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RE: Training mit Gewichtsschlitten - lor-olli - 03.04.2014 (02.04.2014, 22:24)93player93 schrieb: Ja Jahrgang 93Das macht dann Sinn. Zwei Punkte vielleicht noch: die zusätzliche Belastung bitte nur bei gut erwärmter Muskulatur und dafür sorgen, dass der Schlitten gleichmäßig rutschen kann. (z.B. nicht auf feuchter Bahn oder Rasen, keine Unebenheiten etc., um Verletzungen zu vermeiden) Das Gewicht halte ich auch für angemessen, sollte es sich als zu leicht erweisen (glatte Untergründe, glatter Schlitten) kann man geringfügig erhöhen (Bei schweren / kräftigen Athleten!). Besteht die Möglichkeit diese Läufe zu kontrollieren? (Trainer / Video / Zeitnahmen - gerade in der letzten Phase einer Wettkampfvorbereitung interessant. Fehler, wie etwa falsche Haltung, die sich einschleichen wollen bemerkt man selbst nicht unbedingt) RE: Training mit Gewichtsschlitten - 93player93 - 03.04.2014 Danke schon mal. Da ich auch noch Trainer bin wollte ich fragen ab welchem Alter oder Leistung man so einen Schlitten einsetzen kann?
RE: Training mit Gewichtsschlitten - Bratwurst - 03.04.2014 (03.04.2014, 14:37)93player93 schrieb: Danke schon mal. Nennen Sie sich bitte nicht "Trainer" (auch wenn dies kein geschützter Beruf ist) ... das erweckt den Anschein von fundierten Wissen über Training, was Sie mit Ihren Fragen hier nicht zeigen! Meine Antwort: Lesen, Lesen, Lesen, Basics lernen, bei unterschiedlichen Trainern die nachweislich gut Ausbilden und Leistungen entwickeln Hospitieren (Co- Trainerschaft) !! Und alles kritisch hinterfragen ! ... Dann event. nach 5-10 Jahren Trainer, mit Wissen über den ZWL- Einsatz, ... viel Spaß dabei! RE: Training mit Gewichtsschlitten - LA2020 - 04.04.2014 (03.04.2014, 22:43)Bratwurst schrieb: Nennen Sie sich bitte nicht "Trainer" (auch wenn dies kein geschützter Beruf ist) ... das erweckt den Anschein von fundierten Wissen über Training, was Sie mit Ihren Fragen hier nicht zeigen! Die mühselige Frage wer sich Trainer nennen darf und wer "nur Übungsleiter" ist, hatten wir im Verein auch einmal. Mit der Konsequenz, dass die Trainer gegangen sind. Wir haben in der Zwischenzeit überhaupt keine Trainer und überhaupt keine Übungsleiter mehr. Der DLV hat Trainerlizenzen von C Breitensport bis A Leistungssport, sowie Qualifikationen bis zu einem Diplom-Trainer (siehe Lehrordnung § 1 und § 2). Das sind dann auch Trainer. Oder etwa nicht? Ob die Bezeichnung C Trainer Leistungssport richtig oder falsch ist, das ist eine ganz andere Diskussion. Für mich aber vor allem wegen dem Begriff "Leistungssport". Der wird nämlich viel zu schnell verwendet. Aus meiner Sicht ist meine Ausbildung nicht ausreichend für einen tatsächlichen Leistungssport. Zudem schreckt der Satz "...das erweckt den Anschein von fundierten Wissen über Training, was Sie mit Ihren Fragen hier nicht zeigen!" eher ab tatsächlich Fragen zu stellen. Weil man als Trainer damit gleich die Trainer-Fähigkeit abgesprochen bekommt. RE: Training mit Gewichtsschlitten - lor-olli - 04.04.2014 Zitat:Bratwurst schrieb:Mir war bisher nicht bewusst, dass es sich um eine Website für "Fachleute" handelt... Wir haben da auch einen Thread der nennt sich Diskussionskultur in diesem Forum... Kritik ist ok, wenn sie angemessen daherkommt. Die Überheblichkeiten können wir doch gern dem DLV überlassen (z.B. in der Frage warum man ein