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Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? (/showthread.php?tid=4143) Seiten:
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RE: Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? - Dr. Klaus - 30.04.2021 (30.04.2021, 08:52)Thorwirth schrieb:Das läßt sich überhaupt nicht verallgemeinern und ist individuell sehr unterschiedlich, welche Belastungen wie vertragen werden. Meine Frau hatte bei Umfängen von 80 km (peak 100km) 6 Stressfakturen im Laufe der Jahre. Immer wenn die Bahnlaufsaison begann, wurde es kritisch. Wahrscheinlich spielten auch Pollenallergien eine Rolle.(30.04.2021, 00:11)Delta schrieb: 160 km sind aus meiner Sicht viel zu viel. Wichtig zu wissen wäre wie der Untergrund ist. Strasse wäre ganz schlecht. Bahn ist auch nicht gut. Die Afrikaner laufen aud recht weichen Wegen. Das gilt auch z.B für St. Moritz wo kilometerlange Waldwege vorhanden sind. Ich denke zwischen 85-125 km wäre Ok aber wichtig auf weichem Untergrund und mit viel Intervall 3000 und 5000 m. Auf der Bahn sollten Sie nur etwa 25% trainieren. Rasen, Waldwege helfen dem Köroer und schulen das Gleichgewicht. Wenn Herren 160 - 200 km laufen sollten Frauen 30% weniger machen.Bei allem Respekt: Man kann immer über Umfänge diskutieren, aber zu sagen 160km seien "viel zu viel" ist schlichtweg falsch wenn man sich das Training nationaler und internationaler Athlet:innen sowie die Trainingslehre anschaut. RE: Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? - Jo498 - 30.04.2021 Die 100 Meilen/160 km pro Woche sind seit über 60 Jahren (also seit dem "modernen" Langstreckentraining von Lydiard u.a.) ein Richtwert für Profis ab 1500m. Und nach manchen Quellen waren das bei Lydiard nur die "hochwertigen" Einheiten, lockeres Jogging kam noch dazu! D.h. für 10000-Marathon sogar eher wenig, bei allen individuellen Unterschieden. Gerade in Grundlagenphasen/TL laufen viele eher mehr, selbst manche 800/1500-Typen. Dass man heute versuchen kann, manches schonender durch Alternativtraining zu gestalten, ist eine andere Sache. Das wird aber auch gemacht; ich meine zB Reh hätte schon vor ein oder zwei Jahren mal gesagt, dass sie eine Grundlagenausdauereinheit pro Woche auf dem Rad macht. Andererseits mögen viele Athleten Alternativtraining überhaupt nicht (hat Dattke zB mal explizit gesagt und auch in Interviews mit Koko habe ich solche Andeutungen gehört). Pauschal kann man daher nicht sagen, dass das zu viel ist. Die Frage ist eher, ob manche/r eben das Pech hat, dass der Körper die nötigen Umfänge nicht aushält. Bei jemandem wie Reh könnte auch sein, dass die wohl schon sehr hohen Umfänge im Teenageralter sich leider nun negativ bemerkbar machen. RE: Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? - lor-olli - 30.04.2021 Verträglichkeit ist sehr individuell (Kjell-Erik Ståhl, über 100 Marathons, 70 unter 2h:20, voll berufstätig, Trainingsumfänge von 150km waren die Regel über Jahrzehnte, nur eine größere Verletzung an der Ferse) anderen bereiten bereits 75 km die Woche über Jahre mit wenig Wettkämpfen Probleme… Bei den Spitzenleuten sollte eine vernünftige Prävention (Trainingssteuerung) und eine gute medizinische Begleitung (inkl. guter Anamnese auch bei kleinen Verletzungen) dazu gehören. Mit einem durchdachten Konzept - und nicht nur "Kilometer schrubben" - ließen sich einige der Standardverletzungen wie Ermüdungsbrüche definitv vermeiden, sie kommen nicht aus heiterem Himmel. Auch die Belastungsintensität und eine kontrollierte Ernährung spielen eine große Rolle (100km belasten die Strukturen je nach Untergrund, Tempo, Belastungsbereich, Körpergewicht und individueller Ausprägung der Strukturen sehr unterschiedlich). Eine feste Zahl kann man meiner Meinung nach nicht pauschal nennen, auch weil Athleten und Athletinnen recht unterschiedlich auf das gleiche Training ansprechen, hier ist die Umsicht des Trainers / der Trainerin gefragt. RE: Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? - Sprunggott - 30.04.2021 Ich hatte ja in meiner Anmerkung geschrieben - Für SIE finde ich 160km zu viel ! Wer sie ganze Verletzungsgeschichte von Reh kennt, sollte nach 2 min nachdenken das wissen. Ich bin auch in jungen Jahren einige 10K Straße in 29:00 - 30:00min gelaufen (besserer) Durchschnitt. Mein Schnitt (bitte