Leichtathletikforum.com
Olympische Spiele in Deutschland? (München bewirbt sich) - Druckversion

+- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com)
+-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1)
+--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2)
+--- Thema: Olympische Spiele in Deutschland? (München bewirbt sich) (/showthread.php?tid=6375)

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Barnie - 23.09.2026

(23.09.2026, 11:54)Jonny schrieb: Große Sportanlagen zur dauerhaften Nutzung machen nur einen Sinn, wenn sie danach weiterhin regelmäßig genutzt werden, sonst sind die Instandhaltungskosten viel zu hoch. Ein Schwimmstadion in dieser Größe würde sich nur lohnen, wenn dort mindestens jährlich große Schwimmveranstaltungen stattfinden würden. Da dies in Paris nicht der Fall gewesen wäre, war es definitiv die richtige Entscheidung eine bestehende Halle umzufunktionieren. 

Ähnlich sieht es beim Leichtathletikstadion in Rhein-Ruhr aus. Ein Stadion in dieser Größenordnung würde ohne weitere Verwendungszwecke wirtschaftlich keinen Sinn machen. Deshalb würde man um ein temporäres Stadion nicht herum kommen.

Dann braucht man aber auch nicht mehr mit dem Argument zu kommen, dass mit der Ausrichtung von OS angeblich die Sportinfrastruktur verbessert wird.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Roy Schmidt - 23.09.2026

(23.09.2026, 11:30)Barnie schrieb:
(23.09.2026, 09:15)Roy Schmidt schrieb: Meine ganz persönliche Meinung zu der Thematik:

München und auch Rhein-Ruhr sind bessere Ausrichter als Berlin (und Hamburg aber das hst sich ja von alleine erledigt) auch wenn bei Berlin Leipzig wohl Co Ausrichter geworden wäre und olympische Spiele in der Wahlheimat natürlich eine schöne Sache wäre. 

Einerseits ist die Infrastruktur von Berlin und Leipzig eine Katastrophe. In Leipzig leider auch die sportliche Infrastruktur. Natürlich kann sowas auch den Auschlag geben etwas zu verbessern. (Bei der Fußball EM wurden auf einmal auch 20 Jahre alte Schlaglöcher entfernt).

Dazu kommt das Klientel vor allen in Städten wie Berlin, Leipzig, Hamburg. Ich möchte wirklich keine politische Diskussion aufmachen. Wirklich nichts liegt mir Ferner aber gerade die linken Parteien haben gegen Olympia aufgerufen und gelten allgemein eher als leistungsfeindlich. Und kein Athlet, egal wie er politisch steht, hat Lust auf Demonstrationen vorm olympischen Dorf. Auch wenn die sich natürlich nicht gegen die Athleten richten.

Dazu kommt das man in München und auch in NRW einen ganz anderen "Vibe" erlebt was Sportveranstaltungen betrifft. Die Leute sind gefühlt begeisterter und auch mehr in der Materie.

Deshalb würde ich als Ex-Athlet mich für München oder Rhein-Ruhr aussprechen.

Das ist aber nur meine stark zusammengefasste subjektive Meinung. Bitte nicht in den falschen (politischen) Hals bekommen.

Also womit Du sicher recht hast, das ist die Tatsache, dass ohne Rückendeckung der eigenen Region (Regierung als auch der Bevölkerung) eine Olympiabewerbung keinen Sinn macht. Insofern ist es m.M. logisch, dass es nur auf eine Entscheidung zwischen Rhein-Ruhr und München hinauslaufen kann.

Was ich dezidiert nicht teile, das ist deine Meinung, dass "linke Parteien ... allgemein eher als leistungsfeindlich gelten". Da habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil, das ehrenamtliche Engagement ist hier sogar ausgesprochen hoch!

Und wie kommst Du darauf, dass die Infrastruktur in Berlin eine Katastrophe sein soll?! Da hätte ich gerne ein paar mehr Details von Dir, woran Du das fest machst?!

