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A-Trainerausbildung wesentlich verbessern - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: A-Trainerausbildung wesentlich verbessern (/showthread.php?tid=629) Seiten:
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RE: A-Trainerausbildung wesentlich verbessern - lor-olli - 23.10.2014 (23.10.2014, 11:36)Hellmuth K l i m m e r schrieb:(23.10.2014, 09:29)lor-olli schrieb: ………Deine Reaktion habe ich fast erwartet.… @H.Klimmer, Mein post sollte gar keinen Widerspruch zu Deiner Aussage darstellen, ich sehe das ja genauso wie Du, ich bezog mich viel mehr auf den Aspekt was und wie man ändern müsste, um eine Verbesserung bei der Verletzungsprophylaxe zu erreichen. In der akademischen Ausbildung ginge dies, mit den bisherigen Strukturen der nichtakademischen Ausbildung sehe ich da ehrlich gesagt kaum eine Chance. Der Trainer Job ist für die meisten definitv nicht in 40 Stunden erledigt und wie es angesichts der derzeitigen Situation mit der Motivation für eine umfangreiche Fortbildung aussieht, "traue" ich mich kaum einzuschätzen. Die Einwände kann ich mir aber lebhaft vorstellen… Sinnvoll wäre es sicherlich eine Liste der Verletzungen der Kaderathleten zu erstellen, um daraus mögliche Ursachen abzuleiten zu können (in einigen Fällen sicherlich kaum linear möglich, in anderen scheint der Zusammenhang - selbst ohne genauere Untersuchung - auffällig deutlich). Mir sind die datenschutzrechtlichen Probleme sehr wohl bewusst… dennoch ist es bedauerlich, wie z.B. im Zehnkampf soviele Athleten ihr Talent nicht richtig ausschöpfen können. RE: A-Trainerausbildung wesentlich verbessern - MZPTLK - 23.10.2014 Warum kooperiert der DLV nicht mehr mit den Unis und bastelt mit ihnen an Ausbildungs- und Qualifikations-Inhalten? Das ist sicherlich zum Nutzen beider: qualifizierte LA-Trainer befruchten die Uni-Sport(Lehrer)-Ausbildung(nicht nur in Sachen LA(auch z.B. in Trainingslehre)), die Uni-Dozenten liefern ihr Know-How(Medizin, Biomechanik, Trainingslehre, Psychologie, Pädagogik, usw.) Das könnten viele Unis zum erheblichen Teil aus dem sowieso laufenden Programm leisten, die LA-Trainer-Aspiranten bräuchten sich nur 'einzuklinken'. RE: A-Trainerausbildung wesentlich verbessern - Hellmuth K l i m m e r - 23.10.2014 (23.10.2014, 19:49)lor-olli schrieb: @H.Klimmer, Die "Verletzungsprophylaxe" - das hier s o viel diskutierte Problem. ![]() Ich sehe da nicht so sehr das Problem bei unqualifizierten Trainern oder nicht-akademisch ausgebildeten Kollegen, sonder vielmehr - bei ungeduldigen Sportverbänden, die schnell und immer steigende Leistungen sehen wollen; - beim Druck der Öffentlichkeit, der Medien, die zu schnell fragen, wenn es nicht stetig vorangeht; - und auch bei der Ungeduld der Sportler selbst, die nicht selten mal schnell den Trainer wechseln, weil es beim SC XYZ scheinbar besser vorangeht und lukrativer ist. Mein ehemaligen SC Chemie Halle wurde in den 60er ... 70er Jahren als Klub mit der Ideologie des "Zwischenjahres" kritisiert, weil sein Cheftrainer Lothar Hinz regelmäßig ein lockeres Jahr einplante. Das fand nicht den Beifall unseres leistungsorientierten DVfL. Aber in dem folgenden Jahr waren alle (Werfer [Milde, Lange,Hentschel-Otto, Hanisch, ... ]) um so besser.Ich bin der Meinung, Verletzungsvermeidung heißt auch, nicht jedes Jahr erhöhte Trainigsbelastung und Leistungsanforderungen. Oder glaubt jemand, dass A.Oerter vier Olympiaden (4-Jahreszeiträume) durchtrainiert hat? "In der Ruhe liegt die Kraft!", meinten immer meine Werferfreunde. ![]() H. Klimmer / sen. RE: A-Trainerausbildung wesentlich verbessern - Gertrud - 23.10.2014 Man muss als Trainer plus Schützling auch einfach mal den Vorgaben trotzen, in jedem Jahr hundert Prozent zu geben. Ich fand letztens einen Satz sehr schön, in dem es hieß, dass der Olivenbaum nur jedes zweite Jahr Früchte trägt und somit über hundert Jahre alt wird. Entschleunigung ist nicht gerade das Vorzeichen der jetzigen Zeit. Teilweise liegt die Verletzungshäufigkeit auch in einem gesteigerten Trainingsaufwand. Weniger ist eben manchmal mehr! Ich sehe aber auch Gründe für die körperlichen Abnutzungen in nicht adäquaten Übungen. Man kann so enorm viel falsch konzipieren. Ich habe mir gestern einen wissenschaftlichen Vortrag über Informationsübermittlung in Zellen angehört. Vielfach ist man den Dingen auf der Spur; aber oft tappt man noch völlig im Dunkeln. Wenn man völliges Licht ins Dunkel bringen könnte, könnte man vieles entschlüsseln. Uns interessiert ja, ab wann Übungen pathologisch werden. In der Hinsicht sind Übergänge oft noch gleitend und nicht immer direkt fassbar. Gertrud RE: A-Trainerausbildung