![]() |
|
Schmerzmittelmissbrauch - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Schmerzmittelmissbrauch (/showthread.php?tid=6498) |
RE: DM Marathon 2026 - Hannover, 12.04.2026 (Domenika Mayer 2:21:26) - Roy Schmidt - 15.04.2026 (15.04.2026, 13:52)Reichtathletik schrieb:Völlig richtig aber man sollte das ganze System überdenken anstatt nur irgendwas zu verbieten.(15.04.2026, 12:14)Roy Schmidt schrieb:(15.04.2026, 12:05)Reichtathletik schrieb:(15.04.2026, 11:40)Roy Schmidt schrieb: Schmerzmittel zu verbieten geht (leider) weit an der Realität vorbei. Übertrieben gesagt kommt man ohne Ibus nicht mal aus dem Bett. Auch in der Bundesliga sind permanent alle unter Schmerzmitteln und das ist sogar relativ öffentlich bekannt und trotzdem beschwert sich kaum einer darüber. RE: DM Marathon 2026 - Hannover, 12.04.2026 (Domenika Mayer 2:21:26) - Delta - 15.04.2026 (15.04.2026, 12:05)Reichtathletik schrieb:(15.04.2026, 11:40)Roy Schmidt schrieb: Schmerzmittel zu verbieten geht (leider) weit an der Realität vorbei. Übertrieben gesagt kommt man ohne Ibus nicht mal aus dem Bett. Ich z.b ertrage IBU überhaupt nicht und muss mich übergeben. Marathon damit zu laufen undenkbar. RE: DM Marathon 2026 - Hannover, 12.04.2026 (Domenika Mayer 2:21:26) - mariusfast - 15.04.2026 (15.04.2026, 11:36)Reichtathletik schrieb: Die beschriebenen Parameter sind die Basis für die Entscheidungsfindung ob Mittel auf die dopingliste gesetzt werden oder nicht. Worauf ich hinaus will ist dass es dabei dann vor allem auch um die Intention geht. Und wenn ich mir wie in manchen Fällen der Fall schilddrüsenmedikamente oder schmerzmittel rein Pfeffer um die eigentliche nebenwirkung zu nutzen um Leistung zu optimieren ist das was anderes als ob ich eine trainingsmethode nutze die von vorne herein dazu gedacht ist Leistung zu steigern. Ergo: höhentraining ist etwas anderes als epo Aber genau das mit der Intention ist ja das Problem. Siehe Radsport mit den ganzen Ausnahmegenehmigungen für Asthmaspray. Letztlich kann man das schwer kontrollieren. Und letztlich ist es ja auch egal, ob du Ibu weg. Schmerzen nimmst oder nur für den leistungssteigernden Effekt. Am Ende wirst du auch vermutlich über Grenzen und den natürlichen Schmerz hinweg gehen können. Gerade beim Marathon ja ein enormer Vorteil. Ein Paraathlet hat auch nicht die Intention einen Vorteil zu haben. Aber er hat es nun mal durch die Prothesen, bspw. beim Weitsprung. Deshalb darf er zurecht nicht starten. Edit: ich denke am Ende ist es ja auch das Thema. Wenn du so starkes Asthma hast, ist es dann überhaupt noch der richtige Job für dich? Die Einschränkung ist ein Teil von dir. Genauso wie andere Menschen nun mal einen Vorteil haben durch unterschiedliche körperliche Vorausseztungen. Leistungssport ist halt nicht fair. RE: DM Marathon 2026 - Hannover, 12.04.2026 (Domenika Mayer 2:21:26) - Reichtathletik - 15.04.2026 (15.04.2026, 17:02)mariusfast schrieb:(15.04.2026, 11:36)Reichtathletik schrieb: Die beschriebenen Parameter sind die Basis für die Entscheidungsfindung ob Mittel auf die dopingliste gesetzt werden oder nicht. Worauf ich hinaus will ist dass es dabei dann vor allem auch um die Intention geht. Und wenn ich mir wie in manchen Fällen der Fall schilddrüsenmedikamente oder schmerzmittel rein Pfeffer um die eigentliche nebenwirkung zu nutzen um Leistung zu optimieren ist das was anderes als ob ich eine trainingsmethode nutze die von vorne herein dazu gedacht ist Leistung zu steigern. Ergo: höhentraining ist etwas anderes als epo Ich will ja nicht direkt was verbieten. Ich gehe hier gerade eher moralisch ran und Stelle das mit der Intention an, um Trainer und Athleten zur Reflexion insbesondere mit Blick auf die Vorbildfunktion einzuladen. RE: DM Marathon 2026 - Hannover, 12.04.2026 (Domenika Mayer 2:21:26) - TranceNation 2k14 - 15.04.2026 (15.04.2026, 18:08)Reichtathletik schrieb: schilddrüsenmedikamente Die sind aber im Gegensatz zu Ibu verschreibungspflichtig, sodass der Verkehr damit ohne ärztliche Indikation (also Leistungssteigerung) per AMG verboten ist. Daher würde ich die beiden nicht über einen Kamm scheren. Der Einsatz von Ibu im von Roy geschilderten Maßstab