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Offen ausgelebter Glaube - problematisch oder völlig normal? - Druckversion

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RE: [geteilt] Deutsche Jugendmeisterschaften U20/U16 - Bochum, 10.-12.07.2026 (Kemmine... - Barnie - 13.07.2026

(13.07.2026, 19:26)mariusfast schrieb:
(13.07.2026, 19:11)Barnie schrieb:
(13.07.2026, 17:57)Besiger schrieb:
(13.07.2026, 17:33)Sinafan schrieb:
(11.07.2026, 22:41)alex72 schrieb:
(11.07.2026, 21:55)Besiger schrieb: Kemminer lebt seinen Glauben auf der Bahn aus, finde ich ehrlich gesagt ähnlich befremdlich wie beim Fußballer Felix Nmecha.
Dass er sich für nicht mal eine Sekunde hinkniet?
Ojeh... soweit sind wir schon?

"Zum einen möchte ich dem Herrn Jesus Christus danken, dass er mir die Kraft gegeben hat, ein so tolles Rennen zu machen."

Auf dieses Geplärre kann ich gerne verzichten. Ja, Jesus nimmt sich extra Zeit für dich, weil du so ein toller gläubiger Mensch bist.  Angel

Und Emma Goretzka bezeichnet sich als child of god auf Insta mit einem Kreuz dahinter.  Confused

Das Problem ist nicht einmal der offen ausgetragene Glaube. Leider haben viele Freie Christen ein problematisches Menschenbild, das beispielsweise Homosexualität ablehnt.

Und, gibt es einen Beleg, dass das auf einen von beiden zutrifft? Wenn nein, bitte aufhören mit diesen Unterstellungen.
Ich habe es auch so verstanden, dass es schon irgendwo eine Grenze gibt, wo der Missionierungsauftrag zu sehr andere einschränkt. Ich denke in dem Beispiel sollte das noch in Ordnung sein. 

Du willst Belege für grds. kritische Dinge ihrer Religion finden, wie patriachale Strukturen etc., finden? Diese sind verschriftlicht. Wenn man das als größtes Buch darstellt, könnte erstmal derjenige, der dies tut, selbst kritisieren, was da nicht so toll daran ist? 

Und wir hatten ja das Beispiel mit der aufgeschnittenen Wassermelone. Da wurde ja von Reichtathletik auch gleich die Verbindung hergestellt zu Antisemetismus etc.. Obwohl Warneke m.E. für Menschenrechte und die Menschen dort einstehen möchte.

Nein, ich wollte keinen Beleg für "grds. kritische Dinge ihrer Religion", sondern ich wollte einen konkreten Beleg für die konstruierten Vorwürfe! Denn konstruiert sind sie, wenn es keine geben sollte?!
Dann wäre es besser, einfach Mal gar nichts mehr zu sagen. Oder sich zu entschuldigen?!


RE: Deutsche Jugendmeisterschaften U20/U16 - Bochum, 10.-12.07.2026 (Kemminer 10,14) - Barnie - 13.07.2026

(13.07.2026, 19:31)Atanvarno schrieb:
(13.07.2026, 19:11)Barnie schrieb: Und, gibt es einen Beleg, dass das auf einen von beiden zutrifft? Wenn nein, bitte aufhören mit diesen Unterstellungen.

Wir wissen das nicht, weil niemand die entsprechenden Fragen stellt. Wir hatten die Diskussion ja schon zu Mabry und auch Olyslagers - wenn jemand aus einem religiösen Umfeld kommt, in dem erwiesen problematische Einstellungen zu bspw Homosexualität gepflegt werden und seinen Glauben offensiv zur Schau stellt, dann wäre es journalistische Pflicht, Fragen zur Positionierung der betreffenden Personen zu diesen problematischen Einstellungen zu stellen.

Tut mir Leid, aber diesen allgemeinen Verweis halte ich für problematisch. Wir reden hier schließlich über Individuen.Muss jetzt jeder gläubige Christ vorab sich erklären, damit er nicht öffentlich vorverurteilt wird?! Nein, muss er nicht!
Und trifft diese Einordnung "religiöses Umfeld" überhaupt auf Kemminer und Goretzka zu?! Wenn nein, dann bitte auch nicht damit vermengen. Dankeschön.


