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IAAF plant größere Änderungen im Gehen - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: IAAF plant größere Änderungen im Gehen (/showthread.php?tid=3142) |
RE: IAAF plant größere Änderungen im Gehen - Robb - 07.02.2019 Was dabei rauskommt, wenn Fachidioten Entscheidungen treffen, sieht man am Breitband-Ausbau in Deutschland. Wie oft gab es schon grossspurige Ankündigungen für flächendeckendes Breitbandinternet und wie oft wurden die Ziele deutlich verfehlt? Die IAAF hat keine Sohlentechnik, deshalb ist es unsinnig, einen Zeitpunkt für die Einführung festzulegen. ERST entwickelt man die Technik, dann testet man sie, dann setzt man sie ein. RE: IAAF plant größere Änderungen im Gehen - longbottom - 07.02.2019 Das Problem ist, dass Gehen im olympischen Programm auf der Kippe steht. Mag sein, dass die IAAF zumindest was das Tempo der Einführung angeht über das Ziel hinausschießt. Aber man versucht das zumindest aus der doch recht ehrenwerten Absicht, diese Disziplin in der öffentlichen Wahrnehmung zu retten. Immer weiter wie es wahr kann nicht das Ziel sein, denn der aktuelle Zustand des Gehens ist selbstverschuldet schlecht. Die Leichtathletik hat zwar wahrhaftig noch genug andere Baustellen, vor allem rund um die Dopingbekämpfung, aber deshalb kann man die Augen vor dieser doch ziemlich großen Baustelle nicht verschließen. RE: IAAF plant größere Änderungen im Gehen - dominikk85 - 07.02.2019 Im Breitensport gäbe es damit natürlich Probleme, aber es geht ja um die Rettung des Sports. ein elektronisches system wäre da imo ideal. Jeder Athlet hat 10 violations frei (was bei 30000 Schritten sehr wenig ist) und wenn deine "balken" verbraucht sind bist du raus. sehe da auch kein Problem für den Zuschauer, ein balken System (wie beim Akku am handy) ist transparent und Zuschauer vertrauen Technik auch wenn sie sie nicht verstehen, das war beim wind Score beim skispringen auch kein Problem. RE: IAAF plant größere Änderungen im Gehen - Paragraf - 07.02.2019 Und die Streckenänderung ist wahrscheinlich nur dazu gedacht, dass man die Ergebnisse vorher - nachher nicht vergleichen kann und keiner merkt, dass die früheren Zeiten nicht mehr erreicht werden können. RE: IAAF plant größere Änderungen im Gehen - dominikk85 - 07.02.2019 Das die Technik gibt es noch nicht Argument ist imo auch nicht gut. Wenn man etwas wirklich will macht man es technisch möglich. Die iaaf muss jetzt handeln und dann die Technik forcieren. Die Amis hatten auch nicht die Technik zur mondlandung als Kennedy sie versprochen hat. RE: IAAF plant größere Änderungen im Gehen - Atanvarno - 07.02.2019 Kennedy hat dem Mondlandeprogramm mehr oder weniger unbegrenzte Ressourcen zur Verfügung gestellt - wo sollen die im Gehen herkommen? RE: IAAF plant größere Änderungen im Gehen - Sinafan - 07.02.2019 Nur zwei Anmerkungen: 1) Mich hat es immer enorm gestört, dass das 50km gehen länger als der Marathon ist. Es nimmt dem marathon etwas von seinem Nimbus, wenn da eine noch härtere und längere Strecke im Angebot ist. 2) Das Gehen ist mit Abstand die unpopulärste Disziplin der Leichtathletik. Die Willkür der Kampfrichterentscheidungen ist sicher nicht der einzige Grund dafür, aber doch ein anonsten relativ einmaliges Element der Willkür in einem sonst so objektiv meßbarem Sport. Wenn das beseitigt würde, wäre das hilfreich. RE: IAAF plant größere Änderungen im Gehen - alex72 - 07.02.2019 Wenn sich das Gehen nicht reformiert ist es bald nicht mehr olympisch und damit praktisch tot. Zumindest die willkürlichen Disqualifikationen würden endlich enden. Ob das zur Rettung reicht ist fraglich. Letztlich wird das Gehen immer die erste Disziplin sein die einer Reform zum Opfer fallen wird weil sie einfach kaum vermittelbar ist. RE: IAAF plant größere Änderungen im Gehen - Jo498 - 07.02.2019 (07.02.2019, 12:04)alex72 schrieb: Letztlich wird das Gehen immer die erste Disziplin sein die einer Reform zum Opfer fallen wird weil sie einfach kaum vermittelbar ist.Sehe ich ähnlich. Man muss sich nicht darüber wundern, dass Gehen auf der Streichliste steht, sondern dass es sich überhaupt so lange gehalten hat. Wobei es schon absurd ist, erst 50km für Frauen einzuführen und zwei Jahre später die Änderung auf 10+30 anzukündigen... RE: IAAF plant größere Änderungen im Gehen - lor-olli - 07.02.2019 Generell ist eine Entscheidung die die Willkür in der LA minimiert oder ausschaltet zu begrüßen, dass war / ist im Gehen noch immer ein Nachteil gegenüber den anderen LA-Diziplinen (Wo heute schon "Übertreten" beim Wurf / Stoß zurückgenommen wird, wenn die Kamera eine Fehlentscheidung offensichtlich machte, nicht immer, aber es kam jetzt auch international schon häufiger vor). Ich habe mich nicht so eingehend mit der Technik der elektronischen Einlegesensoren beschäftigt, wenn ich aber sehe welche Techniken z.B. in der Medizin bereits Verwendung findet, sollten die Probleme handhabbar sein. Bezüglich des Preises kann man nur sagen, dass Piezokontakte heute eher günstig sind – beim Preis von Schuhen und Einlegesohlen (Marathonies laufen, Fahradfahrer fahren auch mit Chip…). Zur Fehlalarmminimierung ist es auch nur eine Frage der Auswertungstoleranz um hier eindeutige Fehler nachzweisen/anzuzeigen. (Die meisten hier kennen wohl Drucksensorplatten in der Sportanalyse, das Prinzip ist also gut bekannt) In der Summe kämpfen heute viele Sportarten mit technischen Lösungen - oft nicht weil die technischen Lösungen nicht funktionieren (Fotofinish, Linienkameras etc. im Fußball ), sondern weil sie einfach den Irrsinn einiger emotionaler Reaktionen "öffentlich" ad absurdum führen. Manch einem Fußballtrainer scheinen nicht einmal die dümmsten Argumente diesbezüglich peinlich!Die LA ist eine der ältesten Sportarten überhaupt, aber die Technik hat die Sportart schon immer stark beeinflusst, zuerst bezüglich Ausführung (Flop, Drehstoß, Sprungtechnik), aber auch bezüglich der "Hardware" (Speere, Matten, Kunststoffbahnen, Zeitmessung, Schuhwerk u.a.). Insgesamt ist Veränderung nicht zu vermeiden und wenn sie Klarheiten schafft sollte man dies vom sportlichen Standpunkt her begrüßen, oder nicht? Bezüglich der Streckenlänge ist es vielleicht eine Überlegung sich die letzten Entscheidungen bei Olympischen Spielen über die langen Distanzen in Erinnerung zu rufen - sehr häufig extreme Hitze über eine lange Zeit auf einer Asphaltstrecke die die Temperaturen nicht erträglicher machen. Tokio wird im Sommer z.B. auch oft über 30°C heiß! |