Leichtathletikforum.com
Potas, Kaderbildung, Kanalisierung von Athleten - Druckversion

+- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com)
+-- Forum: Archiv (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=18)
+--- Forum: Großereignisse (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=19)
+---- Forum: WM 2022 in Eugene (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=39)
+---- Thema: Potas, Kaderbildung, Kanalisierung von Athleten (/showthread.php?tid=4937)

Seiten: 1 2 3


RE: WM Eugene, Tag 7 (21.07.) - Gertrud - 22.07.2022

(22.07.2022, 10:39)Solos schrieb:
(22.07.2022, 10:06)r schrieb:
Das ist nicht ganz korrekt. Laut Kaderbildungsrichtlinien sollte die Betreuung durch einen hauptamtlichen Trainer erfolgen. Drüber hinaus soll regelmäßig an einem Bundesstützpunkt trainiert werden. 

Aus meiner Sicht ergibt sich hier viel Spielraum, individuelle Lösungen zu schaffen. Papier ist geduldig....

Genauso ein Schwachsinn!!! Da ist der Verband auf dem absoluten Holzweg. Einige BT haben im Sprint z. B. dekadenweise geschlafen. Da hat HjH sich schon in ganz anderen Regionen sehr kenntnisreich bewegt. Mit dem damaligen Mainstream hätte es eine Sabine Braun langfristig ohne unser Umdenken im Übungsgut gar nicht gegeben. Ich war dazu da, Sabine Braun stark und gesund zu machen und nicht die Konkurrenz. Wir waren Individualismus pur!!! 

Wenn ich als Pensionärin eine Athletin oder einen Athleten trainiere, habe ich mehr Zeit für eine Athletin als der BT und bin wohl sicherlich nicht schlechter.  Wink ‌Diese Regularien interessieren mich überhaupt nicht. Mich interessieren Leistungsfortschritt, Gesundheit und Beruf der Athletin. Daher spreche ich mich für eine Förderung nur nach diesen Kriterien und nicht an der "Bestückung des BT" durch den Verband aus. 

Von Spielraum kann da doch wohl keine Rede sein. Der Verband sollte höchstens gute sportärztliche und biomechanische Untersuchungen zur Verfügung stellen. Wenn ich eine 400m-Hürdenläuferin trainieren würde, wäre der Weg zum OSP Köln auch weniger lang und kostenintensiv und qualitativ mindestens ebenso gleichwertig wie beim IAT. Wann ist der Verband eigentlich in diesen Hinsichten mal einsichtig?

WinkFür mich macht auch nicht der BT-Rang den Grund einer Kooperation aus, sondern nur die Qualität der Trainingsvorstellungen. Da bin ich bestens vernetzt. Was sollen diese absurden Regularien? Der BT hat ein großes Feld, in dem er sich austoben kann.

Das spricht doch nicht dagegen, dass man bei Gelegenheit miteinander diskutiert.

Gertrud


RE: WM Eugene, Tag 7 (21.07.) - Reichtathletik - 22.07.2022

(22.07.2022, 10:53)aj_runner schrieb:
Zitat:Gleichzeitig werden Jahr für Jahr zig Stellen mit der Aufgabe: "Richtlinienkompetenz durchsetzen" geschaffen. Wenn nur die Hälfte der ganzen Bürokratiestellen in gute Trainer investiert worden wären, stünden wir anders da, schon jetzt, erst recht in ein paar Jahren, denn das echte Drama kommt ja noch, ich glaube nich, dass wir schon am Leistungstiefpunkt sind.

Aus Industrieunternehmen kennt man, dass je schlechter es dem Unternehme geht, desto höher sind die Invests in das Conrolling. Anscheinend haben die neu geschaffenen Stellen genau gar nichts gebracht.
Leider sind wir noch im Sinkflug. Woran mache ich das fest? Wer sind denn die Hoffnungsträger für 2024 und danach? Mit Hoffnungsträger meine ich potenzielle Finalteilnehmer (also nicht die Gesas, Kokos oder Diskuswerferinnen). Außer Mohummed - der sicherlich aus dem Auftritt lernen wird - fällt mir niemand ein.

