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Louisa Grauvogel - Vereins - und hypothetischer Disziplinwechsel - Druckversion

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RE: Louisa Grauvogel - Vereins - und hypothetischer Disziplinwechsel - unruh - 26.09.2018

hätte hätte..Fahrradkette
oder wie ein bekannter exfußballer noch besser sagte
wenn wenn...fahrradkette

habe selten eine so sinnfreie diskussion hier erlebt.

- sie hat etwas im Blick...

so ein Schmarrn!


RE: Louisa Grauvogel - Vereins - und hypothetischer Disziplinwechsel - Delta - 26.09.2018

Potentialermittlung bei Athleten ist keine Mathematik versteht sich. Aber im Falle von Grauvogel gibt es genug Hypothesen und Werte die das mehr oder weniger nahe legen.

Grauvogel hat im Siebenkampf mindestens eine Sprungschwäche. Hoch und Weit wo Ihr viele Punkte weggehen.

Das erinnert mich stark an Lea Sprunger wo genau dass, entweder Wechsel der Disziplin oder Rücktritt bedeutet hätte. Karriereplanung ist eminent wichtig. (Für mich kann Grauvogel im 7 Kampf keine 6500 erreichen)
Als Lea Sprunger 2015 wechselte hätte kein Mensch auf einen Europameisterschaft gewettet. Die Kombination mit den Unterdistanzen 100 und 200 m und den dortigen Verbesserungen zeigen aber den Weg. 4 Jahre später ist Sie Europameisterin.
Das bedingt definitiv einen sehr guten Hürdentrainer sowie einen guten SprintCoach, wenn das nicht in Personalunion zu machen ist.
Grauvogel hat in Ihrem Alter bessere Werte als die Top 3 in der Schweiz im 400 Hürdenlauf wovon 2 eine EM-Medaille gewonnen haben, Anita Protti und Lea Sprunger alle mit Werten von unter 54.60 - 54.25)
Grauvogel ist ein Wettkampf Typ, dass hat jeder Trainer in Berlin gesehen.


RE: Louisa Grauvogel - Vereins - und hypothetischer Disziplinwechsel - Jo498 - 26.09.2018

Ich glaube zwar auch, dass für 400m-Hürden mehr passen muss als die 200m-Zeit und die Hürdenfähigkeit, aber ein weiterer "strategischer" Punkt wäre, dass die Disziplin zumindest in Europa nicht annähernd so stark besetzt ist wie Siebenkampf. Mit 54 tief hat man eine EM-Medaille praktisch sicher.


RE: Louisa Grauvogel - Vereins - und hypothetischer Disziplinwechsel - EAF2017 - 26.09.2018

(26.09.2018, 13:58)Delta schrieb: Grauvogel hat im Siebenkampf mindestens eine Sprungschwäche. Hoch und Weit wo Ihr viele Punkte weggehen.
Grauvogel ist 21. In dem Alter hatte Carolin Schäfer in den Sprungdisziplinen PBs von 1,79m und 6,03m und war dabei in den Laufdisziplinen deutlich schwächer.


RE: Louisa Grauvogel - Vereins - und hypothetischer Disziplinwechsel - dominikk85 - 26.09.2018

(26.09.2018, 16:49)EAF2017 schrieb:
(26.09.2018, 13:58)Delta schrieb: Grauvogel hat im Siebenkampf mindestens eine Sprungschwäche. Hoch und Weit wo Ihr viele Punkte weggehen.
Grauvogel ist 21. In dem Alter hatte Carolin Schäfer in den Sprungdisziplinen PBs von 1,79m und 6,03m und war dabei in den Laufdisziplinen deutlich schwächer.

wobei grauvogel halt auch kein werfer typ ist. Natürlich kann sie es schaffen, aber 4 schwache Disziplinen ist halt doch recht viel.

im lauf ist sie super und hat auch noch raum nach oben, aber 4 Disziplinen verbessern ist schon eine aufgabe vor allem wenn die schwächen technischer Natur sind.

ich würde ihr auch in den flachsprints einiges zutrauen, so wie sie aich verbessert hat geht da sicher noch was.


RE: Louisa Grauvogel - Vereins - und hypothetischer Disziplinwechsel - Diak - 26.09.2018

