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Staffeln für Tokio - Wer gehört rein, wer muss raus? - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Staffeln für Tokio - Wer gehört rein, wer muss raus? (/showthread.php?tid=3875) |
RE: 4x100m-Staffel Frauen für Tokio - Wer gehört rein, wer muss raus? - dominikk85 - 14.09.2020 Ich finde bei den Damen geht es über 400m schon leicht aufwärts, gerade in der Breite hat man dieses Jahr trotz corona 9 Damen unter 53s, einige davon sind auch noch ziemlich jung. Klar von Weltklasse ist man noch weit entfernt und es müssten auch 1-2 mal wieder in den Bereich sub 51 oder nah dran kommen aber es sah schonmal schlechter aus. RE: ISTAF Berlin - 13.09.2020 - Nanobot - 14.09.2020 (14.09.2020, 10:31)Robb schrieb:Sorry, mir ist nicht ganz klar worauf du hinauswillst ... (Bitte erst den Rest lesen, bevor du antwortest!)(13.09.2020, 23:27)Nanobot schrieb: Ich stimme zu. 2017 ist die Staffel bei der WM 3:26.24 gelaufen. Damals waren die Top 6 in der Jahresbestenliste:Wenn du Vergleiche ziehst, dann aber auch konsequent. Fakt ist, dass man vor 3 Jahren mit langsameren Einzelzeiten eine Staffelzeit gelaufen ist, die locker für die Olympiaquali und wohl auch das Finale reicht. Der Schluss daraus ist, dass aktuell auch das Potential da ist dieses Zeit zu laufen. Heißt das, dass sie diese Zeit dann auch dieses Jahr (definitiv) geschafft hätten? Nein, aber es zeigt, dass es überhaupt keinen Sinn macht die Staffel aktuell abzuschreiben oder einen negativen Trend herbeizureden (Es gab dieses Jahr keine Staffel, also kann man sie weder positiv noch negativ bewerten -> Es bleiben nur die Einzelzeiten und dort ist die Entwicklung positiv). Fakt ist, dass man bei einem Schnitt der Einzelzeiten von 52 s auf eine Staffelzeit von 3:28 kommt, zieht man die Wechsel ab, ist eine Zeit von 3:26 wohl realistisch. 2018: Die Staffel die 3:30 gelaufen ist setzte sich aus Gonska (Nr. 1 der Bestenliste), Müller (Nr. 2 der Bestenliste), Mergenthaler (Nr. 4 der Bestenliste) und Pahlitzsch (Nr. 7 der Bestenliste) zusammen. Durch Addition der Einzelzeiten kommt man etwa auf 3:30. 2019: Die Staffel die 3:30 gelaufen ist setzte sich aus Bulmahn (Nr. 1 der Bestenliste), Spelmeyer (Nr. 6 der Bestenliste), Schwab (Nr. 10 der Bestenliste) und Mergenthaler (Nr. 15 der Bestenliste) zusammen. Durch Addition der Einzelzeiten kommt man etwa auf auf 3:32.5. Fazit: In den letzten beiden Jahren waren die Staffel deutlich langsamer, da sie nie in Bestbesetzung angetreten sind. Es hat mit Sicherheit Gründe warum dies der Fall war, aber ich habe die Hoffnung, dass man für die Olympiaquali die beste Besetzung aufstellt und dann gibt es (Unter der Annahme, dass die Zeiten nächstes Jahr genauso gut/noch besser sind wie in diesem Jahr) aus meiner Sicht keinen Grund zu der Annahme, dass die Staffel nicht deutlich unter 3:30 laufen sollte. Die Herausforderung wird sein, schon früh in der Saison in der Nähe der Bestform zu sein (Addierte Einzelzeiten < 3:30). PS: Angesichts deiner Argumentation kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass du entweder die Fakten nicht kennst (-> Kein Interesse den nötigen "Rechercheaufwand" zu betreiben um eine faktenbasierte Diskussion zu führen) oder sie dir bewusst zurechtbiegst bzw. wichtige Fakten (Staffelzusammensetzung) in der Hoffnung weglässt, dass ich mir nicht die Mühe machen werde selbst zu recherchieren. Auf dieser Grundlage erachte ich eine Diskussion als nicht besonders sinnvoll. Ich hoffe, dass du bei zukünftigen Diskussionen anders vorgehen wirst. Edit: Zu Müller: Warum müsste sie bei den World Relays irgendetwas laufen? Angesichts der Zeiten in diesem Jahr gibt es keinen Grund, warum sie in der Staffel laufen "müsste". RE: 4x100m-Staffel Frauen für Tokio - Wer gehört rein, wer muss raus? - Nanobot - 14.09.2020 (14.09.2020, 06:03)Jonny schrieb:Ich stimme zu. Wenn man sich die Ergebnisse der letzten Jahre anschaut (Vergleich der Staffelzeit mit den Einzelzeiten) kann man nur zu dem Schluss kommen, dass die Staffeltrainingslager entweder keine Verbesserung bewirken oder die Wechsel ohne die Staffeltrainingslager eine komplette Katastrophe (= Noch viel schlechter als sie ohnehin schon sind) wären.