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Silvesterläufe 2017 - Erste Anhaltspunkte für die Form der EM-Saison - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Silvesterläufe 2017 - Erste Anhaltspunkte für die Form der EM-Saison (/showthread.php?tid=2702) |
RE: Ergebnisse deutscher Athleten bei kleineren Meetings 2017 - Robb - 02.01.2018 (01.01.2018, 23:46)Jo498 schrieb: Ungeachtet der Lücke hinter den besten auf den Bahnstrecken ab 1500 gibt es doch Kandidaten, die die Norm schaffen sollten, um je drei zu nominieren; da sieht es m.E. auf 800m eher schlechter aus. Hering dürfte die Norm schaffen, danach kommen Fragezeichen.Fabienne Kohlmann trainiert wieder und Sarah Schmidt und Tanja Spill müssen nur gesund durchkommen, dann ist einiges möglich. Vielleicht werden die 800m sogar die positive Überraschung des Jahres? RE: Ergebnisse deutscher Athleten bei kleineren Meetings 2017 - Jo498 - 02.01.2018 Ja, das sind die drei Fragezeichen, wobei 2:01,xx die beiden außer Kohlmann nur einmal so gelaufen sind. Überrascht war ich, als ich heute in der lokalen Tageszeitung eine relativ umfangreiche Meldung (dpa oder auf der Basis einer solchen) zu allen größeren Silvesterläufen mit Foto von Klosterhalfen fand. Wohl hauptsächlich durch die sonstige Feiertagsflaute im Sport zu erklären. Zum Vgl. die Medaillen bei der Cross-EM waren nur eine winzige Meldung in so einer kleiner gesetzten Sammelrubrik wert. RE: Ergebnisse deutscher Athleten bei kleineren Meetings 2017 - jonas - 02.01.2018 Weil Krause außerhalb der Bahnsaison wettkampfmäßig nicht so oft in Erscheinung tritt und sie auch in ihrem ersten Jahr für den neuen Verein nicht beim Silvesterlauf teilgenommen hat, dachte ich eigentlich, dass sie startet, wenn sie davon ausgeht, einigermaßen eine konkurrenzfähige Form zu haben. Den Halbmarathon ist sie ja auch nicht mal so nebenbei sondern mit spezieller Vorbereitung gelaufen. Dass sie - Winter und Aufbau hin oder her - dann nur fünftbeste Deutsche wird (und drei der anderen müsste sie eigentlich locker im Griff haben) und 80 Sekunden hinter ihrer Bahnzeit bleibt, ist für mich eine Enttäuschung. Und ich gehörte zu denjenigen, für die ihre 5.000m-Zeit im Sommer keine Enttäuschung war. Sorgen im Hinblick auf die kommende Saison mache ich mir allerdings nicht, da jeder mal ein schlechtes Rennen erwischt und sie noch genug Zeit hat, in Form zu kommen. RE: Ergebnisse deutscher Athleten bei kleineren Meetings 2017 - Jo498 - 02.01.2018 HM ist ja auch für jemanden, der sonst kaum mehr als 3000m im WK läuft, eine ganz andere Sache. Dagegen sind 5k die nächstliegende Strecke, weil sie annähernd im gleichen Tempo wie 3000 Hindernis gelaufen werden (bei Krause 3:04-05/km). Krause läuft allerdings außer Hindernis fast nur 1500m und in der Halle auch 3000m. Da ist sie 2016 mit 8:49 ihre vielleicht beste Nicht-Hinderniszeit gelaufen, dagegen gibt es überhaupt keine neuere Zeit über 3000m Freiluft ohne Hindernisse. Sie ist aber auf diesen Distanzen dennoch so deutlich schneller als z.B. Katharina Heinig (die ist anscheinend neue BL gelaufen, wikipedia hat noch 16:26 aus Trier 2015), dass ich erwartet hätte, dass sie auch ohne einen kleinen peak einzubauen, locker knapp über 16 laufen kann. Das dachte sie wohl auch, daher ist sie vermutlich zu schnell angegangen (auf 16:00 statt 16:20, sie lief zuerst vor den anderen Deutschen) nach drei Runden eingebrochen und musste dann kämpfen. Wundert mich aber ebenfalls ein bißchen, da sie bei den entscheidenden Rennen sehr gut in der Einteilung und Selbsteinschätzung ist. NB Ich glaube selbst eher nicht, dass die Silvesterläufe ein aussagekräftiger Anhaltspunkt für die nächste Saison sind, aber die Ergebnisse können dennoch interessant sein. RE: Ergebnisse deutscher Athleten bei kleineren Meetings 2017 - aj_runner - 02.01.2018 (01.01.2018, 23:52)Jo498 schrieb:Er hat damit sicherlich nicht ein Sub 4:05-Niveau gemeint, sondern hat das auf das Grundlagentraining bezogen.(01.01.2018, 20:29)Rob schrieb: Interessant fand ich den Kommentar von Hanna Kleins Trainer, sie wäre in der Form ihres Lebens. Bin gespannt, wie sich diese Form in der Halle auswirkt.Als ich das las, war meine Reaktion, nein! in der Form ihres Lebens soll sie nicht im Januar, sondern lieber Anfang August 2018 sein. Nach dem Leistungssprung 2017 ist es nicht selbstverständlich, gleich im Folgejahr nochmals etwas draufzusatteln. Bei den Meisten kommt nach so einem Jahr - aus welchen Gründen auch immer - erst wieder ein Rückschritt. RE: Ergebnisse deutscher Athleten bei kleineren Meetings 2017 - beity - 03.01.2018 (02.01.2018, 21:06)aj_runner schrieb:(01.01.2018, 23:52)Jo498 schrieb:Er hat damit sicherlich nicht ein Sub 4:05-Niveau gemeint, sondern hat das auf das Grundlagentraining bezogen.(01.01.2018, 20:29)Rob schrieb: Interessant fand ich den Kommentar von Hanna Kleins Trainer, sie wäre in der Form ihres Lebens. Bin gespannt, wie sich diese Form in der Halle auswirkt. Nur so gibt es einen Sinn. Ich kann, da nicht dabei, sagen, ob folgendes speziell auf Hanna Klein zutrifft... vorstellen zumindest schon Es gibt bisweilen Phasen, wo bei einem Athleten in der Vorbereitung alles läuft. Jeder Dauerlauf kommt gut, die längeren Tempoläufe oder Tempowechsel fallen relativ leicht und sind oft schneller als geplant, der Schlaf ist erholsam.... Man hat das Gefühl, das jedes Training "anschlägt" Körperlich und psychisch ist der Athlet in einer Hochphase. Man will eigentlich nicht "jetzt schon" so gut sein, aber wie sich dagegen wehren? Find/fand ich in der Trainingssteuerung immer sehr schwer. Den Athleten bremsen, ihn subjektiv unterfordern? Oder ihn laufen lassen und irgendwann beim kleinsten Anzeichen von Ermüdung ihn runterfahren? Ich fände hier Erfahrungen anderer, auch aus anderen Disziplinen, interessant. Wie ging eine Frau Schäfer mit solchen "ungeplanten" Hochphasen um, oder jemand der auf höheren Niveau mit Sprintern, Springern, Werfern zu tun hatte? Oder gibt es so was nur bei Ausdauerdisziplinen?