Farken (sobald wieder fit), BKLB, Göhring, Lea Meyer könnte in Gesas Nachfolge treten (bis aus der U18 Kallabis und ggf Budde nachrücken), auch die Ansah-Sprinter könnten sich noch weiter entwickeln. Und gibt sicher noch mehr. So schlecht ist die Lage nicht. Es fehlt eher an Breite
Und was genau spricht gegen die Diskuswerferinnen für 2024?


RE: WM Eugene, Tag 7 (21.07.) - Solos - 22.07.2022

(22.07.2022, 10:58)Gertrud schrieb:
(22.07.2022, 10:39)Solos schrieb:
(22.07.2022, 10:06)r schrieb:
Das ist nicht ganz korrekt. Laut Kaderbildungsrichtlinien sollte die Betreuung durch einen hauptamtlichen Trainer erfolgen. Drüber hinaus soll regelmäßig an einem Bundesstützpunkt trainiert werden. 

Aus meiner Sicht ergibt sich hier viel Spielraum, individuelle Lösungen zu schaffen. Papier ist geduldig....

Genauso ein Schwachsinn!!! Da ist der Verband auf dem absoluten Holzweg. Einige BT haben im Sprint z. B. dekadenweise geschlafen. Da hat HjH sich schon in ganz anderen Regionen sehr kenntnisreich bewegt. Mit dem damaligen Mainstream hätte es eine Sabine Braun langfristig ohne unser Umdenken im Übungsgut gar nicht gegeben. Ich war dazu da, Sabine Braun stark und gesund zu machen und nicht die Konkurrenz. Wir waren Individualismus pur!!! 

Wenn ich als Pensionärin eine Athletin oder einen Athleten trainiere, habe ich mehr Zeit für eine Athletin als der BT und bin wohl sicherlich nicht schlechter.  Wink ‌Diese Regularien interessieren mich überhaupt nicht. Mich interessieren Leistungsfortschritt, Gesundheit und Beruf der Athletin. Daher spreche ich mich für eine Förderung nur nach diesen Kriterien und nicht an der "Bestückung des BT" durch den Verband aus. 

Von Spielraum kann da doch wohl keine Rede sein. Der Verband sollte höchstens gute sportärztliche und biomechanische Untersuchungen zur Verfügung stellen. Wenn ich eine 400m-Hürdenläuferin trainieren würde, wäre der Weg zum OSP Köln auch weniger lang und kostenintensiv und qualitativ mindestens ebenso gleichwertig wie beim IAT. Wann ist der Verband eigentlich in diesen Hinsichten mal einsichtig?

WinkFür mich macht auch nicht der BT-Rang den Grund einer Kooperation aus, sondern nur die Qualität der Trainingsvorstellungen. Da bin ich bestens vernetzt. Was sollen diese absurden Regularien? Der BT hat ein großes Feld, in dem er sich austoben kann.

Das spricht doch nicht dagegen, dass man bei Gelegenheit miteinander diskutiert.

Gertrud


1. Es geht nicht immer um dich, Gertrud. Wenn du jemanden trainieren willst, dann tu es. Laut deinen Aussagen bist du autark und fachlich niemand besser. In deiner Region sind viele Vereine und Großvereine. Das sollte doch kein Problem sein. 

2. Lese Beiträge bitte genau und nutze sie nicht durch Verzerrung der Inhalte zur Befeuerung deines Feindbildes. Ich habe in keiner Silbe von Bundestrainern geschrieben. So steht es auch nicht in den Nominierungsrichtlinien. Und natürlich gibt die dort zu findende Formulierung Spielraum, der auch im Sinne der Athleten genutzt wird. Dazu musst du dir nur mal objektiv die Betreuungskonstellationen der Kadersportler ansehen. Nicht alle sind böse.


RE: WM Eugene, Tag 7 (21.07.) - Gertrud - 22.07.2022

Ich denke sehr zeitsparend und verschleudere keine Zeit. Beispiel: Ich will etwas ganz Besonderes in der LA wissen, das mich seit einiger Zeit bewegt. Ich werde irgendwann in den Flieger steigen und diese Kenntnisse vor Ort diskutieren. Das kostet mich eine Menge Geld; aber so sparsam und genügsam ich ansonsten bin, so großzügig verhalte ich mich im Sport. Diesen Aufwand betreibt kaum ein anderer Trainer. Die Kooperation mit mir ist keine "Einbahnstraße". Ich lebe mich und meine Passion Leistungssport aus, weil es mir einfach ein Bedürfnis ist, gute Arbeit zu leisten. 

