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WRC - Qualitätssiegel oder leere Formalie? - Druckversion

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RE: WRC - Qualitätssiegel oder leere Formalie? - runner5000 - 11.05.2026

(11.05.2026, 13:25)S_J schrieb: Zur 2. Beobachtung: WRC Veranstaltungen müssen doch eigentlich frühzeitig angemeldet werden. Wie kann es dann dazu kommen, dass keine Aufsicht (mit Bronze Level +) entsandt wird? Ich finde, das sollte man an die Genehmigung knüpfen.

WRC-Veranstaltungen müssen 60 Tage vorher angemeldet werden.
Die Abfrage der Verbandsaufsichten erfolgt durch den DLV im März bis Anfang April, in diesem Jahr sogar zweigeteilt für VA bis Anfang Juni und danach. 
Je nachdem, wann die Veranstaltungen sind, ergeben sich daraus mehrere Probleme. Bei Veranstaltungen für den Mai ist die Abfrage und vor allem die Bekanntgabe der Aufsichten eigentlich schon zu spät, weil die entsprechenden Kampfrichter schon von den Veranstaltungen selbst eingeplant wurden, weil die ihre Abfragen früher gemacht haben.
Für die Veranstaltungen im Spätsommer kann es sein, dass diese zum Zeitpunkt der Abfrage noch gar nicht angemeldet waren und somit auch nicht berücksichtigt werden können. Da ist es dann deutlich schwieriger, jemanden zu finden, wenn das nicht über die zentrale Abfrage läuft.

Je nachdem, wo die Veranstaltung ist, ist die überhaupt theoretisch verfügbare Anzahl an WARB, WARS etc. schon ein Problem. In Westfalen ist das mit ca. 20 Leuten schon eine Luxussituation. Es gibt aber auch LV, die gar keine entsprechenden KaRis haben. Da müsste dann jemand aus anderen LV kommen, was auch mit deutlich erhöhten Reise- und eventuell sogar Übernachtungskosten einhergeht, die der Veranstalter dann zahlen muss. Deswegen wird der Radius eigentlich auf 300 km beschränkt.


RE: WRC - Qualitätssiegel oder leere Formalie? - S_J - 11.05.2026

Dass ein 60-tägiges Zeitfenster zwischen Anmeldung und Veranstaltung nicht mit ein bis zwei Abfragen pro Jahr adäquat abgedeckt werden kann, ist klar.

Aber ich finde es unverantwortlich, Veranstaltungen zu genehmigen, für die man nicht die entsprechenden Aufsichten stellen kann. Das sollte doch ein lösbares Problem sein...

Aus eigener Erfahrung kann ich ja auch sagen, dass Veranstalter, denen Qualität und nicht nur das Label wichtig ist, da auch frühzeitig dahinter sind.


RE: WRC - Qualitätssiegel oder leere Formalie? - Rostocker - 11.05.2026

Die WRC-Veranstaltungen werden doch von den Verantwortlichen bei den Landesverbänden genehmigt. Da macht der DLV nichts dazu. Wenn diese dann in der Liste auftauchen, kann auch eine Abfrage für die VA erfolgen. Also die genehmigende Stelle und die Stelle, die die Verbandsaufsichten organisiert, warten nicht aufeinander und arbeiten unabhängig die Anmeldungen ab.

Das ist nicht unverantwortlich, sondern spiegelt die aktuelle Struktur wieder. Wer jetzt für eine Einheitlichkeit plädiert, der verkennt die Workload, die dann aufkommt:
  • wenn der DLV alle WRC-Meetings genehmigen muss und nicht mehr die LV, dann fehlen dort Stellen, die auch nicht geschaffen werden können,
  • wenn der LV zusätzlich auch noch die Verbandsaufsichten organisieren soll, werden wohl einige ehrenamtlich Tätige sagen, dass sie das nicht leisten können und wollen.
Und in ich würde schätzen über 95 % der Meetings funktioniert ja alles. Wenn das Prozedere doch anders sein sollte, bitte ich um Richtigstellung.

I. d. R. ist es wirklich besser, wenn die Verbandsaufsicht aus einem anderen LV kommt. Dann kann man davon ausgehen, dass der Veranstalter sich mehr anstrengt und die Verbandsaufsicht unabhängiger agiert. Das klappt auch meist gut.

Zu der Vielzahl der Bronze-Level-Schiris im Bereich Nordrhein & Co. hat sich kari.hgw ja schon geäußert. Die Herangehensweise bei der Meldung für diese Qualifikation ist leider über die Landesverbände völlig uneinheitlich.


RE: WRC - Qualitätssiegel oder leere Formalie? - runner5000 - 11.05.2026

Also das ist so nicht richtig. Alle WRC-Veranstaltungen müssen national angemeldet werden, d.h. die Genehmigung läuft in Lanet über drei Stufen (Kreis, LV und DLV) + parallel die Genehmigung im Global Calender von WA.

Der DLV ist somit immer die letzte genehmigende Instanz, der LV muss vorher zustimmen.
Der DLV hat somit grundsätzlich Kenntnis von den Veranstaltungen ab dem Zeitpunkt, wo der Veranstalter sie in Lanet anlegt, auch wenn die vorherigen Stufen noch nicht zugestimmt haben. In der Verbandsaufsichtabfrage werden daher häufig auch VA mit abgefragt, die später wieder rausfallen, weil sie keine Genehmigung für den WRC-Status bekommen.


RE: WRC - Qualitätssiegel oder leere Formalie? - Rostocker - 12.05.2026

Und was ist mit den Landesverbänden, die nicht mit LAnet arbeiten? Also der Mehrzahl?


RE: WRC - Qualitätssiegel oder leere Formalie? - diwa - 16.05.2026

(12.05.2026, 08:14)Rostocker schrieb: Und was ist mit den Landesverbänden, die nicht mit LAnet arbeiten? Also der Mehrzahl?

Auch da läuft die Genehmigung über den DLV…
Das Verfahren ist auf Seiten des DLV ident…


RE: WRC - Qualitätssiegel oder leere Formalie? - diwa - 16.05.2026

(11.05.2026, 08:25)runner5000 schrieb:
(11.05.2026, 07:38)kari.hgw schrieb: Die Unterschiede in den LVs hängen ganz einfach mit der Dichte der Karis, obs nen Flächenland ist oder nicht und wie viel Bronzelevel der LV auch hat. Teilweise wird da von den LVs Hinz und Kunz gemeldet und andere LVs melden nur ihre besten SR.


Den Eindruck teile ich insgesamt total.

Meinst du, dass manche LV Hinz und Kunz zur Bronze-Prüfung schicken? Weil auf die konkrete Besetzung der Verbandsaufsichten haben die LV ja gar keinen Einfluss. So klang es bei diwa aber.
SO war das eher nicht gemeint - sondern allgemeiner.
Schon vor mehr als 25 Jahren gab es LV, denen die VA egal war und andere, die sehr dahinter her waren.
Und das macht sich noch heute in den Strukturen und dem vorhandenen Personal bemerkbar.