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Meldegebühren für Deutsche Meisterschaften 2023 - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Meldegebühren für Deutsche Meisterschaften 2023 (/showthread.php?tid=5222) Seiten:
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RE: Meldegebühren für Deutsche Meisterschaften 2023 - Athletix - 29.03.2023 M. E. geht der Meinungsaustausch in Richtung einer Diskussion über die Startpassgebühren von 5 € in die völlig falsche Richtung. Davon fließt nämlich nichts in die Finanzierung von Deutschen Meisterschaften ein. Insofern erübrigt sich auch jede Überlegung, ob leistungsschwächere Sportler/innen damit die DM-Teilnehmer/innen von leistungsstärkeren Sportler/innen finanzieren. Die Startpassgebühren sind Gebühren, die der LV für die Führung der Startpassdatei erhebt. Physische Startpässe gibt es zumindest in meinem Verband schon lange nicht mehr. Letztlich ist es auch der LV, der die Startpassberechtigung auch im Hinblick auf die Startberechtigung für eine DM prüft und nachhält. Eine Jahresgebühr von 5 € für diese Tätigkeiten zu erheben ist durchaus nachvollziehbar. Da stellt sich doch eher die Frage, warum für einen einzigen DM-Start die fünffache Höhe einer solchen Jahresgebühr erhoben wird. Die Frage stelle ich neben der Höhe an sich und der großen Erhöhung innerhalb weniger Jahre auch vor einem anderen Hintergrund. Mir ist ein Fall aus einer Nachbarstadt bekannt, in der vor einigen Jahren eine DM ausgerichtet wurde. Den Großteil der Orga-Kosten hatte dabei der ausrichtende Verein selbst zu tragen. Wenn man sich den anspruchsvollen Kriterienkatalog ansieht, die der DLV an die Ausrichter von DM-Veranstaltungen stellt, fällt da schon einiges an. Das ging sogar soweit, dass der Verein auch die Kosten der Siegermedaillen zu tragen hatte und aus der Veranstaltung mit einem fünfstelligen Minusbetrag herausging. Das ist selbst für einen großen Verein, um den es in diesem Fall ging, eine nicht ganz zu vernachlässige Größenordnung. Für Vereine mittlerer Größe ist die Ausrichtung einer DM in finanzieller Hinsicht aber schon ein großes Risiko. Wenn der DLV die örtlichen Ausrichter durch die Startgebühren inzwischen wirklich entlastet, würde die Höhe der Startgebühren für mich wenigstens ein bischen verständlich werden - allein mir fehlt der Glaube daran. RE: Meldegebühren für Deutsche Meisterschaften 2023 - diwa - 29.03.2023 (29.03.2023, 12:51)Athletix schrieb: M. E. geht der Meinungsaustausch in Richtung einer Diskussion über die Startpassgebühren von 5 € in die völlig falsche Richtung. Davon fließt nämlich nichts in die Finanzierung von Deutschen Meisterschaften ein. Ich hatte delta so verstanden, als WOLLE er die Startpassgebühren um 5 Euro erhöhen und dieses Geld an den DLV überweisen, um für kostenlose Meldungen bei DM zu sorgen: > Wenn der DLV jede Lizenz mit 5Euro belastet müsste er für die DM überhaupt keine Gebühren beantragen. (29.03.2023, 12:51)Athletix schrieb: Insofern erübrigt sich auch jede Überlegung, ob leistungsschwächere Sportler/innen damit die DM-Teilnehmer/innen von leistungsstärkeren Sportler/innen finanzieren. Aktuell ist dem natürlich so - als Folge aus deltas Vorschlag wäre dem aber so... (29.03.2023, 12:51)Athletix schrieb: Die Startpassgebühren sind Gebühren, die der LV für die Führung der Startpassdatei erhebt. Physische Startpässe gibt es zumindest in meinem Verband schon lange nicht mehr. Letztlich ist es auch der LV, der die Startpassberechtigung auch im Hinblick auf die Startberechtigung für eine DM prüft und nachhält. Eine Jahresgebühr von 5 € für diese Tätigkeiten zu erheben ist durchaus nachvollziehbar. Und im internationalen Vergleich ist das auch noch günstig. In der Schweiz z.B. sind die jährlichen Lizenzgebühren (wie auch die Meldegelder) deutlich höher - und zwar nicht nur um den Prozentteil, den das Leben dort sowie teurer ist als in Deutschland. Davon abgesehen gibt es auch Sportverbände, die nicht nur für jeden Pass eine Jahresgebühr erheben sondern auch noch für jedes gemeldete (d.h. der Sportart zugeordnete Mitglied). (29.03.2023, 12:23)Sprunggott schrieb: Ich würde auch lieber Startpassgebühren sehen - aber diese gestaffelt belegen, um eine Finanzierung zu decken. Und Veranstalter von "Schülerwettkämpfen" (also U16 und jünger) schauen in die Röhre, d.h. sie bleiben auf den Kosten für Kampfrichter etc sitzen? Das funktioniert nicht. RE: Meldegebühren für Deutsche Meisterschaften 2023 - krebsan - 30.03.2023 Ich weiss nicht, wie es in Deutschland ist. Aber in der Schweiz gibt es Meisterschaften, die eher in Kampfwahl vergeben werden, und andere, für die häufig auf Anhieb kein Organisator gefunden werden kann. Dazu gehören insbesondere die Mehrkampfmeisterschaften, die aufwändig sind, aber bei denen kaum Geld zu verdienen ist. Grundsätzlich kosten aufwändige grosse Meisterschaften viel Geld (ausser man macht irgendwo Abstriche). Und vermutlich kommt man nicht darum herum, das Geld auch und vor allem bei den Startenden hereinzuholen. Ausser man hat plötzlich (wieder) so grosses Publikumsinteresse, dass Zuschauer und Sponsoren für grosse Einnahmen sorgen. Bleibt noch die Frage, ob der Wettkampf direkt über Startgelder oder indirekt über Verbandsabgaben jeder Art bezahlt werden sollen. Oder beides. Und der Hinweis ist doch auch richtig: Die organisierenden Vereine sollten sicher nicht drauflegen, sondern mit Anlässen etwas verdienen können. RE: Meldegebühren für Deutsche Meisterschaften 2023 - Bachmann1980 - 30.03.2023 Deutsche Meisterschaften über Verbandsabgaben zu bezahlen würde ich fast als skandalös bezeichnen. Es soll also der wenig vorhandene Nachwuchs im Dorfverein über eine solche Abgabe quasi Vereine wie Leverkusen, München etc. subventionieren? Da werde dann Kosten gespart während der Nachwuchs dann höhere Mitgliedsbeiträge bezahlen muß. Das fördert bestimmt die Zahl der nachkommenden Leichtathleten. Viel eher würde ich mal die Frage in den Raum stellen wollen wie viele Bundestrainer es wirklich braucht und welche Aufgaben sie übernehmen sollen. Ist es wirklich notwendig jedes Mal so und so viele Funktionäre zu Int. Meisterschaften mitzunehmen? Wie ist das mit den Kosten der VIP-Bereiche bei Deutschen Meisterschaften? Trägt das der Veranstalter? Wie ist das mit den Vorgaben für die Ausrichtung von Deutschen Meisterschaften? Wird da zum Teil über das Ziel hinausgeschossen? Die Basis sollte nicht die Spitze finanzieren. Aufgabe des DLV wäre es, meiner Meinung nach, so viele Mittel reinzuholen das in der Fläche breiter unterstützt werden kann. Das wären die Fragen die ich mir viel eher stellen würde. |