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Leistungssport und Berufsausbildung vereinbaren - geht das? - Druckversion

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+--- Thema: Leistungssport und Berufsausbildung vereinbaren - geht das? (/showthread.php?tid=556)

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RE: Leistungsentwicklung Gesa Krause - Delta - 28.08.2014

(26.08.2014, 08:22)Astra schrieb:
(26.08.2014, 06:48)Pretender schrieb: Was Krause angeht: Irre ich mich, oder hat einer der Kommentatoren bei der EM gesagt, dass sie ihr Studium aufgegeben hat, weil das in ihrem Falle für sie beides zusammen nicht funktionierte? Vielleicht sind die Leistungen daher zu erklären. Diese Saison schaute es doch besser aus als letzte Saison (von der SB-Zeit her)?
Das hat sie doch schon im letzten Jahr (oder im Winter)gemacht. Sie parkt doch auch bei der Bundeswehr.
Die Bundeswehr ist eine Einbahnstrasse ohne Perspektive. Wer diesen Weg geht - verliert viel Potential für seine Karriere. Der Weg den Nadine Hildebrandt geht ist der richtige Pfad.


RE: Leistungsentwicklung Gesa Krause - Sebastian - 28.08.2014

(28.08.2014, 09:15)Delta schrieb: Die Bundeswehr ist eine Einbahnstrasse ohne Perspektive. Wer diesen Weg geht - verliert viel Potential für seine Karriere. Der Weg den Nadine Hildebrandt geht ist der richtige Pfad.
Was macht denn Nadine Hildebrand? Muss ich irgendwie verpasst haben


RE: Leistungsentwicklung Gesa Krause - Pretender - 28.08.2014

(28.08.2014, 10:12)Sebastian schrieb: Was macht denn Nadine Hildebrand? Muss ich irgendwie verpasst haben

Sie hat Jura studiert und ist Rechtsanwältin...

http://www.sueddeutsche.de/sport/nadine-hildebrand-bei-der-hallen-wm-morgens-gerichtssaal-abends-huerden-1.1906780


RE: Leistungsentwicklung Gesa Krause - Sebastian - 28.08.2014

Achja, Mist, war mir entfallen :-(
Danke für die Antwort


RE: Leistungsentwicklung Gesa Krause - Gertrud - 28.08.2014

Im Grunde kann jede/r sein Leben so gestalten, wie er es möchte. Man kommt auch mit der Mindestversorgung im Alter klar. Man sollte die jungen Athletinnen nur beraten, weil sie manchmal eher blauäugig sind. Im Prinzip kommt man auch im Alter mit einem Zimmer und vielen Dingen aus der Natur klar. Glück ist vielgestaltig.

Wenn man mit einer Sportkarriere auch innerlich zufrieden und ausgelastet ist und nur voll auf die sportliche Karriere setzt, geht das in Ordnung. Nur bestehen erhebliche Unterschiede in pekuniärer Hinsicht zwischen Fußball, Tennis und Leichtathletik. Ich habe mich als Trainerin immer verpflichtet gefühlt, sehr gezielt darauf hinzuweisen. Mir ist es auch immer um die geistige Entwicklung gegangen. Seine Berufsausbildung oder Universitätslaufbahn um ein oder zwei Jahre zu strecken, halte ich nicht für abwegig. Ansonsten würde ich mit der Athletin immer ein Zeitmanagement besprechen.  

Es geht bei der Bundeswehr nicht nur um Renteneinzahlungen, es geht auch um Anschlussberufe.

Gertrud


RE: Leistungssport und Berufsausbildung vereinbaren - geht das? - Atanvarno - 28.08.2014

Ein paar Aspekte zu diesem Thema wurden auch hier
"Staatsamateure - Rettung der Leichtathletik"
schon mal diskutiert.


