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Anke Esser - Deutschlands beste vereinslose Läuferin - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Anke Esser - Deutschlands beste vereinslose Läuferin (/showthread.php?tid=3503) |
RE: Chicago Marathon - 13.10.2019 (WR: Brigid Kosgei 2:14:04) - said88 - 14.10.2019 (14.10.2019, 16:01)dominikk85 schrieb:Wer in seinem einzigen Marathon des Jahres 2:32:06 läuft, hat ziemlich sicher auch ne Zeit unter 2:30 drin; eine SB im Sprint repräsentiert viel eher das Leistungsvermögen.(14.10.2019, 15:38)said88 schrieb:ja. Mit 11.33 ist man 2019 die Nummer 119 der Welt. Im Marathon lief die 119 bei den Damen dieses Jahr knapp 2:28. Essers Zeit ist die Nummer 242 dieses Jahr was über 100m knapp über11.50 entspricht.(14.10.2019, 12:27)lor-olli schrieb: Das richtet sich überhaupt nicht gegen Esser, es ist eher vergleichbar mit einer 11,33sec über die 100m - flott, aber letztlich "Alltag" RE: Chicago Marathon - 13.10.2019 (WR: Brigid Kosgei 2:14:04) - Athletix - 14.10.2019 Ich bin überrascht, dass es hier vereinzelte Stimmen gibt, die Vereine, Startpässe etc. kritisch sehen und sich stattdessen für "freischaffende Künstler" (sprich: Sportler) aussprechen. Einheitliche Verbände dienen nicht zuletzt dazu eine sportliche Organisationsstruktur und die Einhaltung des Regelwerks sicher zu stellen. Von daher ist es in so ziemlich jedem Sport so (mir nicht bekannte Ausnahmen bestätigen die Regel), dass es internationale, nationale, Landesverbände und darunter angesiedelte Organisationsstrukturen gibt. Ebenso gibt es sicher weitgehend flächendeckend Startpässe, Spielerpässe etc. Das ist auch gut so, denn ansonsten könnten unorganisierte Sportler/innen sich beispielsweise völlig unbehelligt unter dem "Radarschirm" von Dopingkontrollen bewegen. So hätten die "wild" sporttreibenden Sportler/innen theoretisch die Möglichkeit alle nur denkbaren verbotenen Hilfsmittel zu nutzen, während die "regstrierten" Startpassinhaber, insbesondere im Spitzenbereich, möglicherweise ständig getestet werden. Es gibt für den Verband in so einer freien Organsiation keinerlei Handhabe, von ihnen unabhängige Sportler/innen zu kontrollieren. Ich halte das jetzige System für absolut notwendig, da nur so gleiche Bedingungen für die Sportler/innen sichergestellt werden können. Ich bin sicher, dass es bei weitem nicht nur in Deutschland solche Strukturen gibt sondern auch in anderen Ländern ähnliche Systeme bestehen. Der Umstand dass die IAAF oder Tilastopaja vielleicht eine Anke Esser in ihren Ranglisten führen, dürfte einzig und allein darauf zurück zu führen sein, dass man dort natürlich die Startpassdatei des DLV als Filter nicht kennt. Es ist völlig richtig, dass der DLV in seine Ranglisten nur Startpassinhaber/innen aufnimmt. Ist es denn wirklich so schlimm Mitglied eines Vereins zu sein? Freien Sport treiben kann trotzdem jede®. RE: Chicago Marathon - 13.10.2019 (WR: Brigid Kosgei 2:14:04) - lor-olli - 14.10.2019 @said: 11,33… ich halte mich für einen höflichen Menschen… ![]() Ich bin auch nicht streng nach Weltrangliste vorgegangen, sondern eher nach der "Normalverteilung" in Bezug zur Menge an Athleten die eine Diziplin ernsthaft betreiben > und da laufen ganz sicher viel mehr 100m als Marathon. Die 11,33 ist natürlich auch nur ein Wert um mal eine Hausnummer genannt zu haben. 2:32 sind übrigens 47 Minuten schneller als meine PB im Marathon und somit schon eine Leistungsklasse! (Ich muss das schreiben, damit meine Zeit nicht gar so lahm aussieht . Meine PB habe ich aber auch erst mit 45 aufgestellt, als Ex-Zehnkämpfer hätte ich mir früher nie träumen lassen mal mehr als 1500m zu laufen…)
