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Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72) - Druckversion

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RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72) - Straßenläufer - 27.07.2026

(26.07.2026, 20:53)aj_runner schrieb:
(26.07.2026, 20:23)Freaky schrieb:
(26.07.2026, 20:18)Reichtathletik schrieb:
(26.07.2026, 19:25)Leipziger schrieb: Ich fand die Überrundungen bei den 3k Hi schräg. Wie kann es sein, dass bei einer DM Leute 11 Minuten laufen?

Das ist eine Disziplin die massiv darunter leidet, dass wir zu wenig Breite insgesamt haben. Es gibt in Deutschland kaum mehr Hindernisläufer als die, die sich bei der DM dabei sind. Und viele laufen zwei, maixmal drei Rennen im Jahr mangels Angebot. Und eines der Rennen ist dann die DM.

wie viel Vereine haben denn Hindernisse fürs Training geschweige denn einen Wassergraben
also bei uns gibts weder das eine noch das andere und ich bin mir nicht sicher, wie viel besser das in den umliegenden Vereinen aussieht

Das ist weniger das Problem. Ich kenne keinen, der im Training über Hindernisse läuft. Häufig wird eine Hürde auf Bahn 2 gestellt wenn viel los ist auf der Bahn oder wenn man in der Gruppe trainiert und der Hindernisläufer nimmt dann zwei bis drei Hürden pro Runde. 
Wassergrabentraining ist nicht so einfach, weil häufig Zu- und Abflüsse fehlen. Das bekommt man aber auch hin, wenn man sich mit anderen Vereinen abspricht. Das wird i.d.R. sowieso nicht mehr als 2 bis 3 Mal im Jahr trainiert.
Die Frage ist, warum trotzdem die Leistungsbreite fehlt? Vielleicht, weil man neben Läuferischen auch das Laufen der Hindernisse trainieren muss. Der Wassergraben schreckt auch einige ab und / oder der Erfolg beim Umstieg ist doch nicht einfach. Spontan fallen mir dazu Christoph Kessler und Tristan Kaufhold ein. Aber vielleicht fehlt es auch an Trainern bzw. deren Bereitschaft?

Ein weiterer Faktor ist das Thema Körpergröße.

Wenn ich mir unsere Top 3 Männer ansehe, dann sagt das schon etwas aus:
Freddie 1,84 m
Karl 1,85 m
Niki 1,91 m

Mit 18 jährigen Jugendlichen, die kleiner als 1,75 m sind, würde ich auch nicht direkt auf die Idee "Hindernislauf" kommen. Es sei denn, man hat ein absolutes Ausnahmetalent wie Gesa in der Gruppe.  Wink

Für die Kleinen ist geradeaus einfacher und ungefährlicher.


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72) - TranceNation 2k14 - 27.07.2026

Aber auch hier könnte man Christoph Kessler als Gegenbeispiel anfügen...aber hat er eigentlich den Umstieg ernsthaft versucht? Meiner Erinnerung nach waren die ersten Rennen nach Verkündung des Beginns seiner Hobbysportkarriere...


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72) - Astra - 27.07.2026

In der Liste der Normerfüller fehlt Joshua Hartmann, der hat mit 20,43 die Norm von 20,45 bei regulärem Wind geschafft.


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72) - Reichtathletik - 27.07.2026

(27.07.2026, 07:46)TranceNation 2k14 schrieb: Aber auch hier könnte man Christoph Kessler als Gegenbeispiel anfügen...aber hat er eigentlich den Umstieg ernsthaft versucht? Meiner Erinnerung nach waren die ersten Rennen nach Verkündung des Beginns seiner Hobbysportkarriere...

Hatte auch das Gefühl das war eher ein Scherz als ein ernster Umstieg.
War ja nun auch wieder über 1500m dabei...

Ich bin davon überzeugt, dass sich mehr Athleten, Trainer, Vereine an Hindernis wagen sollten. Das Argument, man habe meinen Graben und meine Hindernisse höre ich oft, aber ehrlich gesagt braucht man beides nicht oft und auch erst gegen Ende der Vorbereitung wirklich. Es gibt viele Schritte davor, die kann man auf jeden Fall gehen, weil sie eh helfen.


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72) - Reichtathletik - 27.07.2026

Insgesamt fand ich es eine schöne DM. Die Anlage in Wattenscheid ist eigentlich ideal für Sportler und Zuschauer. Sowas bräuchten wir an mehr deutschen Standorten.
Sportlich gab es Highlights und Lowlights und Überraschungen. Leider gab es viele Ausfälle, aber all das kann man schwer planen.

Ich fand die Ordner angenehm entspannt.
Einen Verbesserungsvorschlag hätte ich aber noch: Allgemeines Rauchverbot. Geht einem gerade als Sportler auf den Sack wenn im Athletenblock gepafft wird.

Was die diskutierte "Länge" der Veranstaltung angeht, so sehe ich die weniger in den Teilnehmerzahlen im Lauf oder der Technik als das Problem. Ich empfand eher Längen in vielen Sprints mit drei Runden. Ich habe am Wochenende schon ketzerisch gesagt, vielleicht sollte man nur zwei Runden machen, die besten wollen eh nicht mehr. Oder Halt die Vorläufe am Freitag. Oder auf Sa und So verteilen und "die 200m zu den Staffel-DM nach Bietigheim auslagern". Wird natürlich keiner machen, aber an der empfundenen Absurdität dieses Vorschlags merkt man schon sie unterschiedliche Wertschätzung die einige Disziplinen und insbesondere die Jugendstaffeln erfahren. Gerade letztere mit der ultra starken 3x1000m waren mit der Highlight der Veranstaltung.


