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Effektive Talentbetreuung - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Effektive Talentbetreuung (/showthread.php?tid=2209) Seiten:
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RE: Effektive Talentbetreuung - hoffnungsvoller Vater - 28.11.2016 Werte Frau Schäfer, wenn Sie mit den Verantwortlichen der OSP so reden wie Sie hier schreiben, dann kann man sich vorstellen, warum Sie nicht in die Hallen kommen. Außerdem glaube ich, dass Sie Angst haben, dass die Athleten bei den Kaderlehrgänegn mal über Ihren Tellerrand hinausblicken könnten. Hier im Osten ist es überhaupt kein Problem, gewisse Trainingszeiten am OSP zu bekommen, man muss nur vernünftig miteinander reden! Die Kaderlehrgänge sind auch dazu da, dass sich die Jungen und Mädchen auch mal außerhalb einer Konkurrenzsituation kennenlernen und nicht nur bei Wettkämpfen Feindbilder aufbauen. Bei all Ihren unbestrittenen Qualitäten müssen Sie aufpassen, nicht als altersstarrsinnig abgestempelt zu werden. RE: Effektive Talentbetreuung - Gertrud - 28.11.2016 (28.11.2016, 21:06)hoffnungsvoller Vater schrieb: Werte Frau Schäfer, wenn Sie mit den Verantwortlichen der OSP so reden wie Sie hier schreiben, dann kann man sich vorstellen, warum Sie nicht in die Hallen kommen.Sie sind wirklich ein Komiker!!! ![]() Ich komme in Marl in meine Hallen (Gertrud-Schäfer-Hallen rechts und links), wann immer sie frei sind. Ich glaube kaum, dass man die Hallen nach mir benannt hätte, wenn ich ein unkooperativer Mensch wäre. Vier Kolleginnen und Kollegen haben mir ihre Hilfe angeboten, als es mir gesundheitlich wirklich dreckig in den letzten vier Wochen ging. Ich habe hier gemeinsam mit einem anderen leichtathletischen Kollegen die Hallen und die Plätze umgestaltet und für einen kleinen Kraftraum gesorgt. Wir verfügen über einen Gerätepool, den zwei Trainer eines rheinischen Vereins als unglaublich bezeichnet haben. Die Mutter meiner jetzigen Athletin sagte nur: "Sagenhaft!" Genau in dem Punkt unterscheiden wir uns deutlich. Ich bin für generelle Lösungen, die für alle gelten und nicht nach Sympathie gehen. Anpassung darf nicht der Gradmesser für Regularien und Regeln sein!!! Zitat:Außerdem glaube ich, dass Sie Angst haben, dass die Athleten bei den Kaderlehrgänegn mal über Ihren Tellerrand hinausblicken könnten. Das ist jetzt nicht ihr Ernst - oder? Vielleicht wäre der umgekehrte Weg der bessere, damit sich die Verletztenquote mal drastisch vor allem auch im Osten senken würde!!! Ich sage Ihnen frank und frei, dass ich bei den Statistiken einiger Trainer eine Verletzungsträchtigkeit befürchten müsste. Übrigens glaube ich, dass kaum ein anderer Trainer so viel über den Tellerrand wie ich sieht. Ich habe den Ehrgeiz und vor allem die Zeit dazu und bin kein Pfennigfuchser im Investieren. Übrigens hat Beate Peters bei DLV-Lehrgängen teilgenommen, weil ich die Trainer kannte und mich mit einem noch heute ein freundschaftliches Verhältnis verbindet und wir noch heute Inhalte austauschen. Zitat:Hier im Osten ist es überhaupt kein Problem, gewisse Trainingszeiten am OSP zu bekommen, man muss nur vernünftig miteinander reden! Sagen Sie damit, dass Ihnen mit Vereinsmitgliedern (Nicht-Kaderathleten) aus den Gebieten um die OSP-Städte an den OSP Training erlaubt wird??? Verstehe ich das richtig? Da wäre sehr interessant zu wissen. Anscheinend haben sich einige "Ostler" hier im Westen schon akklimatisiert! ![]() Zitat:Die Kaderlehrgänge sind auch dazu da, dass sich die Jungen und Mädchen auch mal außerhalb einer Konkurrenzsituation kennenlernen und nicht nur bei Wettkämpfen Feindbilder aufbauen. Ich weiß, dass Team und Spaß bei einigen dominierend sind. Für mich sind es primär die Schulpräsenz und die sportliche Leistung und Zeit für Freunde vor Ort für meine