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Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Fabienne Königstein) - Druckversion

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RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - longbottom - 10.07.2023

(10.07.2023, 18:45)Atanvarno schrieb: Sicherlich wäre dem DLV eine Mitschuld zu geben, wenn man dem Athleten signalisiert hätte, dass trotz der vorliegenden Verletzungssituation ein Leistungsnachweis zu erbringen wäre. Das wissen wir aber nicht und ich kann es mir auch schwer vorstellen, dass der DLV so verantwortungslos handeln würde.  

Davon einmal abgesehen: Wofür sollte der Leistungsnachweis denn sein? Ich vermute doch Mal, für die U23-EM. Die ist aber diese Woche. Wenn ein Athlet gestern nicht in dem Zustand war, fit zu starten, dann wird er das auch nicht in ein paar Tagen sein. Es ist dem DLV nicht vorzuwerfen, wenn sie von dem verletzten und dennoch nominierten Athleten verlangen, ein paar Tage vor dem Wettkampf eine generelle Fitness zu demonstrieren. In dem Fall liegt die Verantwortung beim Athleten und (im Fall eines so jungen Sportlers meiner Ansicht auch) seinem Umfeld, einzusehen, dass diese Fitness eben nicht da ist, anstatt es auf Teufel komm raus zu versuchen.


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - runner5000 - 10.07.2023

Was mich dabei immer noch irritiert, dass in dem la.de Artikel vor kurzem stand, dass sich ein DM und U23-EM Start erledigt hat. Dann kam auf einmal doch die Nominierung und dann dieser seltsame Auftritt gestern.


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - Delta - 11.07.2023

Sosna ist seit dem 7. Juni im freien Fall nach unten. Die drei Fehlversuche an der DM haben den DLV noch bestärkt einen Leistungsnachweis zu verlangen. Sosna und sein Trainer wären gut beraten die EM abzusagen.


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - Keller90 - 11.07.2023

(11.07.2023, 08:55)Delta schrieb: Sosna ist seit dem 7. Juni im freien Fall nach unten. Die drei Fehlversuche an der DM haben den DLV noch bestärkt einen Leistungsnachweis zu verlangen. Sosna und sein Trainer wären gut beraten die EM abzusagen.

Naja das Thema U23 EM wird sich ja jetzt ohnehin erledigt haben, da er den Leistungsnachweis von 59 m ja nicht erbracht hat.


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - Gertrud - 11.07.2023

Das gesamte Procedere um die Verletzungen veranlasst mich dazu, dass der DLV von oben in der Verletztenprophylaxe tätig werden sollte.

Ich schlage vor, dass der medizinische Dienst in Verbindung mit den hauptamtlichen Trainerinnen und Trainern beim DLV eine Vorlage geben sollte: eine To do-Liste für geeignete und ungeeignete Übungen unter Verwendung der hauptsächlich vorkommenden Verletzungen und Operationen in den einzelnen Disziplinen, eine andere Liste über Verletzungen und Krankheiten in orthopädischer Hinsicht, die in der Leichtathletik vorkommen: z.B. Plantarfasziitis, Kreuzbandrisse, Hamstringprobleme...  Do and don´t list!

Man muss diese Dinge im Kern angehen und den TuT in der Peripherie und im Topbereich Hinweise liefern. Das entbindet die TuT vor Ort keineswegs von autodidaktischen Fortbildungen. Der DLV kann nicht alles leisten. Natürlich sind die BT nicht in jedem Fall das Maß aller Dinge, wenn man sich die Verursacher ansieht. Man sollte das Ganze schon sehr kritisch hinterfragen. 

Ich habe z.B. über die Jahre viele Trainingsinhalte von Topleuten auch mit den negativen Zeichen und Auswirkungen katalogisiert. 

Ich habe für mich eine Seite plakativ unter den drei Hauptpunkten strukturprotektiv, diszinplinabhängig und individuell mit 27 (!!!) Unterpunkten aufgelistet, die mir helfen, weitgehend keine Verletzungen bei AuA zu produzieren. Anhand dieser Auflistung klopfe ich meine Übungen ab. Es entgeht mir so gut wie nichts!!! Ich habe viele Schnellhefter zu den einzelnen 27 Punkten eingerichtet, die mir genügend Hinweise zur Vermeidung geben. 