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72) - mariusfast - 27.07.2026

(27.07.2026, 10:44)Reichtathletik schrieb:
(27.07.2026, 07:46)TranceNation 2k14 schrieb: Aber auch hier könnte man Christoph Kessler als Gegenbeispiel anfügen...aber hat er eigentlich den Umstieg ernsthaft versucht? Meiner Erinnerung nach waren die ersten Rennen nach Verkündung des Beginns seiner Hobbysportkarriere...

Hatte auch das Gefühl das war eher ein Scherz als ein ernster Umstieg.
War ja nun auch wieder über 1500m dabei...

Ich bin davon überzeugt, dass sich mehr Athleten, Trainer, Vereine an Hindernis wagen sollten. Das Argument, man habe meinen Graben und meine Hindernisse höre ich oft, aber ehrlich gesagt braucht man beides nicht oft und auch erst gegen Ende der Vorbereitung wirklich. Es gibt viele Schritte davor, die kann man auf jeden Fall gehen, weil sie eh helfen.

Ja es war im ersten Jahr nach seinem Karriereende. 

Mir würde jetzt spontan kein Trainer einfallen, der seine Hauptkenntnisse auf dieser Strecke sieht. Fairerweise muss man sagen, dass dann im Aktivenalter das Training eher ein reines Lauftraining ist. Siehe Running Gags. 
Ruppert trainiert ja auch seit er bei Baumann ist überwiegend wie ein ganz normaler Langstreckler.


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72) - TranceNation 2k14 - 27.07.2026

Du kannst Langstrecke trainieren ohne Hindernis zu trainieren, aber nicht Hindernis ohne Langstrecke. Daher wird kein Trainer dort "Hauptkenntnisse" haben. Es wäre grundsätzlich wünschenswert dass Rhythmusgefühl und Koordination auch im Lauftraining bei Jugendlichen nicht völlig ignoriert werden.


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72) - Gertrud - 27.07.2026

Diese Meisterschaften waren von der Erfolgsbilanz in einigen Disziplinen ein Fortschritt. Es hat Spaß gemacht, die Disziplinen zu verfolgen. Es müssten sich noch mehr von den jungen Wilden oben etablieren.

Ich finde das Stadion auch hervorragend für das Ruhrgebiet und die Leichtathletik. 

Gertrud


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72) - aj_runner - 27.07.2026

(27.07.2026, 11:04)mariusfast schrieb:
(27.07.2026, 10:44)Reichtathletik schrieb:
(27.07.2026, 07:46)TranceNation 2k14 schrieb: Aber auch hier könnte man Christoph Kessler als Gegenbeispiel anfügen...aber hat er eigentlich den Umstieg ernsthaft versucht? Meiner Erinnerung nach waren die ersten Rennen nach Verkündung des Beginns seiner Hobbysportkarriere...

Hatte auch das Gefühl das war eher ein Scherz als ein ernster Umstieg.
War ja nun auch wieder über 1500m dabei...

Ich bin davon überzeugt, dass sich mehr Athleten, Trainer, Vereine an Hindernis wagen sollten. Das Argument, man habe meinen Graben und meine Hindernisse höre ich oft, aber ehrlich gesagt braucht man beides nicht oft und auch erst gegen Ende der Vorbereitung wirklich. Es gibt viele Schritte davor, die kann man auf jeden Fall gehen, weil sie eh helfen.

Ja es war im ersten Jahr nach seinem Karriereende. 

Mir würde jetzt spontan kein Trainer einfallen, der seine Hauptkenntnisse auf dieser Strecke sieht. Fairerweise muss man sagen, dass dann im Aktivenalter das Training eher ein reines Lauftraining ist. Siehe Running Gags. 
Ruppert trainiert ja auch seit er bei Baumann ist überwiegend wie ein ganz normaler Langstreckler.

Man braucht die Dinge auch nicht überakademisieren. Der Trainer von Franziska Gräber z.B., soll, wenn ich richtig informiert bin, seinen Fokus sonst auf den Mittelstrecken haben. Trotzdem formte er im Handumdrehen eine U18-Europameisterin.
Richtig angeleitet, hast Du die Grundtechnik für den Wassergraben nach zwei bis drei Trainingseinheiten drin. Ansonsten solltest Du mit den Rhythmuswechseln gut klar kommen. Und den Mut haben, trotz Ermüdung über den Balken zu laufen. 
Heute ist es sicherlich so, dass man das entweder kann bzw. zutraut oder eben nicht. Dass Fußball dazu eine gute Grundlage ist, muss nicht sein. Ich kenne auch eine Fußballerin, die es mehrmals böse reingehauen hat und jetzt keine Hindernisse mehr läuft.
Selbst wenn Trainer das Rhythmustraining im Vorfeld stärker forcieren würden bleibt immer noch die Fragen, ob die Athleten dazu auch Lust hätten. Die meisten wollen doch lieber ohne Hindernisse im Kreis laufen. 
Ich weiß jetzt nicht, wieviel eine Victoria Skrzos für die Hindernisse trainiert hat. Mit Zubringerleistungen von 4:34 Min und 10:00 Min. könnte eine Spezialistin in Richtung 6:50 bis 6:45 laufen. Bei ihr waren es in Pliezhausen dann 7:20. Ganz so einfach scheint es dann doch nicht zu sein.
Lera Miller wäre aber ein weiteres Beispiel, die trotz 6:35 Min. in der U18 lieber die flachen Strecken läuft. Da gab es einige Stürze.


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 (Bredau 44,72) - Gertrud - 27.07.2026

Herden soll jetzt in Frankfurt trainieren.

Gertrud