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Warum gibt es nicht mehr große Meetings in Deutschland? - Druckversion

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RE: Die Leichtathletik lebt? - krebsan - 19.08.2022

(18.08.2022, 16:05)Astra schrieb:
(18.08.2022, 15:59)dominikk85 schrieb: Was wirklich ärgerlich ist ist das es die LA nicht wirklich schafft außerhalb der großereignisse eine Bühne zu haben.

Bei olympia und co gibt es durchaus gute einschaltquoten und volle stadien, aber wir schaffen es nicht neben dem istaf ein zweites meeting mit weltklasse format in Deutschland zu halten. 

Eigentlich müssten wir in Deutschland ein diamond league meeting und noch 2-3 weitere meetings mit internationalen stars haben, idealerweise auch mit sendeplatz im live TV.
Ohne ausreichend deutsche TN. Huh
Die EM läuft so gut, weil es am ersten Tag gleich ein paar deutsche Medaillen gegeben hat.
Das ISTAF ist deshalb interessant, weil es keine DL Veranstaltung ist und damit die Macher ihre Wettbewerbe und die Starter selbst zusammenstellen können.
In der Schweiz gibt es diese Meetings. Und die haben auch funktioniert, als einheimische Startende konstant hinterhergelaufen sind. Aber natürlich freut man sich, wenn auch Schweizer mithalten können.
In Zürich sind die Fussballer übrigens eigentlich Gast im Leichtathletikstadion. Leider sind aber bis jetzt alle Anläufe gescheitert, ein eigenes Fussballstadion zu bauen. Auch jetzt wieder wird es noch Geduld brauchen, bis alle Einsprachen abgewickelt sind.


RE: Die Leichtathletik lebt? - diwa - 19.08.2022

(18.08.2022, 17:28)Reichtathletik schrieb:
(18.08.2022, 17:00)diwa schrieb:
(18.08.2022, 16:25)Reichtathletik schrieb: Es ist einfach peinlich für Deutschland, dass Städte wie Köln, Frankfurt, Hamburg, die auch Ausländer auf der Landkarte finden ohne die Suchmaske von Google Maps keine Meeting oder mehr fähigen Stadien besitzen

Aber auch die Stadien wären zu groß...

Es gibt doch gar keine?

Wenn dort die Umbauten mit Entfernung der Laufbahn nicht stattgefunden hätten...


RE: Die Leichtathletik lebt? - gera - 19.08.2022

wir beschweren uns über fehlende Stadien.
Aber trägt die LA nicht selbst dazu bei, das immer mehr Stadienumbauten ohne Laufbahn gemacht werden?
Z.B. durch die m.E. unsägliche ständig zunehmende Auslagerung von Disziplinen in die Innenstädte.
Wozu brauchen wir noch LA-Stadien, wenn die LA in Einzelteile zerfleddert wird, vor Menschen die mal zufällig da vorbeikommen?


RE: Die Leichtathletik lebt? - dominikk85 - 19.08.2022

(18.08.2022, 16:25)Reichtathletik schrieb: Karlsruhe ist durchaus ein gutes Meeting, in der Halle gibt es zudem mehrere gute Deutsche Wettbewerbe. Aber in der Breite fehlt es dennoch an attraktiven Wettbewerben, insbesondere für dich zweite Reihe. Selbst die Deutschen sind ja mittlerweile wenigen Athleten vorbehalten und wer da nicht ganz vorne dabei ist fühlt sich sehr begrenzt willkommen.
Was es in meinen Augen braucht sind mehr liebevoll und zugleich modern gestaltet und aufbereitete Sportfeste, die für Teilnehmer als auch Zuschauer Spaß bringen.

Für größeres fehlen uns ja vielerorts sogar die Stadien. Berlin und Nürnberg sind idr zu groß, München muss sich zeigen ob das nun temporär war oder ob da häufiger was passieren soll (aber wäre auch groß), darunter gibt es dann nur noch Wattenscheid, Kassel, Braunschweig... Ich sag Mal so: das sind nicht so attraktive Städte wie London, Monaco oder Oslo. Es ist einfach peinlich für Deutschland, dass Städte wie Köln, Frankfurt, Hamburg, die auch Ausländer auf der Landkarte finden ohne die Suchmaske von Google Maps keine Meeting oder mehr fähigen Stadien besitzen

stimmt, in der halle gibt es schon ein paar gute meetings. Aber im endeffekt ist die halle ja nur die nebensaison und das wirkliche interesse liegt eher draußen.

Und da ist es schade das es neben dem istaf nicht noch ein weiteres weltklasse meeting haben wo in vielen disziplinen internationale medaillengewinnner starten.


