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RE: Laufsaison 2026 - frontrunner800 - 24.02.2026 (24.02.2026, 17:24)Oliver schrieb: Louis Heyer hat heute eine interessante Grafik auf Instagram-Story veröffentlicht. Damit hat er die wesentlichen Punkte benannt, die übrigens auch für die anderen Mittelstrecken gelten dürften. RE: Laufsaison 2026 - Atanvarno - 24.02.2026 (24.02.2026, 17:24)Oliver schrieb: Er scheint überzeugt zu sein, dass die Entscheidung, die erste Runde in Bahnen zu laufen, einen deutlich positiven Einfluss auf die erzielten Zeiten hatte. Dazu hatte Mateng im anderen Thread folgendes angemerkt (24.02.2026, 10:55)Mateng schrieb: hmmm... Wenn ich mir die 2026er Bestenliste hier anschaue sind aber eine ganze Reihe dieser als "Beweis"in der Statistik inkludierten Zeiten eben NICHT aus Bahnen, sondern z.B. in Boston, Fayettville und Winston Salem mit Starts aus der Doppelevolvente mit Übergang nach der 2ten Kurve erbracht worden! Aus meiner Sicht ist Bicarb der größte Einflussfaktor, weil das die 800m komplett (aus meiner Sicht zum Nachteil) verändert, wie ich hier schonmal ausgeführt hatte Zitat:so langsam neige ich dazu, mich der Aussage dieses letsrun-Threads anzuschließen. Bicarbonat verändert fundamental, was für mich den Reiz des 800m-Laufs ausmacht. RE: Laufsaison 2026 - Straßenläufer - 25.02.2026 (24.02.2026, 13:52)Reichtathletik schrieb: Es gibt bei der DM aber doch einen reinen Frauen-Lauf? Schon klar. War von mir natürlich in dem Sinn gemeint, dass 'unbeteiligte Amateure' im Worst-Case den Rennausgang der Profis/Halbprofis mitbestimmen können. Sei es durch Überrundungen beim reinen Frauen- bzw. Männer-Lauf, was in Uelzen in großer Anzahl passieren wird, oder durch störende männliche Mitläufer für die Profi/Halbprofi-Frauen bei gemischten Läufen, was in Uelzen im Hauptlauf nicht passieren wird. Jetzt aber mal Klartext: Ich könnte die genervten Esther, Gesa, Lisa, Eva und Co. verstehen, wenn sie geschätzt mindestens 100 Amateure (aktuell etwa 230 Meldungen im Frauen-Hauptlauf) auf dem kurzen Stadtkurs überrunden müssen, um als Deutsche Meisterin ins Ziel einzulaufen. RE: Laufsaison 2026 - S_J - 25.02.2026 Ich kann mich nicht erinnern, dass es 2021 einen Aufschrei der Profis gegen den Kurs gegeben hätte. Meiner Erfahrung nach sind die wirklichen Topathleten da auch deutlich entspannter als so manche Athleten aus der zweiten Reihe... RE: Laufsaison 2026 - mariusfast - 25.02.2026 Blackrunning5k Zitat:Arnes Methodik ist mir sehr bekannt, wie er das durchgehalten hat ist mir ein Rätsel aber es hat für ihn sehr gut funktioniert. Hier würde ich doch aber ganz klar sagen, dass dieses System wirklich nur sehr wenige Läufer überhaupt durchstehen können. Möglich ist dies meiner Meinung nach mit einer Infrastruktur a la Oregon Project, einer maximalen Ausschöpfung des Stoffwechsels, mit den dazu notwendigen Supplementen im Weiß- und hoffentlich nur Graubereich sowie regenerativen Möglichkeiten, die an unseren Stützpunkten kaum verfügbar sind. http://www.arnegabius.de/training-2015.html Aber 3:30 min, wie es im anderen Thread geschrieben wurde, ist übertrieben. Seine Dauerläufe waren auf Sealevel dennoch alle unter 4 Minuten. Das Dauerlaufniveau erinnert mich an das gegenwärtige von Hendrik Pfeiffer, der alles zwischen 3:15 und 3:59 macht, also die meisten DL ab 3:40/45 bis unter 4 und nur 1x die Woche 3:15-3:25. Seine DL müssten alle in Zone 2 sein. Und bei ihm funktioniert das ja auch trotzdem ganz gut mit den double Threshold Phasen (die er immer als Vorbereitung für seine Marathonvorbereitung macht). Gibt tendenziell eher mehr Marathonläufer als Bahnläufer, die regelm. Zone 2 machen (Also ganz normales GA1). Hendrik meinte auch bereits 2015, dass das genau seine Stärke ist (damals machte er tatsächlich jeden Dauerlauf in 3:30 MIn. jetzt unter Kuhlmann ist das strukturierter und deutlich ruhiger geworden. Das was von Frontrunner beschrieben wurde, war ja eher Zone1 und