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Was darf man von staatsfinanzierten Profis erwarten? - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Was darf man von staatsfinanzierten Profis erwarten? (/showthread.php?tid=3887) |
RE: Diamond League 2020 - Doha, 25.09.2020 - dominikk85 - 26.09.2020 Gerade für die Athleten für die die quali eng wird ist die Planung halt auch besonders schwierig. Ein duplantis kann auch bis Mitte Oktober Wettkämpfe machen, sich danach 3 Wochen an den Strand legen, Mitte November wieder mit dem Training anfangen und springt trotzdem im Januar 6m. Diese Athleten können die quali quasi locker aus dem Training mitnehmen. Unsere Sprinter z.b dagegen müssen ihre Form schon sehr genau timen um die norm zu schaffen was dann dazu führen kann das man beim Höhepunkt ein wenig langsamer ist. Daher kann man auch leicht sagen warum ist der Zeitplan für elaine Thompson oder duplantis kein Problem aber für unsere schon, aber diese Leute sind erstens vollprofis und zweitens ist die quali auch einfach überhaupt keine Sorge für sie. Wenn man dagegen für die norm PB laufen muss sieht es schon anders aus. RE: Diamond League 2020 - Doha, 25.09.2020 - Sprunggott - 26.09.2020 (25.09.2020, 23:27)Robb schrieb:Die Grundausbildung der BW bertifft nur die "Neueinsteiger" - alle anderen haben im Oly. Jahr keine Lehrgänge, da diese für die Olympiavorbereitung in den OL Jahr immer ausgesetzt sind!(25.09.2020, 23:10)Sprunggott schrieb: ...Du erwartest flexibles Denken von Athleten in einem starren Rahmen, der vom Terminkalender und Verbänden vorgegeben wird, das ist nicht realistisch. Wenn du in eine Sportfördergruppe gehst, mußt du sechs Wochen Grundausbildung machen. Die Bundeswehr wird da für dich keine Ausnahme machen und deine Grundausbildung nur für EINEN Athleten anders terminieren. Genauso ist es mit Fortbildungen etc. bei der Polizei. Du kannst nicht Ende September in Doha starten, wenn ein paar Tage danach deine Grundausbildung beginnt oder dein Wintersemester, da ist nix mit Flexibilität, wenn andere den Kalender vorgeben. Und wenn du Fortbildungen/Lehrgänge nach hinten verschiebst, kollidieren sie irgendwann mit der Vorbereitung für die Hallensaison. Unsere 400m Läufer sollen in der Halle in Form sein, weil sie gute Zeiten für die Rankings brauchen. Dann sollen sie Anfang Mai schon wieder in Form sein, um sich bei den World Relays für Tokio zu qualifizieren. Anfang Juni sind deutsche Meisterschaften, wieder in Form und dann haben sie noch ein paar Wochen, um die Quali für Tokio sicherzustellen. Im Prinzip haben die deutschen 400m Läufer von Trainingsbeginn im Oktober/November bis Juli/August keine Pausen. Wo soll da Flexibilität herkommen? Starres Denken in fixen Plänen und WK Mustern sind "mein Problem". Auf der Südhalbkugel/ Südasien/ Australien ist der WK und Trainings- Rhythmus ein anderer und es geht auch! Und nicht alle werden sich Qualifizieren, dass ist doch normal. Aber warum nicht WK Erfahrungen auf hohen Niveau suchen wenn einem diese quasi vor die Füße fallen? Vielleicht ja erstmal seine SB / PB angreifen, int. etablieren wollen (Warum z.B. nicht in Doha, Bellinzona, Zagreb,...). Und das starre "Langzeit - Form- Entwickeln" (MEZ - MiKZ - GA - Ga3 - Ga2 - bla bla... ) ist Schnee von gestern, einfach mal über den Tellerand schauen. RE: Was darf man von staatsfinanzierten Profis erwarten? - RalfM - 26.09.2020 Die Sportfördergruppe etc. hat zuvorderst das Ziel, die hinreichenden Trainingsbedingungen zu schaffen. Wir wollen Sportler im Wettkampf sehen, aber sie sind keine Zirkuspferde. "Wettkampf ist das beste Training" habe ich gelesen, doch die Bedingungen z.Z. sind so belastend, dass eine Abwägung mit Ergebnis "Nicht nach Doha" für mich sehr verständlich ist, selbst wenn es vielleicht noch einzelne Lücken gegeben hätte. RE: Diamond League 2020 - Doha, 25.09.2020 - Diak - 26.09.2020 Zitat:Japp. Und aus diesem Grund haben wir nach 3 Wochen Pause und einer Woche Übergangsphase gerade wieder mit dem Training begonnen. Solange es noch einigermaßen warm und sonnig ist, können wir sehr gut auch schnellere/frequente/reaktive Inhalte machen, um das entsprechende Vermögen gut durch allgemeinere Trainingsphasen halten zu können. Solange die Sonne noch ein bisschen scheint, verträgt der Körper den Wiedereinstieg in hartes Vorbreitungstraining besser und emotional ist es auch was anderes, ob man bei 18° und Sonne oder bei 10Grad und Regen wieder auf den Platz geht.(25.09.2020, 23:10)Sprungott schrieb: Und das starre "Langzeit - Form- Entwickeln" (MEZ - MiKZ - GA - Ga3 - Ga2 - bla bla... ) ist Schnee von gestern, einfach mal über den Tellerand schauen. Will sagen: es gibt mehrere Gründe, Ende September keine Wettkämpfe mehr machen zu wollen. Nebenbei scheint mir der Schnee nicht ganz so geschmolzen, wie man Dich verstehen könnte: Natürlich ist der Formaufbau nicht mehr so schematisch, aber sonnige Trainingslager wird es im vorolympischen Jahr kaum geben, ob und wie eine Hallensaison möglich ist, wissen wir auch noch nicht - Trainer:innen tun also gut daran, sorgfältig abzuwägen, ob sie die Vorbereitung eher spät starten, oder eher früh. Ich tendiere da sehr klar zu: Was wir haben, haben wir. Von Staatsamateuren dürfen wir erwarten, dass sie sich in die Nationalmannschaften einbringen, an Deutschen Meisterschaften starten, statt anderen Athleten die Plätze wegzunehmen und 3 Tage vor den DM festzustellen, dass 2x100m plötzlich total schlecht in die Olympiavorbereitung passen. Sie haben anständig zu kommunizieren, den Nachwuchs zu motivieren, den Staat und die Sportart zu repräsentieren. Ende September unter schwierigen Bedingungen mit nachlassender Form in einem Schurkenstaat an einem Diamond-League-Meeting teilnehmen, müssen sie nicht. RE: Was darf man von staatsfinanzierten Profis erwarten? - Delta - 28.09.2020 Ich sehe das Problem nicht, wenn Athleten Saisonende haben ist das ok für mich. Doha wurde nur durchgeführt wegen der TV Kohle. Ob da noch 3 Deutsche dabei sind ändert nichts. |