Bei letzterem müsste ich weit ausholen sowie politisch werden, was ich eigentlich vermeiden wollte. Grundsätzlich hat Berlin einfach sehr viele Probleme und nach der Wahl werden es nicht weniger. Ich denke eine gewaltige Großveranstaltung wie die olympischen Spiele ist dort einfach fehl am Platz. Berlin ist einfach einer Hauptstadt nicht würdig, was sich sogar statistisch belegen lässt. Weiter möchte ich darauf nicht eingehen weil solche Diskussionen im Internet nie zielführend sind.
Die Leistungsfeindlichkeit war auch nicht nur auf den Sport bezogen sondern ganz allgemein. Sicherlich ist wie überall nicht alles schlecht was sie machen.

Bei Leipzig erlebe ich es jeden Tag selber und so sehr ich mir große Spirtveranstsltungen dort wünsche, muss man leider sagen, sehe ich da sehr schwarz.

Mir ist bewusst, dass mein Text sehr unaussagekräftig ist aber ich habe aus früheren Diskussionen gelernt lieber kein Fass aufzumachen deshalb belasse ich es dabei.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - TranceNation 2k14 - 23.09.2026

(23.09.2026, 12:02)Barnie schrieb: Diese immer weiter steigenden, überzogenen Ansprüche des IOC sind ja gerade der Kern des Problems, warum viele Menschen die OS in Deutschland ablehnen.

Als ob irgendjmd, der in HH gegen Olympia stimmte oder den Ironman sabotierte, wüsste, wieviele Plätze das IOC für welche Anlage fordert. Dieser tlw abgehobene, tlw abgehängte Verdruss kommt vornehmlich von Unzufriedenheit und Negativität. Siehe dazu die Stimmen einiger Referendum Teilnehmer, oder sprich doch mal mit Leuten, die in andren Orten "Nein" gestimmt haben. Teilweise nicht auszudenken was für Gründe. Jedenfalls kein demokratischer Denkzettel an das IOC.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Barnie - 23.09.2026

(23.09.2026, 15:03)Roy Schmidt schrieb:
(23.09.2026, 11:30)Barnie schrieb:
(23.09.2026, 09:15)Roy Schmidt schrieb: Meine ganz persönliche Meinung zu der Thematik:

München und auch Rhein-Ruhr sind bessere Ausrichter als Berlin (und Hamburg aber das hst sich ja von alleine erledigt) auch wenn bei Berlin Leipzig wohl Co Ausrichter geworden wäre und olympische Spiele in der Wahlheimat natürlich eine schöne Sache wäre. 

Einerseits ist die Infrastruktur von Berlin und Leipzig eine Katastrophe. In Leipzig leider auch die sportliche Infrastruktur. Natürlich kann sowas auch den Auschlag geben etwas zu verbessern. (Bei der Fußball EM wurden auf einmal auch 20 Jahre alte Schlaglöcher entfernt).

Dazu kommt das Klientel vor allen in Städten wie Berlin, Leipzig, Hamburg. Ich möchte wirklich keine politische Diskussion aufmachen. Wirklich nichts liegt mir Ferner aber gerade die linken Parteien haben gegen Olympia aufgerufen und gelten allgemein eher als leistungsfeindlich. Und kein Athlet, egal wie er politisch steht, hat Lust auf Demonstrationen vorm olympischen Dorf. Auch wenn die sich natürlich nicht gegen die Athleten richten.

Dazu kommt das man in München und auch in NRW einen ganz anderen "Vibe" erlebt was Sportveranstaltungen betrifft. Die Leute sind gefühlt begeisterter und auch mehr in der Materie.

Deshalb würde ich als Ex-Athlet mich für München oder Rhein-Ruhr aussprechen.

Das ist aber nur meine stark zusammengefasste subjektive Meinung. Bitte nicht in den falschen (politischen) Hals bekommen.