RE: Chicago Marathon - 13.10.2019 (WR: Brigid Kosgei 2:14:04) - lor-olli - 14.10.2019 @Athletix: du kennst Dich mit dem Sport (insbesondere Leichtathletik) in der Welt aus? In den USA sind die Athleten der Hochschulen in der Mehrzahl nicht in einem Verein organisiert, in vielen Ländern kennt man die Struktur deutscher Vereine gar nicht (ein brit. Club etwa ist kein Verein! Auch in Skandinavien sind nicht einmal alle Spitzenathleten in einem Verein - in Finnland etwa oft auch wegen der Entfernungen), trotzdem funktioniert das Dopingkontrollsystem auch in solchen Ländern… RE: Chicago Marathon - 13.10.2019 (WR: Brigid Kosgei 2:14:04) - Robb - 14.10.2019 Was haben Dopingkontrollen mit dem Vereinswesen zu tun? Wenn man dieser Logik folgt, dürfte in den USA fast niemand kontrolliert werden, denn da werden Leichtathleten keinem Verein zugeordnet, sondern einem Sponsor. Wer keinen Sponsor hat, ist "unattached". RE: Chicago Marathon - 13.10.2019 (WR: Brigid Kosgei 2:14:04) - Atanvarno - 14.10.2019 Es muss der deutschen Laufszene doch erheblich besser gehen, als ich bisher angenommen hatte, wenn eine 2:32 und Platz 13 in einem World Marathon Majors Rennen als Durchschnittsware "gedisst" wird, die man eigentlich in der Berichterstattung auch unter den Tisch fallen lassen könnte. Zusätzlich zur nicht ganz schlechten Leistung hat Esser auch noch eine sehr gute "Geschichte", die leichtathletik.de durchaus pushen könnte/sollte. Never be afraid of change RE: Chicago Marathon - 13.10.2019 (WR: Brigid Kosgei 2:14:04) - dominikk85 - 14.10.2019 Selbst wenn ihre zeit einer 11.50 entsprechen sollte muss man das natürlich dennoch im nationalen Massstab sehen und da laufen halt 20 deutsche Damen (geschätzt) unter 11.50? aber nur 3-4 2:32, insofern ist die Zeit natürlich trotz internationaler Bedeutungslosigkeit eine Erwähnung wert. RE: Chicago Marathon - 13.10.2019 (WR: Brigid Kosgei 2:14:04) - said88 - 14.10.2019 (14.10.2019, 18:30)lor-olli schrieb: @said: 11,33… ich halte mich für einen höflichen Menschen…2:32 für eine Frau ist eine Klasse-Zeit, finde ich - viel schneller als ich es als Mann vermutlich selbst mit echter Fokussierung geschafft hätte. Ich wollte die Zeit in keiner Weise irgendwie schlecht reden - aber die (hauptsächlich) ostafrikanische Weltspitze ist halt trotzdem meilenweit entfernt. RE: Chicago Marathon - 13.10.2019 (WR: Brigid Kosgei 2:14:04) - said88 - 14.10.2019 (14.10.2019, 18:50)Atanvarno schrieb: Es muss der deutschen Laufszene doch erheblich besser gehen, als ich bisher angenommen hatte, wenn eine 2:32 und Platz 13 in einem World Marathon Majors Rennen als Durchschnittsware "gedisst" wird, die man eigentlich in der Berichterstattung auch unter den Tisch fallen lassen könnte.Falls das auf meinen Einwand von gestern Nacht bezogen ist, so ist es komplett unangemessen. Ich hatte das ja schon klargestellt. RE: Chicago Marathon - 13.10.2019 (WR: Brigid Kosgei 2:14:04) - Atanvarno - 14.10.2019 Die ostafrikanische Frauenspitze ist auch von den meisten unserer Männer ziemlich weit entfernt Bei Essers 2:32 muss man aus meiner Sicht auch das Potential sehen. 1:14/1:18 ist weit entfernt von einer idealen Renneinteilung, ich wäre nicht überrascht, wenn sie in ihrem nächsten Marathon die Olympianorm knackt (ich weiß, das hast du ihr auch zugestanden). @said88 "falls das auf meinen Einwand von gestern Nacht bezogen ist, so ist es komplett unangemessen. Ich hatte das ja schon klargestellt." Das habe ich verstanden und akzeptiert, dennoch wird die Leistung hier für mich unverständlich gering geschätzt ("ich war langsamer", "weil ich höflich bin, hab ich es als 11,33 geschätzt" entspricht nicht meiner Vorstellung von Wertschätzung) 2:32:06 sind übrigens nach IAAF Punkten 11,41 und @dominikk85 die Zeit haben windbereingt genau sechs Sprinterinnen unterboten. Wie gesagt, ich will ja nicht, dass la.de oder die Forumsgemeinde Freudentänze ob einer 2:32 aufführt (die bei Debbie Schöneborn aber immerhin einen Artikel mit Überschrift zur Folge hatte), aber entweder habe ich eine Wahrnehmungsstörung oder diese Zeit wird kleiner geredet als sie es verdient hat. |