regenerativ. Das ist tatsächlich der Trend derzeit (v.a. auch angetrieben durch Ingebrigtsen). Eine Ausnahme bei den Mittelstrecklern ist ja Farken, der auch als in den Dauerläufen 3:30 min Schnitt machte seit er in den USA ist (nicht alle DL, aber generell alle deutlich zügiger als zuvor). Also bei ihm war es ja positiv. Und er kam genau von dem Norweger-System und machte seine Dauerläufe extrem langsam 4:40 etc. und hatte unter Dreißigacker viel mehr KM Umfang als jetzt unter Ritz. Dieser Zone 2 Boom kam in den letzten Jahren vor allem vom Radsport durch Pogacar und seinem Trainer Dr. Iñigo San Millán . Er fährt alles und 4-5 H pro Einheit in 300 - 340 WAtt mit 140 - 155 Puls im Grundlagentraining (Damit kann er sogar große Teile von Tour Rennen mitfahren, während andere schon lange im GA2 Bereich sind). Aber ich denke Rico hat da einen Punkt. Im Laufen ist es etwas anderes aufgrd.der Stoßbelastung. Und es hat einen Grund wieso Hendrik nur 1x gezielt pro Woche an den schnelleren GA1 Bereich geht. RE: Laufsaison 2026 - frontrunner800 - 25.02.2026 (25.02.2026, 21:38)mariusfast schrieb: Blackrunning5k Farken macht seine Dauerläufe in der Tat etwas schneller als die anderen, aber in der Regel nicht in 3:30. Auf Strava postet er seine Einheiten. Ansonsten schöner Beitrag und ich stimme Dir zu. RE: Laufsaison 2026 - Atanvarno - 25.02.2026 (25.02.2026, 21:38)mariusfast schrieb: Dieser Zone 2 Boom kam in den letzten Jahren vor allem vom Radsport durch Pogacar und seinem Trainer Dr. Iñigo San Millán . Er fährt alles und 4-5 H pro Einheit in 300 - 340 WAtt mit 140 - 155 Puls im Grundlagentraining (Damit kann er sogar große Teile von Tour Rennen mitfahren, während andere schon lange im GA2 Bereich sind). Pogacar trainiert nicht mehr bei San Millan, sondern bei Jeroen Swart und man hört, dass er inzwischen deutlich mehr Intensität ins Training einbaut. Zum 80/20 vielleicht noch wichtig: das funktioniert so richtig gut nur, wenn man sehr hohe Gesamtumfänge trainiert, weil sonst die 20% zu wenig Intensität sind, um ausreichende Anpassungsreaktionen zu erreichen. RE: Laufsaison 2026 - frontrunner800 - 25.02.2026 (25.02.2026, 22:25)Atanvarno schrieb:(25.02.2026, 21:38)mariusfast schrieb: Dieser Zone 2 Boom kam in den letzten Jahren vor allem vom Radsport durch Pogacar und seinem Trainer Dr. Iñigo San Millán . Er fährt alles und 4-5 H pro Einheit in 300 - 340 WAtt mit 140 - 155 Puls im Grundlagentraining (Damit kann er sogar große Teile von Tour Rennen mitfahren, während andere schon lange im GA2 Bereich sind). Das ist ganz wichtig und muss gefettet werden: Das System ist den Profis vorbehalten, für Leute, die meinetwegen fünfmal die Woche trainieren, ist das nicht das optimale System. RE: Laufsaison 2026 - S_J - 25.02.2026 Es gibt doch auf letsrun einen sehr epischen Norwegian Singles Thread zu dem Thema
RE: Laufsaison 2026 - Blackrunning5k - 26.02.2026 (25.02.2026, 21:38)mariusfast schrieb: Blackrunning5k Ich möchte zu deiner Ausführung eigentlich nur eine Sache ergänzen, bezüglich Arne. Ich weiß um sein Training damals und in folgenden Links ist sein Dauerlauftempo, was er als GA1 definierte schon bestätigt. Die Aussage mit 3:30 Pace stimmt tatsächlich, zum Ende seiner Karriere hat er da aber Geschwindigkeit rausgenommen. Ab zweiter Jahreshälfte 2011 hat er massiv an Intensität zugelegt, das war damals völlig surreal, ging dann aber mit einer unfassbaren Leistungsexplosion einher. In folgenden Links der Jahre 2011 und 2012 ist das sehr gut zu beobachten. 2011: http://www.arnegabius.de/training-2011.html 2012: http://www.arnegabius.de/training-2012.html Was beeindruckend damals war, Arne hatte im Herbst 2011 beim Kaderlehrgang bereits ein unglaubliches Selbstvertrauen bezüglich seines neuen Systems, sodass er da schon wusste, dass er in komplett neue Sphären laufen wird. Das ganze hat natürlich körperlich ordentlich Tribut gefordert, die Zeiten stehen jetzt aber in den Büchern, das ganze ohne Karbon, BiCarb etc. |