RE: Leistungssport und Berufsausbildung vereinbaren - geht das? - Atanvarno - 28.08.2014

(28.08.2014, 09:00)DerC schrieb: Wer ein so großes Sicherheitsbedürfnis hat, dass ihm eine Studiumabschluss mit über 30 oder ein paar Jahre ohne große Beiträge zur RV schrecken, hat im Leistungsspoirt in den meisten Fällen nichts verloren. Das ist eben kein Job wie jeder andere.
Klar, wir haben alle mal davon geträumt, ein paar Jahre den Quentin Cassidy zu geben.
Und vor 20 Jahren hätte ich die Aussagen zu RV und verspätetem Studienabschluss noch genau so unterschrieben.
Aber in der heutigen Berufswelt? Dann muss man wirklich, so wie Gertrud schreibt, bereit sein im Alter mit etwas weniger von allem auszukommen und damit glücklich sein.


RE: Leistungssport und Berufsausbildung vereinbaren - geht das? - beity - 29.08.2014

Mittlerweile ist es so, das Personaler nicht mehr in erster Linie auf einen lückenlosen Ausbildungs-und Berufsweg achten.
Es wird nun eher akzeptiert, vereinzelt auch honoriert, wenn sich jemand mal ein Sabbathjahr genommen hat, im Studium Urlaubssemester einlegte, Erfahrungen außerhalb der "normalen" Schiene sammelte, Elternzeit.....etc.
Ich bin mir sehr sicher, das beispielsweise (annähernd gleiche Leistung vorausgesetzt) der "normale" Architekt mit 28 Jahren nicht bessere Chancen zur Einstellung hat als der ehemalige Leistungssportler mit 32 Jahren, der aber 2 EM  und eine OS Teilnahme vorweisen kann.
Mit dem (ehemaligen) Leistungssportler habe ich jemanden, der wahrscheinlich gelernt hat, sich gegen Widerstände durchzusetzen, hoch belastbar zu sein, sich focusieren zu können, diszipliniert zu sein.
Ausnahmen, die im späteren Leben keinen "Fuß auf die Erde bekommen haben" sind zuvorderst zu finden in Sportarten, wo schon früh und viel Geld verdient worden worden ist. Da fallen mir zuerst einige im Fussball und Tennis ein.
Klar ist, das eine Berufsausbildung schon sein muss, aber Verzögerungen aufgrund des Hochleistungstrainings zu tolerieren sind.
Es gibt einige, die anscheinend ohne große Verzögerung diese duale Ausbildung hinbekommen. Die sind allerdings sehr strukturiert und haben, zumindest die ich persönlich kenne, außergewöhnliche intellektuelle Fähigkeiten (Wessinghage).
Das kann und darf man aber nicht als Standard voraussetzen.


RE: Leistungssport und Berufsausbildung vereinbaren - geht das? - Sebastian - 29.08.2014

Es ist halt einfach schwer...
Irgendwo ist es ja fast zynisch, von Leistungssportlern zu erwarten, mal "eben" die Berufsausbildung und Zukunftsperspektive schleifen zu lassen oder eben auf Eis zu legen.

Natürlich können nicht alle an die Uni, aber wäre es zumindest nicht eine Option, a) die Sporthilfe (deutlich) aufzustocken und die dann b) mal mindestens eine Olympiade, also 4 Jahre, zu garantieren?

Man müsste halt vorher gut sichten und gezielt junge Athletinnen und Athleten mit Entwicklungspotential ausgucken, die dann zumindest mal für 4 Jahre (und bei entsprechender Entwicklung logischerweise nochmal 4 usw..) abgesichert wären und sich auf den Sport konzentrieren könnten.

Oder irgendjemand hypnotisiert einen Multimillionär, der dann sein komplettes Vermögen in die "Stiftung Deutsche Leichtathletik" einbringt, das wird wohl leider ein realistischeres Szenario sein :-)


RE: Leistungssport und Berufsausbildung vereinbaren - geht das? - Paragraf - 08.09.2014

Hallo,
passt nicht ganz genau hier hinein, aber fast:

Weiß jemand, ob und welche Berufsausbildung o.ä. Sabrina Mockenhaupt hat?
Im heutigen Interview auf Leichtathleitk.de antwortet sie auf die Frage
"Gibt es inzwischen trotzdem Gedanken ans Aufhören?"
mit
"Ehrlich gesagt: Ich wüsste derzeit nicht, was ich sonst machen sollte."
Klingt für das Alter von fast 34 nicht nach fundierten Zukunftsplänen ... .