Schützlinge. Warum sollte man in Wettkämpfen Feindbilder aufbauen? Ich betrachte Respekt schon als wichtigen Aspekt in der Erziehung. Ich komme aus dem pädagogischen Bereich. Zitat:Bei all Ihren unbestrittenen Qualitäten müssen Sie aufpassen, nicht als altersstarrsinnig abgestempelt zu werden. Das finde ich aber lieb von Ihnen, dass Sie sich um mich sorgen. Demenz und Altersstarrsinn liegen eigentlich nicht in unserer Familie. Verwechseln Sie da nicht Konsequenz mit fehlender geistiger Flexibilität? So wollen Sie mich doch wohl nicht bezeichnen? Abstempeln hat etwas mit gering vorhandener Reflexion zu tun. Wenn einige dazu neigen, kann ich Ihnen nicht helfen. Da gibt es bessere Berufssparten zwecks Hilfe. Ich neige im Leistungssport nicht zu Kompromissen, weil man dann nämlich nicht das Maximalziel erreicht. Es hat Methode bei bestimmten Leuten, einige "unbequeme" Trainer/innen als nicht umgänglich, nicht teambereit oder altersstarrsinnig zu bezeichnen. So einige versteckte Schüsse wollte man mir auch schon verabreichen. Da ich ein sehr akribischer Mensch bin, habe ich die Dreckschleuder im Anflug gerochen. Eine Person hat sich sogar nach Jahren bei mir entschuldigt. Nur in einem Fall nehme ich meine absolute Ablehnung mit ins Grab. In der Hinsicht bin ich auch nicht mehr umzustimmen!!!Übrigens kommt demnächst wieder ein Trainer mit seinem Schützling zu mir, um über seinen Tellerrand zu schauen. Zudem gehen meine eigenen sportlichen Investitionen in die Tausende. Das konnten meine Athletinnen und Athleten immer nutzen. Hätte ich keinen Hantelraum im Keller und diverse andere Geräte gehabt, dann wäre Beate Peters nie nach oben gekommen. Im DLV hat man anfangs im Gegensatz zu mir nämlich nichts von ihr gehalten. ![]() Gertrud RE: Effektive Talentbetreuung - Gertrud - 29.11.2016 Ich werde mich insofern demnächst verbessern, dass ich auf solche Hinweise nicht mehr reagiere, da sie mich unnütze Zeit kosten, die ich lieber in meine Gesundheit stecke. Fachlichen und sachlichen Hinweisen gegenüber bin ich weiterhin offen. Gertrud RE: Effektive Talentbetreuung - hoffnungsvoller Vater - 29.11.2016 Na dann will ich Ihnen nach ihren für sich selbst sprechenden Ausführungen nicht weiter die Zeit rauben. Nur soviel, es ist auch Nicht-Kadern erlaubt, mit ihrem Verein an den OSP zu trainieren, wenn Hallenkapazitäten frei sind. Wie gesagt, nach vorheriger kooperativer Absprache. RE: Effektive Talentbetreuung - beity - 29.11.2016 (29.11.2016, 21:17)hoffnungsvoller Vater schrieb: Na dann will ich Ihnen nach ihren für sich selbst sprechenden Ausführungen nicht weiter die Zeit rauben. Nur soviel, es ist auch Nicht-Kadern erlaubt, mit ihrem Verein an den OSP zu trainieren, wenn Hallenkapazitäten frei sind. Wie gesagt, nach vorheriger kooperativer Absprache. Lassen Sie sich nicht entmutigen Frisch im Forum und dann gleich die volle Breitseite.Ich glaube Gertrud ist eine wirklich gute und mit einer Erfahrung gesegnet, die ganz bestimmt weiterhin hilfreich für einen Leichtathetikverband wäre. Das viele Vorschläge jetzt hier im Forum landen und nicht beim DLV ist wieder eine andere Sache. Fachlich gehört Gertrud in den Verband, gerade im Bereich Verletzungspropylaxe durch richtige Übungsauswahl find ich überzeugend, aber....das passt nicht zusammen. Geht nicht. Ich würde mir wünschen, gäbe es den Mäzen, der sagt Gertrud finde ich gut, soll mit 2 jungen Talenten was machen und sie so entwickeln wie sie es für richtig hält. Ich finanziere die Athleten, berufliche Ausbildung (dual )wird unterstützt und Gertrude muss das bitte nicht umsonst machen. Freie Wahl auch der Ärzte, Therapeuthen. Hey, das sind 100.000 Euro Invest pro Jahr. Soll der Tönnies (Schalke) ein paar Schnitzel mehr verkaufen