Gertrud


RE: WM Eugene, Tag 7 (21.07.) - Solos - 22.07.2022

(22.07.2022, 10:50)Reichtathletik schrieb: Ich gebe euch da völlig recht. Der DLV setzt vieles nur um was ihm von Ministerium etc. aufgedrängt wird. Da ist es derzeit einfacher Wissenschaftler anzustellen, als Trainer. Durchaus wird hier und da schon auch einiges im Sinne der Athleten "gedehnt", durchaus auch die Richtlinie, an einem Bundesstützpunkt trainieren zu müssen. Ist ja z.B. gerade im Lauf eher eh sekundär, an welchem Bundesstützpunkt trainieren z.B. Gesa und Koko? Kenia und USA? xD
Bei den BSP's geht es für die Förderung primär um die Zuordnung der Atheten. Man wird keinen Bundeskader finden, der nicht einem BSP zugeordnet ist (siehe Road Map). Aber ob er dort regelmäßig trainert? Einmal im Jahr ist ja auch eine Regelmäßigkeit... genauso kann man Betreuungskonstellationen auf dem Papier schaffen... und das wird auch gemacht. Das meinte ich weiter oben mit Spielraum. 
(22.07.2022, 10:50)Reichtathletik schrieb: Die weißen Flecken und die Belegung von Stellen könnte man aber dennoch auf ihre Wirkungskraft hin hinterfragen. Warum müssen an Standorten, wo es potente Vereine gibt und bereits Trainer aktiv sind (z.B. durch Verein, Unternehmen, Landesverband oder in Kooperation finanziert) Trainer durch den DLV angesidelt (und damit auch anderswo abgeworben werden). Wäre es nicht sinnvoller, entsprechende Stellen mal dort zu schaffen, wo gerade eben keine Spitzenathleten sind, den Trainern Vertrauen und Zeit geben und so neue Potentiale zu erschließen?

Spannender Ansatz. Nehmen wir das Beispiel Wurf im Nordwesten. Niedersachsen, Hamburg, Schleswig Holstein: ein weißer Fleck (Ausnahme Sosna). Hier würde sich der Aufbau eines BSP oder die Instalierung hauptamlicher Wurftrainer lohnen. So könnten heimische Talente in der Region gefördert und gehalten werden. Für andere Disziplinblöcke lassen sich vermutlich ähnliche weiße Flecke identifizieren.


RE: WM Eugene, Tag 7 (21.07.) - Gertrud - 22.07.2022

(22.07.2022, 11:14)Solos schrieb:
Zitat: 


1. Es geht nicht immer um dich, Gertrud. Wenn du jemanden trainieren willst, dann tu es. Laut deinen Aussagen bist du autark und fachlich niemand besser. In deiner Region sind viele Vereine und Großvereine. Das sollte doch kein Problem sein. 

2. Lese Beiträge bitte genau und nutze sie nicht durch Verzerrung der Inhalte zur Befeuerung deines Feindbildes. Ich habe in keiner Silbe von Bundestrainern geschrieben. So steht es auch nicht in den Nominierungsrichtlinien. Und natürlich gibt die dort zu findende Formulierung Spielraum, der auch im Sinne der Athleten genutzt wird. Dazu musst du dir nur mal objektiv die Betreuungskonstellationen der Kadersportler ansehen. Nicht alle sind böse.

Es geht überhaupt nicht um mich. Es geht um die beste Unterbringung der AuA. Es ging bei dir um Hauptamtlichkeit, die ich nicht zwingend sehe. Dann hätten es Mihambo und Kaul nicht zum Weltmeistertitel in Doha gebracht. Weber und die Eltern Kaul waren hauptamtliche Trainer/innen. Entscheidend ist die gute Unterbringung der AuA. Das wollte ich verdeutlichen.

Ich kämpfe für die Heimtrainer, die Gutes leisten und deren AuA manchmal einfach so übergangen werden. Wenn eine Bundeswehrstelle ansteht, dann gibt es von oben das Diktat, da und da hinzugehen. Ansonsten gibt´s keine Stelle bei der Bundeswehr. Dann blutet manch einem Heimtrainer bei den Anschlussleistungen bei den jetzigen Trainern das Herz. Es müsste doch möglich sein, diese Dinge anders zu regeln. Du glaubst gar nicht, wie viele der alten erfolgreichen Trainer/innen in DLV-Diensten unzufrieden sind, das aber nicht kurz vor der Rente äußern. Sie wollen nur noch ihre Ruhe haben. Einer sagte mal bei einer Fortbildung zu mir: "Nach der Rente mache ich es wie du!!!"

