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Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Druckversion

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RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Reichtathletik - 10.09.2025

(10.09.2025, 10:29)mariusfast schrieb: Es soll noch eine Sonderpodcastspezialfolge kommen vom Auslaufenpodcast, in der auch betroffene AthletInnen zu Wort kommen. Jedoch ist sThorwirth wegen seiner Rolle als Athletensprechers sich unsicher, wann die Folge gemacht und hochgeladen werden soll. Hintergrund ihm wurde von WM Teilnehmenden die Bitte herangetragen, dies erst nach der WM zu tun, um den Fokus zu behalten. Deshalb gab es auch keine weiteren Details über das Thema von Thorwirth in dem aktuellen Podcast, weil dies ja dann von den Journalisten aufgegriffen werden könnte und damit auch wiederrum alle WM Teilnehmer in den Interviews damit befragt werden könnten.

Dem Auslaufenpodcast ist schon klar, dass es jetzt natürlich ein besserer Zeitpunkt wäre, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Es wird noch überlegt

Das sehe ich ehrlich gesagt sehr zwigespalten.
Ich bin völlig dabei, dass eine E. Demes das Recht hat, dass sie sich jetzt bitte auf den Sport konzentrieren darf und nicht während der WM mit Interview-Anfragen dazu konfrontiert wird. Das sollte auch jeder halbwegs moralisch tickende Journalist respektieren. Ich kann mir denken, dass es eine weitere Person gibt, die frühstens nach der WM Fragen beantworten will. Auch das ist völlig verständlich. ich finde sogar man darf geschlossen sagen: Interveiws dazu möchten Athleten frühstens einen Tag nach ihrem Wettkampf führen.
Aber: Zu sagen, dass Thema soll nicht behandelt werden, zumindest losgelöst von konkreten Personen, das finde ich falsch. Und da finde ich auch macht es einen Unterschied, wer das äußert. Wenn Betroffene das sagen, wie gesagt verständnis. Wenn die Denkrichtung eher ist "ich will, dass meine/unseren sportlichen Leistungen nich davon verdrängt werden" finde ich es sehr falsch. Da sind dann (leider) auch die Nationalmannschafts-Athleten ein bisschen in der Verantwortung die Aufmerksamkeit, die eine WM bietet, für Verbesserung der Strukturen herzugeben (nicht nur, wenn es um mehr Fördergelder geht).
Ich schätze, das ist auch der Zwispalt, den Max Thorwirth sieht.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - mariusfast - 10.09.2025

(10.09.2025, 10:58)Reichtathletik schrieb:
(10.09.2025, 10:29)mariusfast schrieb: Es soll noch eine Sonderpodcastspezialfolge kommen vom Auslaufenpodcast, in der auch betroffene AthletInnen zu Wort kommen. Jedoch ist sThorwirth wegen seiner Rolle als Athletensprechers sich unsicher, wann die Folge gemacht und hochgeladen werden soll. Hintergrund ihm wurde von WM Teilnehmenden die Bitte herangetragen, dies erst nach der WM zu tun, um den Fokus zu behalten. Deshalb gab es auch keine weiteren Details über das Thema von Thorwirth in dem aktuellen Podcast, weil dies ja dann von den Journalisten aufgegriffen werden könnte und damit auch wiederrum alle WM Teilnehmer in den Interviews damit befragt werden könnten.

Dem Auslaufenpodcast ist schon klar, dass es jetzt natürlich ein besserer Zeitpunkt wäre, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Es wird noch überlegt

Das sehe ich ehrlich gesagt sehr zwigespalten.
Ich bin völlig dabei, dass eine E. Demes das Recht hat, dass sie sich jetzt bitte auf den Sport konzentrieren darf und nicht während der WM mit Interview-Anfragen dazu konfrontiert wird. Das sollte auch jeder halbwegs moralisch tickende Journalist respektieren. Ich kann mir denken, dass es eine weitere Person gibt, die frühstens nach der WM Fragen beantworten will. Auch das ist völlig verständlich. ich finde sogar man darf geschlossen sagen: Interveiws dazu möchten Athleten frühstens einen Tag nach ihrem Wettkampf führen.
Aber: Zu sagen, dass Thema soll nicht behandelt werden, zumindest losgelöst von konkreten Personen, das finde ich falsch. Und da finde ich auch macht es einen Unterschied, wer das äußert. Wenn Betroffene das sagen, wie gesagt verständnis. Wenn die Denkrichtung eher ist "ich will, dass meine/unseren sportlichen Leistungen nich davon verdrängt werden" finde ich es sehr falsch. Da sind dann (leider) auch die Nationalmannschafts-Athleten ein bisschen in der Verantwortung die Aufmerksamkeit, die eine WM bietet, für Verbesserung der Strukturen herzugeben (nicht nur, wenn es um mehr Fördergelder geht).
Ich schätze, das ist auch der Zwispalt, den Max Thorwirth sieht.