wesentlich verbessern - dominikk85 - 24.10.2014 Ich finde es sollte sowieso mehr Verzahnung zwischen Sportwissenschaft und sportmedizin geben. viele Sportmediziner bei uns sind ja ein Witz, es gibt welche die wirklich klasse sind, aber eben auch welche die sich die zusatzbezeichnung erworben haben ohne wirklich groß Ahnung zu haben. umgekehrt haben viele Trainer eben kaum Ahnung von der medzin, da könnten beide seiten zu profitieren. Ich fände es daher auch wichtig angehende Mediziner unter Hochleistungssportlern wie linda stahl für die Sportmedizin zu gewinnen. zwingen kann man sie natürlich nicht, aber es wäre doch schade wenn sie diese 15 Jahre "zusatzausbildung" Leistungssport nicht einbringen würde. da sollte auch der DLV vielleicht lukrative angebote machen. eric heiden ist ja z.b auch ein hervorragender Sportmediziner geworden, da hilft ihm seine Erfahrung im Sport sicher. RE: A-Trainerausbildung wesentlich verbessern - Hellmuth K l i m m e r - 24.10.2014 (24.10.2014, 10:17)dominikk85 schrieb: ... viele Sportmediziner bei uns sind ja ein Witz, es gibt welche die wirklich klasse sind, aber eben auch welche die sich die zusatzbezeichnung erworben haben ohne wirklich groß Ahnung zu haben.S o pauschal über einen Berufsstand zu urteilen, ist anmaßend! Hier wird von einem Laien überheblich die Facharztausbildung beurteilt. Kann sein, dass dominikk85 schon mal schlechte Erfahrung/Behandlung erfahren hat. Aber jeder hat bei uns eine freie Arztauswahl. Meine Einschätzung zu diesem Beitrag: ![]() H. Klimmer / sen. RE: A-Trainerausbildung wesentlich verbessern - dominikk85 - 24.10.2014 (24.10.2014, 11:26)Hellmuth K l i m m e r schrieb:(24.10.2014, 10:17)dominikk85 schrieb: ... viele Sportmediziner bei uns sind ja ein Witz, es gibt welche die wirklich klasse sind, aber eben auch welche die sich die zusatzbezeichnung erworben haben ohne wirklich groß Ahnung zu haben.S o pauschal über einen Berufsstand zu urteilen, ist anmaßend! Ich habe halt schon mal schlechte Erfahrungen mit einem "Sportmediziner" gemacht, der nebenbei noch 3 andere Indikationen und relativ wenig Ahnung von der Materie hatte. der hatte Sportmediziner wirklich nur auf seinem Schild stehen und war eigentlich Allgemeinmediziner. Ich würde es gut finden wenn es wie in anderen Ländern einen Facharzt für Sportmedizin geben würde und nicht nur eine Weiterbildung und eine Zusatzbezeichnung. Ich will damit nicht sagen, dass die Mehrheit der Sportmediziner schlecht sind (ich habe ja nur Erfahrung mit 2-3), aber die Zusatzausbildung GARANTIERT eben nicht die gleiche Kompetenz wie eine Facharztausbildung. Vieles hängt eben dann vom einzelnen Arzt ab, während ein Facharzt seinen Titel garnicht bekommt ohne sehr gute Qualifikationen nachzuweisen. RE: A-Trainerausbildung wesentlich verbessern - MZPTLK - 24.10.2014 (23.10.2014, 21:24)Hellmuth K l i m m e r schrieb: Mein ehemaligen SC Chemie Halle wurde in den 60er ... 70er Jahren als Klub mit der Ideologie des "Zwischenjahres" kritisiert, weil sein Cheftrainer Lothar Hinz regelmäßig ein lockeres Jahr einplante. Das fand nicht den Beifall unseres leistungsorientierten DVfL.Zwischenjahre waren früher öfter angesagt und auch für Topleute eher machbar als heute, wo jedes Jahr Geld bringen kann/muss. Das internationale Wettkampfprogramm ist inzwischen dermassen pickepackevoll, dass man die Golden League nur gewinnen kann, wenn man auf diverse andere Top-Events oder sogar auf Meisterschaften weniger Wert legt und da entweder nicht oder nur mit Aufbauform startet. Bei den Werfern geht es vor allem um die orthopädische Regeneration, das ist meistens Gefühlssache, denn eine permanente prophylaktische Diagnostik auf höchstem Niveau ist flächendeckend wohl immer noch nicht gegeben, Es tut dabei nicht unbedingt not, ganze Jahre kurz zu treten. Es kann oft schon reichen, erst im Januar mit verschärftem Training zu beginnen und/oder die Saison schon Ende August zu beenden. Das Beispiel Al Oerter ist gut gewählt, auch wenn das andere Zeiten waren, s.o. Der Kerl hat sich 1979/80 mit 42(!!!) wieder aufgerafft und versucht, die Olympiaqualifikation gegen solche Leute wie Wilkins, Powell&Co.zu schaffen. Er ist dabei trotz (UM)-Bestleistung gescheitert. Hätte er es sein lassen(+ 2007 mit 71, nachdem er schon seit 2000 massive Herzprobleme hatte), könnte er sich höchstwahrscheinlich eines erbaulichen Lebensabends erfreuen wie sein Kontrahend Jay Silvester. RE: A-Trainerausbildung wesentlich verbessern - Atanvarno - 31.10.2014 Historisches zum Diskuswerfen wurde in diesen http://leichtathletikforum.com/showthread.php?tid=643 Thread ausgelagert. Hier konzentriert sich die Diskussion bitte auf die A-Trainerausbildung |