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Galà dei Castelli - Bellinzona, 18.07.2018 - Druckversion

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RE: Meeting Bellinzona - 18.07.2018 - aj_runner - 20.07.2018

(19.07.2018, 22:20)Küstenkrebs schrieb: Gehring ist offenbar bis 3km gut durchgekommen, also in guter Form:

http://www.lg-telis-finanz.de/50-aktuelles/7879-keine-chance-fuer-miriam-dattke

Und das scheint von ihr ein Dankeschön für das Regensburger 10km-Rennen gewesen sein, bei dem sie mit sehr guter Zeit das EM-Ticket lösen konnte.

Das ist schade für Dattke. Warum haben die Regensburger dann nicht ein Rennen in Regensburg gemacht, wo sie bzgl. Startzeit hätten flexibel sein können?
Ich bin überzeugt, Dattke hätte eine Norm, wenn es klare Wettkampfstrategie gegeben hätte. Das ist Herrn Ring zuzuschreiben. Im März hieß es noch, sie läuft alles von 800 bis 10.000 m, EM spielt keine Rolle. Dann läuft sie knapp die Norm über 10 K, dann doch die Norm über 10K, dann folgt ein Rennen nach dem anderen, weil der Qualifikationsmodus für sie ungünstig ist. Alina hingegen ist froh, dass es kein Ausscheidungsrennen im Mai gab.
Die Frage nach den fehlenden 2 bis 3 Sek. stellt sich zudem nur, weil es Mocki zerlegt hat und die Qualinormen sehr moderat sind. Sicherlich auch ein Grund ohne klare Strategie in die Saison zu gehen.


RE: Meeting Bellinzona - 18.07.2018 - jonas - 20.07.2018

"Ausscheidungsrennen im Mai" 

Das wäre aber auch wirklich unfair, so früh die Tür zuzuschlagen.

Wäre Dattke in Tübingen nicht so schnell angelaufen, hätte sie dort vermutlich die EM-Norm über 5000m erreicht.


RE: Meeting Bellinzona - 18.07.2018 - Jo498 - 20.07.2018

Pauer ist in Tübingen eine Sekunde an der Norm vorbeigelaufen. Pech oder nicht genug gekämpft auf der letzten Runde.
Dattke hat es und das müsste man vielleicht auch ein bißchen dem Coaching zuschreiben mit ihrer selbstmörderischen Anfangs-pace in Tübingen versemmelt. Da hat sie über die ersten 3000m ihre BL auf dieser Strecke eingestellt, weil sie mit der Spitzengruppe ca. 3:03-04 pace gelaufen ist und dann noch 15:44 gelaufen. Ziemlich sicher wären da mit besserer Einteilung 15:39 drin gewesen.
Im März dachten vermutlich weder Dattke selber noch Ring daran, dass sie schon so nahe an den Normen (und auch einer Nominierung) sein könnte.

Die DM ist zwar am Nachmittag, aber es werden "nur" ca. 23-25°. Und wenn man 15:39 drauf hat, wird man sie da auch noch laufen können. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es kein rein taktisches Rennen wie letztes Jahr mit einem schnellen letzten km werden wird. Weder Reh noch Koko noch Gehring haben Interesse an solch einem Verlauf. Zwar weiß man nicht, was sie drauf hat, aber wahrscheinlich wird Reh von Anfang an für eine zügige pace sorgen, vielleicht etwas zu schnell für Dattke (eher auf ca. 15:25). Aber dahinter wird es auch jemanden geben, an den sich Dattke und Pauer einigermaßen halten können. Natürlich keine Privathäsin, aber auch nicht schlechter als in Tübingen o.ä.

Schließlich muss man auch sagen, dass es eine eher lasche Norm ist (vgl. mit 800/1500, die der DLV verschärft hat) und Dattke über 5000m überhaupt nur eine vage Nominierungschance hat, weil Reh, Burkard, Klein, Gehring schon andere Strecken bei der EM laufen.


RE: Meeting Bellinzona - 18.07.2018 - beity - 20.07.2018

(20.07.2018, 07:39)aj_runner schrieb:
(19.07.2018, 22:20)Küstenkrebs schrieb: Gehring ist offenbar bis 3km gut durchgekommen, also in guter Form:

http://www.lg-telis-finanz.de/50-aktuelles/7879-keine-chance-fuer-miriam-dattke

Und das scheint von ihr ein Dankeschön für das Regensburger 10km-Rennen gewesen sein, bei dem sie mit sehr guter Zeit das EM-Ticket lösen konnte.

Das ist schade für Dattke. Warum haben die Regensburger dann nicht ein Rennen in Regensburg gemacht, wo sie bzgl. Startzeit hätten flexibel sein können?
Ich bin überzeugt, Dattke hätte eine Norm, wenn es klare Wettkampfstrategie gegeben hätte. Das ist Herrn Ring zuzuschreiben. Im März hieß es noch, sie läuft alles von 800 bis 10.000 m, EM spielt keine Rolle. Dann läuft sie knapp die Norm über 10 K, dann doch die Norm über 10K, dann folgt ein Rennen nach dem anderen, weil der Qualifikationsmodus für sie ungünstig ist. Alina hingegen ist froh, dass es kein Ausscheidungsrennen im Mai gab.
Die Frage nach den fehlenden 2 bis 3 Sek. stellt sich zudem nur, weil es Mocki zerlegt hat und die Qualinormen sehr moderat sind. Sicherlich auch ein Grund ohne klare Strategie in die Saison zu gehen.

Das Dir da was nicht stimming erscheint, kann ich nachvollziehen.
Vielleicht ist die Athletin aber auch selber schwer zu coachen?
Ich kenn sie nur aus Videos, Ergebnislisten und da auch interessanten Zwischenzeitnahmen.