RE: Effektive Talentbetreuung - Gertrud - 01.12.2016 Effektive Talentbetreuung: Erst einmal geht es um die optimale "Auslese". Dazu gehören natürlich Fachleute, die imstande sind, die richtige Auswahl aus dem Pool an Talenten zu treffen. Dann geht es um die Ergänzung durch Athletinnen und Athleten, die sich bei Sportfesten empfehlen und über vernünftige anthropometrische Daten verfügen. Sind Talente zu Hause sehr gut untergebracht, sollte die Möglichkeit bestehen, diese Athleten aus zeiteffektiven Gründen auch allein zu Hause durch qualifizierte Heimtrainer/innen zu fördern. (Ich sehe mich als solche. ) Dazu gehören neben der optimalen Vor-Ort-Betreuung aus meiner Sicht auch Zubringerleistungen der Verbände. Es ist ein Affront, diese Talente von den sportärztlichen Untersuchungen auszuschließen, weil man sie einfach nicht als Kadermitglieder führt. Das ist Bürokratismus in reinster und aus meiner Sicht sehr engstirniger auf Zentralisierung beruhender Form und dient lediglich der Erhaltung bestimmter teilweise überflüssiger Positionen, die für die gut untergebrachten Personen in manchen Fällen absolut keine Bedeutung haben. Spaß und Team kann man auch vor Ort haben!!!Außerdem sollte die Wahl des OSP-Arztes frei sein. Wenn meine Athletin im NRW-Kader wäre, wo sie leistungsmäßig eigentlich hingehört!, dann würde ich eine Person im ärztlichen Bereich bevorzugen, die nicht gerade in Dortmund vor Ort praktiziert, von deren Qualität für den Spitzensport ich absolut überzeugt bin. Solche individuellen Möglichkeiten sollten erlaubt sein. Eigentlich sehe ich die Angestellten der Verbände als "Handlanger", die zu absoluter Leistung verpflichtet sind. Ich habe oft den Eindruck von absoluter Verstrickung und geringer Leistungsorientierung und zwar von unten bis oben hin hierarchisch strukturiert. Da habe ich seit 20 Jahren keinen Raum für mein Denken und Handeln. Meine Einstellung ist keine Konfrontation mit Verbänden, sondern schlicht und einfach eine totale Hingabe an Leistungsorientierung und -optimierung hinsichtlich der körperlichen Defizite und technischer Zielvorgaben. Gertrud RE: Effektive Talentbetreuung - Gertrud - 02.12.2016 Einige Vorschläge zur Effektivität: 1. Man sollte Ressourcen für Bedürftige freimachen. So werden Gelder optimal genutzt. 2. Demokratie lässt auch Indvidualismus zu. Diktatorische Maßnahmen mit vorrangiger Machtfülle und -ausübung ohne eigentlichen Fortschritt verhindern eine solche. 3. Ich würde den Nachwuchsbereich, den eigentlichen Talentpool, völlig anders strukturieren: a) Gut versorgte Kaderathleten bleiben vorrangig bei den Heimtrainern (können natürlich an zentralen Maßnahmen teilnehmen), werden aber mit den notwendigen leistungsfördernden Serviceleistungen versorgt. Geldfressende Maßnahmen hinsichtlich Doppelversorgung werden somit vermieden. b) Freiwerdende Ressourcen können so optimal genutzt werden. Die Nachwuchstrainer sollten Zeit für Talente ohne Kaderzugehörikeit haben. Dafür bedarf es eines Netzes von Beratern natürlich gegen Bezahlung, die auch mal Trainingsinhalte vor Ort für diese Talente anbieten. Ich mache das bereits auf Eigeninitiatve hin bei einigen Trainern (bisher ohne Bezahlung ).c) Neue Erkenntnisse auf den unterschiedlichen Zubringerbereichen (Methodik, Technik, Übungspotential, Geräte ...) werden unverzüglich an die Trainer der Kaderathletinnen und an einen Kreis der Talentetrainer geliefert. Beispiel: Wenn z.B. ein Rana Reider beim DLV vor den Bundestrainern vorrangig referiert, gehören diese Inhalte sofort an die entsprechenden und interessierten Trainer, um den wissenden Kreis zu vergrößern. Somit gehen neue Erkenntnisse direkt an die Stellen des Gebrauchs, und bei den Trainern wird wichtige Zeit für die Fortbildung optimiert. 4. Thierse gestern bei Markus Lanz: "Man lernt von denen, die widersprechen." Innovative Querdenker werden nicht bekämpft. Man gibt ihnen eine Plattform. Gertrud |