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Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) (/showthread.php?tid=2675) |
RE: Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) - Gertrud - 08.12.2017 "Ich hätte mich einer Gruppe anschliessen können, in diesem Fall aber das Gleiche gemacht wie die Schnellste in der Gruppe.» Bei Kraaijenhof hingegen wird das Training auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. Sie spricht mir aus der Seele und macht sich für ihre Individualisierung stark!!! Genau das ist der Punkt. Sie will gewinnen durch absolute Förderung ihrer Ressourcen. Da ist nichts mit Team!!! Gertrud RE: Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) - dominikk85 - 08.12.2017 (08.12.2017, 00:15)Gertrud schrieb: "Ich hätte mich einer Gruppe anschliessen können, in diesem Fall aber das Gleiche gemacht wie die Schnellste in der Gruppe.» Bei Kraaijenhof hingegen wird das Training auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. es gibt aber auch athleten die den "push" durch starke trainingspartner brauchen. Maurice greene und ato boldon haben ja z.b auch zusammen trainiert. auf dem höchsten level ist das nicht immer einfach weil da auch starke egos aufeinander prallen, aber manche brauchen einfach nen guten gegner um wirklich 100% zu geben. RE: Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) - lor-olli - 08.12.2017 Wir sollten nicht unterstellen, dass alle Entscheidungen die ein Athlet /Ahtletin treffen rein rationale Entscheidungen sind. Da wären noch finanzielle, persönlich und charakterlich bedingte… Team oder nicht Team ist eben auch eine Frage der Persönlichkeit. Manche trainieren jahrelang, oder gar die ganze Karriere bei einem Trainer, erbringen ihre Leistung und konzentrieren sich auf sich selbst, andere möchten bei jeder Meinungsverschiedenheit (und die gibt es bei starken Egos schnell mal) den Trainer wechseln - geht aber vertraglich nicht immer Es hat Vor- und Nachteile "im Team" zu trainieren, problematisch wird es erst, wenn der Trainer die Mitglieder "seines Teams" nicht mehr als Individuen betrachtet sondern als "Schulklasse" < das sind Leistungssporler eben nicht. Leistungssportler sind dazu noch viel stärker von ihrer emotionalen Stimmung abhängig als ein Durchschnittsarbeitnehmer der in einer Behörde "Dienst nach Vorschrift" macht. Das Funktionäre gern vom Team reden ist doch auch konsequent - ist doch ein scheinbar schönes und gewichtiges Argument sich als Teil dieses Team darzustellen (Daseinsberechtigungsvorsorge ). Die Egos sind nicht nur bei den Athleten verhaltensentscheidend und nicht jede Entscheidung trifft die Ratio…
RE: Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) - unruh - 08.12.2017 @ Frau Schäfer, Sie lehnen Teams immer so ab. Aber auch Sie brauchen Physiotherapeuten / Ärzte/ Geldgeber ..., also leben auch Sie von einem Team. Ohne geht es nicht. Sie erwarten Zuarbeit vom DLV , nutzen das Wissen anderer, alles richtig. Sie wollen das andere ( Teams ) Sie unterstützen. Das sie etwas zurückgeben wollen sehe ich nicht. Ihr Ego steht weit im Vordergrund. RE: Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) - aj_runner - 08.12.2017 (08.12.2017, 00:15)Gertrud schrieb: Sie spricht mir aus der Seele und macht sich für ihre Individualisierung stark!!! Genau das ist der Punkt. Sie will gewinnen durch absolute Förderung ihrer Ressourcen. Da ist nichts mit Team!!! „Hinter der Trennung von Bauer, unter dessen Obhut sie EM-Bronze gewann und ihre Bestwerte um 43 (100 Meter) sowie 82 (200) Hundertstel senkte, verbergen sich unterschiedliche Ansichten zur Trainingsgestaltung. Mehrfach versuchte Kambundji, ihre Vorstellungen einzubringen, Bauer zu vermitteln, dass sie die Anzahl der Läufe erhöhen und die 200-Meter-Strecke stärker gewichten möchte. Erhört wurde sie nur bedingt, vertraut doch der gebürtige Kirgise seinem selbst kreierten System.