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RE: Mallow / DLV - siebenschläfer - 18.09.2021 (18.09.2021, 17:11)Delta schrieb: Malow liegt komplett richtig. Auch mit der Aussage zu kleineren Teams für Olympia. Kandidaten die der Autor kurzzeitig auch als "Touristen" bezeichnet hat. Ergo Kandidaten ohne Chancen im Vorkampf. Ich finde, wenn sich die Athlet*innen qualifizieren sollten sie mitgenommen werden. Das ist für die Motivation wichtig...und das Geld ist dafür ausreichend vorhanden. Neuseeland fährt mittlerweile bspw. das Modell nur Sportler*innen zu nominieren, die eine sichere Endkampfchance haben, das führt dann dazu, dass die nationale Meisterin und 100m-Rekordhalterin nicht nominert wird, obwohl sie qualifiziert wäre. RE: Mallow / DLV - runner5000 - 18.09.2021 (18.09.2021, 20:16)siebenschläfer schrieb:Bin da voll bei dir! Alle, die sich qualifizieren, müssen auch mit, vor allem die jüngeren. Sonst werden diese nie in den Bereich einer sicheren Endkampfchance kommen, weil sie keine Erfahrung sammeln können.(18.09.2021, 17:11)Delta schrieb: Malow liegt komplett richtig. Auch mit der Aussage zu kleineren Teams für Olympia. Kandidaten die der Autor kurzzeitig auch als "Touristen" bezeichnet hat. Ergo Kandidaten ohne Chancen im Vorkampf. RE: Mallow / DLV - Sprunggott - 18.09.2021 (18.09.2021, 20:16)siebenschläfer schrieb:Mallow hat aber auch alle Qualifikanten zur OL und WM mitgenommen. Das Quali/Nomi-Prozedere war damals halt anders, daher war das Team kleiner. Ob man einen so großen "StaffelPool" braucht ist zu hinterfragen- Ausfälle durch Verletzung können auch durch Sprinter/innen vor Ort abgefangen werden. Touristen finde ich hart, sei denn man ist abgeschlagen/ verletzt und fährt trotzdem weil Mann/ Frau schweigt.(18.09.2021, 17:11)Delta schrieb: Malow liegt komplett richtig. Auch mit der Aussage zu kleineren Teams für Olympia. Kandidaten die der Autor kurzzeitig auch als "Touristen" bezeichnet hat. Ergo Kandidaten ohne Chancen im Vorkampf.Ich finde, wenn sich die Athlet*innen qualifizieren sollten sie mitgenommen werden. Das ist für die Motivation wichtig...und das Geld ist dafür ausreichend vorhanden. RE: Mallow / DLV - aj_runner - 19.09.2021 Mallow ging es darum aufzuzeigen, dass man trotz 50 % Teilnehmern 30 % weniger Platzierungspunkte erreicht. Er will niemand zu Hause lassen, sondern die Sportler sollen in Topform und ohne Verletzungen antreten. RE: Mallow / DLV - Diak - 19.09.2021 Jürgen ist ein kluger Analytiker und hat sehr recht, mit dem, was er schreibt, Annett hat insofern einen Punkt, als weder die Medaillen- noch die Endkampfbilanz einer einzelnen Meisterschaft ein ausreichender Prädikator sind. Aber Jürgen stellt das ja in den Kontext einer umfassenden Analyse der Defizite, denen sie argumentativ nicht begegnet... - Bundestrainerstellen werden oft falsch besetzt (nichts gegen Chancen für junge Leute, aber Erfahrung ist nun einmal eine extrem wesentliche Komponente von Trainerkompetenz. Und Chancen geben heißt doch nicht, Leute ohne Erfahrung in einer Disziplin und ohne angemessene persönliche Reife Führungspositionen zu geben. Junge Trainertalente in mischfinanzierten Stellen, die Athlet:innen gesund entwickeln, können