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Mediale Einordnung der Annäherung an Dopingleistungen - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Mediale Einordnung der Annäherung an Dopingleistungen (/showthread.php?tid=2959) |
RE: Ausblick auf die Europameisterschaften 2018 in Berlin - highjumper83 - 31.07.2018 Zitat:Robb Ach ich erwarte bzw. wünsche mir so viel. Die detaillierte Trainingsverbesserung zu sehen würde ich mir schon wünschen, auch wenn das wahrscheinlich kaum jemand interessiert. Was ich auch noch nicht gehört habe, ist was sich die Spitzensportler so an Nahrungsergänzungsmitteln einverleiben. Die bessere medizinischen Erkenntnise gegenüber früher und die damit verbesserte Verletzungsprävention ... Da kann man schon ganz schon ausholen. Zitat:highjumper83 schrieb: Ja natürlich ist Doping nur für ein kleinen prozentsatz der Leistung verantwortlich. Und natürlich kann man sich ohne Training das Zeug einwerfen und es passiert nix. Aber wenn solche Leute wie der harting kapitulieren und sagen den Rekord wirft keiner mehr, also machen wir den Diskus einfach 1g schwerer. Dann haben sie entweder damals super trainiert, oder das Doping bringt doch einige Prozent oder beides.Es wäre taktisch sinnvoller gewesen, zur Jahrtausendwende die alten Rekorde zu streichen, bzw. als Rekorde des 20. Jahrhunderts zu definieren und dann eben neue Rekorde für das 21. Jahrhundert. So hätte man auch rechtliche Problem umgehen können, in die Richtung zielt auch der Workaround mit den Gewichten, aber das wäre bei Gewichten schon albern und würde bei Laufstrecken noch alberner und umständlicher. Wenn Harting da nix besseres eingefallen ist muss das noch kein Problem für unseren Sport sein.Es kann sein dass einige „damals“ super trainiert haben, es ist sehr gut möglich, dass bei vielen Doping recht viel gebracht hat. Allerdings sollte man ein wenig aufpassen, dass man die Wirksamkeit von Doping nicht unseriös anpreist, wir wollen ja keine Werbung für Doping machen. Hier wiedersprichst du dich aber. Zuerst meinst du man hätte die Rekorde zur Jahrtausendwende neu machen sollen und dann sagst du das auch saubere Sportler die Rekorde brechen können. Wenn das so ist, dann braucht man auch keine neuen Rekorde. Es ist ein schweres Thema. Klar bring Doping bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger, klar ist der eine talentierter als der andere und klar schlägt das Training bei einem besser an als bei anderen. Ich finde nur das man es sich in der allgemeinen Diskusion zu einfach macht zu sagen: "Die haben damals alle gedopt und waren darum so gut und nun trainieren wir anders und sind deswegen auch so gut." Ich wünschte mir einfach eine etwas detailliertere / abgestuftere Berichterstattung. RE: Ausblick auf die Europameisterschaften 2018 in Berlin - DerC - 31.07.2018 (31.07.2018, 06:02)highjumper83 schrieb: Hier wiedersprichst du dich aber. Zuerst meinst du man hätte die Rekorde zur Jahrtausendwende neu machen sollen und dann sagst du das auch saubere Sportler die Rekorde brechen können. Wenn das so ist, dann braucht man auch keine neuen Rekorde.Nein ich widerspreche mir nicht. Wir können nicht sicher sagen, ob ALLE Weltrekorde clean verbessert werden können. Und wenn es möglich ist, könnte ein solches Talent vielleicht erst in 150 Jahren kommen. Deshalb wären die WR für 100 Jahre besser gewesen. Dazu gibt es auch andere Neuregelungen, die Rekorde beeinflussen können, wie z. B. zum Hyperandrogenismus. Wenn Semenya weiter so weiterlaufen darf wie jetzt, bricht sie in 1 oder 2 Jahren sehr wahrscheinlich den 800m WR. Wenn nicht, dann nicht. Bei einer Regeländerung solcher Tragweeite müssten eigentlich neue Rekordlosten geführt werden. Natürlich sollte sich die Berichterstattung verbessern. Sie sollte auch weniger auf Doping und absolute Leistung fokussieren, sondern mehr auf andere Leistungsfaktoren und auf den spannenden Kampf um den Sieg. Aber wie wahrscheinlich ist das angesichtes des seit Jahrzehnten andauernden Niedergangs des ÖR und der traditionellen "Qualitätsmedien"? RE: Mediale Einordnung der Annäherung an Dopingleistungen - dominikk85 - 31.07.2018 Bezüglich des dopingverdachts hat die LA halt das Problem der objektiven Leistungen. Fußballer laufen auch schneller und mehr, aber es ist eben nicht direkt messbar. Wenn in der LA dagegen ein Doping Rekord gebrochen wird sieht man es direkt schwarz auf weiß. man muss allerdings auch sehen das es in der LA die letzten 15 jahre massive dopingprobleme gegeben hat, ganz unschuldig ist die LA also nicht.im Gegensatz dazu hat es im Fußball nur vereinzelte Fälle gegeben. Ich bin keiner der Leute die sagen Doping bringt im Fußball nichts, aber es gibt nun mal nachgewiesen weniger fälle. Natürlich kann es sein das die tests schlechter sind, oder die kriminellen Fußball verbände da was covern, aber das sind nur spekulationen. was dagegen keine Spekulation ist, ist das bis auf bolt so gut wie alle dominierenden Sprinter der letzten 20 jahre mindestens mal unter verdacht, oft auch überführt waren (gay, gatlin, powell, blake, merrit