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Heinig und Gabius im Fernsehen - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Heinig und Gabius im Fernsehen (/showthread.php?tid=3066) |
RE: Heinig und Gabius im Fernsehen - frontrunner800 - 24.10.2018 Arne Gabius ist der mit Abstand beste deutsche Langstreckenläufer der vergangenen Jahre. Er ist in Deutschland eine Klasse für sich und steht haushoch über allen anderen deutschen Langstrecklern. Punkt! Dieses seichte Geschwätz hier über ihn ist unerträglich. RE: Heinig und Gabius im Fernsehen - aj_runner - 25.10.2018 @ Atanvaro, Jo498 Ihr seit ja die Statistikexperten und ihr dürft mich gerne eines Besseren belehren. Aus meiner Erinnerung hat Arne in den letzten 3 Jahren ein sehr gutes (Frankfurt 17) und ein herausragendes (Frankfurt 15) Rennen gemacht. Es gab viele Ausstiege, Nichtantritte und Leistungen, die unterhalb von internationalen Qualifikationsnormen lagen ein. Spontan fallen mir zu den mutigen Ankündigungen London 2016 (Ausstieg), Boston (Top 10) und HM Berlin 2016 (wollte den DR angreifen) ein. Dass er damit trotzdem der beste deutsche Straßenläufer sein kann, ist eher ein Armutszeugnis für die deutsche Laufszene als ein Widerspruch. RE: Heinig und Gabius im Fernsehen - aj_runner - 25.10.2018 (24.10.2018, 15:50)frontrunner800 schrieb: Arne Gabius ist der mit Abstand beste deutsche Langstreckenläufer der vergangenen Jahre. Er ist in Deutschland eine Klasse für sich und steht haushoch über allen anderen deutschen Langstrecklern. Punkt! Dieses seichte Geschwätz hier über ihn ist unerträglich.§ 1: Meine Meinung ist unantastbar § 2: Ich weiß, was am besten für Koko ist § 3: Sollte ich einmal nicht recht haben, dann siehe § 1 oder § 2 oder beide zusammen Punkt. RE: Heinig und Gabius im Fernsehen - Atanvarno - 25.10.2018 @aj_runner Mich stört das "fast nie". Natürlich hat Arne schon Ankündigungen gemacht und dann nicht "geliefert", aber nicht in dem Maße, dass daraus für mich ein "fast nie" wird. Wenn bspw. aus einem angekündigten DR immer noch eine 62:45 wird, ist das ja jetzt auch kein Versagen (sondern im Gegenteil eine Zeit, die den Optimismus für die London-Prognose berechtigte). In Boston hat fast das komplette Elitefeld aufgrund der Witterungsbedingungen "versagt". Arne ist eben jemand, der im Gegensatz zur in Deutschland weit verbreiteten Mentalität hohe Ziele formuliert und auch in die Öffentlichkeit trägt. Mal klappt das und mal klappt das nicht. Schade dabei ist, dass man dann in Deutschland auf das "klappt nicht" fokussiert und meinem Gefühl nach besonders hart kritisiert, wenn ein Ziel mal nicht erreicht wird. In anderen Ländern ist das nicht so, da bewundert man eher die Ambition und leidet beim Scheitern mit. Es ist die Frage, ob er nach einer Reihung von schwächern Ergebnissen in den letzten eineinhalb Jahren und nach dem 10er in Berlin einen Artikel autorisieren sollte in dem ihm (vom Reporter, wohlgemerkt, das Zitat zur Renngestaltung, das jonas weiter oben gebracht hat, stammt nicht von Arne) ein deutscher Rekord als Ziel für Frankfurt unterstellt wird. RE: Heinig und Gabius im Fernsehen - beity - 25.10.2018 (25.10.2018, 06:59)aj_runner schrieb:Du hast die Ausrufezeichen vergessen(24.10.2018, 15:50)frontrunner800 schrieb: Arne Gabius ist der mit Abstand beste deutsche Langstreckenläufer der vergangenen Jahre. Er ist in Deutschland eine Klasse für sich und steht haushoch über allen anderen deutschen Langstrecklern. Punkt! Dieses seichte Geschwätz hier über ihn ist unerträglich.