nicht als Maßstab nehmen): Entlastung 50km/ W Standart 80-110km / Belastung 110-130km Umfang - zu 80% Waldboden. Mein Trainer war aber schlau genug die Ausdauer auch auf dem Rad, im Wasser etz. zu machen, und sinnvoll zu entlasten, schonen und zu kompensieren - eine Kunst. die weitestgehen verloren gegangen ist! RE: Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? - sub4 - 30.04.2021 Aus meiner Erfahrung können 5000 bis 10.000m auch mit 120 bis 140 Wochenkilometer sehr gut gelaufen werden. Darunter wirds schwierig. Halbmarathon und Marathon hingegen benötigen 180 bis 220 Wochenkilometer. Marathonläufer sind aber auch nicht zwangsläufig häufiger verletzt als 10.000m Läufer*innen. Sodass die Kilometeranzahl nicht unbedingt mit der Verletzungsrate korreliert. RE: Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? - sabla - 30.04.2021 Auf Coe - in sein Buch von 2012, er hat mehr oder weniger zugegeben, dass viele seine Interviews während sein Karrier zu seinem Trainings Lügen hattet - Ovett hat auch dieses bestätigt. Es gibt auch ein paar andere dinge in sein Trainings das "anderes" war, aber ein ähnlicher Effekt als Mileage hat - jeden Woche hat er ein paar Stunden Koordination gemacht, mit relativ hoch intensität, also etwas wie ein 1 Stunde lauf, aber zählt nicht in sein Mileage. (30.04.2021, 06:58)Atanvarno schrieb: Training überwiegend auf weicheren Untergründen stimme ich zu, das mit dem Kilomterumfang sehe ich anders. Der ist nicht alles, aber in den meisten Fällen doch Grundvoraussetzung für eine Topleistung. Athleten wie beispielsweise Lagat, die vorwiegend über die Intensität kommen, sind im Ausdauerbereich die Ausnahme. In meine Meinung ist Lagat kein gutes Beispiel für Aerobic-Training. Vielleicht bin ich ein bisschen zynisch, aber ich kenne nicht so viel andere AuA, die unglücklicherweise ein A-Probe positiv hatten, und dannach eine B Probe, die nicht getestet werden könnte. Sein Training erriniert mich ein bisschen an einen anderen, der schneller als er über 1500m war (ich nenne seinen Namen nicht), der auch sehr schnell mit "wenig kilometres, hoch qualität" gelaufen ist, während dieser Zeit... Im Allgemeinen ist 160km definitiv nicht zu viel. Das bedeutet nicht, dass alle machen sollten. Man muss finden was funkioniert. Jeder ist anders, und was passt ändert sich mit der Zeit - ohne eine ganze Geschicht, kann man nicht sagen, dass jemand zu viel oder zu wenig macht. Ich denke Reh ist gut genug, dass sie besser als wir weiß, was ihr Programm sein soll. RE: Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? - Atanvarno - 30.04.2021 (30.04.2021, 10:59)Sprunggott schrieb: Ich hatte ja in meiner Anmerkung geschrieben - Für SIE finde ich 160km zu viel ! Hattest du nicht (bzw. habe ich es nicht so verstanden), nur deswegen gibt es diesen Thread
RE: Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? - Atanvarno - 30.04.2021 (30.04.2021, 12:18)sabla schrieb: In meine Meinung ist Lagat kein gutes Beispiel für Aerobic-Training. Vielleicht bin ich ein bisschen zynisch, aber ich kenne nicht so viel andere AuA, die unglücklicherweise ein A-Probe positiv hatten, und dannach eine B Probe, die nicht getestet werden könnte. Die B-Probe wurde getestet und sie war negativ RE: Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? - Sprunggott - 30.04.2021 (30.04.2021, 12:29)Atanvarno schrieb:WK anfang Juni (4 Wochen) ist unter dem Apekt einer vollständigen Genesung völlig Utopisch ! Und 160km in der Woche Laufen (also nur Ihr Lauftraining) + andere Inhalte on Top finde ich arg überzogen!(30.04.2021, 10:59)Sprunggott schrieb: Ich hatte ja in meiner Anmerkung geschrieben - Für SIE finde ich 160km zu viel !Hattest du nicht (bzw. habe ich es nicht so verstanden), nur deswegen gibt es diesen Thread edit mod: abgetrennt ausVerletzte DLV-Athleten 2021 (Aktuell Alina Reh) .... Ich bin davon ausgegangen das bei der Überschrift vom Thread, und IHR, dies klar war. Aber Sorry wenn nicht RE: Trainingsumfang im Langstreckenlauf - Sind 160km/Woche überzogen? - Diak - 30.04.2021 (30.04.2021, 10:59)Sprunggott schrieb: Ich hatte ja in meiner Anmerkung geschrieben - Für SIE finde ich 160km zu viel !und: mindestens so relevant wie die Spitzenbelastung ist doch das Verhältnis von Umfang und Intensität und die Steigerungsrate beider Parameter im Karriereverlauf. |