Also womit Du sicher recht hast, das ist die Tatsache, dass ohne Rückendeckung der eigenen Region (Regierung als auch der Bevölkerung) eine Olympiabewerbung keinen Sinn macht. Insofern ist es m.M. logisch, dass es nur auf eine Entscheidung zwischen Rhein-Ruhr und München hinauslaufen kann.

Was ich dezidiert nicht teile, das ist deine Meinung, dass "linke Parteien ... allgemein eher als leistungsfeindlich gelten". Da habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil, das ehrenamtliche Engagement ist hier sogar ausgesprochen hoch!

Und wie kommst Du darauf, dass die Infrastruktur in Berlin eine Katastrophe sein soll?! Da hätte ich gerne ein paar mehr Details von Dir, woran Du das fest machst?!

Bei letzterem müsste ich weit ausholen sowie politisch werden, was ich eigentlich vermeiden wollte. Grundsätzlich hat Berlin einfach sehr viele Probleme und nach der Wahl werden es nicht weniger. Ich denke eine gewaltige Großveranstaltung wie die olympischen Spiele ist dort einfach fehl am Platz. Berlin ist einfach einer Hauptstadt nicht würdig, was sich sogar statistisch belegen lässt. Weiter möchte ich darauf nicht eingehen weil solche Diskussionen im Internet nie zielführend sind.
Die Leistungsfeindlichkeit war auch nicht nur auf den Sport bezogen sondern ganz allgemein. Sicherlich ist wie überall nicht alles schlecht was sie machen.

Bei Leipzig erlebe ich es jeden Tag selber und so sehr ich mir große Spirtveranstsltungen dort wünsche, muss man leider sagen, sehe ich da sehr schwarz.

Mir ist bewusst, dass mein Text sehr unaussagekräftig ist aber ich habe aus früheren Diskussionen gelernt lieber kein Fass aufzumachen deshalb belasse ich es dabei.

Ok, ich respektiere das natürlich. Trotzdem erlaube mir noch ein paar Sätze dazu.

Es ist sicher unbestritten, dass Berlin viele Probleme hat. Aber man sollte auch nicht den Fehler machen, Berlin mit irgendeiner anderen Stadt in Deutschland vergleichen zu wollen. Viele Probleme resultieren einfach daraus, dass Berlin eine Millionenmetropole ist. Wer schon einmal in Paris, London oder New York war, der wird viele Gemeinsamkeiten feststellen können. Und was die negativen Seiten angeht, da stellt sich Berlin im Vergleich zu diesen Städten gar nicht mal so schlecht. Und niemand würde wohl (in Deutschland) behaupten, dass London oder Paris "unwürdige" Hauptstädte wären?!

Und was die Infrastruktur angeht, da sind viele mittelgroßen Städte in Deutschland tatsächlich deutlich schlechter aufgestellt als Berlin (in NRW würde ich sogar sagen: alle). Diese hätten gerne eine vergleichbare Infrastruktur wie in Berlin. Und die vielen Baustellen! Das bedeutet ja wenigstens, dass sich etwas tut. 

Dass Berlin noch den Zuschlag erhält, darüber brauchen wir uns wohl keine Sorgen mehr zu machen. Berlin braucht ihn aber auch nicht! Und ob München oder Köln ihn brauchen, da mache ich mal zumindest ein großes Fragezeichen dran?!


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Barnie - 23.09.2026

(23.09.2026, 15:16)TranceNation 2k14 schrieb:
(23.09.2026, 12:02)Barnie schrieb: Diese immer weiter steigenden, überzogenen Ansprüche des IOC sind ja gerade der Kern des Problems, warum viele Menschen die OS in Deutschland ablehnen.