§ 1: Meine Meinung ist unantastbar ![]() Ich finde es absolut legitim, das ein Athlet, der in der Öffentlichkeit steht, der aufgrund dessen auch einen Teil seiner Einnahmen rekrutiert, auch an seinen Aussagen öffentlich gemessen werden darf. Ich persönlich glaube schon, das man kritisch auch das ein oder andere hinterfragen darf. Es sollte allerdings fair und nicht gegen die Person Arne Gabius gemünzt sein. Die allermeisten hier respektieren Arne dafür war es schon geleistet hat (soll ich recht auch Punkt! dranhängen ) und das kommt auch in den meisten Kommentaren raus.Ich finde den aktuellen Karriereverlauf und möglicherweise noch zukünftigen von Arne Gabius sehr interessant. Mal losgelöst von der Person. Wir haben einen Athleten, der über Umfänge schon vieles gemacht hat, der sehr viel über Intensitäten und Tempowechsel gearbeitet hat ( auch im bewusst herbeigeführten glykogenverarmten Zustand), im Bereich der Ernährung wurde schon einiges getan und ich vermute auch ganz stark im Bereich der physiotherapeutischen Begleitung inklusive entsprechender Übungen. Arne hat hier insgesamt schon mehr investiert als jeder andere deutsche Langstreckler der Neuzeit. Also was tun, um die Leistung noch mal auf ein höheres Niveau zu heben? Mehr Umfang? Mehr Intensität? noch besser den optimalen Zeitpunkt für Belastung und Entlastung herausfinden? noch weiter an der Ernährungsschraube drehen? (hier sieht Arne noch Ressourcen) sich noch mehr quälen (da hat meines Erachtens Arne bei seinem Deutschen Rekord 2005 seine autonomen Reserven schon sehr angekratzt)? im therapeutischen Bereich noch tiefer gehen (auch hier sieht Arne noch Verbesserungspotential, Stichwort "Dysbalancen")? Auf der anderen Seite haben wir den Körper im Alter von 37 Jahren. Der die letzten Jahre schon das ein oder andere Mal aufmuckte. Kann der Körper wirklich noch neue Reize annehmen (adaptieren) um auf ein höheres Niveau zu kommen. Also nicht nur das Niveau halten, sondern sogar verbessern? Diese Frage beantwortet zu bekommen ist für mich persönlich das interessanteste und darüber mir Gedanken zu machen und sie sogar hier gelegentlich zu äußern, wollte ich mir und sollten sich auch andere nicht nehmen lassen. RE: Heinig und Gabius im Fernsehen - Atanvarno - 25.10.2018 Die Stellschrauben liegen aus meiner Sicht nicht im direkten Trainingsbereich (Umfang/Intensität). Nach Arnes veröffentlichten Trainingsaufzeichnungen 2015/2016 hätte mich in dem Zeitraum auch eine 2:06 nicht überrascht (DerC sieht das ähnlich). D.h. er muss kein neues Leistungsniveau im Training erklimmen, sondern nur einen Zustand herstellen, dass er wieder auf diesem Niveau trainieren kann und es in einem Lauf auf die Straße bringt. Verletzungen, die kontinuierliches Training verhindern, vermeiden ist also der entscheidende Punkt. Das ist natürlich wesentlich einfacher gesagt als getan, aber er scheint ja der Meinung zu sein, dass er jetzt den Schlüssel zu zukünftiger Verletzungsfreiheit gefunden hat. Schaun mer mal... RE: Heinig und Gabius im Fernsehen - lor-olli - 25.10.2018 Zum Glück kann es Gabius schnuppe sein was so manchmal gepostet wird… ![]() Er ist Profi genug um sich entsprechend auf ein Rennen vorzubereiten, seine Ankündigungen basieren auf einer Hochrechnung seiner Trainings- und Vorbereitungsergebnisse und er hat genug Erfolge stehen UND letzlich bleiben in der Erinnerung nach seiner Karriere seine besten Leistungen stehen, dies zu Recht! Er hat auch nicht nur auf das Laufen gesetzt, sondern eine berufliche Karriere nach dem Laufen erfolgreich initiiert, in einem Beruf der hohe zeitliche und belastende Anforderungen stellt! Insofern finde ich es akzeptabel wenn nicht jede Ankündigung auch Bestand hat. Wer sich auf diesem Leistungsniveau bewegt spielt in der Summe immer ein wenig mit dem Feuer, bei einem Sprinter ist ein besch…er Lauf schnell vergessen, ein Marathoni tritt dagegen nur zwei mal im Jahr ernsthaft an. Das sieht dann nicht so gut aus. Arne Gabius ist ein starke Persönlichkeit und die haben es an sich durchaus mal eine eigene, nicht bei allen gern gesehene Meinung (darf man beim DLV überhaupt eine andere als die offizielle Meiung… ) zu äußern und ihre eigenen Pläne umzusetzen - mir ist das durchaus sympathisch. Ich drücke ihm die Daumen das er noch einige seiner Pläne erfolgreich umsetzen kann und ihn befriedigende Ergebnisse abliefert - mal sehen wie lange sich die deutschen Marathonis an seinen Zeiten die Zähne ausbeißen! Da ändert es auch nichts, wenn man zehn mal erfolgreich 2:12 hintereinander läuft - gut, aber nicht gut genug.
