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ISTAF 2024 - Berlin, 01.09.2024 (Gina 10,93) - Druckversion

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RE: ISTAF 2024 - Berlin, 01.09.2024 - Rostocker - 02.09.2024

(01.09.2024, 14:23)mark1967 schrieb:
(01.09.2024, 14:15)runner5000 schrieb: Was macht die EP da für einen Quatsch? Ogunleye stößt während der Stabhochvorstellung…

Unglaublich, da ist das Wort "idiotisch" noch zu schwach. Beim 2. Versuch genausowenig beachtet.

Als Schiedsrichter des Kugelstoßens kann ich sagen, dass die Kurve sehr gut mitgegangen ist. In den letzten Durchgängen war das Kugelstoßen mehrfach auf der Stadion-LED. Die Präsenz im Stream war tatsächlich nicht so gegeben, wie ich heute gesehen habe.
Wenn keine Anweisung der EP existiert, während Vorstellungen, Siegerehrungen und Starts generell zu sperren, macht man das auch nicht (bekommt man zum Beispiel beim Stabhoch am anderen Ende des Stadions gar nicht mit). Für den Rhythmus der Athletinnen und damit für gute Ergebnisse ist das meist sogar besser.
Wir hatten vergleichsweise sehr viel Zeit für die Versuche, die Athletinnen, die ich während und nach dem Wettbewerb gesprochen hatte, haben sich sehr wohl gefühlt.


RE: ISTAF 2024 - Berlin, 01.09.2024 - runner5000 - 02.09.2024

(02.09.2024, 12:00)Doberaner schrieb:
(01.09.2024, 14:23)mark1967 schrieb:
(01.09.2024, 14:15)runner5000 schrieb: Was macht die EP da für einen Quatsch? Ogunleye stößt während der Stabhochvorstellung…

Unglaublich, da ist das Wort "idiotisch" noch zu schwach. Beim 2. Versuch genausowenig beachtet.

Als Schiedsrichter des Kugelstoßens kann ich sagen, dass die Kurve sehr gut mitgegangen ist. In den letzten Durchgängen war das Kugelstoßen mehrfach auf der Stadion-LED. Die Präsenz im Stream war tatsächlich nicht so gegeben, wie ich heute gesehen habe.
Wenn keine Anweisung der EP existiert, während Vorstellungen, Siegerehrungen und Starts generell zu sperren, macht man das auch nicht (bekommt man zum Beispiel beim Stabhoch am anderen Ende des Stadions gar nicht mit). Für den Rhythmus der Athletinnen und damit für gute Ergebnisse ist das meist sogar besser.
Wir hatten vergleichsweise sehr viel Zeit für die Versuche, die Athletinnen, die ich während und nach dem Wettbewerb gesprochen hatte, haben sich sehr wohl gefühlt.

Die Zuschauer sind im Stream vor allem zu Beginn nicht so wirklich rübergekommen. Stimmt, in den letzten Versuchen war das definitiv besser. Am Anfang hat das aber gar nicht funktioniert. Das lag aber sicherlich auch daran, dass Kugel und Stab innerhalb von 10 min gestartet wurden. Nicht ganz optimal, vor allem bei den ganzen Lücken zuvor im Zeitplan. 
Ich bin aber der Meinung, dass bei einem Wettkampf, der als Schaulaufen der deutschen Athlet/innen und Medaillengewinner/innen gedacht ist, eine deutsche Olympiasiegerin die volle Aufmerksamkeit des Stadions verdient hat, gerade im ersten Versuch. Dadurch, dass parallel die Vorstellung Stab war, war sie weder auf der Videowall zu sehen, noch konnte die Moderation auf sie eingehen. Beim zweiten Versuch war dies genau das gleiche, obwohl dort der Stab schon lief.

Das liegt natürlich nicht im Einflussbereich von euch als Kampfgericht. Dafür gibt es ja Showcaller und Veranstaltungsmanager. Eine generelle Sperrung während Vorstellungen und Siegerehrungen halte ich auch nicht für sinnvoll. Dann kommen die Wettkämpfe gar nicht voran. Das müssen immer Einzelfallentscheidungen sein, je nachdem wer gerade im Anlauf steht oder ob sich gerade um die Entscheidung in diesem Wettkampf handelt etc. 
Das ist aufgrund der Größe auch unterschiedlich zu handhaben zwischen Stadion und Halle.

Bei Starts ist das etwas kritischer. Da halte ich eine generelle Sperrung eher für sinnvoll, weil das häufiger auch schon schief gegangen ist, wie z.B. in Braunschweig, wo zwei Läufe zurückgeschossen bzw. der Startvorgang abgebrochen werden musste, weil das Publikum beim Hammerwurf nichts mitbekommen hat.


RE: ISTAF 2024 - Berlin, 01.09.2024 - Rostocker - 02.09.2024

(02.09.2024, 12:25)runner5000 schrieb: Ich bin aber der Meinung, dass bei einem Wettkampf, der als Schaulaufen der deutschen Athlet/innen und Medaillengewinner/innen gedacht ist, eine deutsche Olympiasiegerin die volle Aufmerksamkeit des Stadions verdient hat, gerade im ersten Versuch. Dadurch, dass parallel die Vorstellung Stab war, war sie weder auf der Videowall zu sehen, noch konnte die Moderation auf sie eingehen. Beim zweiten Versuch war dies genau das gleiche, obwohl dort der Stab schon lief.

Dadurch, dass das Kugelstoßen erst nachträglich aufgenommen wurde, könnte es sein, dass diese Überschneidung in Kauf genommen werden musste.