“ https://www.bernerzeitung.ch/sport/leichtathletik/Kambundji-geht-aufs-Ganze/story/23395766 Es ist nicht nur die Frage wieviel Team gut ist bzw. wie individuell gearbeitet werden soll. Gerade Athleten die mündig werden und ihre eigenen Erfahrungen und Ideen im Laufe der Zeit mit ins Training einbringen wollen, stellen eine Athlet-Trainer-Beziehung auf die Probe. Nicht jeder Trainer ist in der Lage mit dieser neuen Eigenständigkeit umzugehen. Dafür ist eine Wandlung der Beziehung vom Trainer-Athlet zum Coach-Coachee notwendig, also vom Befehlsempfänger zur Kommunikation auf Augenhöhe. RE: Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) - Gertrud - 08.12.2017 Kambundji hat ausdrücklich das individuelle Training beim holländischen Trainer gelobt. Ein Training auf Augenhöhe ist natürlich das Optimale. Das Feedback und die Verarbeitung vom Athleten sind für einen Trainer von enormer Wichtigkeit. Ich schätze die Dialoge mit meinem jungen Athleten. Er hat gestern eine schnelle Spezial-Bauchübung durchgeführt und gemerkt, dass es vorwärts geht. Er hat das sofort verbalisiert. Wir stehen in permanentem Dialog. Ich verwerfe aber Übungen auch, wenn ich merke, dass sie nicht den gewünschten Erfolg bringen. Übrigens erwarte ich eine derartige Form auch als Lehrgangsteilnehmerin und als Referentin. Wissenfortschritt funktioniert nur so, wobei Automatisierungsprozesse irgendwann dann funktionieren. Ich stehe dazu, dass ich den Erfolg entsprechend meinem Aufwand und Können möchte und dass ich auch als Trainerin in erster Linie Wettkämpferin und nicht die Caritas bin. Deshalb hat das übergeordnete Team für mich nicht vorrangige Priorität. Ich halte das permanente Abkupfern oder Profitieren für eine außerordentlich freche Erwartungshaltung!!! Selbst ist vorrangig die Frau!!! Das heißt nicht, dass man nicht zu Kooperationen bereit ist, aber eben nicht zum Ausnutzen! Ich favorisiere das absolute Individualtraining vor allem im technischen Bereich. Ich bin kein Chamäleon und omnipräsent. Mir hüpfen so schnell keine Fehler der Athleten durch die Maschen. Gertrud RE: Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) - tommytrouble - 08.12.2017 Dank V. Bauer ist der Sprint in Deutschland heute auf einem ganz anderen Level als vor 10 Jahren. Erst durch seine neuen Ideen bzgl der Technikschulung und Entwicklung der konditionellen Aspekte im Sprint, sind wir heute,vor allem im Damensprint, ein ganz grosses Stück weiter. Wie kommt ihr darauf dass sein Training nicht individuell genug ist? Die Ergebnisse der letzen 10 Jahre sprechen für seine hervorragende Arbeit. Natürlich gibt es immer mal wieder unterschiedliche Ansichten - aber viele Athleten werden auch von aussen weichgeklopft und bewusst in bestimmte Richtungen gelenkt. RE: Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) - Gertrud - 08.12.2017 tommytrouble schrieb:Dank V. Bauer ist der Sprint in Deutschland heute auf einem ganz anderen Level als vor 10 Jahren. Erst durch seine neuen Ideen bzgl der Technikschulung und Entwicklung der konditionellen Aspekte im Sprint, sind wir heute,vor allem im Damensprint, ein ganz grosses Stück weiter. Wie kommt ihr darauf dass sein Training nicht individuell genug ist? Die Ergebnisse der letzen 10 Jahre sprechen für seine hervorragende Arbeit. Ich kritisiere das Training von V. Bauer nicht. Er ist sehr engagiert und sehr innovativ, was seine Gerätekonstruktionen anbetrifft; insofern wäre es vermessen von mir, Kritik an ihm zu üben. Die Athletinnen haben ihn eigentlich auch nicht persönlich angegriffen. Manchmal tritt eben nach Jahren der Zusammenarbeit eine gewise Routine ein. Dass Athletinnen kanalisiert werden, kann ich nur bestätigen. Gertrud RE: Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) - Robb - 08.12.2017 (08.12.2017, 16:52)tommytrouble schrieb: Dank V. Bauer ist der Sprint in Deutschland heute auf einem ganz anderen Level als vor 10 Jahren. Erst durch seine neuen Ideen bzgl der Technikschulung und Entwicklung der konditionellen Aspekte im Sprint, sind wir heute,vor allem im Damensprint, ein ganz grosses Stück weiter. Wie kommt ihr darauf dass sein Training nicht individuell genug ist? Das eine hat aber nichts mit dem anderen zu tun. Wenn seine drei Topathleten innerhalb von kurzer Zeit zu anderen Trainern wechseln, lief irgendwas falsch. RE: Wechselbörse 2017 (Gina Lückenkemper) - Gertrud - 09.12.2017 Robb schrieb:Das eine hat aber nichts mit dem anderen zu tun. Wenn seine drei Topathleten innerhalb von kurzer Zeit zu anderen Trainern wechseln, lief irgendwas falsch. Die Mehrheit muss nicht immer recht haben. Man kann nicht hineinschauen. Gertrud |