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Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen? - Druckversion

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RE: Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen? - MZPTLK - 17.11.2018

Javeling, bedenke bitte das bipolare Krankheitsbild, es sind gar nicht so Wenige,
besonders auch im (Leistungs-)Sport, die diese Problematik mit sich rumtragen.
Es erklärt und entschuldigt wohl nicht alles, was Christian ge- und er-lebt hat.
Jedenfalls ist ihm alles Gute zu wünschen, wobei ihm auch seine verbliebenen Freunde helfen.

Zu lernen wäre, dass man für ein solches Krankheitsbild auch besonders im Sport sensibel sein sollte.


RE: Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen? - dominikk85 - 17.11.2018

(17.11.2018, 16:35)Javeling schrieb:
(17.11.2018, 08:24)Gertrud schrieb:
(16.11.2018, 18:14)Javeling schrieb: Frage : 'Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen?'
Antwort : 'Nichts !'
Ich lehne nicht so kategorisch ab, sondern versuche, in jeder Form zu optimieren. Warum ist er so stark in diese bipolare Störungssituation gerutscht? Ich sehe diese überdimensionale Verliebtheit in die sportlichen Erfolge, das temporäre im Mittelpunkt Stehen und die damit verbundene überdimensionale Vernachlässigung anderer Lebensbereiche als einen sehr großen Fehler an. Davon können junge AuA schon lernen.......
Gertrud

-Kurzes Zitat - Überhaupt ist Schenks Leben eine rasante Achterbahnfahrt: Mal rauf – mal runter, im privaten wie im geschäftlichen Bereich. Scheidung von seiner ersten Frau Helke – „Es traf mich wie einen Schlag. Ich fühlte mich mickrig wie ein Wurm. Ich war doppelt betrogen worden: von meiner Frau und meinem damals besten Freund.“ Hochzeit und dann später erneut Trennung von seiner zweiten Frau Dawn, die er auf Schloss Liebenberg geheiratet hatte.
Die Söhne Arvid und Aaron sind Christian Schenk in seinem Leben eine der wenigen festen Konstanten. Arvid setzte sich persönlich dafür ein, dass sein Vater nach der Leichtathletik-WM in Berlin im November 2009 in eine Klinik eingeliefert wird. Die manischen ersetzen oft die depressiven Phasen und umgekehrt. Als schließlich Wahn-Vorstellungen („Ich hielt mich für Anis Amri; den Attentäter vom Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz“) mit Selbstmordgedanken abwechseln, hat Schenk Glück, dass ihm erneut Freunde helfen.- Zitatende -

>>>>'Mal rauf - mal runter' im Leben ist keine neue Erkenntnis. Neu sind jedoch die Scheidungen, die Betrügereien und andere privaten und geschäftlichen Probleme. Neu auch, dass er sich für Amri gehalten hat. Neu auch, dass er spät, sehr spät seine Dopingvergangenheit bekannt gab. Vorher war er lupenrein. Neu auch, dass sein Geständnis erst mit der Veröffentlichung seines Buches erfolgte. Alt ist jedoch die Erkenntnis, dass nach vielen Problemen 'depressive Phasen' folgen können. Kann man alles heutzutage googeln, wenn man über keine Fachbücher verfügt.
Schon dieser kurze Ausschnitt zeigt, dass man aus diesem Leben nichts lernen kann. Auch nicht, wenn er immer wieder in der Öffentlichkeit betont, dass er sich tatsächlich für Amri hielt..........
Heinz Engels, Mainz
Wann haben den ilke wyludda und heike drechsle Doping zugegeben? Alle DDR athleten waren gedopt und konnten auch nicht wirklich etwas dagegen machen wenn sie im kader bleiben wollen.

er hat es halt zugegeben weil er erwischt wurde, das er das vorher nicht thematisiert hat hat er mit allen top athleten (schult, timmermann, bayer, wyludda...) gemeinsam, da hat keiner was zugegeben.


RE: Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen? - Gertrud - 17.11.2018

(17.11.2018, 19:31)MZPTLK schrieb: Javeling, bedenke bitte das bipolare Krankheitsbild, es sind gar nicht so Wenige,
besonders auch im (Leistungs-)Sport, die diese Problematik mit sich rumtragen.
Es erklärt und entschuldigt wohl nicht alles, was Christian ge- und er-lebt hat.
Jedenfalls ist ihm alles Gute zu wünschen, wobei ihm auch seine verbliebenen Freunde helfen.

Zu lernen wäre, dass man für ein solches Krankheitsbild auch besonders im Sport sensibel sein sollte.

Als Trainer/in steht man da auch immer in der Verantwortung! Umgekehrt standen zwei meiner ehemaligen Athletinnen sofort auf der Matte, als es mich unverhofft kalt erwischt hat.  Thumb_up

Gertrud


RE: Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen? - Javeling - 19.11.2018

(17.11.2018, 19:31)MZPTLK schrieb: Javeling, bedenke bitte das bipolare Krankheitsbild, es sind gar nicht so Wenige,
besonders auch im (Leistungs-)Sport, die diese Problematik mit sich rumtragen.
Es erklärt und entschuldigt wohl nicht alles, was Christian ge- und er-lebt hat.
Jedenfalls ist ihm alles Gute zu wünschen, wobei ihm auch seine verbliebenen Freunde helfen.
Zu lernen wäre, dass man für ein solches Krankheitsbild auch besonders im Sport sensibel sein sollte.