Louisa hat sich in der abgelaufenen Saison um unfassbare 450 Punkte gesteigert, Quantensprünge im Sprint und Steigerungen in allen anderen Diszplinen vollzogen, trotz Reisestress und paralleler USA-hier-Planung auf den Punkt großartig performt, eine Menge an Top-Siebenkämpfen gemacht, die wir ihr wohl alle nicht zugetraut hätten und dann auch noch beim Saisonhöhepunkt, ihrem ersten großen und auch noch zu Hause geniale Leistungen gebracht.
Klar hätte sie Potential im Kurz- und Langsprint, insobesondere mit Hürden, so wie sehr viele schnelle Mehrkämpfer(innen). Mag ja Spaß machen, zu diskutieren und zu behaupten, was sie noch alles so könnte und durch wen. Ihr aber nach der Saison das Potential in ihrer Kerndisziplin, die sie beherrscht und offensichtlich auch mag, abzusprechen, ist völlig absurd und zu behaupten, dass sie sich in schwächeren Disziplinen wohl zu wenig steigern könnte, finde ich absolut unredlich, zumal, ohne sie zu kennen. Gibt Gründe dafür, warum sie noch nicht besonders hoch und weit gesprungen ist. Die kann man abstellen, das ist doch kein Rocket-Science, es sind zwei der einfachsten Disziplinen der Leichtathletik!
Ich hoffe sehr, dass sie unser Geschreibsel hier genausowenig liest wie die allermeisten anderen Athleten - wenn doch, dürfte sich das ziemlich fies anfühlen. Falls also doch, liebe Louisa, ich freue mich, Dich in den nächsten Jahren als erfolgreiche Siebenkämpferin zu sehen und ich glaube, ein paar andere auch...


RE: Louisa Grauvogel - Vereins - und hypothetischer Disziplinwechsel - Gertrud - 26.09.2018

(26.09.2018, 21:27)Diak schrieb: Louisa hat sich in der abgelaufenen Saison um unfassbare 450 Punkte gesteigert, Quantensprünge im Sprint und Steigerungen in allen anderen Diszplinen vollzogen, trotz Reisestress und paralleler USA-hier-Planung auf den Punkt großartig performt, eine Menge an Top-Siebenkämpfen gemacht, die wir ihr wohl alle nicht zugetraut hätten und dann auch noch beim Saisonhöhepunkt, ihrem ersten großen und auch noch zu Hause geniale Leistungen gebracht.
Klar hätte sie Potential im Kurz- und Langsprint, insobesondere mit Hürden, so wie sehr viele schnelle Mehrkämpfer(innen). Mag ja Spaß machen, zu diskutieren und zu behaupten, was sie noch alles so könnte und durch wen. Ihr aber nach der Saison das Potential in ihrer Kerndisziplin, die sie beherrscht und offensichtlich auch mag, abzusprechen, ist völlig absurd und zu behaupten, dass sie sich in schwächeren Disziplinen wohl zu wenig steigern könnte, finde ich absolut unredlich, zumal, ohne sie zu kennen. Gibt Gründe dafür, warum sie noch nicht besonders hoch und weit gesprungen ist. Die kann man abstellen, das ist doch kein Rocket-Science, es sind zwei der einfachsten Disziplinen der Leichtathletik!
Ich hoffe sehr, dass sie unser Geschreibsel hier genausowenig liest wie die allermeisten anderen Athleten - wenn doch, dürfte sich das ziemlich fies anfühlen. Falls also doch, liebe Louisa, ich freue mich, Dich in den nächsten Jahren als erfolgreiche Siebenkämpferin zu sehen und ich glaube, ein paar andere auch...

Es sind doch lediglich Gedankenspiele. Natürlich hat sie Potential im Siebenkampf. Das spreche ich ihr sicherlich nicht ab. Sie müsste auch im Weitsprung bei der Grundschnelligkeit und Verbesserung nur der Balkentreffsicherheit einen weiteren Sprung machen. Im Speerwurf und Kugelstoßen kann es ebenfalls schnell aufwärts gehen. Ich sehe aber eben auch ein enormes Potential über 400m Hürden.

Usain Bolt hatte doch auch ein herausragendes Talent über 400m flach neben seinen Sprintdomänen.  Wink ‌ Ob es sich bei L. Grauvogel genauso darstellen wird oder sie auf der 400m-Hürdenstrecke erfolgreicher wäre, weiß man nicht genau. Man wird doch wohl noch seine Überlegungen hier nennen dürfen?! Die Palette an unterschiedlicher Meinung ohne gegenseitige Verunglimpfungen finde ich gut und sollte man ruhig aushalten können. Nichts ist im Leistungssport so gefragt wie Geduld und Intuition. Ich mag diese unqualifizierten Äußerungen ohne fachliche Begründungen nicht!!! Man kann über alles ohne persönliche Angriffe reden. Selbst bei den besten think tanks gibt es Erfolg und Irrtum.

Was spricht z.B. dagegen, mal am Saisonende einen Versuch über 400m Hürden zu machen, wenn sie es überhaupt mag?

