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Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Druckversion

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RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Befürworter - 27.07.2026

(26.07.2026, 21:03)Oliver schrieb: Ich halte es ebenfalls für ausgeschlossen, dass der DLV einen Athleten für die Staffel nominiert, der zuvor kein einziges Rennen absolviert hat.

Ich habe bei meiner Überlegung ausschließlich an die Staffel-Teilnahme bei den Olympischen Spielen gedacht. Die Nominierung dafür liegt allein beim DLV, und ich hielte es für ausgeschlossen, dass man den Deutschen Rekordhalter nicht nominiert, wenn er zur Verfügung steht und in Form ist! Denn warum sollte er das nicht sein? Dass er nicht auf offiziellen Anlagen trainieren darf, beeinträchtigt sein sonst übliches Training als Sprinter praktisch nicht. In den letzten zwei Monaten vor Ablauf der Sperre dürfte er auch wieder ins Training einsteigen - meines Erachtens darf sich in dem Zeitraum der DLV dann auch seinen Leistungsstand nachweisen lassen, allein im Duell gegen die Uhr. Er muss dann bloß aufpassen, dass er keine Formfehler bei der Rückkehr macht und sich überall rechtzeitig anmeldet.

(26.07.2026, 19:35)TranceNation 2k14 schrieb: Habe kurz recherchiert. Wenn man vorläufig suspendiert ist, wird die Sperrzeit angerechnet. Da er das nicht, würde eine Sperre ab Urteil gelten. Dann kann er also ohne Gefahr für alles nominiert werden. Gut für die EM, und dann hoffen wir mal...

Ist das wirklich so eindeutig? Ich finde keine Quelle, die mir mit hundertprozentiger Sicherheit bestätigt, dass er nicht auch ab dem Zeitpunkt des Vergehens gesperrt werden könnte (was dann natürlich die Streichung der DM- und möglicher EM-Ergebnisse bedeuten würde). Ich fände es rechtlich höchst fragwürdig, ihm nur aufgrund nicht durch ihn zu verantwortender Verzögerungen bei der Entscheidungsfindung die Chance auf das für seine Berufsausübung überragend wichtige Ereignis Olympia zu nehmen (in dem Fall sollte er das vom CAS klären lassen!).

Aber hoffentlich sind die Überlegungen überhaupt realistisch, dass er mit einer Sperre von maximal zwei statt den üblichen vier Jahren davonkommt...


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 27.07.2026

Ja genau. Jemand der seit 2 Jahren keinen WK mehr gemacht hat wird für die Olympia-Staffel nominiert. Dir ist schon klar, dass er außerdem alleine durch Training und ohne Wettkämpfe nach 2 Jahren keine 9,98 laufen wird, oder? Was sind das schon wieder für Fantastereien hier!? Man muss jetzt einfach abwarten. Ich wünsche Ansah das Beste und hoffe, dass er nicht gesperrt wird, falls seine Aussagen in seinem Statement so stimmen. Aber wenn wir ehrlich sind, würde eine Nicht-Sperre einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen.


[geteilt] Doping und Anti Doping-News - Reichtathletik - 07.08.2026

NADA schlägt 4-Jahres-Sperre für Owen Ansah vor:
https://www.sportschau.de/leichtathletik/em/nada-schlaegt-vier-jahres-sperre-gegen-sprinter-ansah-vor,la-em-2026-birmingham-ansah-100.html


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Besiger - 07.08.2026

Puh, die NADA fordert eine Vierjahressperre für Ansah:
Verweigerter Dopingtest: NADA will Vierjahressperre für Ansah


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Hans - 07.08.2026

(07.08.2026, 11:10)Besiger schrieb: Puh, die NADA fordert eine Vierjahressperre für Ansah:
Verweigerter Dopingtest: NADA will Vierjahressperre für Ansah
ach du Sch... Angry Sad Thumb_down


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - AndyI - 07.08.2026

Für mich ist das ein absoluter Witz und die NADA muss sich bei solchen Fällen dringend selbst hinterfragen. Eine vier- bzbw dreijährige Sperre wird eine über Jahre aufgebaute Karriere faktisch zerstören. Wer von Athleten maximale Sorgfalt und Regelkonformität verlangt, muss auch selbst Prozesse gewährleisten, die sauber, nachvollziehbar und vor allem verhältnismäßig sind. Genau daran habe ich hier erhebliche Zweifel. So schützt man keinen sauberen Sport, so beschädigt man ihn.

What a f*cking joke.


RE: Doping und Anti Doping-News - Jonny - 07.08.2026

Damit bleibt dem DLV auch eigentlich nichts anderes übrig, als ihn aus den Staffeln für Birmingham auszuschließen.


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 07.08.2026

(07.08.2026, 11:10)Besiger schrieb: Puh, die NADA fordert eine Vierjahressperre für Ansah:
Verweigerter Dopingtest: NADA will Vierjahressperre für Ansah

Das war ja jetzt nicht anders zu erwarten.


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Jonny - 07.08.2026

(07.08.2026, 11:23)AndyI schrieb: Für mich ist das ein absoluter Witz und die NADA muss sich bei solchen Fällen dringend selbst hinterfragen. Eine vier- bzbw dreijährige Sperre wird eine über Jahre aufgebaute Karriere faktisch zerstören. Wer von Athleten maximale Sorgfalt und Regelkonformität verlangt, muss auch selbst Prozesse gewährleisten, die sauber, nachvollziehbar und vor allem verhältnismäßig sind. Genau daran habe ich hier erhebliche Zweifel. So schützt man keinen sauberen Sport, so beschädigt man ihn.

What a f*cking joke.

Was soll die Nada denn machen? Wenn es keinen Fehler ihrerseits gab, muss sie sich an die Regeln halten. Sonst bekommt sie Probleme mit der WADA und dem CAS.


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Reichtathletik - 07.08.2026

(07.08.2026, 11:23)AndyI schrieb: Für mich ist das ein absoluter Witz und die NADA muss sich bei solchen Fällen dringend selbst hinterfragen. Eine vier- bzbw dreijährige Sperre wird eine über Jahre aufgebaute Karriere faktisch zerstören. Wer von Athleten maximale Sorgfalt und Regelkonformität verlangt, muss auch selbst Prozesse gewährleisten, die sauber, nachvollziehbar und vor allem verhältnismäßig sind. Genau daran habe ich hier erhebliche Zweifel. So schützt man keinen sauberen Sport, so beschädigt man ihn.

What a f*cking joke.

Ich bin da etwas zwiegespalten. Einerseits glaube ich Owen Ansah tatsächlich und sehe hier eher beidseitige Schluderigkeit als Böshaftigkeit am Werk.
Andererseits finde ich nicht, dass es im Anti-Doping-Kampf-Verhältnismäßigkeit braucht. Das geht mir tierisch auf den Sack wenn insbesondere im Profisport Fans dann heulen von wegen "Berufsverbot" und durch ein kleines Vergehen sei die ganze Karriere dahin. Ich finde dass es überhaupt Zeitstrafen gibt und man wieder zurückkommen kann in einigen Fällen schon viel zu lasch. Und es gibt doch keinen Doping-Fall wo nicht argumentiert wird, "Mittel der Kranken Mama", "Testfehler", "blödes Versehen", "mentaler Stress", "politische Gründe"... Ich halte es für einen Blick mit der Fan-Brille, dass der NADA und WADA mehr Korruption unterstellt wird, als dem Profisport und seinen Trainern/Managern, Clubs, Verbänden...