RE: Die Leichtathletik lebt? - Sprunggott - 19.08.2022

(18.08.2022, 22:04)Befürworter schrieb:
(18.08.2022, 19:11)Oliver schrieb: In Berlin hätte das Sportforum Hohenschönhausen die richtige Größe. Allerdings müsste dies grundlegend saniert werden.

Das Sportforum Hohenschönhausen ist die Heimstätte des BFC Dynamo und für die Leichtathletik ungeeignet (schon weil dort noch immer Erich Mielke herumspuken soll). Du meinst den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Das Stadion soll auch tatsächlich für um die 100 Millionen Euro saniert oder neu gebaut werden. Die Details habe ich jetzt aber nicht verfolgt, und in Berlin weiß man auch nie, was aus solchen Projekten am Ende wird.
Das Jahn Stadion in Berlin wäre tatsächlich eine gute Anlage, es fanden da auch schon gute Veranstaltungen statt.
Richtig ist auch das eine grundlegende Sanierung und Modernisierung mit Mio-Aufwendungen erfolgte. Alledings nur für die Fußball und AmericanFootball relevanten Interessen. Die Bahn wurde nur notdürftig geflickt.


RE: Die Leichtathletik lebt? - muffman - 19.08.2022

Es gab ja mal das Weltfinale in Stuttgart. Auch da wurde einfach die Bahn rausgerissen. Jetzt werden mal locker 100 Millionen in einen Umbau für die Euro 2024 investiert. Für ein Stadion, in dem nur eine einzige Sportart stattfindet.


RE: Die Leichtathletik lebt? - Oliver - 19.08.2022

In Stuttgard wurde die Bahn interessanterweise erst nach der Fußball-WM herausgerissen, hier hat wohl der VfB Druck gemacht hat. Das Weltfinale wurde leider nicht mehr gut von den Zuschauern angenommen.

Für Fußball wird das Stadion mindestens 20mal genutzt, für die Leichtathletik maximal einmal. Daher kann man schon die Städte verstehen, dass sie die Laufbahn opfern.

In Deutschland benötigen wir auch nicht mehr als zwei große Leichtathletikstadien. Hier sind wir mit Berlin und München schon ganz gut aufgestellt.

Interessanter sind die Stadien zwischen 15.000 und 30.000 für lokale Leichtathletikveranstaltungen. Hier brauchen wir Konzepte, wie diese regelmässig mit hochklassiger Leichtathletik gefüllt werden können. Ich denke hier zum Beispiel an Dortmund, Kassel, Wattenscheid, Erfurt, Ulm und Braunschweig.


RE: Die Leichtathletik lebt? - Reichtathletik - 19.08.2022

(19.08.2022, 11:42)Oliver schrieb: In Deutschland benötigen wir auch nicht mehr als zwei große Leichtathletikstadien. Hier sind wir mit Berlin und München schon ganz gut aufgestellt.

Interessanter sind die Stadien zwischen 15.000 und 30.000 für lokale Leichtathletikveranstaltungen. Hier brauchen wir Konzepte, wie diese regelmässig mit hochklassiger Leichtathletik gefüllt werden können. Ich denke hier zum Beispiel an Dortmund, Kassel, Wattenscheid, Erfurt, Ulm und Braunschweig.
Die Frage ist, ob ins München nach der EM bin dauerhaft erhalten bleibt oder wieder verkümmert. Eigentlich müssten hier direkt für die Folgejahre der Schwung mitgenommen werden und Deutsche Meisterschaften oder internationale Sachen ausgetragen werde.

Bei den anderen Städten bin ich wieder bei der Sache, dass - bei allen Respekt - sie als Stadt kein Standing haben. Ein Stadion wie in Kassel oder Ulm bräuchten wir in Köln, Hamburg oder Frankfurt


RE: Die Leichtathletik lebt? - Gertrud - 19.08.2022

Deutschland sollte sich um eine WM Leichtathletik bewerben. Dann könnten sich die deutschen AuA darauf vor der EM in einem anderen Land konzentrieren. Dann gäbe es keine Probleme mit der Trainingsausrichtung. Wink Thumb_up Als Stadion schlage ich Wattenscheid vor. Das wäre dann immer prall ausverkauft.

Gertrud


RE: Die Leichtathletik lebt? - TranceNation 2k14 - 19.08.2022

Dortmund (oder Wattenscheid wegen der Einbettung ins Ruhrgebiet) kann man schon ein Standing nachsagen, oder kennt man Villareal oder Bergamo weil sie als Stadt so beeindruckend sind?