ist sicher fragwürdig, aber kein Doping im klassischen Sinne, da du keine natürliche Grenze verschiebst. RE: DM Marathon 2026 - Hannover, 12.04.2026 (Domenika Mayer 2:21:26) - Reichtathletik - 15.04.2026 (15.04.2026, 21:34)TranceNation 2k14 schrieb:(15.04.2026, 18:08)Reichtathletik schrieb: schilddrüsenmedikamente Das ist korrekt. Vielleicht bin ich schon zu sehr alter weißer Mann, aber ich sehe in unverhältnismäßigen Schmerzmittel-Konsum bzw. dessen Verharmlosung eine Art Einstiegsdroge. Wenn Athleten und Trainer da nicht bereits Unbehagen bekommen, sind sie auch anfälliger zu sagen, "oh ich komme an ein Rezept (oder gehe im Ausland shoppen) usw... Ich bin bisweilen erschrocken, wie locker die Bereitschaft zu Asthma-Spray, IBU, Aspirin (ohne Schmerz) und anderen Medikamenten doch ist. PS: Vom Marathon haben wir uns inzwischen sehr gelöst, vielleicht sollten wir das abtrennen... [x] Done RE: Schmerzmittelmissbrauch - TranceNation 2k14 - 16.04.2026 Auch Asthma Spray ist verschreibungspflichtig und die b2 Agonisten von der WADA gelistet. Ich verstehe die Bedenken, aber ich würde hier eine existierende Grenze nicht wegwischen. Mit 2400 mg Ibu (fiktiver Wert) rennst du nicht schneller als vorher, aber bekommst ne Gastritis. Mit 75 mg Diclo rennst du auch nicht schneller, kannst aber (mit Hirn eingesetzt!) ein leichtes bis mittleres Trauma therapieren und damit Ausgleichsbewegungen und Fehlhaltungen verhindern. Der tägliche Einsatz ist natürlich ein Problem, so wie auch ASS als Ergänzungsmittel. Der Schlüssel liegt im Verantwortungsbewusstsein und der eigenen Integrität. Die Antidopingrichtlinien sind dafür da, andere vor dir zu schützen, zum Eigenschutz dienen AMG und AMVV. RE: Schmerzmittelmissbrauch - Reichtathletik - 16.04.2026 (16.04.2026, 06:58)TranceNation 2k14 schrieb: Auch Asthma Spray ist verschreibungspflichtig und die b2 Agonisten von der WADA gelistet. Ich verstehe die Bedenken, aber ich würde hier eine existierende Grenze nicht wegwischen. Mit 2400 mg Ibu (fiktiver Wert) rennst du nicht schneller als vorher, aber bekommst ne Gastritis. Mit 75 mg Diclo rennst du auch nicht schneller, kannst aber (mit Hirn eingesetzt!) ein leichtes bis mittleres Trauma therapieren und damit Ausgleichsbewegungen und Fehlhaltungen verhindern. Der tägliche Einsatz ist natürlich ein Problem, so wie auch ASS als Ergänzungsmittel. Der Schlüssel liegt im Verantwortungsbewusstsein und der eigenen Integrität. Die Antidopingrichtlinien sind dafür da, andere vor dir zu schützen, zum Eigenschutz dienen AMG und AMVV. Es geht aber auch um den Fremdschutz, wenn es um die Wirkung auf andere geht. Wenn du in einem Endlauf der einzige "ohne Asthma" bist oder in ganzen Trainingsgruppen Rezepte existieren, gibt es schon latenten Gruppendruck. Deshalb ist es schon wünschenswert, insgesamt den Medikamentengebrauch nicht zu verharmlosen. RE: Schmerzmittelmissbrauch - TranceNation 2k14 - 16.04.2026 Natürlich, aber entgegen einiger (nicht nur deiner) Aussagen ist das keine "Doping"-Problematik (die zB von der WADA/NADA zu regulieren wäre), sondern klassischer Medikamentenmissbrauch wie in Beruf oder Studium (MPH oder andere BtM, Koffein, etc.) Wenn zB in ganzen Trainingsgruppen pauschale Rezepte existieren, wäre das etwas, das sich durch Anzeige des verschreibenden Arztes bei der Landesärztekammer oder des "dealenden" Trainers bei der Polizei durchaus regulieren ließe. RE: Schmerzmittelmissbrauch - Reichtathletik - 16.04.2026 (16.04.2026, 07:51)TranceNation 2k14 schrieb: Natürlich, aber entgegen einiger (nicht nur deiner) Aussagen ist das keine "Doping"-Problematik (die zB von der WADA/NADA zu regulieren wäre), sondern klassischer Medikamentenmissbrauch wie in Beruf oder Studium (MPH oder andere BtM, Koffein, etc.) Wenn zB in ganzen Trainingsgruppen pauschale Rezepte existieren, wäre das etwas, das sich durch Anzeige des verschreibenden Arztes bei der Landesärztekammer oder des "dealenden" Trainers bei der Polizei durchaus regulieren ließe. Juristisch schwierig befürchte ich. Und ohne es genau zu wissen würde ich denken es gibt auch zu viele mit der Attitude "das gehört dazu, stellt euch nicht so an" die Seilschaften decken. |