sich sehr gern zu Bundestrainern entwickeln.) - die Arbeit wird im Trainer-Athleten-Team zu Hause gemacht und das zu oft unzureichend wertgeschätzt - die Verletzungsbilanz ist katastrophal - es gibt immer mehr Hauptamtlichkeit im zentralisierten Bundestrainer, Bundestützpunktleiter usw. Bereich, zig Stellen werden geschaffen für Kollegen, die bürokratischen Kram machen. Trainer sein, muss heißen, Athleten zu entwickeln. Bei den sehr kleinen Einzel-DM während der Pandemie fühlte man sich ohne gelbe Jacke schon in der Minderzahl. Wo sind die Athleten, die von diesen ganzen Kolleg:innen entwickelt werden? Fertig entwickelte Top-Talente verwalten und vielleicht noch etwas besser machen ist keine nennenswerte Trainerleistung. - das System wirkt immer autoritärer, die Kommunikation ist oft glatt und wenig authentisch RE: Mallow / DLV - Reichtathletik - 19.09.2021 Was mir bei all diesen Diskussion immer nicht einleuchtet: Einerseits verlangen viele "Veränderungen", andererseits werden junge ("unerfahrene") Trainer verdammt. Wer soll denn die Veränderung anstoßen, wenn nicht junge Leute mit frischen Ideen? Wieso sollten die "erfahrenen" auf einmal den Verband und die deutsche LA auf Kurs bringen, nachdem sie es lange nicht getan hat. Daran kann doch nicht ernsthaft der böse Verband schuld sein, der ihnen nur Athleten klaut und sie von den "Schalthebeln der Macht" fern hält?! Ab wann ist denn ein Trainer "erfahren genug" um sich für höheres qualifiziert zu haben? Wie viele Jahre? Wie viele Athleten? Und ist er oder sie dann wirklich noch offen für neuen Input? Meine Erfahrung ist in der Peripherie nämlich oft eher die, dass junge, motivierte Kräfte das Weite suchen, weil alteingesessene sie vorverurteilen und Steine in den Weg legen ("haben wir immer so gemacht"). Zum Fall Weber/Mihambo: Athleten auf Weltklasse-Niveu zu betreuen ist ein Vollzeit-Job. Wir haben demnach die Option Hauptamtlicher Kräfte oder alles mit Rentnern zu machen. Hier sehe ich auch Vereine in der Pflicht: Die leben alle von Taschengeld-Studierenden und Rentnern und ruhen sich darauf aus. Wo sind die Vereine, deren Vorstände versuchen genug Einnahmen zu generieren, um einen oder mehr Trainer auch Mal einzustellen, so dass sie sich ernsthaft auf den Sport konzentrieren können?! Wo die Förderprojekte um das umzusetzen?! Stattdessen wir nach Mischfinanzierung durch die Verbände geschrien. Der Fall Bayer zeigt was junge, Hauptamtlicher Trainer bewirken können: Zwei junge Sprinter auf internationales Niveau gebracht. Nun, welche Optionen gab es? Dem Trainer eine langfristige Stelle zu organisieren? Der Landesverband ist weitestgehend pleite, hat nichtmals ein komplettes Ehrenamt, der einzige Großverein konzentriert sich auf Zweiliga-Fußball, einen OSP gibt es nicht. Also Sprinter zu Rentnern oder Trainer aufbauen?! RE: Mallow / DLV - aj_runner - 19.09.2021 (19.09.2021, 08:40)Diak schrieb: Jürgen ist ein kluger Analytiker und hat sehr recht, mit dem, was er schreibt, Annett hat insofern einen Punkt, als weder die Medaillen- noch die Endkampfbilanz einer einzelnen Meisterschaft ein ausreichender Prädikator sind. Aber Jürgen stellt das ja in den Kontext einer umfassenden Analyse der Defizite, denen