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Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Fabienne Königstein) - Druckversion

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RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - Gertrud - 12.07.2023

Zitat:Xaver Hastenrath ist der nächste aufstrebende Athlet, den ich (langfristig) nachbeobachten werde: seit Wochen Probleme mit dem Handgelenk und im MRT eine Überlastung am Handgelenk beschrieben - den Handballsport hat er wegen einer Achillessehnenverletzung vor 2.5 Jahren bereits aufgeben müssen laut eigener Aussage (auf LA.de). Da empfiehlt es sich doch einfach so weiterzumachen bis die Sehnen degenerieren und der Knorpel sekundär abgeschliffen wird. Wer braucht schon im späteren Berufs-/Privat-Leben eine schmerzfreie Hand...scheinbar alles nicht so wichtig...ich kann bei einer vielleicht einmaligen Teilnahme-Möglichkeit eines Athleten an Olympischen Spielen viel an persönlichem Einsatz auch gegen die Gesundheit verstehen, aber es geht "nur" um eine U23 EM...auch das ein Zitat von ihm: mit dem Adrenalin im Wettkampf wird er davon kaum etwas merken...wie ich schon bei Sosna bemerkt habe, da fehlt es entweder an vor dem Übereifer schützenden Personen im privaten/familiären Umfeld oder im Trainer/Arzt/Physio-Bereich oder wie es Frau Schäfer so schön formuliert an Sportintelligenz des Athleten selber. Schmerzen sind in aller Regel eine Art Schutzmechanismus des Körpers, wie jeder von der heißen Herdplatte lebenslang für immer synaptisch cerebral abgespeichert weiß. Aber nachdem die Sportler auf der LA.de-Seite häufig ein bisschen wie moderne "Gladiatoren" beschrieben werden, die Deutschland bei ihren internationalen Wettkämpfen mit vollem Einsatz vertreten, zweifle ich da etwas an den Personen auf allen verantwortlichen Ebenen inkl. bis ganz nach oben.

Wir stimmen sicherlich in unserer Einstellung überein. Ich habe den Athleten auch schon lange auf dem Schirm. Ich habe ihn auch bei den DHM beobachtet. Lunatummalazie und/oder os-scaphoideum-Probleme lassen auf Dauer grüßen. So wird er nicht durchkommen. Ich könnte auch aufklären, woran es wahrscheinlich liegt. Ich habe nicht umsonst das Training mit Louisa Grauvogel abrupt gestoppt. Ich war erschüttert über die Kraftübungsausführungen, die sie beim Training in Uerdingen durchgeführt hat. Ich habe mir das Training aufgrund eines Telefonates einer anderen Person angesehen. Ich wollte keine Schuld auf mich laden, wofür ich keine Verantwortung getragen habe und tragen konnte. Es gibt Trainer, bei denen Handverletzungen, Hamstringprobleme, die von den Physiotherapeuten beseitigt werden (wie lange frage ich mich?!!!) und Ellbogenverletzungen an der Tagesordnung sind. Sie merken es dann immer noch nicht, dass es an ihnen liegt. Ich habe einfach keine Lust mit beratungsresisten TuT zu "kooperieren", wenn man es überhaupt so nennen kann. 

Dann noch eine andere Sache: Immer wieder gibt es hier Berichte über Hamstringprobleme. Auch das kommt nicht von ungefähr. Wenn man Protektoren ausschaltet, kommt es zu diesen Problemen. Man verachlässigt die kinetischen Ketten überhaupt und in den Kaskaden. Dann macht man mehrere Wochen Pause und trainiert denselben "Müll" weiter.  
 
Gertrud


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - runner5000 - 12.07.2023

Torben Blech: Knochenödem und Bruch der Plantarsehne
https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/78231-flash-news-des-tages


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Torben Blech) - Delta - 12.07.2023

Das katastrophale, Blech hat keinen einzigen Wettkampf in der Sommersaison. Ergo muss es deutlich vorjüher passiert sein. Warum der unter, Internationale Athlet bei Leverkusen im Olympiastützpunkt eingereiht, etwa 3 Monate benötigt für ein MRT ist nur ganz schwach. Im Zweifel immer MRT spätestens nach 2-3 Wochen.
Das ist nicht mal entfernt Spitzenmedizin für den Spitzensport.


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Torben Blech) - markus-jonda@gmx.de - 12.07.2023

Zu Malaika Mihambo:
Realistischer Weise reicht die Zeit bei einem Muskelfaserriß nicht aus um auszuheilen und! wieder entsprechend in Form zu kommen. Die Formulierung von Trainer Knapp deutet in diese Richtung. Ich glaube daher nicht, das Malika Mihambo wieder in eine konkurrenzfähige Form kommt. Damit erweitert sich das Verletzungsdesaster um eine der größten Medaillienchancen.

