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AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests (/showthread.php?tid=600) |
RE: AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests - Hellmuth K l i m m e r - 25.09.2014 Apropos Ortung per Handy und Benachrichtigung des zu kontrollierenden Sportlers (kurz v o r einer D.kontrolle): Ein tatsächlich verbürgter Fall, noch aus den 90er Jahren, zeigt die Unsinnigkeit der derzeitigen Kontrollen: Ein Werfer der Weltklasse trickste die DLV-Kontrolleure s o aus: Er hatte zwei Handys. Das erste war dem DLV (die Rufnummer) bekannt; klingelte das, ging er 1 ... 2 Tage nicht ran - es hätte ein Anruf mit Aufforderung zur D.kontrolle sein können ... Das zweite (diese Rufnr.) kannten n u r alle Freunde, die verschwiegen waren ... ![]() H. Klimmer / sen. RE: AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests - runner24 - 25.09.2014 (25.09.2014, 08:53)longbottom schrieb: Ich finde es aus Sicht der Sportler zumindest fairer, als drei Monate vorher anzugeben, was man an dem Tag genau macht. Ich könnte das auch nicht. Ganz so schlimm ist es nicht, die Angaben können geändert werden. Alles andere würde ja auch nicht funktionieren. Man muss sich nur anschauen, wieviele sich kurzfristig für oder gegen einen Wettkampf entscheiden oder sich leider verletzen. Ein Robert Harting hatte vor 2 Monaten seinen Krankenhausaufenthalt sicher nicht im System. RE: AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests - runner24 - 25.09.2014 (25.09.2014, 17:33)Hellmuth K l i m m e r schrieb: Ein tatsächlich verbürgter Fall, noch aus den 90er Jahren, zeigt die Unsinnigkeit der derzeitigen Kontrollen: Das würde heute aber nicht mehr funktionieren. 2 Tage nicht erreichtbar bedeutet verpasste Dopinkontrolle. Was leider nicht öffentlich kommuniziert wird, ist das Auswahlverfahren der Athleten. Denn solche Kandidaten müssten meiner Meinung nach dann häufiger kontrolliert werden. RE: AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests - Hellmuth K l i m m e r - 25.09.2014 (25.09.2014, 17:44)runner24 schrieb: Das würde heute aber nicht mehr funktionieren. 2 Tage nicht erreichbar, bedeutet verpasste Dopinkontrolle......, die dann nur mit einer Verwarnung "bestraft" wird. ![]() Entscheidend für den (Anabolika-)Doper ist doch, in den wichtigen vorbereitenden Trainingsperioden nicht erwischt zu werden. Wer das 2 ... 3 Mal schafft, ist "bestens vorbereitet" für die Saison. Und da Anabolika und Epo, niedrig dosiert, schon fast über Nacht nicht mehr nachweisbar sind, kommen viele (bei 3 ... 4 Kontrollen/Jahr in D, vom DLV in Gang gesetzt ) fast immer "negativ" - also positiv für sie - davon.H. Klimmer / sen. RE: AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests - Robb - 26.09.2014 (25.09.2014, 21:25)Hellmuth K l i m m e r schrieb: FQ Woher hast du deine Infos bezüglich Anzahl der Dopingkontrollen in Deutschland? Nadine Müller hat ihre Tests auf ihrer Webpage dokumentiert, 2012 waren es neun Trainings- und vier Wettkampfkontrollen von NADA, WADA und IAAF, 2013 immerhin noch insgesamt elf Kontrollen. Ich wüßte keinen Grund, warum sie öfters kontrolliert werden sollte, als andere deutsche Athleten, woher also kommen deine 3-4 Kontrollen im Jahr und wie kommst du darauf, dass der DLV die Tests in "Gang setzt" ? Manchmal gehst du schon sehr phantasievoll mit Fakten um. RE: AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests - Gertrud - 26.09.2014 Auffällig bei den Kontrollen bei Nadine Müller ist, dass in einigen Haupttrainingsphasen: kompletter Oktober und ab Mitte November 1.5-2 Monate am Stück jeweils keine Kontrollen erfolgt sind. Das soll jetzt keine Unterstellung sein. Es fällt