![]() |
|
Läufer sollen laufen können - wettkampfmäßig! - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Läufer sollen laufen können - wettkampfmäßig! (/showthread.php?tid=3722) |
RE: Läufer sollen laufen können - wettkampfmäßig! - longbottom - 02.06.2020 (02.06.2020, 17:33)diwa schrieb: Und das vor jedem Wettkampf??? Das ist illusorisch! Wie man es nimmt. Anfang Mai hätten theoretisch fast eine Million Tests pro Woche durchgeführt werden können. Nur etwas über 300.000 davon wurden gemacht. In den folgenden Maiwochen waren es rund 400.000, aber das ändert nichts daran, dass viele Kapazitäten für Tests frei sind. Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wissen/nur-ein-drittel-der-labor-kapazitaet-genutzt-wir-koennten-viel-oefter-testen/25748426.html RE: Läufer sollen laufen können - wettkampfmäßig! - alex72 - 02.06.2020 Die TestKapazitäten wären momentan frei . Aber wer bezahlt die über 100€ für jeden Test ? RE: Läufer sollen laufen können - wettkampfmäßig! - Jo498 - 02.06.2020 Die Kosten für Tests könnte man aufteilen zwischen den verschiedenenen Sportverbänden und dem Innenministerium oder so. Die 9 Mrd. für die Lufthansa und zig weitere Mrd. Ausgleich/Hilfszahlungen bezahlt ja auch irgendjemand, da sind ein paar hunderttausend mehr im Bereich von Rundungsfehler. Ich halte bei offiziell noch knapp 8000 Infektiösen in ganz Deutschland die Infektionswahrscheinlichkeit, wenn 8-15 Leute 2-15 min im Pulk Runden im Freien laufen, für extrem gering. Mit der nun anstehenden weiteren Öffnung von Kitas und Schulen nimmt man sicher (wenn auch mit besserem Grund) weit höhere Infektionswahrscheinlichkeiten in Kauf als bei einem völlig normalen (d.h. ohne jedes "Hygienekonzept") durchgeführten LA-Wk. RE: Läufer sollen laufen können - wettkampfmäßig! - Atanvarno - 02.06.2020 (02.06.2020, 17:57)Robb schrieb: Versteh ich nicht. Wir können keine Leichtathletik-Meetings durchführen, weil die Tests beim Fußball teuer sind? Wir brauchen die Tests doch in der Leichtathletik nicht. Die Tests beim Fußball gibts aus zwei Gründen: Es ist eine Kontaktsportart und man will kritische Geister beruhigen. In der Leichtathletik gibts bei Coronamaßnahmen keinen Unterschied zwischen Profis und Amateuren. Profis sprinten/werfen auch nicht anders als Amateure. Abstand halten, nur jede zweite Sprintbahn belegen, Wurfgerät nach jedem Versuch desinfizieren, das sind alles Maßnahmen, die für Amateure und Profis gelten müssten. Du hast weiter oben den Fußball als Vergleich herangezogen, um für die Durchführung von Mittel- und Langstreckenläufen zu argumentieren. Im jetzt zitierten Beitrag lässt du diese aber explizit aus, um herauszustellen, dass die LA nicht mit Fußball vergleichbar und testen überflüssig ist. Der Fußball zeigt aber, dass bei Kontakt testen eben doch (und sei es nur zur Beruhigung des Volkes) erforderlich ist. RE: Läufer sollen laufen können - wettkampfmäßig! - neuhier - 02.06.2020 Bezug zu Diwa weiter unten: Es geht ja auch darum, WEGE AUFZUZEIGEN und sich nicht in endloser Warterei durch Verbands-Bevormundung "hirntot" zu stellen. Und: Woher will ein Funktionär wissen, was Läufer wollen? Das wissen ja nichtmal die Bundestrainer, die sich gerade freuen, dass sie ein zusätzliches Jahr für "ihre Olympiavorbereitung" gewonnen haben, weil das eine halbe Handvoll Spitzenläufer tatsächlich so kommuniziert (was aber sonst auch wirklich niemanden nur ansatzweise interessiert...). Wieso sollen Läufer nicht ihren Überholvorgang selbst kontrollieren können - warum wird grundsätzlich unfaires Verhalten als normal angesehen? Die meisten Läufer wollen endlich wieder Wettkämpfe laufen. Und wer das nicht will, z.B. weil er das Risiko als unkalkulierbar