Ehrlich gesagt fürchte ich schon die berühmt-berüchtigten Zwischentrainingsphasen vor dem Hauptwettkampf. Im günstigsten Fall verlieren die AthletInnen dort nur ihre Form, im schlimmsten Fall verletzen sie sich. Angry


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Torben Blech) - markus-jonda@gmx.de - 12.07.2023

Zu Torben Blech: Ich kann ebenfalls nicht nachvollziehen, warum man bei einer so langwierigen Verletzung nicht schon viel früher ein MRT gemacht hat. Oder geht das dann wie bei den Kassenpatienten?


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Torben Blech) - Besiger - 12.07.2023

(12.07.2023, 17:43)markus-jonda@gmx.de schrieb: Zu Malaika Mihambo:
Realistischer Weise reicht die Zeit bei einem Muskelfaserriß nicht aus um auszuheilen und! wieder entsprechend in Form zu kommen. Die Formulierung von Trainer Knapp deutet in diese Richtung. Ich glaube daher nicht, das Malika Mihambo wieder in eine konkurrenzfähige Form kommt. Damit erweitert sich das Verletzungsdesaster um eine der größten Medaillienchancen.

Ehrlich gesagt fürchte ich schon die berühmt-berüchtigten Zwischentrainingsphasen vor dem Hauptwettkampf. Im günstigsten Fall verlieren die AthletInnen dort nur ihre Form, im schlimmsten Fall verletzen sie sich. Angry
Es gibt jetzt auch ein Zitat von Malaika: "Ich hatte gehofft, dass es nur eine Muskelüberdehnung ist, aber beim MRT heute wurde leider festgestellt, dass es ein kleiner Muskelfaserriss ist. Wir haben heute schon ein leichtes Krafttraining gemacht und werden morgen in ein Rehazentrum nach Salzburg fahren, um den Heilungsprozess optimal begleiten zu lassen und zu trainieren. Manche Bewegungen schmerzen noch, aber ich hoffe, dass diese durch die Behandlungen und das darauf abgestimmte Training bald weg sein werden und ich in ca. 3 Wochen wieder ins Training einsteigen kann. Bei den anstehenden Diamond League Meetings in London und Monaco werde ich daher nicht antreten. Ich hoffe, dass ich für die WM wieder konkurrenzfähig bin."


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Torben Blech) - Gertrud - 12.07.2023

Insgesamt finde ich diese Situation der Verletzungen enorm deprimierend und hoch. Man schlägt leichtathletik.de auf und schon kommt die nächste Hiobsbotschaft. Es ist schlimmer, als ich es vorausgesagt habe. Da ist Ursachenforschung angesagt.

Ich möchte jetzt wirklich nicht sarkastisch werden, weil ich Malaika Mihambo von ganzem Herzen alles Gute für die WM wünsche. Ich habe bei ihrer Statik Verletzungen erahnt und auch vorweg gesehen, weil ich die statischen Zusammenhänge kenne und noch immer ergänze. Ich nehme an, dass kein deutscher Weitsprungtrainer einen solchen Fundus an verletzungsverhindernden Hinweisen hat. Ich habe sehr viel von ihr katalogisiert und analysiert und vom Weitsprung auf internationaler Ebene vieles an Übungen durchforstet. Noch hat sie genug Zeit, das Ding in Budapest immer noch gewinnen zu können. Ihr Vorteil im Kopf und in der Sprungkraft ist riesig.

Sie ist absolut stark in mentaler Hinsicht, weil sie auf der Ebene viel gelernt hat. Sie hat sicherlich zu wenig auf statischem Gebiet absolviert, weil ich da keine Verbesserungen sehe. Es gibt in der Hinsicht enorme Schwachpunkte, das auf andere Gebiete trainingsmäßig ausstrahlt und anscheinend nicht in den Griff bekommen wird. Ich selbst bin so stark auf dem Gebiet, dass ich auch nicht bei absoluten Weltklasseleistungen einknicke, wenn ich Gefahren sehe. Das habe ich hier immer wieder vorgeführt, als manche das schon als zu viel empfanden; aber es ist insgesamt viel schlimmer in der deutschen Leichtathletik gekommen, als ich es je gedacht habe.    

Gertrud


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Torben Blech) - longbottom - 12.07.2023

(12.07.2023, 17:43)markus-jonda@gmx.de schrieb: Zu Malaika Mihambo:
Realistischer Weise reicht die Zeit bei einem Muskelfaserriß nicht aus um auszuheilen und! wieder entsprechend in Form zu kommen. Die Formulierung von Trainer Knapp deutet in diese Richtung. Ich glaube daher nicht, das Malika Mihambo wieder in eine konkurrenzfähige Form kommt. Damit erweitert sich das Verletzungsdesaster um eine der größten Medaillienchancen.  
Dann ist es halt so. Wäre zwar sehr schade für Mihambo, aber sie muss niemandem mehr etwas beweisen und auch nicht die Bilanzbeschönigerin vom Dienst geben. Wenn sie rechtzeitig in Form kommt, super, wenn nicht, soll sie nichts riskieren und kann ihr Augenmerk auf Paris 2024 werfen.