sie argumentativ nicht begegnet...Genau das ist der Knackpunkt, warum man auf Besserung nicht hoffen darf. Das bescheidene Abschneiden der letzten Jahre sowie die hohe Verletztenquote sollten eigentlich genug Grund für eine kritische Auseinandersetzung sein. Anstatt die besten gesund durchzubekommen, bekommt man solche Antworten: "Staffeln sind Mannschaftswettbewerbe. Wenn Ermüdungssituationen oder Verletzungen im Zusammenhang mit Einzelstarts dazukommen, braucht man eine größere Auswahl an Sprinterinnen, um zielorientiert arbeiten zu können." Ist das nicht schon erbärmlich?' RE: Mallow / DLV - dominikk85 - 19.09.2021 Das die deutschen Sprinter nicht so viel vertragen fällt schon auf, die Amis und jamaikaner machen oft 3 Fach starts. De grasse ist in Zürich in weniger als einer Stunde 9.90 und 19.70 gelaufen, die Ami Sprinter scheinen da fitter und ausdauernder zu sein RE: Mallow / DLV - runner5000 - 19.09.2021 (19.09.2021, 14:21)dominikk85 schrieb: Das die deutschen Sprinter nicht so viel vertragen fällt schon auf, die Amis und jamaikaner machen oft 3 Fach starts.Nicht nur die Übersee-Sprinter! Man braucht nur in die Meuwly-Gruppe zu schauen, um viele Leute zu finden, die das können. RE: Mallow / DLV - Diak - 19.09.2021 (19.09.2021, 11:08)Reichtathletik schrieb: andererseits werden junge ("unerfahrene") Trainer verdammt.nö. Her mit den jungen Trainer:innen, wir bilden sie regelmäßig aus und fort und geben ihnen Verantwortung. Kritisiert wird zurecht, dass Leute mit zu wenig Trainererfahrung - und dazu in ihnen fremden Disziplinen - in leitender Funktion eingesetzt werden. Zitat:Wieso sollten die "erfahrenen" auf einmal den Verband und die deutsche LA auf Kurs bringen, nachdem sie es lange nicht getan hatdie Leichtathleitk bringen wir nur alle gemeinsam voran. Um die nötigen Erfahrungen zu machen, braucht es Gelegenheit, mit Talenten und Top-Athleten zu arbeiten. Wer darin Qualität nachweist: gute Leute sehr gut zu machen, Führungsqualität zu haben, fachlich fundiert zu sein, der kann Bundestrainer werden, nicht derjenige, der früher selbst Athlet beim leitenden Bundestrainer der entsprechenden Disziplingruppe war. Zitat:Zum Fall Weber/Mihambo: Athleten auf Weltklasse-Niveu zu betreuen ist ein Vollzeit-JobWeber/Mihambo und Kaul/Kaul haben das Gegenteil bewiesen. Uli ist jetzt Trainer von Maleika und zahlreichen weiteren Topathlet:innen und Bundestrainer und Manager. Das ist verdammt viel. Ein Nebenamtler mit kleiner passender Gruppe kann den gleichen Aufwand betreiben. Zitat:einen OSP gibt es nichtklar gibts in HH einen OSP. Und noch mal: Ich habe hier nirgendwo gelesen, dass man nicht versuchen soll, Sebastian für den Verband zu gewinnen und ihm Hauptamtlichkeit zu ermöglichen. Das Kriterium ist nicht vor allem jung oder alt - die Frage ist, ob man die richtigen Leute an die entscheidenden Stellen bekommt und dort so lange hält, dass sie etwas entwickeln können. Noch entscheidender sind funktionierende Trainer-Athleten-Teams vor Ort, die in Ruhe ihre Arbeit machen können. Beides funktioniert im DLV seit Jahren im Schnitt nicht gut, wobei den Bockmist der Spitzensportverhinderungsreform ja weniger der DLV als der Bund und der DOSB verzapft haben. |