nominierung hier angedeutet werden, bin ich jetzt sehr gespannt auf die Listen (und die der Zuständigen BT / NWBT, falls es die irgendwann gibt) RE: Neue Kaderrichtwerte - Kyascaily95 - 22.10.2024 (22.10.2024, 13:45)h3inz_h4rtm4nn schrieb:(21.10.2024, 22:26)trackwatchnds schrieb: Die neuen Kadernormen werden übrigens nicht vollkommen trennscharf und konsequent angewendet werden. Im Warten auf die neue Bundeskaderliste 2024/25 sei schon mal verraten, dass einige Athlet:innen bereits mündliche Zusagen über ihre Kaderberufung bekommen haben, obwohl die Norm verpasst wurde. Begründung: Keine. Ich würde gerne entgegnen, dass das ein Einzelfall ist. Leider sprechen viele Erfahrungen, persönliche und aus Erzählungen, dagegen. Das ist bedauerlicherweise gelebte Realität. Der Grundstein dafür wurde aber bereits vor Dr. Bügner gelegt. Er musste sozusagen mit dem Personal arbeiten, das ihm zur Verfügung gestellt wurde. Dementsprechend neugierig bin ich auf die angekündigten Veränderungen im Kompetenzteam des Verbandes, ob man das Schiff noch vorm Sinken bewahren kann. RE: Neue Kaderrichtwerte - Kyascaily95 - 22.10.2024 (22.10.2024, 06:07)Roy Schmidt schrieb:(21.10.2024, 22:26)trackwatchnds schrieb: Die neuen Kadernormen werden übrigens nicht vollkommen trennscharf und konsequent angewendet werden. Im Warten auf die neue Bundeskaderliste 2024/25 sei schon mal verraten, dass einige Athlet:innen bereits mündliche Zusagen über ihre Kaderberufung bekommen haben, obwohl die Norm verpasst wurde. Begründung: Keine. Danke, Roy, daß du dem Forum beigetreten bist. Die Athletensicht bereichert den einen oder anderen Thread enorm. RE: Neue Kaderrichtwerte - mariusfast - 22.10.2024 Kann man konstatieren, dass immer weniger Kaderathleten aufgenommen werden? Letztes Jahr wurden ja mehr Nachwuchsathleten, aber weniger aktive Athleten aufgenommen, was letzlich auch kostensparend war. Wenn ja: dann sollte man versuchen sich nicht in individuellen Einzelfällen verlieren, sondern den strukturellen Gründen auf den Grund gehen und kritisieren. Bürokratiegeschichte kommt ja auch aufgrund finanziellem Druck? RE: Neue Kaderrichtwerte - Kyascaily95 - 22.10.2024 (22.10.2024, 14:44)mariusfast schrieb: Kann man konstatieren, dass immer weniger Kaderathleten aufgenommen werden? Letztes Jahr wurden ja mehr Nachwuchsathleten, aber weniger aktive Athleten aufgenommen, was letzlich auch kostensparend war. Um ehrlich zu sein, verstehe ich nicht, welchen individuellen Einzelfall du meinst? Hier erfolgte lediglich der Teaser, daß man sich auf einige Ausnahmefälle bei der Kaderberufung einstellen sollte. Dahingehend gibt es Insiderwissen, Z.B. im Bereich Sprint. Den etwas längeren Erfahrungsbericht von Heinz würde ich auch nicht als Einzelfall betrachten, eben weil ich eine sehr ähnliche Geschichte schon von anderorts vernommen habe. Es kann natürlich sein, daß wir hier zufällig von derselben Disziplin oder dem selben Disziplinblock sprechen, weshalb es zu diesen Parallelen kommt. Doch schon alleine, daß es sie gibt, zeigt ganz deutlich die Tragweite des Problems. Es fehlt an Klarheit in den Kaderbildungsrichtwerten selbst und es fehlt an verantwortlichen Personen, die sich an klar formulierte Richtwerte ohne Hintertürchen halten. Richtlinien und deren Exekutive liegen im Verantwortungsbereich des Verbands. Des Weiteren sei anzumerken, daß es zwar löblich ist, strukturelle Gründe zu finden. Das ist aber absolut nicht unsere Aufgabe als Außenstehende (in welcher Rolle auch immer: Trainer, Athlet, Fan...). Im Idealfall sollte sich ein Verband bzw. die zuständigen Personen vor Veröffentlichung der Kaderrichtwerte über strukturelle Rahmenbedingungen (Stichwort: finanzielle Mittel) im Klaren sein. Die Kritik wieder außerhalb des Verbands zu platzieren bei den Stabstellen, die maßgeblich an der Finanzierung des Leistungssports im Allgemeinen beteiligt sind, halte ich für nicht richtig. Es wird keine Kritik an einer strengeren Kaderberufung (und einem dementsprechend kleineren Kaderkreis) geübt, sondern daran, daß die Umsetzung nicht konsequent erfolgte, was wiederum bei den Hauptakteuren (=Athleten) auf Unmut und Unverständnis stoßen könnte sowie Reibungspunkte auslöst, die es in einem System, in dem jedes Individuum nach Leistung zu streben versucht, absolut nicht braucht!! RE: Neue Kaderrichtwerte - Roy Schmidt - 22.10.2024 (22.10.2024, 14:22)Kyascaily95 schrieb:(22.10.2024, 06:07)Roy Schmidt schrieb:(21.10.2024, 22:26)trackwatchnds schrieb: Die neuen Kadernormen werden übrigens nicht vollkommen trennscharf und konsequent angewendet werden. Im Warten auf die neue Bundeskaderliste 2024/25 sei schon mal verraten, dass einige Athlet:innen bereits mündliche Zusagen über ihre Kaderberufung bekommen haben, obwohl die Norm verpasst wurde. Begründung: Keine. Ex-Athleten Sicht muss man ja mittlerweile sagen :^) |