So wie ich das verstanden habe ging es auch um die nicht Betroffenen Athleten. Diese werden ja dann auch befragt, wenn so etwas mal Medial Welle macht (was es ja sowieso schon macht, weshalb ich das Argument auch nicht ganz verstehe, dass sie sich lieber auf den Sport konzentrieren wollen, denn die Fragen bekommen sowieso fast alle Athleten denke ich


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - runner5000 - 10.09.2025

(10.09.2025, 10:53)RunSim schrieb:
(10.09.2025, 10:20)Reichtathletik schrieb:
(10.09.2025, 10:17)runner5000 schrieb:
(10.09.2025, 10:15)aj_runner schrieb:
(10.09.2025, 10:01)Reichtathletik schrieb: Übrigens gibt es einen neuen Beitrag der WA zu den Dortmunder Fällen, die nicht in der Doku waren:
https://www.wa.de/sport/hamm/psychische-gewalt-unter-den-tisch-gekehrt-doku-beitrag-ueber-linn-kleine-gestrichen-93925488.html

Bestätigt leider meinen Verdacht einer geskripteten Reportage. Auch das ist in meinen Augen institutionell (ist sicherlich ein anderes Theman) und schadet dem eigentlichen Anliegen.
Und das ist nicht der einzige Dortmunder Fall. Wobei der aktuellere auch mehrere Standorte betrifft.

Korrekt. Gibt mindestens zwei Trainer und weitere Mitakteure, die über Jahre(!) aktiv waren.

Insgesamt ist die Anzahl der "auffälligen" Trainer in Dortmund dann ja recht hoch. 
Sind die anderen Fälle auch im Laufbereich? 
Und warum werden die nicht öffentlich gemacht? Weil keine strafrechtliche Relevanz?
Ein Trainer im Sprintbereich, der auch nie zum Verein gehörte, aber in Dortmund seine Trainingsgruppe hatte und vorher bei CA angestellt war.
Die fehlende Veröffentlichung kann man beim ZDF hinterfragen, was Linn Kleine ja auch macht. Es wurde zu beiden Trainern recherchiert und Beiträge gedreht.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - RunSim - 10.09.2025

(10.09.2025, 11:47)runner5000 schrieb:
(10.09.2025, 10:53)RunSim schrieb:
(10.09.2025, 10:20)Reichtathletik schrieb:
(10.09.2025, 10:17)runner5000 schrieb:
(10.09.2025, 10:15)aj_runner schrieb:
(10.09.2025, 10:01)Reichtathletik schrieb: Übrigens gibt es einen neuen Beitrag der WA zu den Dortmunder Fällen, die nicht in der Doku waren:
https://www.wa.de/sport/hamm/psychische-gewalt-unter-den-tisch-gekehrt-doku-beitrag-ueber-linn-kleine-gestrichen-93925488.html

Bestätigt leider meinen Verdacht einer geskripteten Reportage. Auch das ist in meinen Augen institutionell (ist sicherlich ein anderes Theman) und schadet dem eigentlichen Anliegen.
Und das ist nicht der einzige Dortmunder Fall. Wobei der aktuellere auch mehrere Standorte betrifft.

Korrekt. Gibt mindestens zwei Trainer und weitere Mitakteure, die über Jahre(!) aktiv waren.

Insgesamt ist die Anzahl der "auffälligen" Trainer in Dortmund dann ja recht hoch. 
Sind die anderen Fälle auch im Laufbereich? 
Und warum werden die nicht öffentlich gemacht? Weil keine strafrechtliche Relevanz?
Ein Trainer im Sprintbereich, der auch nie zum Verein gehörte, aber in Dortmund seine Trainingsgruppe hatte und vorher bei CA angestellt war.
Die fehlende Veröffentlichung kann man beim ZDF hinterfragen, was Linn Kleine ja auch macht. Es wurde zu beiden Trainern recherchiert und Beiträge gedreht.

D.h. er war erst bei CA tätig, dann bei Dortmund (aber nicht im Verein sondern nur am Ort) und jetzt aber nicht mehr irgendwo als Trainer tätig?


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Sprunggott - 10.09.2025

In Sachsen wird das Thema von der LVZ aufgegriffen:

https://www.lvz.de/sport/regional/vorwuerfe-des-sexuellen-missbrauchs-trainer-in-sachsen-soll-suspendiert-werden-6HI2HJ5D7ZERZCZB6MNNLUSCTA.html

Einige Auszüge aus dem Artikel:
Auch Hartmut Grothkopp, Präsident des sächsischen Leichtathletik-Verbandes, fordert eine vollständige Suspendierung. In einem Gespräch mit LAC-Geschäftsführer Thomas Schönlebe drängte er am Dienstag auf ein sofortiges, konsequentes Handeln: „So jemand darf nicht mehr mit jungen Leuten arbeiten.“ Verbandsvizepräsident Gerald Voß sieht es ähnlich: Der Trainer müsse „komplett aus dem System verschwinden“.