Alles steht unter den folgenden Sprüchen:

1. Arthur Schopenhauer: "... bei gleicher Umgebung schaut ein jeder in eine andere Welt."
2. John Fore: "In der Leidenschaft lebt der Mensch, in der Vernunft existiert er nur."
3. Unbekannt: "Bei Kompromissen geht es beiden schlecht."

Ich will nicht "situationsgeschmeidig" und "Knetmasse" für andere sein, weil ich darin Fehler im Leistungssport immer wieder sehe. Ich will aufgrund meiner Kenntnisse unverletzt gestalten. Thumb_up

Gertrud


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - menarfin - 11.07.2023

https://www.sportschau.de/die-finals/die-finals-leichtathletik-sonntag-100.html


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - Gertrud - 12.07.2023

Die Quoten sind immer von den Personen abhängig, die bestimmte Positionen bekleiden und von der Anzahl der Stationen, die eine Sache durchlaufen muss, um entsprechend funktionieren zu können. 

Nehmen wir meine Position als Heimtrainerin von Sabine Braun in der Vermeidung von Verletzungen! Es war weitgehend von dem Wissensstand in unserer Trainergruppe und der medizinischen Abteilung vor Ort des Arztes und der Physiotherapeutin abhängig. Es war eine Sache der kurzen Wege und ob ich als Headcoach in der Form eines Paradigmenwechsels in der Handhabung von Sabines mitgebrachten Verletzungen beim Trainerwechsel zu uns entsprechend intervenieren konnte. Das hat mich nie gehindert, von anderen Institutionen gute Sachen umgehend zu übernehmen.

Institutionen wie der DLV oder in der Politik sind von Natur aus träge durch die Anzahl der Leute alleine, die zur Entscheidungsfindung zählen. Die Entscheidungen fallen nicht immer zur besten Lösung aus. Die "Masse" hat nicht immer recht, setzt aber aufgrund des Mehrheitsprinzips ihre Entscheidungen durch. Oft geht es nicht um die guten Entscheidungen, sondern um Machtfülle. Da greift immer wieder der Spruch meines Onkels: "Dumme Leute sind im Rudel nicht ungefährlich!" Wink ‌Kommen Intelligenz und Machtstreben zusammen, sind die Auswirkungen manchmal verheerend.

Ich kann mit meinem Gehirn und meinem Geld das umsetzen, was mir zur Verfügung steht, wenn ich es will und unbeeinflusste AuA sich entschließen, meine Kenntnisse umzusetzen und unabhängig zu bleiben. Das bedeutet unglaubliche Arbeit für eine aus meiner Sicht gute Sache mit einem vornehmlich verletzungsfreien Körper. Man ist nicht gegen alles gefeit.

Folglich wird es immer diese beiden Wege der abgekoppelten Entscheidungen wie in unserer Gruppe vor Ort und der DLV-affinen Trainer geben, die auf richtige Entscheidungen warten. Warum sollte ich mir den Kopf für andere, die teilweise falsche Entscheidungen aus meiner Sicht aus persönlicher Sicht oder Unkenntnis treffen, machen? Das ist nur unnötiger Reibungsverlust. Was bin ich alleine hier im Forum angegriffen worden? Die Statistik gibt mir jetzt vollkommen recht.

Entsprechend gebe ich mein Wissen da preis, wo es auf fruchtbaren Boden fällt und auch etwas zurückkommt. Die Anerkennung hat mir zum großen Teil vom Verband bis heute gefehlt. Ich bin von Haus aus nicht prinzipiell gegen den Verband eingestellt, weil es dort auch wirklich sehr gute Mitarbeiter gibt. Es hakt nur in einigen wichtigen Positionen aus meiner Sicht. Ich lebe in meinem Kokon der guten Mitarbeit sehr glücklich, wo die Inhalte hin- und herlaufen. 

Insofern registriere ich die Verletzungen vieler Protagonisten, die unter einer "Dunstglocke" trainieren und versuche mich zurückzunehmen. Dann müssen diese AuA eben die Konsequenzen ertragen. Manche AuA sind eben doch nicht so sportintelligent, wie es den Anschein hat. In meinem Alter kämpft man nicht mehr gegen Mauern an. Wink ‌Ich habe genügend eigene Baustellen, die es zu bearbeiten gilt.