RE: Ergebnisse deutscher Athleten bei kleineren Meetings 2017 - Jo498 - 03.01.2018 (02.01.2018, 21:06)aj_runner schrieb:Kann sein, dass es auf das gegenwärtige Training bezogen ist. Wäre allerdings bei einer öffentlichen Äußerung, die an die Presse und trainingsperiodisch eher unkundige Öffentlichkeit geht, ein bißchen missverständlich, da das natürlich im Hinblick nicht nur auf die Hallen- sondern auch auf die EM-Saison verstanden wird.(01.01.2018, 23:52)Jo498 schrieb:Er hat damit sicherlich nicht ein Sub 4:05-Niveau gemeint, sondern hat das auf das Grundlagentraining bezogen.(01.01.2018, 20:29)Rob schrieb: Interessant fand ich den Kommentar von Hanna Kleins Trainer, sie wäre in der Form ihres Lebens. Bin gespannt, wie sich diese Form in der Halle auswirkt.Als ich das las, war meine Reaktion, nein! in der Form ihres Lebens soll sie nicht im Januar, sondern lieber Anfang August 2018 sein. Ich hätte die Aussage daher noch breiter interpretiert, nämlich so, dass sie die Form der vergangenen Saison jedenfalls im Winter gehalten hat und auch in der Folgesaison halten dürfte. Selbst wenn der Sprung in die Spitze erst 2017 kam, hat sich Klein in den letzten Jahren auf ihrer Hauptstrecke durchweg gesteigert (4:16 4:15 4:09,9 4:08 4:04) und die sehr deutlichen Steigerungen über 5000 (16:20 15:27 15:17) deuten auf ein geändertes Training hin, so dass auch über 1500 (angesichts 2:01 800-BL 2015) noch zwei Sekunden drin sein können. Und angesichts der starken 10k-Leistung auch um/unter 15min auf 5000. RE: Ergebnisse deutscher Athleten bei kleineren Meetings 2017 - Atanvarno - 03.01.2018 (03.01.2018, 10:04)beity schrieb: Es gibt bisweilen Phasen, wo bei einem Athleten in der Vorbereitung alles läuft. Ich bin da immer für "laufen lassen". Solche Hochphasen bekommt man nicht oft geschenkt, daher sollte man sie ausnutzen. Extrem wichtig ist dabei aber zu kontrollieren, ob das Training im beabsichtigten Bereich bleibt, d.h. ob die Dauerläufe noch Dauerläufe sind, oder doch schon am TDL kratzen, ob die Tempoläufe wirklich in der GA2 bleiben etc. Manche Athleten können das selbst gut einschätzen, bei anderen muss man sich Hilfsmitteln bedienen (Puls, Laktat etc.). RE: Silvesterläufe 2017 - Erste Anhaltspunkte für die Form der EM-Saison - dominikk85 - 03.01.2018 wäre es bei nem athleten der dazu neigt nicht sinnvoll länger im niedrigen GA bereich zu bleiben, oder vielleicht auch nen längeren allgemeinen athletik/agility etc block vorzuschieben und das training im intensiven GA oder schwellenbereich ein wenig hinauszuzögern? so könnte man die top form länger hinauszögern und eventuell auch im verlaufe der saison von der aeroben grundlage profitieren. bin aber da natürlich kein experte. RE: Silvesterläufe 2017 - Erste Anhaltspunkte für die Form der EM-Saison - Jo498 - 07.01.2018 Nicht mehr ganz Silvester, aber beim Dreikönigslauf in Schwäbisch Hall hat Sabrina Mockenhaupt ein für sie zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. 35:15 über eine wohl recht schwere 10km-Strecke, zwar eine Minute über ihrem eigenen Streckenrekord (2014), aber gut 20 sec. schneller als 2017. https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/flash-news-des-tages-72c03cfd6b/ http://3koenigslauf.de/site/sieger-der-letzten-jahre Ihre letzte und einzige Chance für die Marathon-EM-Norm wird bei einem Frühjahrsmarathon sein. Ich verfolge das nicht im Detail, aber trügt der Eindruck, dass Mocki mit Abstand die "öffentlichste" (fb etc.) deutsche LeichtathletIn ist? |