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Sollten Normleistungen aus Weinheim, Langensalza, Halle nicht mehr anerkannt werden? - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Archiv (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=18) +--- Forum: Großereignisse (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=19) +---- Forum: EM 2014 Zürich (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=17) +---- Thema: Sollten Normleistungen aus Weinheim, Langensalza, Halle nicht mehr anerkannt werden? (/showthread.php?tid=520) |
RE: EM Zürich - Tag 5 (16.08) - Robb - 16.08.2014 (16.08.2014, 19:50)Delta schrieb: Ich will keinesfalls dass das Meeting nicht mehr stattfindet. Aber ich möchte, dass die A-Kader Athleten dieses Meeting nicht als Qualifikationsmeeting benutzen können. Prinzipiell ist die LA gemäss IAAF Stadionleichtathletik.Bei der EM 2016 in Amsterdam wird das Kugelstossen in der Innenstadt ausgetragen, soviel zu "Stadionleichtathletik", der europäische Werfercup im März ist auch eine offizielle EAA-Veranstaltung und findet meist auf Segelwiesen statt. RE: EM Zürich - Tag 5 (16.08) - Delta - 16.08.2014 (16.08.2014, 20:01)Robb schrieb:Der Winter Werfer Cup ist gemäss EAA Rule 1009.1 eindeutig Stadionleichtathletik. Kugelstossen in der Innenstadt ist OK da es hier primär nur um den Wurfkreis ohne Podium geht. Ob dies in der Innenstadt oder in Zürich im Bahnhof stattfindet macht keinen wesentlichen Unterschied. Was nicht geht ist die Variante der USA Meisterschaften aus meiner Sicht.(16.08.2014, 19:50)Delta schrieb: Ich will keinesfalls dass das Meeting nicht mehr stattfindet. Aber ich möchte, dass die A-Kader Athleten dieses Meeting nicht als Qualifikationsmeeting benutzen können. Prinzipiell ist die LA gemäss IAAF Stadionleichtathletik.Bei der EM 2016 in Amsterdam wird das Kugelstossen in der Innenstadt ausgetragen, soviel zu "Stadionleichtathletik", der europäische Werfercup im März ist auch eine offizielle EAA-Veranstaltung und findet meist auf Segelwiesen statt. RE: EM Zürich - Tag 5 (16.08) - Delta - 16.08.2014 (16.08.2014, 19:17)Robb schrieb:Cheboksary, Kazan, Luzhniki und Zhukovsky haben eine IAAF Class 2 Zertifizierung.(16.08.2014, 18:46)Delta schrieb: Der DLV sollte jetzt hingehen und klar für alle Topathlethen Weinheim, Langensalza sowie Halle von der Liste der Meetings streichen die für Qualifikationen gelten sollen.Und die Russen sollten Resultate aus Cheboksary nicht mehr anerkennen, die Amis Leistungen aus Eugene und Des Moines, von Clermont gar nicht zu sprechen. Mannheim Ulm, Nürnberg haben wiederholt DM ausgetragen und sollten schon aus diesem Grunde zertifiziert werden. In Braunschweig und Erfurt z.B ging es ja auch mit einer Class 2 Zertifizierung. In der Türkei wird faktisch jedes Stadion beim Bau gleich mitzertifiziert. Ohne Zertifikat wird der DLV nicht einmal eine U23/U18 EM in den obigen 3 Stadien abhalten können. Der Aufwand für die Zertifizierung ist minimal. In Ulm müsste z.B der Weitsprung verlängert werden. Nur dann wenn keine Drainage vorhanden ist sollte man es belassen. RE: EM Zürich - Tag 5 (16.08) - krzom - 16.08.2014 (16.08.2014, 20:54)Delta schrieb: In der Türkei wird faktisch jedes Stadion beim Bau gleich mitzertifiziert. Ahja, und in China fällt ein Sack Reis um. Was hilft ein zertifiziertes Stadion, wenn die Athleten bei den komplizierten Großereignissen nicht zurechtkommen. Ich halte es auch für eine Ausrede, zumindest auf der Laufbahn. Die superharte Züricher Bahn ist sicher nicht schlechter als die nur weniger harte in Mannheim. Bei den Segelwiesen und Sprungschanzen kann man vielleicht noch diskutieren... RE: EM Zürich - Tag 5 (16.08) - dominikk85 - 16.08.2014 (16.08.2014, 21:20)krzom schrieb:(16.08.2014, 20:54)Delta schrieb: In der Türkei wird faktisch jedes Stadion beim Bau gleich mitzertifiziert. Ich glaube auch nicht, dass es die bahnen oder die windmessung ist, sondern eher das ganze drumherum und der stress internationaler meisterschaften ist. RE: EM Zürich - Tag 