Ich habe z.B. neulich eine Übung zur Hamstringstärke bei einem Protagonisten gesehen, die die Gefahren bei bestimmten Übungen ausschließt. Das war für mich ein Aha-Erlebnis erster Güte und hat mir gezeigt, dass einige Nationen eben ganz anders forschen. Mit solchen Leuten lohnt es sich, Zeit zu verbringen. Ich beobachte diesen Athleten schon sehr lange in seiner Entwicklung und finde Kraftübungen bei ihm, die von mir sein könnten.

Chirurg ist da auch noch sehr optimistisch. Die Freude wird im Laufe der Zeit doch eher getrübt.

Gertrud


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - Chirurg - 12.07.2023

Zitat:Chirurg ist da auch noch sehr optimistisch. Die Freude wird im Laufe der Zeit doch eher getrübt.

Gertrud
Wink ‌...ich bin einfach noch etwas jünger und damit "unverbraucht(er)/naiv(er)"- und nachdem ich in meinem eigentlichen operativen Fachgebiet die Klinikstrukturen über mehrere Jahre schrittweise in die von mir gewünschte inhaltliche Form gepresst habe, bin ich nun im permanenten Austausch mit einem befreundeten DLV-Physiotherapeuten und engagiert für Ziele über meinen sonstigen fachlichen Horizont hinaus.
Das kann wahrscheinlich jeder bestätigen: durch stetige Wissensvermehrung wird einem erst bewusst, was man alles noch nicht inhaltlich-fachlich weiß.
Xaver Hastenrath ist der nächste aufstrebende Athlet, den ich (langfristig) nachbeobachten werde: seit Wochen Probleme mit dem Handgelenk und im MRT eine Überlastung am Handgelenk beschrieben - den Handballsport hat er wegen einer Achillessehnenverletzung vor 2.5 Jahren bereits aufgeben müssen laut eigener Aussage (auf LA.de). Da empfiehlt es sich doch einfach so weiterzumachen bis die Sehnen degenerieren und der Knorpel sekundär abgeschliffen wird. Wer braucht schon im späteren Berufs-/Privat-Leben eine schmerzfreie Hand...scheinbar alles nicht so wichtig...ich kann bei einer vielleicht einmaligen Teilnahme-Möglichkeit eines Athleten an Olympischen Spielen viel an persönlichem Einsatz auch gegen die Gesundheit verstehen, aber es geht "nur" um eine U23 EM...auch das ein Zitat von ihm: mit dem Adrenalin im Wettkampf wird er davon kaum etwas merken...wie ich schon bei Sosna bemerkt habe, da fehlt es entweder an vor dem Übereifer schützenden Personen im privaten/familiären Umfeld oder im Trainer/Arzt/Physio-Bereich oder wie es Frau Schäfer so schön formuliert an Sportintelligenz des Athleten selber. Schmerzen sind in aller Regel eine Art Schutzmechanismus des Körpers, wie jeder von der heißen Herdplatte lebenslang für immer synaptisch cerebral abgespeichert weiß. Aber nachdem die Sportler auf der LA.de-Seite häufig ein bisschen wie moderne "Gladiatoren" beschrieben werden, die Deutschland bei ihren internationalen Wettkämpfen mit vollem Einsatz vertreten, zweifle ich da etwas an den Personen auf allen verantwortlichen Ebenen inkl. bis ganz nach oben.

Ich freue mich auf jeden Fall über den persönlichen und positiven Austausch mit einigen langjährigen erfahrenen Forumsteilnehmern auch in privaten Mails. Und setze mir selber kleine Ziele wie ggf. den Anstoß einer medizinischen Fortbildung und einen etwas zufriedeneren Physiotherapeuten, der sich mit mir fachlich sehr gerne austauscht, wenn ich selber bei ihm als Patientin auf der Bank liege.


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - muffman - 12.07.2023

Bei Lisa Mayer ist es scheinbar eine Sehnenverletzung.


RE: Verletzte DLV-Athleten 2023 (Aktuell Laura Müller) - tobitobs - 12.07.2023

Update zu Malaika Mihambo
https://www.ran.de/leichtathletik/news/mihambo-erleidet-kleinen-muskelfaserriss-178681