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Gehen - überflüssig? - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Gehen - überflüssig? (/showthread.php?tid=2395) |
RE: Geher-Europacup in Podebrady 21.05.2017 - longbottom - 19.05.2017 Ganz ehrlich? Ich würde die Regel mit dem Bodenkontakt komplett streichen. Es hält sich ja sowieso keiner dran. Und beim normalen Gehen achtet auch nicht jeder darauf, ob er gerade Bondenkontakt hat oder für eine Millisekunde mal nicht. Kniestreckung kann man ja von mir aus lassen, um es vom Laufen abzugrenzen. Ist auch etwas leichter nachzuvollziehen. RE: Geher-Europacup in Podebrady 21.05.2017 - RalfM - 20.05.2017 Ja, nachvollziehbar. Aber dann gäbe es ja keinen Gehsport mehr. Es wäre ein ulkiges Hüpfen à la Monthy Python. https://www.youtube.com/watch?v=IqhlQfXUk7w https://www.youtube.com/watch?v=UI8CWptOEm8 RE: Geher-Europacup in Podebrady 21.05.2017 - RalfM - 20.05.2017 (20.05.2017, 12:33)mic.now schrieb:Zitat: Ich hoffe ja immer schon seit Jahren auf die zeitnahe Einführung eines Technologieschuhs, der zumindest den Bodenkontakt (möglicherweise abzüglich einer Toleranzzeit) nachweisbar und für die Zuschauer sichtbar macht. Und da treffen wir uns schon wieder mit dem Fußball. Gerade eben hat BVB ein Tor von Werder Bremen wegen Videobeweis eingefangen. Natürlich könnte jeder Geher einen Drucksensor im Schuh haben, das ist eine simple technische Maßnahme. Die Regeln müssten geändert werden, man bräuchte weniger Gehrichter. Darüber freuen die sich nicht. RE: Geher-Europacup in Podebrady 21.05.2017 - lor-olli - 20.05.2017 Dann bekämen die Geher noch ein paar Lichtlein (rot) auf den Kopf, die die Zahl der Verwarnung anzeigen - würde bestimmt einige Zuschauer anlocken… …und wenn wir schon dabei sind noch ein grünes, für erfolgreich überstandene Dopingproben. So Sarkasmus off. Im Ernst, wünschenswert wäre eine breite Stellungnahme aller Geher und ihrer Trainer wie es gelingen könnte die Bedingungen zur Disq. etwas nachvollziehbarer zu machen und nicht eine Geherin z.B. kurz vor dem Erreichen des Ziels aus dem olympischen Rennen zu ziehen… Verständlich, dass kaum jemand ohne starken Bezug zum Gehen diese Regeln und ihre Überwachung in einem Rennen nachvollziehen kann. Die Spitzenleute sind so flott unterwegs (knapp 3,5 m/s und das bei 50 langen Kilometern), die Schrittfolge so schnell, dass man manchmal sogar eine 4-fache Zeitlupe braucht um die Korrektheit WIRKLICH überprüfen zu können. (Noch ein Schmankerl: Videobeweis in der LA ).Eine elektronische Maßnahme zur Überprüfung des Bodenkontaktes hätte vielleicht "Nachteile" für die Gehrichter, die Zuschauer aber würden gewinnen, weil es dann nämlich möglich wäre mal wieder einen attraktiven Kurs aufzustellen (statt immer nur die Straße rauf und runter), wäre auch sicher im Sinne der Athleten. RE: Geher-Europacup in Podebrady 21.05.2017 - Astra - 21.05.2017 Sinnvollerweise wurden nur selten die Füße der Geher in der Zeitlupe gezeigt. Denn dann sieht man doch sehr deutlich, wie häufig der Bodenkontakt nicht stattfindet sondern beide Beine in der Luft sind. Das ist für mich einer der Gründe, warum ich ohne Probleme auf das Gehen in der LA verzichten kann. RE: Geher-Europacup in Podebrady 21.05.2017 - matkob - 21.05.2017 (21.05.2017, 17:58)Astra schrieb: Sinnvollerweise wurden nur selten die Füße der Geher in der Zeitlupe gezeigt. Denn dann sieht man doch sehr deutlich, wie häufig der Bodenkontakt nicht stattfindet sondern beide Beine in der Luft sind. Und ich habe mir eben nicht die Füße, sondern den Sport mit den Leistungen der Athleten angeguckt. Und der war einfach nur klasse und sehr sehr spannend! RE: Geher-Europacup in Podebrady 21.05.2017 - Atanvarno - 21.05.2017 (21.05.2017, 17:58)Astra schrieb: Sinnvollerweise wurden nur selten die Füße der Geher in der Zeitlupe gezeigt. Denn dann sieht man doch sehr deutlich, wie häufig der Bodenkontakt nicht stattfindet sondern beide Beine in der Luft sind. Es ist völlig irrelevant, was man in einer Zeitlupe sehen kann. IWR, Regel 230 Zitat:Wettkampfmäßiges Gehen ist eine Abfolge von Schritten, die so gesetzt werden, dass der Geher dabei Kontakt mit dem Boden hat und ein mit menschlichem Auge sichtbarer Kontaktverlust nicht vorkommt. Das ausschreitende Bein muss vom Moment des Aufsetzens auf den Boden biszur senkrechten Stellung gestreckt, d.h. am Knie nicht gebeugt sein RE: Geher-Europacup in Podebrady 21.05.2017 - RalfM - 21.05.2017 Das ist eine sehr sinnvolle Regel, die aber, wie hier zu besichtigen ist, immer wieder die selben Anfeindungen hervorruft. Das ginge heute ohne viel Aufwand auch anders, zumindest im Spitzenbereich (und dahinter ist ja nicht viel): Drucksensor ist ja beim Startblock längst etabliert. Ist also gar nichts neues. Warum nicht? RE: Geher-Europacup in Podebrady 21.05.2017 - longbottom - 21.05.2017 (21.05.2017, 21:16)RalfM schrieb: Das ist eine sehr sinnvolle Regel, die aber, wie hier zu besichtigen ist, immer wieder die selben Anfeindungen hervorruft. Berechtigte "Anfeindungen", die die Verantwortlichen ernst nehmen sollten. Sie öffnet den Gehrichtern Tür und Tor für Betrug, den es meiner Meinung nach auch schon oft genug gegeben hat. Für mich ist das genauso ein offensichtliches Problem wie Doping und gehört genauso bekämpft, wenn man die Sportart wieder in guten Ruf bringen will. Der eine oder andere fragwürdige Moment fällt sicher jeden von uns ein. Mir zum beispiel die Disqualifikationen von Jane Saville, Andreas Erm oder der Deutschen U-20-Geherin, die bei der Junioren-EM mal als Drittplatzierte kurz vor dem Ziel rausgenommen wurde. Ich komme jetzt leider nicht auf den Namen. Sie hatte danach ihre Karriere beendet, wobei ich nicht weiß, ob das der Grund war oder das nur zufällig fast gleichzeitig passiert ist. Aber wer kann widersprechen, wenn ein Gehrichter (überspitzt formuliert) sagt: "Als ich gerade hingeschaut habe, war kein Bodenkontakt vorhanden." Das mit den Sensoren finde ich eine großartige Idee. RE: Geher-Europacup in Podebrady 21.05.2017 - matkob - 21.05.2017 (21.05.2017, 21:52)longbottom schrieb:(21.05.2017, 21:16)RalfM schrieb: Das ist eine sehr sinnvolle Regel, die aber, wie hier zu besichtigen ist, immer wieder die selben Anfeindungen hervorruft. Andreas Erm war 2004 in Athen das Opfer, er hätte sicher eine Medaille gewonnen. Charlene Czychy (Wird sie so geschrieben?) hat man damals Bronze geklaut, ich habe beides live verfolgt. Auch Saville 2000 zu Hause, das war schlimm. Aber ich habe das Gefühl, dass in Folge des Ausschlusses Russlandes und schon zuvor der Überführung zahlreicher russischer Dopingathleten auch im Bereich der Disqualifikationen in den vergangenen fünf-zehn Jahren Vieles besser geworden ist, es gibt deutlich weniger Verwarnungen. Heute fand ich es z.B. voll okay, der Franzose ging auch für mein Laienauge unsauberer als die anderen ganz vorne. Linke hat eine sehr gute Technik, der ist ziemlich sicher vor Ausschluss. Das gilt aber auch für viele andere Spitzengeher, vielleicht bis auf einzelne Chinesen und Mittel-/Südamerikaner. Nichtsdestotrotz empfände auch ich eine technische Lösung als sehr sinnvoll. Vorläufig freue ich mich aber auf die WM-Entscheidung. In der Form von heute ist Linke sicherlich so nah wie nie an den Top-Drei dran. Er ist heute nicht mal voll gegangen, mit entsprechender Konkurrenz wären auf den letzten 5km sicher mindestens 20-30s weniger drin gewesen. |