Sicherlich spielen andere Faktoren bei der Bewertung auch noch eine Rolle. 

Was die Leistungszentren angeht, so sind die Stellen meistens schon mit situtionsgeschmeidigen Trainern besetzt. WinkWink

Gertrud


RE: WM Eugene, Tag 7 (21.07.) - Reichtathletik - 22.07.2022

(22.07.2022, 11:18)Gertrud schrieb: Ich denke sehr zeitsparend und verschleudere keine Zeit. Beispiel: Ich will etwas ganz Besonderes in der LA wissen, das mich seit einiger Zeit bewegt. Ich werde irgendwann in den Flieger steigen und diese Kenntnisse vor Ort diskutieren. Das kostet mich eine Menge Geld; aber so sparsam und genügsam ich ansonsten bin, so großzügig verhalte ich mich im Sport. Diesen Aufwand betreibt kaum ein anderer Trainer. Die Kooperation mit mir ist keine "Einbahnstraße". Ich lebe mich und meine Passion Leistungssport aus, weil es mir einfach ein Bedürfnis ist, gute Arbeit zu leisten. 

Gertrud

Ich denke es gibt viele (ehrenamtliche) Trainer, die sehr viel Passion und Zeit investieren, die keiner erwidert, selten die Verbände, noch seltener die Gesellschaft insgesamt ("für Ihr Hobby haben Sie Zeit, aber Überstunden sind eine Seltenheit"). Dennoch kann man daraus nicht ableiten, dass irgendwer einen "Athleten zuteilen" sollte. Und wie gesagt erlebe ich auch sehr selten, dass das in Richtung Bundestrainer passiert. Es sind vielmehr die "besseren Angebote" die Hauptamt mit potenten Verein und ggf kurzem Draht zu Polizei/Bundeswehr machen können. Für viele nach dem Abi ist derweil derzeit sogar das Angebot USA noch attraktiver. Deshalb denke ich, in der Breite muss es mehr gute Angebote geben. Hier müssen mehr Gelder eingesammelt werden um mehr Hauptamt (da sind wir wieder bei den Kaderkriterien, wo Hauptamt steht) zu ermöglichen und Rahmenbedingungen um das Training herum (Vereinsphysio, Urlaub für Trainingslager...). Wo ich voll mitgehe: Hier sollte der nationale Verband unterstützend drauf einwirken.

@Admins: Die Diskussion ist hier jetzt zT deutlich vom Wettkampftag gelöst, vielleicht kann man das in den allegmeinen Diskussionsthread schieben?


RE: WM Eugene, Tag 7 (21.07.) - aj_runner - 22.07.2022

(22.07.2022, 11:00)Reichtathletik schrieb:
(22.07.2022, 10:53)aj_runner schrieb:
Zitat:Gleichzeitig werden Jahr für Jahr zig Stellen mit der Aufgabe: "Richtlinienkompetenz durchsetzen" geschaffen. Wenn nur die Hälfte der ganzen Bürokratiestellen in gute Trainer investiert worden wären, stünden wir anders da, schon jetzt, erst recht in ein paar Jahren, denn das echte Drama kommt ja noch, ich glaube nich, dass wir schon am Leistungstiefpunkt sind.

Aus Industrieunternehmen kennt man, dass je schlechter es dem Unternehme geht, desto höher sind die Invests in das Conrolling. Anscheinend haben die neu geschaffenen Stellen genau gar nichts gebracht.
Leider sind wir noch im Sinkflug. Woran mache ich das fest? Wer sind denn die Hoffnungsträger für 2024 und danach? Mit Hoffnungsträger meine ich potenzielle Finalteilnehmer (also nicht die Gesas, Kokos oder Diskuswerferinnen). Außer Mohummed - der sicherlich aus dem Auftritt lernen wird - fällt mir niemand ein.

Farken (sobald wieder fit), BKLB, Göhring, Lea Meyer könnte in Gesas Nachfolge treten (bis aus der U18 Kallabis und ggf Budde nachrücken), auch die Ansah-Sprinter könnten sich noch weiter entwickeln. Und gibt sicher noch mehr. So schlecht ist die Lage nicht. Es fehlt eher an Breite
Und was genau spricht gegen die Diskuswerferinnen für 2024?