RE: Offen ausgelebter Glaube - problematisch oder völlig normal? - TranceNation 2k14 - 13.07.2026

(13.07.2026, 19:31)Atanvarno schrieb:
(13.07.2026, 19:11)Barnie schrieb: Und, gibt es einen Beleg, dass das auf einen von beiden zutrifft? Wenn nein, bitte aufhören mit diesen Unterstellungen.

Wir wissen das nicht, weil niemand die entsprechenden Fragen stellt. Wir hatten die Diskussion ja schon zu Mabry und auch Olyslagers - wenn jemand aus einem religiösen Umfeld kommt, in dem erwiesen problematische Einstellungen zu bspw Homosexualität gepflegt werden und seinen Glauben offensiv zur Schau stellt, dann wäre es journalistische Pflicht, Fragen zur Positionierung der betreffenden Personen zu diesen problematischen Einstellungen zu stellen.


Dann kann der unfreiwillige Threadersteller ja direkt loslegen. Und dass Sinafan alles was von seinem Ideal abweicht zu unterlassen fordert, wissen alle Forumsteilnehmer, Wildgrubes und Keyserlingks, die seinen andernorts formulierten sexualisierenden Billshit trotzdem lesen müssen.


RE: Offen ausgelebter Glaube - problematisch oder völlig normal? - Notalp - 13.07.2026

Barnie bringt die Sache wieder einmal auf den Punkt. (Das Statement von TranceNation verstehe ich leider zu wenig, um es zu würdigen) Zur Bekräftigung noch einige Bemerkungen.

Ein Christ muss sich für problematische Aussagen über Homosexualität nur dann rechtfertigen, wenn er problematische Aussagen über Homosexualität macht. Dass er aus einem Umfeld kommt, in dem solche Aussagen gemacht werden, ist als Einwand unzulässig. 

Dass er sich auf ein Buch bezieht, dass er als Offenbarung Gottes versteht, reicht als Einwand übrigens ebenso wenig aus. Alle theologischen Exegeten beziehen sich in ihrer Auslegungspraxis oder historisch-kritischen Forschung darauf. Dabei ist es -nebenbei bemerkt- nicht irrelevant, zu betonen, dass sich die frühen Christen selbst gegen ein problematisches Menschenbild gewendet haben, so z.b. gegen eine Pädophilie, die sowohl in der griechischen, als auch in der römischen Welt geduldet war. Oder gegen eine Päderastie, bei der ältere Männer Macht über junge Männer oder Sklaven ausübten. Eine solche Praxis widerspricht im christlichen Sinn der Menschenwürde. 

Was nun den Missionierungsauftrag betrifft, so gehört dieser zum Universalismus sowohl des Christentums wie des Islam als Offenbarungsreligion. Wer diesen Religionen den Missionsauftrag bestreitet, bestreitet ihnen das grundlegende Selbstverständnis. Dass eine Missionierungspraxis höchst problematisch sein kann, gehört inzwischen zum Geschichtsbewusstsein des Christentums.


RE: Offen ausgelebter Glaube - problematisch oder völlig normal? - mariusfast - 14.07.2026

(13.07.2026, 22:29)Notalp schrieb: Barnie bringt die Sache wieder einmal auf den Punkt. (Das Statement von TranceNation verstehe ich leider zu wenig, um es zu würdigen) Zur Bekräftigung noch einige Bemerkungen.

Ein Christ muss sich für problematische Aussagen über Homosexualität nur dann rechtfertigen, wenn er problematische Aussagen über Homosexualität macht. Dass er aus einem Umfeld kommt, in dem solche Aussagen gemacht werden, ist als Einwand unzulässig. 

Dass er sich auf ein Buch bezieht, dass er als Offenbarung Gottes versteht, reicht als Einwand übrigens ebenso wenig aus. Alle theologischen Exegeten beziehen sich in ihrer Auslegungspraxis oder historisch-kritischen Forschung darauf. Dabei ist es -nebenbei bemerkt- nicht irrelevant, zu betonen, dass sich die frühen Christen selbst gegen ein problematisches Menschenbild gewendet haben, so z.b. gegen eine Pädophilie, die sowohl in der griechischen, als auch in der römischen Welt geduldet war. Oder gegen eine Päderastie, bei der ältere Männer Macht über junge Männer oder Sklaven ausübten. Eine solche Praxis widerspricht im christlichen Sinn der Menschenwürde. 

