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Zustand deutscher Wurfbereich - Druckversion

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RE: Zustand deutscher Wurfbereich - Jo498 - 09.08.2019

Gewichtheben rotfl! Sumo sollte man auch unbedingt mehr zeigen, danach sieht auch ein Fass wie Daniel Stahl vielleicht nicht mehr so krass aus und die Menschen werden nur noch Würfe sehen wollen. Teufel

Die Vertikalsprünge sind die attraktivsten technischen Disziplinen, weil man sofort das Resultat sieht und Stabhoch überdies akrobatisch beeindruckend ist. Und weil es oft automatisch schon Duelle gibt, weil nur noch zwei bis drei im Bewerb sind, inkl. des spannenden "Zockens" mit ausgelassenen Höhen (was freilich für unerfahrene Zuschauer schon wieder fast zu kompliziert wird.) Die brauchen am wenigsten oder gar keine "Hilfe". Die Würfe und Horizontalsprünge haben durch die "Einzeichnung" der Weitenlinien schon deutlich an Attraktivität gewonnen. Ebenso durch die Änderung der Reihenfolgen. Viel mehr kann man da m.E. nicht machen, zumal es eben auch andere Gründe gibt, warum die nie so attraktiv werden werden wie andere Disziplinen. Speer ist attraktiver, weil es keinen "Käfig", weniger Ungültige (außer den absichtlichen) und weniger extreme Körpertypen gibt. Ich bin vielleicht etwas naiv in der Verallgemeinerung, aber mir scheinen viele Dinge hier offensichtlich zu sein.

Es ging mir aber eher um etwas anderes. Nämlich die Athleten als "Leuchttürme" der Leichtathletik, weil R. Harting Musterbeispiel für einen solchen Superstar genannt wurde. Das hat bei Harting funktioniert, aber nicht weil er Werfer, sondern weil er sehr erfolgreich und charismatisch war. Das kann man eben nicht erzwingen und dabei war die Disziplin zweitrangig.


RE: Zustand deutscher Wurfbereich - Sebastian - 09.08.2019

Es müssten nicht zwingend 10 Sprünge sein, evtl. wäre sogar eine Begrenzung auf 4 oder 5 Höhen sinnvoller.

Es würde eben NICHT wie ein bisheriger Wettkampf geführt. Sagen wir Holzdeppe steigt bei 5,51 ein (und produziert ausnahmsweise mal keinen Salto Nullo Big Grin ‌), springt die im 1., und springt dann 5,75 mit insgesamt 5 weiteren benötigten Versuchen. Jetzt steht er bei 5,75 und hat 6 Versuche aufgebraucht, hat also noch maximal 4.

Duplantis steigt bei 5,75 ein und braucht 2 Versuche, steht dann eben noch bei 8, während Lavillenie noch gar nicht gesprungen ist, also noch 10 Versuche zur Verfügung hat.

Das ermöglicht doch extrem spannende taktische Konstellationen, vor allem da logischerweise ein stufenloses Steigern möglich ist. In der oben geschilderten Situation würde fast sicher Lavillenie mit seinem 1. 5,76 überspringen (wollen), während Holzdeppe, der nur noch 4 hat, sicher erst wieder bei 5,80 oder gar 5,85 springt. Und mit einem evtl. 10 Versuch den bisherigen Spitzenreiter nochmal um 1 cm zu übertrumpfen wäre doch ein idealer Showdown :-)


RE: Zustand deutscher Wurfbereich - dominikk85 - 09.08.2019

Die vertikalsprünge würde ich so lassen, denn gerade dadurch das alle immer die gleiche Höhe springen hat man dadurch doch den direkten Duell Charakter. X versuche insgesamt wäre natürlich denkbar, aber dann würden sich die anfangshöhen doch sehr lange ziehen, da sonst einer 6 mal 2.20 versucht bis er raus ist.

Gerade stabhoch hat doch oft tolle duelle, beim Weitsprung gibt es sie manchmal auch, aber eben auch oft Wettkampf vorbei nach dem ersten Versuch. 

das KO System beim Wurf würde es dagegen imo wirklich deutlich attraktiver machen.


RE: Zustand deutscher Wurfbereich - Robb - 09.08.2019

Verstehe ich das richtig? Jeder soll einsteigen können, wann er will und insgesamt 10 Versuche haben? Nehmen wir mal Ulm heute, die Deutschen fliegen alle bis 5.70 raus, Lisek steigt bei 5,70 ein. Dann hätte er also bis zu zehn Versuche bei 5,70m? Das würde alleine bis zu 50 Minuten dauern, das soll spannend sein?


RE: Zustand deutscher Wurfbereich - Sebastian - 09.08.2019

10 Versuche war jetzt ein willkürlich genannter Wert, in der realen Umsetzung müsste man das wie mit der Einführung der Shot-Clock im Basketball machen, also einen "Schnitt" der durchschnittlichen Sprünge sagen wir der 1. 3 bei den Wettkämpfen der letzten x Jahre bilden und daraus die Anzahl der erlaubten Versuche ableiten (aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, dass die so zwischen 8 und eben maximal 10 liegen würde)

Scheitert man 3x an einer Höhe (oder insgesamt 3x ohne eine Höhe übersprungen zu haben, Beispiel: 5,70 1x gerissen, danach auf 5,75, auch 1x gerissen und danach 5,80 ebenso gerissen) ist man natürlich raus, hätte also in der Tat im Extremfall 7 Versuche "verschenkt".

Wenn alle Deutschen raus sind und Lisek dann mit dem 1. 5,70 oder eben 5,71 überspringt hat er gewonnen, natürlich, als ob das heute anders laufen würde? Und in diesem Fall würde sich die Spannung natürlich daraus erzeugen, OB Lisek mit (in dem Fall logischerweise nur 3 Versuchen) eben überhaupt eine Höhe schafft.

Im übrigen halte ich solche speziell konstruierten Fälle nicht für geeignet ernsthaft über so eine Idee zu debattieren. Aktuell Lisek gegen die deutschen Stabis wäre ähnlich wie Bolt (oder um nicht ganz so hoch zu greifen meinetwegen Vicaud) gegen die deutschen Sprinter: Da sollte das Ergebnis nunmal aufgrund des Leistungsgefälles von vornherein feststehen.