Da habe ich mich unklar ausgedrück: Hoffnungträger sind für mich Athleten, die in noch keinem internationalen Finale waren und eine junge A-Nationalmannschaftskarriere haben. Das könnte z. B. Kolberg sein, Hering ist es aber nicht.
Farken zähle ich zu den Etablierten, U 18 ist viel zu weit weg, dann wird die Liste schon sehr dünn.
Deshalb glaube ich, dass die Talfahrt weiter geht, weil mehr Erfolgreiche wegfallen, als Hoffnungsträger diese ersetzen können.


RE: WM Eugene, Tag 7 (21.07.) - Gertrud - 22.07.2022

(22.07.2022, 11:36)aj_runner schrieb:
Zitat:
Da habe ich mich unklar ausgedrück: Hoffnungträger sind für mich Athleten, die in noch keinem internationalen Finale waren und eine junge A-Nationalmannschaftskarriere haben. Das könnte z. B. Kolberg sein, Hering ist es aber nicht.
Farken zähle ich zu den Etablierten, U 18 ist viel zu weit weg, dann wird die Liste schon sehr dünn.
Deshalb glaube ich, dass die Talfahrt weiter geht, weil mehr Erfolgreiche wegfallen, als Hoffnungsträger diese ersetzen können.

Ein ganz wichtiger Punkt!!! Thumb_upThumb_upThumb_up ‌An der Basis sollte man ansetzen!

Gertrud


RE: WM Eugene, Tag 7 (21.07.) - Gertrud - 22.07.2022

(22.07.2022, 11:35)Reichtathletik schrieb:
(22.07.2022, 11:18)Gertrud schrieb: Ich denke sehr zeitsparend und verschleudere keine Zeit. Beispiel: Ich will etwas ganz Besonderes in der LA wissen, das mich seit einiger Zeit bewegt. Ich werde irgendwann in den Flieger steigen und diese Kenntnisse vor Ort diskutieren. Das kostet mich eine Menge Geld; aber so sparsam und genügsam ich ansonsten bin, so großzügig verhalte ich mich im Sport. Diesen Aufwand betreibt kaum ein anderer Trainer. Die Kooperation mit mir ist keine "Einbahnstraße". Ich lebe mich und meine Passion Leistungssport aus, weil es mir einfach ein Bedürfnis ist, gute Arbeit zu leisten. 

Gertrud

Ich denke es gibt viele (ehrenamtliche) Trainer, die sehr viel Passion und Zeit investieren, die keiner erwidert, selten die Verbände, noch seltener die Gesellschaft insgesamt ("für Ihr Hobby haben Sie Zeit, aber Überstunden sind eine Seltenheit"). Dennoch kann man daraus nicht ableiten, dass irgendwer einen "Athleten zuteilen" sollte. Und wie gesagt erlebe ich auch sehr selten, dass das in Richtung Bundestrainer passiert. Es sind vielmehr die "besseren Angebote" die Hauptamt mit potenten Verein und ggf kurzem Draht zu Polizei/Bundeswehr machen können. Für viele nach dem Abi ist derweil derzeit sogar das Angebot USA noch attraktiver. Deshalb denke ich, in der Breite muss es mehr gute Angebote geben. Hier müssen mehr Gelder eingesammelt werden um mehr Hauptamt (da sind wir wieder bei den Kaderkriterien, wo Hauptamt steht) zu ermöglichen und Rahmenbedingungen um das Training herum (Vereinsphysio, Urlaub für Trainingslager...). Wo ich voll mitgehe: Hier sollte der nationale Verband unterstützend drauf einwirken.

@Admins: Die Diskussion ist hier jetzt zT deutlich vom Wettkampftag gelöst, vielleicht kann man das in den allegmeinen Diskussionsthread schieben?

Dagegen habe ich nichts einzuwenden, wenn man den AuA sehr gute Bedingungen liefert. Es ist aber so, wenn eine Athletin - warum auch immer nicht im Kader ist oder eliminiert wird - sie keinen Fuß mehr ins BLZ setzen darf. Sie muss im Winter draußen trainieren - habe ich alles erlebt. 

Gertrud