Fachforum schließt NICHT zu beantworten) In einem öffentlichen, allgemein zugänglichen Forum sind meiner Meinung auch Fragen erlaubt, die nicht von Fachleuten kommen (diese haben eh andere Möglichkeiten sich zu informieren, bzw. sollten sie kennen). Die Beantwortung einer Frage kann auch so ausfallen, dass der Fragende seine Defizite selbst erkennt OHNE herablassend zu wirken! @93player93 Es ist eine Sache, sich selbst vor einen Gewichtsschlitten zu spannen und zu trainieren, im Zweifelsfall badet man die Fehler selbst aus, aber Schutzbefohlene (und das sind nun mal die übenden Athleten), genießen hier mehr Rechte. Der Zugschlitten ist im ernsthaften Training sinnvoll, seine praktische Anwendung "simpel", dennoch sollte man sich mit den Auswirkungen auf Muskel und Stütz / Bewegungsapparat auseinander setzen. Ich vermute die zu Trainierenden sind alle noch jünger? Den Schlitten würde ich bei dieser Gruppe allenfalls zum Kennenlernen einsetzen. Warum? Wenn das Gerät verfügbar ist, die Jüngeren andere Athleten damit trainieren sehen, ist die Versuchung groß es selbst zu probieren, daher kann es nie schaden, wenn sie "wissen was sie da tun". (Korrekte Körperhaltung, Belastungintensität, Schrittgestaltung, Start und Stop mit dem Gerät! Aber auch die Auswirkungen auf Bänder, Sehnen und Muskulatur zumindest grundlegend zu kennen - das beugt oft einigen eigenen "Experimenten" vor )Das Alter, aber auch die reine Leistung wären hier nicht die Frage (es gibt in den USA+Karibik 16-18 jährige die die 100m ohne viel Training in unter 11 Sekunden laufen) sondern die Gesamtentwicklung. (Physischer und sportlicher Entwicklungsstand, koordinative Fähigkeiten, Trainingserfahrung und und und)... RE: Training mit Gewichtsschlitten - Wechselschritt1 - 04.04.2014 (04.04.2014, 08:54)lor-olli schrieb:Zitat:Bratwurst schrieb:Mir war bisher nicht bewusst, dass es sich um eine Website für "Fachleute" handelt... :danke: RE: Training mit Gewichtsschlitten - 93player93 - 04.04.2014 Als Trainer oder Übungsleiter kann man eben schlecht allwissend sein und für so Dinge ist ein Forum auch da. Um sich mit Erfahrenen und Leuten die sich schon sehr lange damit beschäftigen auszutauschen und neues zu lernen. Denn ohne Austausch wird man nicht viel schlauer. Ich denke auch die meisten sind froh das es Trainernachwuchs gibt und helfen gerne bei Fragen.:danke: RE: Training mit Gewichtsschlitten - -running- - 04.04.2014 (02.04.2014, 22:24)93player93 schrieb: Ja Jahrgang 93 Das hört sich zwar erst mal vernünfig ab, ich hingegen bin eher der Meinung: Richtig oder gar nicht ! (Es sei denn es geht um das hier schon angesprochene kennenlernen) Daher wenn ZWL dann auch mal konsequent 1-2x pro Woche eingesetzt. Dann aber in der Phase keine Bergläufe. Aber dazu muss man sich im klaren sein, wass mit der ZWL erreicht werden soll. Dann kann ich dahinter stehen. Nicht versuchen alle Trainingsmittel einzusetzen, sondern auf die "passenden" für den Athleten, den Trainer und die Umgebung zurückgreifen. -running- RE: Training mit Gewichtsschlitten - Hokebi - 09.04.2014 Ich möchte hier eine Lanze brechen für den Gewichtsschlitten – und zwar vernünftig und richtig eingesetzt als Trainingsmittel auch für jüngere Athleten. Eine Erhöhung des Verletzungsrisikos gegenüber Bergansprints bezweifle ich, da ZWL auf der Tartanbahn unter kompletter Trainerbeobachtung und Bergansprints i.d.R. auf