5 (16.08) - Delta - 16.08.2014 (16.08.2014, 22:19)dominikk85 schrieb: Ich glaube auch nicht, dass es die bahnen oder die windmessung ist, sondern eher das ganze drumherum und der stress internationaler meisterschaften ist.Wir haben schon gesehen, dass Startrichter deutlich häufiger eingegriffen haben als an einem "Meeting ob das in Luzern oder Mannheim" statt findet. Das mit den Trainingsanlagen ist jetzt nicht so das Thema - die waren ca 2 km vom Stadion entfernt und zu einem Zeitpunkt musste man dort vor Ort sein (Call-Room 1) wurde vom Bus welcher Rotlichtvorfahrt hatte ins Stadion chauffiert. Zeitdauer ca 5-10 Min. dann geht es in Call-Room 2 wo man wartet bis es nach draussen geht. Die Abläufe von IAAF und EAA sind fast deckungsgleich. Im Unterschied zu Moskau sind die Trainings-anlagen einfach nicht auf dem Stadiongelände. Was gegenüber dem Weltklasse Meeting unterschiedlich ist - war dass die Hotels, die sind alle in der Nähe des Flughafens ca 5-10 Min. mit der Bahn in die Innenstadt. (Fahrtdauer mit dem Mannschaftsbus ca 15-30 Min) Dies darum, weil die Hotels in der Stadt relativ klein sind und den Touristen vorbehalten sein sollten. Beim Meeting ist das Hotel Crown Plaza 5 Fussminuten vom Stadion. Dass man sich abmelden vom Wettkampf wenn man verletzt ist etc. ist überall beschrieben. Ich weiss nicht ob die DLV Athleten sich das Original Team Manual lesen oder sich nur auf die gekürzte Ausgabe des DLV Athletenhandbuchs verlassen ?! Die Zertifizierung der Anlagen ist kein maximales Heilmittel. Aber es normiert die Ausgangslage für die Ahtleten in allen 200 IAAF Länder für alle diese Wettkämpfe. Es besagt wie stark die Federung einer Bahn ist- das maximale Gefälle - welche Qualität die Messanlagen sein sollten etc. Durch diese Normung werden Leistungen international vergleichbarer. RE: EM Zürich - Tag 5 (16.08) - runner24 - 17.08.2014 (16.08.2014, 20:54)Delta schrieb: Mannheim Ulm, Nürnberg haben wiederholt DM ausgetragen und sollten schon aus diesem Grunde zertifiziert werden. In Braunschweig und Erfurt z.B ging es ja auch mit einer Class 2 Zertifizierung. In den letzten 50 Jahren hat Mannheim keine und Nürnberg genau eine Deutsche Meisterschaft ausgerichtet! Ich halte diese Zertifizierungseuphorie auch für eine nicht zielführende Reaktion. (Die Diskussion kann man getrennt von der Sprintproblematik führen, aber ich denke Länder in Afrika oder auch Südamerika haben andere Sorgen.) Sie würde dann Sinn ergeben, wenn Leute wie Alex Wilson, Mujinga Kambundji, Céline Distel, Rolf Fongué, Ezinne Okparaebo u.v.m., die in den letzten 2 Jahren in Weinheim am Start waren, auch dort ihre besten Zeiten erzielt hätten. Malaika Mihambo wiederum ist ihre PB im zertifizierten Braunschweig gesprungen. Zurück zum deutschen Sprint: ich würde es sehr gut finden, wenn die besten Deutschen auf den "Dorf"-Meetings immer gegeneinander laufen würden und nicht wie so oft in getrennten Läufen. Wenn man schon nicht in die großen internationalen Meetings reinkommt, sollte man wenigstens hier Konkurrenz üben. RE: Sollten Normleistungen aus Weinheim, Langensalza, Halle. - lor-olli - 18.08.2014 Es fehlt einigen (nicht allen) deutschen Athleten die "Wettkampfhärte". Qualifikationsnormen und Termine sind das eine, große Wettkämpfe (mit Quali, ungünstigen Startzeiten, widrigen Bedingungen, harter Konkurrenz etc.) das andere. Das reine Erbringen einer Qualinorm ist nur das erste Ziel, aber es sollten gewisse Regeln verschärft werden - die Leistungen (auch wenn man die Norm dafür etwas senkt) müssen bestätigt werden, z.B. in Trials. (Bei den Mehrkämpfern kann man das ja auch…). Die Leistung losgelöst von dem Druck eines festgelegten einmaligen Zeitpunkts ist weniger aussagekräftig, als die bei einem Quali-Wettkampf, denn hier kommt die mentale Komponente zum Tragen die einigen Athleten IMMER WIEDER zum Verhängnis wird. Das kann man trainieren / optimieren! Eine Top-Leistung unter optimalen Bedingungen (gutes Wetter, schnelle Bahn, zugeschnittene Wettkämpfe etc.) ist