Gertrud


RE: Louisa Grauvogel - Vereins - und hypothetischer Disziplinwechsel - Drizzt - 27.09.2018

Sehr gut,Diak,volle Zustimmung!!
Ich bin mir ziemlich sicher,dass sie mitliest,und ich hoffe ebenfalls,dass sie sich nicht verunsichern lässt,wenn sie hier liest,was sie angeblich alles nicht kann. Sad
Sie hat jedenfalls eine richtig gute Saison hinter sich!
Die meisten,die ihr jetzt hier tolle Vorschläge für neue Disziplinen machen oder ihr irgendwelches Potential für die Zukunft absprechen,haben sie ziemlich sicher vor der Saison noch nichtmal gekannt und können wohl ihr Training auch nicht beurteilen. Insofern finde ich es schon ein bisschen angemessen,wie hier mal wieder über eine junge Sportlerin geredet und geurteilt wird.


RE: Louisa Grauvogel - Vereins - und hypothetischer Disziplinwechsel - Diak - 27.09.2018

Liebe Gertrud,

das hätte ich vielleicht deutlicher schreiben müssen: Du vermutest ein weiteres und gegebenenfalls noch größeres Potential über 400 Hürde, sprichst der Athletin also noch mehr zu, als bislang offensichtlich ist. Das ist kommunikativ etwas völlig anderes, als ihr Potential in der von ihr gewählten Disziplin abzusprechen, das übrigens ohne fachliche Begründung - und das hast nicht Du gemacht. Es spricht überhaupt nichts dagegen, in einer Überbrückungssaison oder nach einer Saison (vielleicht nicht nach der nächsten, im November könnte es schwierig werden) mal 400 Hü zu laufen und als Trainingsmittel im allgemienen Training sind die Langhürden wunderbar geeignet, gerade gestern haben wir auf dem Rasen 80er kleine Hürden mit wilden, beständig wechselnden Abständen gemacht, war klasse...

Potentiale zuzusprechen ist leicht spekulativ, aber fachlich ziemlich gut begründbar, Potentiale abzusprechen ist ohne genaue Kenntnis unangemessen. Passiert uns sicher allen, muss man aber nicht öffentlich machen, finde ich. Ich bin zumindest sehr froh, dass niemand weiß, wie albern ich das damals fand, bei der U18 WM mit so lächerlichen Speerwurfleistungen anzutreten - hätte Jessica Ennis sich doch auf Hürden konzentriert... Gut, dass sie es nicht gemacht hat, sogar Speer kann man lernen Rolleyes


RE: Louisa Grauvogel - Vereins - und hypothetischer Disziplinwechsel - Gertrud - 27.09.2018

(27.09.2018, 02:43)Drizzt schrieb: Sehr gut,Diak,volle Zustimmung!!
Ich bin mir ziemlich sicher,dass sie mitliest,und ich hoffe ebenfalls,dass sie sich nicht verunsichern lässt,wenn sie hier liest,was sie angeblich alles nicht kann. Sad
Sie hat jedenfalls eine richtig gute Saison hinter sich!
Die meisten,die ihr jetzt hier tolle Vorschläge für neue Disziplinen machen oder ihr irgendwelches Potential für die Zukunft absprechen,haben sie ziemlich sicher vor der Saison noch nichtmal gekannt und können wohl ihr Training auch nicht beurteilen. Insofern finde ich es schon ein bisschen angemessen,wie hier mal wieder über eine junge Sportlerin geredet und geurteilt wird.

Es sollte sicherlich nicht geurteilt, sondern es sollten nur ihre multiplen Möglichkeiten aufgezeigt werden. Ihr Verbesserungspotential im Siebenkampf steht außer Frage. Sie wird den Wurfbereich ganz bestimmt nach oben bewegen können. Wenn man es nicht schafft, sie im Weitsprung zu verbessern, sollte man sich sein Lehrgeld wiedergeben lassen. Auch der 800m-Bereich ist in ihrem Fall doch eher auf Dauer eine Frage der Zeit. Im Hochsprung werden 1,90m-Höhen schwieriger, was viele Beispiele zeigen; aber auch da hat sie sich verbessert. Eine andere Frage wird sein, in wieweit sie ihre Kraftwerte generell noch und überhaupt mit ihren Übungen steigern kann, ohne Verletzungen zu riskieren. Das hängt sicherlich auch davon ab, wie verletzungsträchtig sie ist, aber auch eben von der Art der Übungszubringer. Ob in der Hinsicht ein Schwenk passiert, entzieht sich meiner Kenntnis.

Man wird doch fachlich noch diskutieren dürfen - oder? Wer bei seinen Athletinnen nie die Chancen abwägt, verpasst einiges. Das gehört bei einem Klassetrainer zum Handwerk. Ansonsten entgehen wichtige Voraussetzungen. Das Zukunftsziel sollten niemals "nur" 6600-6700P. sein, wohl das Nahziel. Eine derartige Limitierung war und ist nie Gegenstand meiner Denkweise. Das sollte der Vergangenheit angehören. Sollte L. Grauvogel irgendwann folgende Ergebnisse innerhalb eines Siebenkampfes erreichen, habe ich nichts dagegen: 12,80/1,83/15/22,80/6,50/50/2:10.  Wink

Gertrud