(02.09.2024, 12:25)runner5000 schrieb: Das liegt natürlich nicht im Einflussbereich von euch als Kampfgericht. Dafür gibt es ja Showcaller und Veranstaltungsmanager. Eine generelle Sperrung während Vorstellungen und Siegerehrungen halte ich auch nicht für sinnvoll. Dann kommen die Wettkämpfe gar nicht voran. Das müssen immer Einzelfallentscheidungen sein, je nachdem wer gerade im Anlauf steht oder ob sich gerade um die Entscheidung in diesem Wettkampf handelt etc. 
Das ist aufgrund der Größe auch unterschiedlich zu handhaben zwischen Stadion und Halle.

Bei Starts ist das etwas kritischer. Da halte ich eine generelle Sperrung eher für sinnvoll, weil das häufiger auch schon schief gegangen ist, wie z.B. in Braunschweig, wo zwei Läufe zurückgeschossen bzw. der Startvorgang abgebrochen werden musste, weil das Publikum beim Hammerwurf nichts mitbekommen hat.

Du kennst doch das Spiel von DJM/DM und höher: da wird teilweise so oft wegen Siegerehrung & Co. gesperrt, dass der eigene Wettbewerb Zeitverzug hat. Für die Hürdenstarts haben wir auch gesperrt, war zu dicht dran. Aber insofern ist es besser, es wird zentral gesteuert wird.

Bei Starts - unpopular opinion: Wenn sich jede Athletin, jeder Athlet bei den technischen Disziplinen die gleiche Ruhe wie der Start ausbitte würde... Eigentlich haben sie doch das gleiche Recht darauf, oder? Wink


RE: ISTAF 2024 - Berlin, 01.09.2024 (Gina 10,93) - Delta - 02.09.2024

(02.09.2024, 08:50)longbottom schrieb: [quote="Delta" pid="191752" dateline="1725215964"]
Zählen tut nur ein Finale bei EM, WM, Olympia so hart das klingen mag. 
[/quote

Und wenn sie nach ihrer Karriere irgendwann mal vorgestellt wird, hat "die Europameisterin" halt doch einen anderen Klang als "die Olympiasechste", auch wenn Letzteres sportlich vielleicht mindestens gleichwertig wäre.

Kambundji muss sich da nicht verstecken:

Sie hat einen Weltmeistertitel über 60 m mit der viertbesten Zeit aller Zeiten 6.96. Die Zeit haben nicht mal DDR Sprinterinnen erreicht.

2 EM Titel über 200 m Outdoor

1 x Bronze WM über 200 m

2 Olympiafinale über 100 m

Noch ein paar weitere Silber und Bronze Medaillen

Nach Asher Smith und Hollands Dafne Schipper die meistausgezeichnete Athletin Zentraleuropas.


RE: ISTAF 2024 - Berlin, 01.09.2024 (Gina 10,93) - TranceNation 2k14 - 02.09.2024

Und geht es hier um Gina vs. Kambundji?


RE: ISTAF 2024 - Berlin, 01.09.2024 (Gina 10,93) - Delta - 02.09.2024

(02.09.2024, 12:59)TranceNation 2k14 schrieb: Und geht es hier um Gina vs. Kambundji?

Er hat da oben die Olympiasechste erwähnt und das war Kambundji in Tokyo.


RE: ISTAF 2024 - Berlin, 01.09.2024 (Gina 10,93) - longbottom - 02.09.2024

Ich hatte Olympiasechste nur in Bezug auf die Diskussion wegen Finalteilnahme erwähnt. Ich hätte genauso gut Fünfte oder Siebte schreiben können, halt alles hinter Platz drei. Das hatte nichts mit Kambundji zu tun. Ich hatte gar nicht im Kopf, dass sie Olympiasechste wurde. Wohl aber, dass sie Europameisterin wurde, was den Punkt vielleicht auch unterstreicht, was den größeren Eindruck hinterlässt.  Wink


RE: ISTAF 2024 - Berlin, 01.09.2024 (Gina 10,93) - marathoni - 02.09.2024

Hier noch ein schönes Foto vom "Stänker-Pärchen".

https://www.instagram.com/p/C_azrxzOPKv/?img_index=7

Gab es irgendwelche Interviews mit den beiden oder Statements?


RE: ISTAF 2024 - Berlin, 01.09.2024 (Gina 10,93) - Pargon - 02.09.2024

Die hier geführte Diskussion über die 10,93 von Gina Lückenkemper beim ISTAF und die Diskrepanz zu ihrer Zeit bei den diesjährigen olympischen Spielen oder anderen Rennen gegen die Besten der Welt bringt mich zu der Frage (die ich nicht beantworten kann): 

wann bzw. wie oft kam es überhaupt schon einmal vor, dass deutsche Sprinterinnen und Sprinter bei olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften, speziell über die 100 Meter, persönliche Bestleistung oder zumindest Saisonbestleistuung gelaufen sind?


RE: ISTAF 2024 - Berlin, 01.09.2024 (Gina 10,93) - Oliver - 02.09.2024

(02.09.2024, 22:02)Pargon schrieb: wann bzw. wie oft kam es überhaupt schon einmal vor, dass deutsche Sprinterinnen und Sprinter bei olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften, speziell über die 100 Meter, persönliche Bestleistung oder zumindest Saisonbestleistuung gelaufen sind?

Alexandra Burhhardt ist 2021 in Tokio 11,08 (-0,4) und 11,07 (-0,2) gelaufen. Schneller war sie nur ein paar Tage vorher bei fast perfekten Rückenwind von +1.8. Damals lief sie in Bulle 11,01.

Gina selber lief bei der WM 2017 in London im Vorlauf eine 10.95 (+1.3).

Den Rest müsste ich recherchieren.