Was nun den Missionierungsauftrag betrifft, so gehört dieser zum Universalismus sowohl des Christentums wie des Islam als Offenbarungsreligion. Wer diesen Religionen den Missionsauftrag bestreitet, bestreitet ihnen das grundlegende Selbstverständnis. Dass eine Missionierungspraxis höchst problematisch sein kann, gehört inzwischen zum Geschichtsbewusstsein des Christentums.

Wenn eine Frau Moslem ist und ein Kopftuch trägt, dann ist es mir auch egal aus welchen persönlichen Gründen Sie das trägt oder ob Sie die Stelle im Koran gelesen hat oder nicht. Fakt ist, Sie macht es in der Öffentlichkeit in der Rolle als Moslem. Dann schau ich mir für die Begründung den Vers im Koran dazu an und höre mir an was die Imanen dazu sagen.


RE: Offen ausgelebter Glaube - problematisch oder völlig normal? - Notalp - 14.07.2026

Und nach welcher Bibelstelle fahndest Du, wenn der Kemminer dem Herrn Jesus dankt? Nach Paulus und seiner Auffassung über Homosexualität? Das wäre zwar ignorant, aber immerhin bequem. Man landet genau dort, wo man immer schon war!


RE: Offen ausgelebter Glaube - problematisch oder völlig normal? - OldSchoolRunner - 14.07.2026

(14.07.2026, 13:30)mariusfast schrieb:
(13.07.2026, 22:29)Notalp schrieb: Barnie bringt die Sache wieder einmal auf den Punkt. (Das Statement von TranceNation verstehe ich leider zu wenig, um es zu würdigen) Zur Bekräftigung noch einige Bemerkungen.

Ein Christ muss sich für problematische Aussagen über Homosexualität nur dann rechtfertigen, wenn er problematische Aussagen über Homosexualität macht. Dass er aus einem Umfeld kommt, in dem solche Aussagen gemacht werden, ist als Einwand unzulässig. 

Dass er sich auf ein Buch bezieht, dass er als Offenbarung Gottes versteht, reicht als Einwand übrigens ebenso wenig aus. Alle theologischen Exegeten beziehen sich in ihrer Auslegungspraxis oder historisch-kritischen Forschung darauf. Dabei ist es -nebenbei bemerkt- nicht irrelevant, zu betonen, dass sich die frühen Christen selbst gegen ein problematisches Menschenbild gewendet haben, so z.b. gegen eine Pädophilie, die sowohl in der griechischen, als auch in der römischen Welt geduldet war. Oder gegen eine Päderastie, bei der ältere Männer Macht über junge Männer oder Sklaven ausübten. Eine solche Praxis widerspricht im christlichen Sinn der Menschenwürde. 

Was nun den Missionierungsauftrag betrifft, so gehört dieser zum Universalismus sowohl des Christentums wie des Islam als Offenbarungsreligion. Wer diesen Religionen den Missionsauftrag bestreitet, bestreitet ihnen das grundlegende Selbstverständnis. Dass eine Missionierungspraxis höchst problematisch sein kann, gehört inzwischen zum Geschichtsbewusstsein des Christentums.

Wenn eine Frau Moslem ist und ein Kopftuch trägt, dann ist es mir auch egal aus welchen persönlichen Gründen Sie das trägt oder ob Sie die Stelle im Koran gelesen hat oder nicht. Fakt ist, Sie macht es in der Öffentlichkeit in der Rolle als Moslem. Dann schau ich mir für die Begründung den Vers im Koran dazu an und höre mir an was die Imanen dazu sagen.

@mariusfast: ich finde Deinen Kommentar auf den guten Beitrag von Notalp ziemlich sinnlos. Was willst Du eigentlich mit dem Beispiel mit dem Kopftuch sagen?

Ich selbst kann mit Religion(en) nicht so viel anfangen. Ich habe aber in meinem näheren Umfeld einige, bei denen das anders aussieht. Und darüber treffe ich mehrere Male im Jahr auch einen Pfarrer, sei es bei einem Kindergottesdienst, oder bei anderen Veranstaltungen. Der Pfarrer - wen wundert es - spricht über Gott (und die Welt). Würdest Du jetzt auch einem Pfarrer absprechen, dass er öffentlich von Gott sprechen soll und ihn "loben" soll? Und was ist jetzt das Problem, wenn Jakob Kemminer öffentlich dem Herrn Jesus dankt? 