(14.09.2020, 02:23)dominikk85 schrieb: Mihambo macht imo nur Sinn wenn sie sich deutlich steigert. Sie war letztes Jahr schon gut, aber es war halt am Ende "nur" eine 11.20 und wenn alle fit sind hat der DLV genug Damen die unter 11.25 drauf haben. Und ich hätte lieber jemand anderen mit 11.22 als mihambo mit 11.19 weil die drei Hundertstel den Kohl nicht fett machen und eine reine sprinterin besser eingewechselt ist und zum anderen auch weil es ein Risiko gibt das sie sich verausgabt oder verletzt und ihr weitsprung leidet. Und ohne zynisch zu sein wäre es für den DLV schlimmer wenn mihambo sich im Vorlauf den Beuger zerrt und im weitsprung nicht antreten kann als wenn das prepens oder mayer passiert.Um in dieses Team zu kommen brauch man auch keine wirklich guten Wechsel. Was man da jedes Jahr vorgesetzt bekommt bei der WM, hat mit guten Wechseln auch nichts zu tun. Selbst die Jamaikanerinnen haben deutlich besser gewechselt in Doha und dass soll schon was heißen. Wirklich gute Wechsel haben die Schweizerinnen und damit nicht umsonst Platz 4 in Doha belegt. -> Man weiß nicht, wie man Wechsel trainiert und/oder das eingesetzte Personal hat kein besonders großes Talent für Wechsel Ist ersters der Fall, dann ist das Training sinnlos und man kann auch jemanden aufstellen, der die Trainingslager nicht absolviert hat. Sollte jedoch zweiteres der Fall sein, kann man sich eigentlich fast nur verbessern, wenn man jemand anderem (Mihambo) eine Chance gibt. Als Laie fällt es mir schwer zu glauben, dass jemand wie Mihambo sich die nötigen Fähigkeiten nicht in relativ kurzer Zeit erarbeiten könnte (Falls sie wirklich Interesse daran haben sollte in der Staffel zu laufen). Mihambo hat ihre 100 m PB letztes Jahr deutlich verbessert, sollte nächstes Jahr eine weitere Verbesserung erfolgen (11.10 - 11.15), würde ich sich sehr gerne in der Staffel sehen (Falls die anderen Damen nicht noch stärkere Verbesserungen zeigen). Wenn man die japanische Männerstaffel betrachtet, kann man übrigens ganz gut erkennen, was mit guten Wechseln alles möglich wäre. RE: 4x100m-Staffel Frauen für Tokio - Wer gehört rein, wer muss raus? - Delta - 14.09.2020 @Nanobot Es zählt nur was jemand abliefert. In der Krise zeigt sich wer organisiert ist und wer nicht. Offensichtlich sind das Kwayie, Nippgen oder z.B Ajla Del Ponte. Pinto und Lückenkemper gehören mit Sicherheit nicht dazu. Wer eine 11.44 in der Finnischen Provinz abliefert und vor Angst nicht an der DM teilnimmt gilt für beide hat ganz sicher keinen Anspruch auf "STAR Status". Pinto hat noch nie 2 Läufe an einem Tag mit Topwerten abgeliefert. Lückenkemper ist dermassen unorganisiert, dass Sie bei 24 Olympiastützpunkten angeblich nicht ordnungsgemäss trainieren kann. Andere Athleten würden das mit 2 Telefonanrufen mit dem Bundestrainer klären. P.S Staffelwechsel muss man das ganze Jahr trainieren. Die Idee, dass man mit 2 Wochen Kienbaum, dass hinkreigt ist falsch. Die DDR, Schweiz, Japan, China Staffeln beweisen klar das Gegenteil. Ad-Hoc Training ist bei weitem nicht ausreichend. RE: 4x100m-Staffel Frauen für Tokio - Wer gehört rein, wer muss raus? - dominikk85 - 14.09.2020 Die Japaner sollte man allerdings auch nicht nur auf ihre wechsel reduzieren, sie können inzwischen ganz gut sprinten. Im letzten Jahr waren ihre besten 4 9.97, 9.98, 10.01, 10.11 und dahinter ne ganze Reihe von 10.15-10.20 Leuten. Läuferisch sind die Japaner vermutlich momentan hinter den usa, Jamaika und GB etwa die Nummer 4. RE: 4x100m-Staffel Frauen für Tokio - Wer gehört rein, wer muss raus? - Robb - 14.09.2020 (14.09.2020, 13:56)Delta schrieb: Pinto hat noch nie 2 Läufe an einem Tag mit Topwerten abgeliefert.Na dann testen wir die These doch mal: 2019 DM Berlin: Im Vorlauf 11,14, ne Stunde später im Finale 11,09. Einen Tag später 200m: Vorlauf 22,98, Finale 22,65. 