auf den 400). Das macht einen generalverdacht nicht richtig, aber verständlich. auch das thema verbesserte trainingsmerhodik überzeugt da nur bedingt, es gibt da zwar Fortschritte, aber wir haben die Begründung oft gehört und am ende war es dann doch doping (z.b bei team Telekom). Besseres Training und doping schließen sich ja nicht aus, viele laien haben ja die Vorstellung das du nur dopen und ne halbe Stunde am tag trainieren musst und schon siehst du aus wie Arnold, was natürlich Blödsinn ist. Doping bringt die letzten 5%, talent und Fleiß braucht es dennoch. das alle dopen glaube ich aber nicht, es gibt vermutlich einige saubere weltklasse leute. RE: Mediale Einordnung der Annäherung an Dopingleistungen - Jo498 - 31.07.2018 Glaube nicht, dass jemand gegen eine differenziertere Berichterstattung ist. Und besonders wenn dafür keine Zeit ist, kann man das Thema auch mal ausklammern. Die Zeiten, die die deutschen Sprinterinnen momentan laufen, sind international nicht herausragend, sie sind nicht sprunghaft gesteigert worden, sie sind erst einmal überhaupt nicht verdächtig. Wenn jetzt eine Deutsche auf einmal 7,40 weit oder 2,07 hoch springen würde, wäre es dagegen seltsam, das Doping-Thema auszuklammern. RE: Mediale Einordnung der Annäherung an Dopingleistungen - dominikk85 - 31.07.2018 So sehe ich das auch. Letztes waren die deutschen 11., 28., 46., und 63. der unbereinigten wjbl. Insgesamt liefen fast 40 Frauen um 11.10 oder tiefer. RE: Mediale Einordnung der Annäherung an Dopingleistungen - icheinfachma - 31.07.2018 Letztendlich wissen wir doch sowieso nie, wer gedopt ist und wer nicht. Schlechter zu sein als erwiesene Doper, heißt doch nicht, dass man automatisch ungedopt ist!? Auch in Deutschland läuft sicher nicht alles so sauber, wie viele von uns Fans es sich vorstellen. RE: Mediale Einordnung der Annäherung an Dopingleistungen - Atanvarno - 31.07.2018 Immer wieder erwähnenswert/augenöffnend Zur Häufigkeit des Dopings im deutschen Spitzensport RE: Mediale Einordnung der Annäherung an Dopingleistungen - icheinfachma - 01.08.2018 Allein, wenn man sich anschaut, was aus den zentralen DDR-Doping-Forschungseinrichtungen geworden ist nach der Wende (Kreischa und FKS Leipzig) und wie interessiert der BRD-Innenminister den DDR-Sportchef nach der Wende einlud, um sich das DDR-Sportsystem erklären zu lassen, sagt alles. Es gibt mehrere Bücher zum Dopingsystem der BRD, auch mit Fällen von Kinderdoping. In der BRD war das Doping lediglich in kleineren Zellen organisiert als in der DDR und nciht so penibel protokolliert, daher nciht so leicht im Nachhinein aufzudecken. Außerdem nahmen die Westsportler zwar dieselben Dosen, aber geringere Anzahl von Dopingkuren pro Jahr ein, weil sie anders als die Ostblockländer WK-Kontrollen befürchten mussten, bei denen sie sich nicht immer (aber manchmal) darauf verlassen konnten, von Funktionären gedeckt zu werden. Johnson war auch vor seinem öff. bekannten Dopingfall schonmal positiv getestet worden, die WADA fragte daraufhin beim IOC an, ob sie das veröffentlichen oder unter den Tisch kehren sollen. Das IOC wies die WADA an, den Fall nciht zu veröffentlichen, da die USA eine wichtige Kraft bei den OG seien, deren Ansehen nicht zu gefährden sei. Einen Sportler aus manch anderem Land der Welt hätte man dagegen mit Freude vorgeführt. Das West-Sportsystem hat keine reinere Weste gehabt im Kalten Krieg als das im Osten. Lediglich die straffe staatliche ORganisation fehlte im Westen. Wie es heute in D ist, ist schwer zu sagen. Ich glaube aber nicht, dass die Deutschen eine anders geartetes Gewissen als andere Länder der Welt haben. Man kann sich hinstellen und die US- und JAM-Sprinter des Dopings verdächtigen (oder Dafne Schippers) und gleichzeitig unsere Speerwerfer in den höchsten Tönen loben. Man kann (wie die US-Fans) genau das Gegenteil tun - also die eigenen Sprinter loben und usnerer Speerwerfer kritisch beäugen. Oder man kann die nationale Brille einfach absetzen udn sich eingestehen, dass es wahrscheinlich überall ähnlich ist im Leistungssport, egal welches Land und egal welche Sportart. RE: Mediale Einordnung der Annäherung an Dopingleistungen - dominikk85 - 01.08.2018 Ist Ben johnson nicht kanadier?
RE: Mediale Einordnung der Annäherung an Dopingleistungen - Robb - 01.08.2018 (01.08.2018, 10:45)icheinfachma schrieb: Oder man kann die nationale Brille einfach absetzen udn sich eingestehen, dass es wahrscheinlich überall ähnlich ist im Leistungssport, egal welches Land und egal welche Sportart.Du machst es dir aber sehr einfach. Wenn du der Meinung bist, in D wird genausoviel gedopt wie in anderen Ländern, mußt du auch erklären, wieso deutsche Topathleten nie erwischt werden. Balzer war der letzte deutsche Weltklasse-Leichtathlet, der positiv getestet wurde, sind wir also so gut im Dopen, dass wir nie erwischt werden? Und falls dem so ist, wieso sind wir dann in vielen Disziplinen so mittelmäßig? Die gedopten Russinnen liefen reihenweise die 400m unter 50s, die 800m unter 2min usw, warum sind wir nicht genausogut, wenn wir genausoviel dopen? |