erachtet, der braucht ja auch nicht anzutreten. Das gilt übrigens für Volks- und Straßenläufe ebenso wie für Bahnläufe. Wem ist damit gedient, wenn wegen aktuell ca. 8000 Infizierter, von denen ein Gutteil in räumlich eng begrenzten Hot-Spots aufgetreten ist, eine Million (oder mehr) Läufer keine Wettkämpfe bestreiten sollen? RE: Läufer sollen laufen können - wettkampfmäßig! - Küstenkrebs - 02.06.2020 Die Veranstalter versuchen sich anzupassen und bieten neue Formate, die mehr oder weniger wie Einzelzeitfahren bei Radrennen funktionieren, also wie z.B https://www.solo-run.de/ in Essen Die Strecke ist eher kurz mit 5km und Startgeld eher hoch, aber es scheint Interesse zu geben. Bei den Frauen hat Sanaa Schretzmair - ehemals Koubaa - gewonnen, obwohl sie sich nach eigener Angabe verlaufen hatte. Für bestimmte deutsche Protagonisten wie z.B. Reh oder Klosterhalfen wäre Einzelzeitlaufen auf der Bahn bestimmt das perfekte Format. Wie man aber echte große Laufveranstaltungen auf der Straße in absehbarer Zukunft durchführen möchte, übersteigt meine Fantasie. Insgesamt gibt es in D zwar immer weniger Infizierte, aber trotz geringen Zahlen bei bestimmten Ereignissen oder Umständen lokale Ausbrüche. Ich finde es naheliegend, auch Läufe ohne besondere Regeln als ein Hochrisikoereignis einzustufen. Wenn eine solche Veranstaltung zusätzlich mit Reisetätigkeit der Teilnehmer und teilweise sozial aktiven Menschen verbunden ist, hat man unter Umständen die perfekte Mischung für ein ernsthaftes Problem. RE: Läufer sollen laufen können - wettkampfmäßig! - Jo498 - 03.06.2020 Ein großer Straßenlauf ist vermutlich tatsächlich ein Hochrisikoereignis. Das schlimme ist aber, dass auch ein mittelkleiner Straßenlauf vermutlich so eingestuft werden wird, obwohl da kaum Zuschauertrauben am Rand stehen werden. Der DLV ist vermutlich auch zu groß und zu träge, um so etwas wie die "impossible games" nächste Woche zu machen, obwohl man das den Norwegern einfach hätte nachmachen können. Ein paar der besten für die technischen Disziplinen hätte man zusammenbringen müssen und Reh hätte vermutlich eine bessere Chance auf den dt. 10000m-Rekord als Grovdal solo auf den norw. 3000m. RE: Läufer sollen laufen können - wettkampfmäßig! - Elysee - 03.06.2020 Ich habe mir am Wochenende die Übertragung der Meetings in Tschechien angeschaut. Dort wurden die Wettbewerbe ganz normal ausgetragen. Ich hab zwar nicht alles gesehen, aber z.B. 100m Hürden, 300m - ohne freie Bahn dazwischen. Besonders interessant: 1000m, normal im Pulk! Weiß zufällig jemand, wie da die Vorbereitung war? Gab es Tests? Die Athletinnen haben sich danach auch umarmt . Außerdem hat man das Publikum im Hintergrund ohne Masken und ohne Abstand nebeneinander sitzen sehen (beim Speer der Frauen).
RE: Läufer sollen laufen können - wettkampfmäßig! - Sprunggott - 03.06.2020 (03.06.2020, 10:44)Elysee schrieb: Ich habe mir am Wochenende die Übertragung der Meetings in Tschechien angeschaut. Dort wurden die Wettbewerbe ganz normal ausgetragen. Ich hab zwar nicht alles gesehen, aber z.B. 100m Hürden, 300m - ohne freie Bahn dazwischen. Besonders interessant: 1000m, normal im Pulk! Weiß zufällig jemand, wie da die Vorbereitung war? Gab es Tests? Die Athletinnen haben sich danach auch umarmtSoviel ich weiß, gab/ gibt es keine Tests. Masken sind draußen wie auch in Deutschland nicht erforderlich. Das Publikum war begrenzt, und sollten 1.5m-2m Abstand halten. Sportler hatten Ihr eigenes Wurfgerät mit, oder personengebunden gestellt bekommen, und waren auf Einladung gemeldet. Ob es dann wirklich jemand kontrolliert ist die andere Frage... Hab auch steckenweise mal zugeschaut - hat ja sportlich alles gut funktioniert. |