Als ob irgendjmd, der in HH gegen Olympia stimmte oder den Ironman sabotierte, wüsste, wieviele Plätze das IOC für welche Anlage fordert. Dieser tlw abgehobene, tlw abgehängte Verdruss kommt vornehmlich von Unzufriedenheit und Negativität. Siehe dazu die Stimmen einiger Referendum Teilnehmer, oder sprich doch mal mit Leuten, die in andren Orten "Nein" gestimmt haben. Teilweise nicht auszudenken was für Gründe. Jedenfalls kein demokratischer Denkzettel an das IOC.

Also da wäre ich mir an deiner Stelle nicht so sicher. Man muss nicht wissen, "wie viele Plätze das IOC für welche Anlage fordert", um das grundsätzliche Problem der immer weiter steigenden Ansprüche des IOC verstehen zu können. "Abgehoben" ist der Gigantismus, nicht der Verdruss der Menschen, die sich dagegen aussprechen!

Im Übrigen habe ich ein Problem mit deinem Versuch, Olympiagegner pauschal als gewaltbereit zu verunglimpfen!

Und wer sagt Dir, dass ich nicht mit Teilnehmern gesprochen habe?! Wie sieht es denn mit Dir aus?! Hast Du denn mit diesen Menschen gesprochen oder hast Du diese Stimmen nur aus der Zeitung oder dem Internet?! Ich spüre vor allem deinen Verdruss und deine Negativität diesen Menschen gegenüber. Demokratische Akzeptanz und Verständnis sieht anders aus.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - TranceNation 2k14 - 23.09.2026

Ich habe nirgendwo Olympiagegner pauschal als gewaltbereit "verunglimpft", wo soll das passiert sein? Kennst du die Bedeutung des Wortes "oder"? Ja, ich habe mit Leuten aus anderen Bewerberstädten gesprochen, die "Nein" gestimmt haben. Ich finde es ansonsten relativ amüsant, wie du hier auf Demokratie und Akzeptanz pochst, aber auch nur deine Meinung akzeptierst.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Jonny - 23.09.2026

Berlin ist raus: https://www.sportschau.de/regional/rbb/rbb-berlin-will-olympia-bewerbung-zurueckziehen-100.html


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Barnie - 23.09.2026

(23.09.2026, 16:08)TranceNation 2k14 schrieb: Ich habe nirgendwo Olympiagegner pauschal als gewaltbereit "verunglimpft", wo soll das passiert sein? Kennst du die Bedeutung des Wortes "oder"? Ja, ich habe mit Leuten aus anderen Bewerberstädten gesprochen, die "Nein" gestimmt haben. Ich finde es ansonsten relativ amüsant, wie du hier auf Demokratie und Akzeptanz pochst, aber auch nur deine Meinung akzeptierst.

Also wenn Du schreibst, "irgendjmd, der in HH gegen Olympia stimmte oder den Ironman sabotierte", dann hast Du diesen Satz ganz bewusst so formuliert. Ansonsten hättest Du ja auch den Halbsatz nach dem 'oder' einfach weglassen können?! Hat an dieser Stelle und zu dem betreffenden Punkt sowieso nichts verloren.

Und wo hast Du bitte schön gelesen, dass ich deine Meinung nicht akzeptiere? Das tue ich. Finde ich sie "amüsant"?! Wohl eher nicht. So, und jetzt darfst Du gerne auch schreiben, dass Du meine Meinung akzeptierst.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - TranceNation 2k14 - 23.09.2026

Schön, dass du weißt was ich meine. Alle Elefanten sind Tiere, aber nicht jedes Tier ist ein Elefant.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Barnie - 23.09.2026

(23.09.2026, 16:32)TranceNation 2k14 schrieb: Schön, dass du weißt was ich meine. Alle Elefanten sind Tiere, aber nicht jedes Tier ist ein Elefant.

Habe ich mir doch gedacht, dass Du diesen Satz "dass Du meine Meinung akzeptierst" nicht über deine Lippen bekommst. Wer das nicht schafft, der sollte Anderen besser keine Vorträge über angeblich fehlende Akzeptanz halten.