Selbstverständlich sollte man für alle Krankheitsbilder sensibel sein. Nicht nur im Sport besonders, sondern in allen Bereichen - private und berufliche -. Man schätzt, dass etwa 1 bis 3 % der Bevölkerung betroffen sind. Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Jedoch gibt es eine erbliche Veranlagung und auch äußere Einflüsse. Die Störungen sind von Patient zu Patient auch unterschiedlich. In jedem Fall sind die einzelnen Phasen sehr problematisch. Wenn keine Fachliteratur im Bücherschrank, so kann man heutzutage alles googeln und sich so 'schlau' (informieren / lernen) machen.

Die Frage lautete : 'Was kann man aus dem Leben von Ch. Schenk lernen ?' Deshalb war meine Antwort kurz : NICHTS (kann man LERNEN).
Natürlich wünscht man ihm alles Gute und hilfsbereite Freunde (wo waren sie vorher ?).
Heinz Engels, Mainz


RE: Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen? - Küstenkrebs - 19.11.2018

Es gibt zur Zeit Streit darüber, wer als DDR-Doping-Opfer entschädigt werden sollte und dabei geht es auch um Chistian Schenk, der wissentlich gedopt hat und dies lange bewusst verschwiegen hat:

"In besagtem Interview mit dem Nordkurier erzählt er gar, dass er 1990 darüber nachgedacht hatte, Doping zuzugeben. In der Abwägung, was dann passieren würde, Imageschaden, Verlust von Geld und Medaillen habe er dann stattdessen die Formulierung gewählt, nicht wissentlich Dopingmittel genommen zu haben. Aber er wusste es."

https://www.deutschlandfunk.de/doping-kritik-am-dopingopferhilfegesetz.1346.de.html?dram:article_id=433537

Es geht letztlich auch um Geld.


RE: Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen? - Javeling - 19.11.2018

(19.11.2018, 21:30)Küstenkrebs schrieb: Es gibt zur Zeit Streit darüber, wer als DDR-Doping-Opfer entschädigt werden sollte und dabei geht es auch um Chistian Schenk, der wissentlich gedopt hat und dies lange bewusst verschwiegen hat:

"In besagtem Interview mit dem Nordkurier erzählt er gar, dass er 1990 darüber nachgedacht hatte, Doping zuzugeben. In der Abwägung, was dann passieren würde, Imageschaden, Verlust von Geld und Medaillen habe er dann stattdessen die Formulierung gewählt, nicht wissentlich Dopingmittel genommen zu haben. Aber er wusste es."

https://www.deutschlandfunk.de/doping-kritik-am-dopingopferhilfegesetz.1346.de.html?dram:article_id=433537

Es geht letztlich auch um Geld.

Danke für diesen Hinweis.


RE: Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen? - unruh - 20.11.2018

also unter einem Dopingopfer dass entschädigt werden sollte, stelle ich mir etwas anderes vor.
Kann man für Betrug, wenn man es so hart nennt - noch belohnt werden?
Haben alle die gesundheitliche Schäden bekommen haben und jetzt eine Entschädigung bekommen garnichts von ihrem Doping gewusst?
Nicht einfach die Antwort.


RE: Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen? - unruh - 21.11.2018

bei meiner letzten meinungsäusserung wusste ich nichts vom Streit gegen Franke..
Das Schenck gerade jetzt von so großen Gesundheitsschäden erzählt finde ich so passend.
Die ehrlichen Zehnkämpfer wurden damals betrogen, sollen sich heute alle Bürger wieder betrügen lassen?
Vielleicht sollte man auch allen festen und freien Mitarbeitern der Stasi eine Zusatzrente zahlen,die leiden bestimmt heute noch unterder "erzwungenen" Tätigkeit.
gehts denn noch ?


RE: Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen? - dominikk85 - 21.11.2018

(20.11.2018, 10:17)unruh schrieb: also unter einem Dopingopfer dass entschädigt werden sollte, stelle ich mir etwas anderes vor.
Kann man für Betrug, wenn man es so hart nennt - noch belohnt werden?
Haben alle die gesundheitliche Schäden bekommen haben und jetzt eine Entschädigung bekommen garnichts von ihrem Doping gewusst?
Nicht einfach die Antwort.

welcher der DDR sportler hat denn am betrug gut verdient? Profitiert hat vor allem die politische Klasse der DDR die sich mit titeln und propaganda schmücken konnten.


RE: Was kann man aus dem Leben von Christian Schenk lernen? - unruh - 21.11.2018

wenn ich das Betrug nenne meine ich den moralischen Aspekt.
In Geld gesehen hat ein ddr Sportler nur unwesentlich etwas bekommen.
Dem Staat war die Reputation wichtig,dem Sportler der natürliche Drang nach Anerkennung.
Schlimmer als damals finde ich deshalb die Versuche die Rollen vertauschen zu wollen.