weniger übersichtlichen Straßen oder Feldwegen durchgeführt werden wo der Untergrund oft zu wünschen lässt. Gerade der Fersen- und Sprunggelenksbereich wird bei Beransprints sehr stark belastet, was sich bei ZWL (richtig eingesetzt) reduzieren lässt. Ich setze aktuell im Training 3 verschieden Schlitten ein, die ich zum Teil selbst entworfen und bauen lasse habe mit verschiedenem „Reibungswiderstand“. Als negativ erwiesen hat sich hierbei die Fixierung des Schlittens mit einem Hüft- oder Querschultergurt, da sich dabei Krümmungen im Hüft- oder Wirbelsäulenbereich zeigen. Ich habe daher mehrere Brustgeschirre aus dem Kletterbereich mit langer Kette/Seil im Einsatz (sorgt für ruhigeren Lauf) und kann so eine optimale Sprintposition erreichen – sprich der Athlet geht automatisch leicht in Vorlage. Bei ausreichender, vorheriger Erwärmung im Hinblick darauf, dass es sich bei ZWL um eine Trainingseinheit handelt, die Lauf- und Krafttraining optimal verbindet kann so zudem die Sprint- und Lauftechnik durch bewussteres, in der Bewegung verlangsamtes, sprinten optimiert werden. Im Hinblick darauf muss ich einem meiner Vorredner (lor-olli) freundlich widersprechen bzw. die Aussage auf den „Nicht-Spitzenbereich“ aufgrund der schwer zu erlernenden Technik reduzieren: „… In dieser Phase sollte das Augenmerk auf den raumgreifenden Schritt gerichtet sein, die Frequenz ergibt sich dann von selbst. Beobachtet man die Spitzenleute, sieht man, dass die Schritte "langgezogen" werden ohne die Frequenz zu ändern. Der Grund ist, dass man nur innerhalb eines gewissen Frequenzbereichs effektiv sprinten kann, überschreitet man diese Frequenz werden die Schritte kürzer…“ Im modernen Sprint spricht man nicht mehr vom raumgreifenden Schritt, da hierbei der Fuß meist deutlich vor dem KSP aufsetzt und die Bodenkontaktzeiten durch zu langes Durchziehen des Beines sowie die „Fuß-Flugzeiten“ durch zu lange Wege vom hinteren Stütz bis zum erneuten Aufsetzen des Fußes, zu lange andauern (auch wenn eine Florence Griffith-Joyner so Weltrekorde lief). Ziel ist es vielmehr die Schrittfrequenz durch möglichst kurze Bodenkontaktzeiten zu erhöhen und den Winkel des hinteren Oberschenkels zum Oberkörper (Hüftgelenkwinkel) beim Abdruck möglichst groß zu belassen (fast gerade Linie zum Oberkörper). Gleichwohl sollte der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel des hinteren Beines „kleiner“ gehalten werden (ca. 140 Grad) umso schneller in den spitzen Winkel des „Beinüberholens“ zu gelangen. Um dies zu erlernen ist der ZWL neben anderen Aspekten und richtig eingesetzt ein sehr gutes Trainingsmittel. RE: Training mit Gewichtsschlitten - lor-olli - 09.04.2014 (09.04.2014, 18:47)Hokebi schrieb: ...Im Hinblick darauf muss ich einem meiner Vorredner (lor-olli) freundlich widersprechen...Damit habe ich kein Problem, ich habe versucht meine Erfahrungen mit einem solchen Training, wenn es nicht vernünftig kontrolliert ausgeführt wird, darzulegen. Die Schritte werden bei unerfahrenen Athleten zu kurz wenn da niemand "einschreitet". Das hat meines Erachtens damit zu tun, dass das subjektive Gefühl des "Gebremstwerdens" eine neagtive Wirkung haben kann. Richtig eingesetzt, mit vernünftigen Geschirr und geeigneter Belastung wird der Athlet nicht zum "Ackergaul" - insofern: ich habe den Schlitten auch eingesetzt...
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