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Torben Blech) - Gertrud - 12.07.2023

(12.07.2023, 18:29)longbottom schrieb: Dann ist es halt so. Wäre zwar sehr schade für Mihambo, aber sie muss niemandem mehr etwas beweisen und auch nicht die Bilanzbeschönigerin vom Dienst geben. Wenn sie rechtzeitig in Form kommt, super, wenn nicht, soll sie nichts riskieren und kann ihr Augenmerk auf Paris 2024 werfen.

Das wird sie wohl auch so machen, aber darum geht´s gar nicht. Es geht um die gesamte, zu hohe Verletztenzahl und um offensichtlich falsche Trainingsinhalte. Es geht mir im Endeffekt auch um die Auswirkungen bei vielen AuA nach der Karriere. So habe ich mich bei meinen AuA verhalten. Was einige andere "Toptrainer/innen" abliefern, kann mir eigentlich egal sein? 

Man kann bei M.M. die drei Wochen schon so gestalten, dass sie kaum Verlust hat. Die Schwachstellen, wenn man sie denn ortet, können trotzdem davon profitieren.  Wink

Ich möchte einige Sätze vom Größten anschließen:
https://www.spiegel.de/sport/die-groesste-aera-geht-zu-ende-a-425d4fa1-0002-0001-0000-000008778462
"...
SPIEGEL: Welche Fehler haben Sie während Ihrer Laufbahn gemacht?
Lewis: Keinen einzigen. Ich bin mit allem sehr zufrieden, worüber ich die Kontrolle hatte. Ich habe mir sehr früh die richtigen Leute ausgesucht, die sich um mich gekümmert haben. Ich kenne keinen zweiten Sportler, der eine 18 Jahre lange Karriere hatte und immer mit demselben Trainer am selben Ort für denselben Club gearbeitet hat und immer vom selben Manager betreut wurde. Ein amerikanisches Sprichwort sagt: Manchmal ist es besser, Glück zu haben als Intelligenz. Ich war sicher kein Genie, aber ich hatte großes Glück.

Ich wünsche unseren deutschen Top-AuA, dass sie in der Auswahl ihrer TuT das richtige Händchen wie Lewis haben!!! Wink Da liegen eben manche Top-AuA total falsch, was die Einschätzung der funktionellen Ebene anbetrifft. Wink ‌ ‌ ‌

Gertrud


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Torben Blech) - longbottom - 12.07.2023

(12.07.2023, 18:39)Gertrud schrieb:
(12.07.2023, 18:29)longbottom schrieb: Dann ist es halt so. Wäre zwar sehr schade für Mihambo, aber sie muss niemandem mehr etwas beweisen und auch nicht die Bilanzbeschönigerin vom Dienst geben. Wenn sie rechtzeitig in Form kommt, super, wenn nicht, soll sie nichts riskieren und kann ihr Augenmerk auf Paris 2024 werfen.

Das wird sie wohl auch so machen, aber darum geht´s gar nicht. Es geht um die gesamte, zu hohe Verletztenzahl und um offensichtlich falsche Trainingsinhalte. Es geht mir im Endeffekt auch um die Auswirkungen bei vielen AuA nach der Karriere. So habe ich mich bei meinen AuA verhalten. Was einige andere "Toptrainer/innen" abliefern, kann mir eigentlich egal sein?  
Ich meine ausdrücklich nicht Sie damit. Aber was mich bei manchen hier stört, ist dass diese Verletzungen sofort auf Deutschland und die Medaillenchancen bei der WM hochgerechnet werden. Sinngemäß: "Das passiert immer nur "uns". "Wir" haben weniger Starter. Die WM wird ein Debakel für "uns"." In erster Linie betrifft es doch erst einmal die Sportler.  Mihambo soll sich auf ihre Genesung konzentrieren. Und wenn es klappt, dann super, und wenn nicht, dann schade. 

Und auch ich bin jemand, der den deutschen Startern bei der WM die Daumen drückt und der auch enttäuscht sein wird, wenn es nicht läuft. Aber die Weltuntergangsstimmung, die jetzt schon verbreitet wird, kann ich schwer nachvollziehen. Eine Weltuntergangsstimmung wohlgemerkt, die sich nicht etwa darauf bezieht, dass sich Sportlerinnen und Sportler verletzt haben, und da bei manchen im Aufbau etwas falsch läuft, sondern lediglich darauf, dass wir bei der WM nicht so gut abschneiden, wie gewünscht.