Oder anders herum gefragt: welche Antworten würdest Du denn als "angemessen" akzeptieren, wenn Leute auf die Frage, was ihnen im Leben Halt gibt, sagen: (a) meine Familie (b) meine Freunde © ich brauche niemanden außer mich selbst (d) Gott.

Das vorausgeschickt möchte ich aber auch sagen, dass ich den Hintergrund einiger kritischer Kommentare hier verstehen kann, solange sie nicht so abwertend sind wie von sinafan. Ich halte es aber mit Notalp und Barnie, dass man hier nicht gleich mit Unterstellungen und Vermutungen anfangen sollte.


RE: Offen ausgelebter Glaube - problematisch oder völlig normal? - mark1967 - 14.07.2026

Es geht mir z.B. nicht darum, dass man religiös sein "soll". Das soll bitte jeder für sich selbst entscheiden. Was mich stört, ist, dass man anderen quasi etwas vorschreiben möchte. Und das gilt natürlich für beide Seiten. Wenn z.B. ein Kamminer jetzt sagen würde: "Hey, ihr solltet alle an Gott glauben, Homosexualität ist ein Verbrechen und Frauen sollten besser nur kochen", wäre ich der erste, der laut schreien würde. So etwas ist aber bisher bei allen drei genannten Personen nicht bekannt. Die verstärkte Bezugnahme auf Religion bei nicht wenigen jungen Menschen hat ja auch ihre gesellschaftlichen Gründe. Das müsste dann aber, wenn überhaupt, zusammen mit den Genannten diskutiert werden.


RE: Offen ausgelebter Glaube - problematisch oder völlig normal? - mariusfast - 14.07.2026

(14.07.2026, 15:22)Notalp schrieb: Und nach welcher Bibelstelle fahndest Du, wenn der Kemminer dem Herrn Jesus dankt? Nach Paulus und seiner Auffassung über Homosexualität? Das wäre zwar ignorant, aber immerhin bequem. Man landet genau dort, wo man immer schon war!
So weit braucht man bei diesem Thema gar nicht gehen. Es reicht schon Aussagen vom aktuellen Papst zu hören und aktuelle offizielle Haltung der Kirche zu sehen

Es geht mir einfach darum, dass eben nicht alles individuell interpretiert werden kann. Die Person, die "Christ ist", lebt dann eben nach Werten, die nichts damit zu tun haben, tut aber so als sei das "die Religion". 

Zurück zum Thema. Es geht doch einfach nur darum, dass man dann diese kritische Themen anspricht wie sein Standpunkt ist, wenn jemand für "Die  Religion" als Person in der Öffentlichkeit so Werbung macht.


RE: Offen ausgelebter Glaube - problematisch oder völlig normal? - Oliver - 14.07.2026

(14.07.2026, 21:47)mariusfast schrieb:
(14.07.2026, 15:22)Notalp schrieb: Und nach welcher Bibelstelle fahndest Du, wenn der Kemminer dem Herrn Jesus dankt? Nach Paulus und seiner Auffassung über Homosexualität? Das wäre zwar ignorant, aber immerhin bequem. Man landet genau dort, wo man immer schon war!
So weit braucht man bei diesem Thema gar nicht gehen. Es reicht schon Aussagen vom aktuellen Papst zu hören und aktuelle offizielle Haltung der Kirche zu sehen

Es geht mir einfach darum, dass eben nicht alles individuell interpretiert werden kann. Die Person, die "Christ ist", lebt dann eben nach Werten, die nichts damit zu tun haben, tut aber so als sei das "die Religion". 

Zurück zum Thema. Es geht doch einfach nur darum, dass man dann diese kritische Themen anspricht wie sein Standpunkt ist, wenn jemand für "Die  Religion" als Person in der Öffentlichkeit so Werbung macht.

Es gibt nicht die Kirche und der Papst hat zum Beispiel nichts mit der deutschen evangelischen Kirche zu tun, welche übrigens sehr liberal aufgestellt ist.

https://www.ekd.de/evangelische-kirche-liberale-haltung-homosexualitaet-73491.htm