Der Fall zeigt fast schon exemplarisch, wie leicht es mutmaßlichen Tätern gelingt, auch nach Entlassungen infolge von Machtmissbrauch neue Stellen im Sport zu finden. Nach Angaben von Funktionären und Trainern war zumindest diese Personalie von Beginn an umstritten. „Wir waren von Anfang an strikt dagegen, dass er in Sachsen wieder Fuß fasst“, erklärt Voß."

Der LAC Chemnitz soll nach außen erklärt haben, der Trainer sei lediglich beratend tätig – gleichzeitig betreute er jedoch Athleten bei nationalen Meisterschaften, darunter eine U18-Meisterin aus Chemnitz. Ein ehemaliger Leipziger Trainer kritisiert: „Da kann man warnen, wie man will. Am Ende stellt man wissentlich den Wolf zu den Schafen.“


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Diak - 10.09.2025

(10.09.2025, 12:58)Sprunggott schrieb:  Ein ehemaliger Leipziger Trainer kritisiert: „Da kann man warnen, wie man will. Am Ende stellt man wissentlich den Wolf zu den Schafen.“

Schlage ein Metaphernmoratorium zum Thema vor, mindestens in Bezug auf Paarhufer. Die hier ist doch auch wieder etwas verrutscht...


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - h3inz_h4rtm4nn - 10.09.2025

(05.09.2025, 20:29)runner5000 schrieb: Thorwirth hat sogar die Initialien der Person benannt. Ich finde auch nicht richtig, dass der Name wie Bild schrieb aus Persönlichkeitsschutz geheim gehalten wird, obwohl in der Szene die meisten darüber Bescheid wissen. Aber offensichtlich auch nicht alle, sonst würde er ja nicht immer noch irgendwie tätig sein.

Für mich war es beispielsweise neu und hat mich wahnsinnig schockiert. Ich kannte ihn noch als Athleten. Meine Menschenkenntnis hat mich wieder einmal enttäuscht, oder aber die Person hat sich in den vergangenen 10 Jahren total verändert durch welchen Einfluss auch immer. Fakt ist, dass weder den Opfern noch ihm selbst geholfen ist, wenn es von seiner Seite aus immer wieder abgestritten wird und er dann einfach nur den Stützpunkt wechselt. Seiner fachlichen Expertise in allen Ehren, aber das Amt des Trainers ist absolut nicht das richtige für ihn, wenn er die Kontrolle über sich selbst mehrfach verliert und das in unterschiedlichen Kontexten. Aber ehrlicherweise muss man sich da auch fragen: Welcher Job ist überhaupt der richtige bei so einem Verhaltensmuster? Da bedarf es ganz dringend professioneller Hilfe und dafür braucht es erstmal Einsicht, die ich z.Z. nicht erkenne bei ihm. Sich selbst einmal hinterfragen, wie es überhaupt so weit kommen konnte… Aber diese Fragen stellt man sich einfach nicht, wenn man immer wieder vor einer neuen Tür stehen kann und diese einem auch geöffnet wird. Damit sollte nun aber nach der Veröffentlichung Schluss sein.

Diese Erfahrungen müssen absolut schlimm für die jungen Menschen gewesen sein, und das Traurige ist: Egal, was am Ende für ein Urteil getroffen wird, kann es das Erlebte nicht rückgängig machen.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - dominikk85 - 10.09.2025

Welche Initialen des Trainers wurden denn genannt? Imo müssen solche Trainer ohne wenn und aber aus dem Verkehr gezogen werden und zwar nicht nur für Kinder. 

Wichtig ist imo auch eine unabhängige Aufarbeitung, große Organisationen sind nicht gut in Interner Aufarbeitung (siehe katholische Kirche, Polizeigewalt in den usa, kriminelle Machenschaften in großen Unternehmen ala dieselgate oder cum ex...).


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Artell00 - 10.09.2025

(10.09.2025, 23:10)dominikk85 schrieb: Welche Initialen des Trainers wurden denn genannt? Imo müssen solche Trainer ohne wenn und aber aus dem Verkehr gezogen werden und zwar nicht nur für Kinder. 

Wichtig ist imo auch eine unabhängige Aufarbeitung, große Organisationen sind nicht gut in Interner Aufarbeitung (siehe katholische Kirche, Polizeigewalt in den usa, kriminelle Machenschaften in großen Unternehmen ala dieselgate oder cum ex...).

Bedarf es noch irgendjemanden an Klarname oder Initialien?
Man muss nur LAngstreckenläufer LAC Chemnitz bei Google eingeben und ist schlauer.
Die Hinweise der Presse sind jedenfalls nicht geeignet, hier unklar zu machen, um welche Person es geht.

Vielmehr darf sich der LAC Vorstand doch mal fragen, ob Sie noch kompetent genug erscheinen, diesen Verein zu führen bei dieser Bagatellisierung, die vorgenommen wurde,


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - S_J - 11.09.2025

Besonders spannend unter dem Gesichtspunkt Persönlichkeitsschutz finde ich die Änderungen auf der Wikipedia Seite des suspendierten Trainers bzw der Kommentar zu den (momentan) noch nicht gesichteten Änderungen.