2018: Karlsruhe 60m: Vorlauf 7,12, Finale 7,10 2018 Indoor ISTAF: Vorlauf 7,08, Finale 7,13. 2018 Regensburg: Vorlauf 11,11, Finale 11,15 Reicht das? RE: 4x100m-Staffel Frauen für Tokio - Wer gehört rein, wer muss raus? - Delta - 14.09.2020 Nein, da ist kein DL, EM, Olympia dabei. RE: ISTAF Berlin - 13.09.2020 - Robb - 14.09.2020 (14.09.2020, 12:11)Nanobot schrieb: Fazit: In den letzten beiden Jahren waren die Staffel deutlich langsamer, da sie nie in Bestbesetzung angetreten sind. Es hat mit Sicherheit Gründe warum dies der Fall war, aber ich habe die Hoffnung, dass man für die Olympiaquali die beste Besetzung aufstellt und dann gibt es (Unter der Annahme, dass die Zeiten nächstes Jahr genauso gut/noch besser sind wie in diesem Jahr) aus meiner Sicht keinen Grund zu der Annahme, dass die Staffel nicht deutlich unter 3:30 laufen sollte. Die Herausforderung wird sein, schon früh in der Saison in der Nähe der Bestform zu sein (Addierte Einzelzeiten < 3:30).Du bist amüsant. Wenn wir deiner Argumentation bezüglich den 400m folgen, dürfte es gar keine 4x400m Staffel geben, weil die 400m Läufer eh nicht konkurrenzfähig sind (oder hab ich da wieder irgendeine Recherche vernachlässigt?). Die Staffelbesetzung ist irrelevant, es zählt das Ergebnis. Bei den World Relays fragt niemand, ob Deutschland nicht in Bestbesetzung angetreten ist, wenn du zu langsam bist, fliegst du raus. Wenn wir deiner achso genauen Logik folgen (die im Endeffekt sehr ungenau ist), müßtest du auch das Datum der jeweiligen Leistungen berücksichtigen. Die World Relays fanden Anfang Mai statt, Mergenthaler war Ende des Jahres 15te der Rangliste, Anfang Mai irrelevant. Genauso die Leistungen der anderen. Deshalb sind auch die Leistungen dieses Jahr relativ egal, sie müssen Anfang Mai 2021 in Form sein und das haben sie noch nie hinbekommen. Mitte Mai lief Spelmeyer mal ne 52,63, für Anfang Mai gibts gar keine Zeiten. Da brauchst du nicht mit Bestzeiten vergleichen, die läuft Anfang Mai keine. Der Unterschied zu anderen Nationen ist, Deutschland muß in Bestform und Bestbesetzung antreten, um eventuell ne 3:26 zu laufen. Polen lief Anfang Mai bei den World Relays ne 3:27, drei Monate später bei der Team-EM 3:24, und nochmal zwei Monate später in Doha 3:21. Die können es sich leisten, diese Rennen im Rahmen des Saisonaufbaus mitzunehmen, weil sie ganz andere Bestzeiten haben. RE: 4x100m-Staffel Frauen für Tokio - Wer gehört rein, wer muss raus? - longbottom - 14.09.2020 Ich verstehe nicht ganz, warum Ihr Euch so an der 3:26 festbeißt. Im Hinblick auf die Olympiaquali geht es doch zunächst einmal darum, in Polen ins Finale zu laufen. Da ist die Zeit zweitrangig. Eben weil die Team Relays Anfang der Saison sind, sind doch vermutlich alle Staffeln noch nicht in Bestform, nicht nur die Deutschen. 2019 hat bei den Team Relays eine 3:29,89 gereicht, um ins Finale zu kommen, 2017 sogar eine 3:33,41 und 2015 eine 3:30,95. Ich will jetzt nicht prophezeien, welche Zeit dann nächsten Mai nötig ist. Aber es gibt jedenfalls keine Anzeichen dafür, dass es eine 3:26 ist. Erst wenn man da den Sprung ins Finale verpasst, muss man auf die möglichst schnelle Zeit schauen, um einen der übrigen Plätze noch zu ergattern. Aber diese Zeit kann man dann auch später in der Saison anpeilen und nicht Anfang Mai. RE: 4x100m-Staffel Frauen für Tokio - Wer gehört rein, wer muss raus? - Robb - 14.09.2020 Ja sicher sind Zeiten egal, aber als Basis nützlich. Die 3:26 würde ich ihnen in Bestform auch zutrauen, aber die haben sie Anfang Mai nicht. Wenn du dann bei jeder ne Sekunde drauflegst, bist du schon bei 3:30 und da wirds dann eben eng mit der Quali. Erwisch nen einfachen Vorlauf und du bist drin, wenn du nen schwierigen erwischst, bist vielleicht mit ner 3:29 raus. Oder wir haben "Glück" und einige der Qualifizierten oder Konkurrenten sagen ab und es wird "leicht". |