mir nur auf - oder haben da die Dopinggremien Urlaubszeit? ![]() Gertrud RE: AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests - lor-olli - 26.09.2014 Es sieht doch letztlich so aus, dass ein sauberer Athlet ruhig zu jeder Zeit kontrolliert werden könnte, ein Doper aber nur, grob geschätzt, an 330-350 Tagen im Jahr… (Nachweisgenauig- und empfindlichkeit variiert deutlich) Interpoliere ich nun die Zahl der zu überprüfenden Kaderathleten (nicht nur Leichtathleten!), die Zahl der Ermittler und die möglichen Aufenthaltsorte, kommt eine Wahrscheinlichkeit einen Athleten zu erwischen nur knapp über Null heraus (DAS wissen wir nicht erst seit D.Chambers). Als erste Maßnahme würde ich eine verschärfte Bewährungskontrolle für bereits ertappte Atleten vorschlagen. Ständig überprüfte Aufenthaltskontrolle (einfache Kontrollanrufe z.B.), verschärfte, bzw. deutlich häufigere unangemeldete Kontrollen, auch gezielt mit unregelmäßigen Intervallen (z.B. warum nicht mal eine Woche lang täglich?). Die Vorstellung, wie zuletzt in Zürich im Sprint, "ganze Apothekenreihen" gegeneinander antreten zu lassen, finde ich unwürdig. Machen wir uns nichts vor, Doping wird man nicht in den Griff bekommen, es sei denn man interniert die Athleten… Die Unschuldsvermutung hat zu gelten, bei ertappten Athleten wäre eine eingeschränkte Unschuldsvermutung aber sicher konsequent. (Manche Arbeitgeber verlangen von ihren Angestellten regelmäßige Drogentests!) Alles woran man letztlich arbeiten könnte, wäre die Effizienz der Kontrollen zu erhöhen (z.B. von Athleten verbindliche Startangaben im voraus verlangen, um die Zeitpunkte der Kontrollen für mögliche Doper, statistisch "ungünstig" zu legen. Auch müsste die Fahndungs-Forschung deutlich gestärkt werden, allein um den Verunsicherungsfaktor bei den Betrügern zu erhöhen.) RE: AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests - Hellmuth K l i m m e r - 26.09.2014 (26.09.2014, 01:32)Robb schrieb: Woher hast du deine Infos bezüglich Anzahl der Dopingkontrollen in Deutschland? Nadine Müller hat ihre Tests auf ihrer Webpage dokumentiert, [...]Wie mir ein Leipziger Kontrolleur andeutete, werden sehr wohl die zu kontrollierenden Athleten (z. B. beim Halleschen Werfertag) auch vom DLV bestimmt - es ist niemals eine Zufallsauswahl. ![]() Und Nadin ist erfreulich "transparent" (als Einzige bisher?) hinsichtlich ihrer D.kontrollen. ![]() H. Klimmer / sen. RE: AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests - Javeling - 26.09.2014 Zitat:@ lor-olli ........Als erste Maßnahme würde ich eine verschärfte Bewährungskontrolle für bereits ertappte Atleten vorschlagen. Ständig überprüfte Aufenthaltskontrolle (einfache Kontrollanrufe z.B.), verschärfte, bzw. deutlich häufigere unangemeldete Kontrollen, auch gezielt mit unregelmäßigen Intervallen (z.B. warum nicht mal eine Woche lang täglich?).Meine Güte, wie lange wurde schon darüber diskutiert. Eigentlich ist schon alles gesagt worden. Das Ergebnis ? Dem Vorschlag von lor-olli stimme ich zu. Zusätzlicher Vorschlag von mir : Telefonische (oder per Handy oder eMail oder SMS) Ankündigung einer Kontrolle, aber den Termin nicht wahrnehmen. Und das auch in Intervallen. Leute, was meint ihr, was das für eine Verunsicherung bei potentiellen Dopern erzeugt. ![]() Heinz Engels, Mainz RE: AntiDoping: GPS-Ortung von Athleten für Dopingtests - Gertrud - 27.09.2014 Wenn die Vorstellungen von Jonas Plass verwirklicht werden können, wäre das ein Meilenstein in den Dopingkontrollen auch zur persönlichen Freiheit von Athleten. Ich halte es auch für gut, dass man Athleten jetzt bei der Suche nach der besten Lösung einbindet und nicht einfach über deren Köpfe hinweg bestimmt. Gertrud |