nicht das Problem (und für die Motivation wichtig!), sondern dass die Leistung nicht annähernd unter anderen / "normalen" Bedingungen gebracht werden kann. Harting, Schwanitz gewinnen, weil sie sich SICHER sind zu gewinnen, eine Jungfleisch springt derzeit gut, weil sie unbekümmert alles außer dem Sprung ausblenden kann, eine Möldner-Schmidt lässt sich ganz gezielt auf den einen Wettkampf ein und wenn die Gunst der Stunde da ist nutzt sie sie, auch wenn andere in der Spitzenleistung besser sind. Das sind nicht alles "angeborene" Fähigkeiten (wie etwa die physischen Voraussetzungen), dass kann man trainieren / erlernen... (und dafür sind auch die Trainer mitverantwortlich!) RE: Sollten Normleistungen aus Weinheim, Langensalza, Halle nicht mehr anerkannt werden? - Delta - 18.08.2014 Ich verstehe echt nicht, warum viele in den Deutschen LA glauben, dass IAAF zertifizierte Anlagen nichts bringen. Zuerst bringen diese Anlagen etwas im weltweiten Vergleich. Ob Diamond Leaque, Universiade, U-23 EM/WM, Olympiade, EM überall sind zertifizierte Anlagen. Meistens vom Typ 1 bei einer Universiade kann es auchTyp 2 sein. Durch die Normierung ist es viel einfacher in Kingston oder Shanghai anzutreten weil beide Tracks zertifiziert sind. Es sind 2 grosse Firmen Mondo und Conica in Europa die eine Grosszahl dieser Tracks erstellen. Zuerst einmal bringt es im Training grosse Vorteile. Jeder Läufer kann auf diesen Unterlagen trainieren und dann an den Wettkampf gehen und sollte deutlich weniger Schwierigkeiten haben. Er weiss wie die Dämpfung etc. ist, weil die genau festgelegt ist. Durch die IAAF sind auch Anlauflängen, Kurvenradien, Messsysteme etc. definiert Jeder Athlet der 2000 Läufe mehr auf einer zertifizierten Anlage macht je Jahr wird einen gigantischen Vorteil haben bei einer Meisterschaft. Im Vergleich zu jemanden der vielleicht auf 15-50 Läufe kommt. Elektronische Startkontrolle: Absolut zwingend ohne kann niemand seinen Start verbessern. Die Zertifizierung der Stadien als Veranstaltungsort ist für IAAF und EAA sehr wichtig. Ohne Zertifikat gibt es keine Veranstaltung. Die DM wäre durchaus eine Veranstaltung bei der grossen Teilnehmeranzahl bei der eine Zertifizierung Sinn macht. Stadionleichtathletik Diese Bezeichnung trifft immer dann zu wenn eine Rundbahn vorhanden ist üblicherweise eine Tribüne und auch die Würfe im Stadion stattfinden. Finden Würfe auf Wiesen statt, Halle oder Wiesbaden kann man nicht von Stadionleichtathletik im strengen Sinn sprechen. Die Beeinflussung durch das Stadion ist immer gegeben ob im einfachen Falle wie z.B Tampere wo es kein Dach hat eher einfacher für die Werfer oder im Falle eines Daches und dies kann sehr unterschiedlich sein - z.B Zürich - vs Luschniki/Berlin einfach von den Grössenverhältnissen her. Beispiel: Julia Fischer als Beispiel hat in den letzten 3 Jahren jeden Topwurf ausserhalb des Stadions gemacht. Sie hat im Stadion noch nie weiter als 63.50 m geworfen. Sie war gestern mit 61.20 liegt also knappe 5 m hinter dem Wurf aus Wiesbaden. Zweimal knapp über 63 in Wattenscheid und dieses Jahr in Ulm an der DM. Aus meiner Sicht sollte man diesen Unterschied bei Qualifikationen und Normen zwingend berücksichtigen. Der Unterschied zu Anna Rüh ist signifikant. Rüh ist im Stadion 1.5 m besser. RE: Sollten Normleistungen aus Weinheim, Langensalza, Halle nicht mehr anerkannt werden? - dominikk85 - 18.08.2014 Haben die in Weinheim nicht teilweise sogar wettkämpfe auf die Gegengerade gelegt um günstigen wind zu haben? dazu kamen dann noch späße wie verschiedene läufe für die besten. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es nicht die bahnen sind, sondern mehr die Bedingungen. dort wird einfach alles auf die Athleten zugeschnitten, während bei einer WM der Athlet auf den Wettkampf reagieren muss. dazu kommen wie gesagt 2 läufe am tag, man muss in der lage sein innerhalb von 4 stunden 2 mal an seine Bestzeit heranzulaufen. Weinheim ist nicht das Problem, es fehlen einfach internationale wettkämpfe. |