RE: Heinig und Gabius im Fernsehen - unruh - 25.10.2018 sehe das viel einfacher. hätte,hätte Fahradkette bringt doch nichts. Er hat gutes geleistet, aber das ist für mich gewesen. Seine Zeit ist vorbei das wird man doch sagen dürfen. Mich stört, das durch vollmundige Ankündigungen nun schon jahre erfolgreich versucht wird " seinen Preis" hoch zu halten. RE: Heinig und Gabius im Fernsehen - vedo - 25.10.2018 (25.10.2018, 09:26)unruh schrieb: Mich stört, das durch vollmundige Ankündigungen nun schon jahre erfolgreich versucht wird " seinen Preis" hoch zu halten.Also wenn ich mir sein IAAF-Profil anschaue, hat Gabius die letzten Jahre allesamt mit ordentlichen Bestzeiten verlassen. Zumal sein Marathon-Rekord erst aus dem Jahr 2015 stammt, also so viele dieser behaupteten "Jahre" Zeit hatte er gar nicht, sich nur vollmundig oben zu halten. Sicherlich lief das Frühjahr 2016 etwas unglücklich (da hielt er meine ich sogar drei deutsche Rekorde für möglich und letztendlich waren selbst die Ergebnisse vor London gemessen an diesem Anspruch durchschnittlich), aber sich aus der darauf auch folgenden Verletzung zurückzukämpfen und dann letztes Jahr ja scheinbar mit Sparflammen-Umfängen wieder eine 2:09:59 zu liefern, hat für mich nun wirklich nichts mit "Preis hochhalten" zu tun, was ja bedeuten würde, dass eine tatsächlich Leistung nicht mehr erfolgt. Ich denke, dass Arne selbst das letztendlich ähnlich, wie es Atanvarno beschrieben hat, sieht. Sein Rekordrennen war sicherlich nicht optimal, denn auch wenn der Kampf aller Ehren wert war und er sich damit ja wohl ziemlich abgeschossen hat, läuft man mit so frühen Problemen keine optimale Zeit. Und auch das mit dem Alter scheint er nicht so ernst zu nehmen, z.B. hat er mal bei seinem facebook-Livestream zum Breaking 2-Projekt gesagt, dass er viele Ostafrikaner wie Kipchoge, Kipsang oder Gebrselassie für deutlich älter als angegeben hält und deswegen auch für sich den Schluss gezogen hat, dass Topleistungen jedenfalls bis Mitte 40 möglich sind (hier bei ca. 1:06:00: https://www.facebook.com/arne.gabius/videos/1310051545696730/). RE: Heinig und Gabius im Fernsehen - aj_runner - 25.10.2018 (25.10.2018, 07:20)Atanvarno schrieb: @aj_runnerDer Vollständigkeit halber solltest Du auch erwähnen, dass der Ausstieg nach weniger als 15 Km damit verbunden war, dass er längere Zeit ausgefallen ist und deshalb nicht die EM-Quali über 10.000 m schaffte (auch nicht "geliefert"). Für mich ein Indikator, dass es nicht nur die widrigen Witterungsbedingungen waren. Und: Ohne Zweifel ist eine 62:45 ist für dt. Verhältnisse eine sehr gute Leistung. Sein Ziel um 2:15 Min zu verfehlen ist aber deutlich. Ich mag Arne und fiebere auch dieses Jahr wieder mit ihm mit, bin aber der Meinung, dass er (bzw. die Forengemeinde) damit leben muss, dass, wenn er seine Ankündigungen z.T. deutlich verfehlt, ihm das vorgehalten wird. |