Dattke ist JG. 98, mir fiel sie erstmals auf bei den Jugendmeisterschaften 2014, also ihrem ersten U18 Jahr.
Sie lief an dem Wochenende bei der U18 die 1500 Meter Hindernis und die 3000 Meter, dazu noch 2 x 1500 Meter bei der U20...also..beachtliches Programm Huh
Jahr darauf DM Jugend 2015, da lagen nun U18 und U20 Meisterschaften eine Woche auseinander.
Bei der U20 2 x 1500 Meter und dann 2000 Hindernis. Hindernisse 2 Runden geführt, Rennen aufgegeben (warum weiß ich nicht). Die erste Runde in unter 70 Sekunden (!) wenn man 72iger Runden durchlaufen würde, käme man auf 6:00.....

Woche danach dann souverän der Deutsche Titel bei der U18 über 3000 Meter in 9:43. Ersten 1000 Meter in 3:00 (!).
Ich gebe zu, Miriam Dattke und ihre Renngestaltung hat Unterhaltungswert.
Sie scheint zu wollen zu brennen und null Angst zu haben egal gegen wen. Was sich aber von 2014 bis jetzt anscheinend kaum verändert hat, ist die Frage wie man diese Energie, die in dem Mädel drinsteckt, so fokussiert, das sie es in den wichtigen Rennen zum richtigen Zeitpunkt auf die Bahn bekommt. So verpulvert sie sich.
Aus der Ferne würde ich sagen, Trainer muss.....steuern, vermutlich eher bremsen. Aber leicht gesagt, können vielleicht auch viele bestätigen, die selber einen heranwachsenden Menschen im Haushalt haben.


RE: Meeting Bellinzona - 18.07.2018 - longbottom - 20.07.2018

Peilt Reh denn noch den EM-Doppelstart an? Dann müsste sie doch sowieso Tempo laufen, weil sie die 5000 Meter Norm noch nicht hat.

In dem Fall wäre es aber sowieso sehr schwer bis fast unmöglich für Dattke, noch auf den EM-Zug aufzuspringen. Krebs ist schon nominiert, Klosterhalfen inzwischen die 15:19 gelaufen, und Reh käme dann noch dazu.


RE: Meeting Bellinzona - 18.07.2018 - Jo498 - 20.07.2018

Aufgrund der Regel gegen Doppelstarts und Rehs unlängst überstandener Verletzung glaube ich eigentlich nicht, dass Reh einen EM-Doppelstart anpeilt. Ich glaube, dass sie nach den leichten Enttäuschungen in der Halle, beim Cross und auch schon letztes Jahr, als sie abbrechen bzw. auf den Start verzichten musste, einen DM-Titel anpeilt. Oder sich jedenfalls möglichst teuer verkaufen und nicht von einer spurtstarken Krebs auf der letzten Runde abgekocht werden will.
NB wissen wir ja nach wie vor gar nicht, ob Krebs, Koko u.a. überhaupt 5000m laufen. Sie müssten es wohl nicht, aber ich verstehe einen Kommentar auf Krebs' instagram eher so, dass sie 5000m laufen, nicht 1500.
Aber ganz abgesehen davon ist Reh noch nie groß anders gelaufen als ungefähr so schnell, wie sie eben an diesem Tag kann und von Anfang an. Und angesichts ihrer 32:17 in Regensburg, bei der sie angeblich anfangs durch die pace sogar etwas gebremst werden musste, müsste sie klar unter 15:30 drauf haben.


RE: Meeting Bellinzona - 18.07.2018 - longbottom - 20.07.2018

Was für eine Regel gegen Doppelstarts?


RE: Meeting Bellinzona - 18.07.2018 - Küstenkrebs - 20.07.2018

Kein EM-Doppelstart für Reh meint die Schwäbische Zeitung:

"Ein EM-Doppelstart – also 10 000 und 5000 Meter – ist für sie aber ausgeschlossen. „Ich fühle mich gut und hoffe ein schnelles Rennen, obwohl das Training in den vergangenen Wochen verstärkt auf die 10 000 Meter ausgelegt war“, blickt Alina Reh voraus."

https://www.schwaebische.de/landkreis/alb-donau-kreis/laichingen_artikel,-alina-reh-will-bei-leichtathletik-dm-wieder-jubeln-_arid,10903756.html

Es ist also noch immer ein 5000m-EM-Platz für unbestimmt frei.


RE: Meeting Bellinzona - 18.07.2018 - Jo498 - 20.07.2018

(20.07.2018, 09:34)longbottom schrieb: Was für eine Regel gegen Doppelstarts?


Die Lex Pflieger, dass nur Doppelstarts mit realistischen Medaillenchancen zugelassen werden sollen. Reh ist in Europa auf Rang 6 oder so über 10k, daher durchaus in Reichweite der Top 3, zumal sie auf der Straße schon unter 32 geblieben ist, aber über 5k von einer realistischen Medaillenchance (zumal bei einem Doppelstart) auszugehen, wäre schon sehr optimistisch.

Aber sie will sicher bei der DM möglichst weit nach vorne laufen, dafür braucht sie ein schnelles Rennen und muss auch nicht darauf hoffen, sondern kann das selber machen.


RE: Meeting Bellinzona - 18.07.2018 - longbottom - 20.07.2018

Das ist keine generelle Regel gegen Doppelstarts. Pinto und Ringer wurden für Doppelstarts nominiert. In RIngers Fall wären es sogar die exakt gleichen Distanzen wie bei Reh. Bei Pflieger ist eindeutig der Grund, dass eine der beiden Strecken der Marathon ist.

@Küstenkrebs: Danke für die Info.  Smile