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WM 2025 (Tag 6) - Tokio, 18.09.2025 (SML 47,78, Paulino 47,98) - Druckversion

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RE: WM 2025 (Tag 6) - Tokio, 18.09.2025 (SML 47,78, Paulino 47,98) - Diak - 18.09.2025

(18.09.2025, 18:54)Befürworter schrieb: Im ZDF wurde bei den Sprüngen von Caroline Joyeux gezeigt, dass sie ihren Anlauf bei den Sprüngen 2 bis 4 erst begonnen hat, nachdem ihr Trainer sie abgewunken hat - so wie im Skisprung, wobei das dort bei der kurzen Frist nach der grünen Ampel nur noch reine Folklore ist. So etwas Verrücktes habe ich noch nie gesehen und frage mich, wie man sich da auf den Versuch einstellen soll, wenn man praktisch ferngesteuert wird. Weiß jemand, ob das bei ihren vielen Wettkämpfen mit weiteren Sprüngen auch so war? Mit etwas mehr Erfahrung hätte sie ihn vielleicht ignoriert und sich auf sich konzentriert...
 
Das ist absolut üblich, ich mache das zB bei einigen Athletinnen so, wenn die Winde stark wechseln. Ich kann schließlich die ganze Zeit auf den blöden Windsack gucken und mir einbilden, Muster zu erkenne.


RE: WM 2025 (Tag 6) - Tokio, 18.09.2025 (SML 47,78, Paulino 47,98) - Befürworter - 18.09.2025

Aber bei einer die ganze Zeit schlaff herunterhängenden Windfahne (war auch eingeblendet) und Windgeschwindigkeiten zwischen +0,1 und +0,6 m/s in Caroline Joyeux' Sprüngen? Es konnte weder von wechselnden Winden noch von starken Winden die Rede sein.


RE: WM 2025 (Tag 6) - Tokio, 18.09.2025 (SML 47,78, Paulino 47,98) - Reichtathletik - 18.09.2025

(18.09.2025, 20:14)Befürworter schrieb: Aber bei einer die ganze Zeit schlaff herunterhängenden Windfahne (war auch eingeblendet) und Windgeschwindigkeiten zwischen +0,1 und +0,6 m/s in Caroline Joyeux' Sprüngen? Es konnte weder von wechselnden Winden noch von starken Winden die Rede sein.

Es gibt auch Dinge, wo vielleicht auch der Trainer weiß, dass es nicht wirklich was bringt, aber der Athletin Sicherheit gibt und man sich deshalb erst nach einer WM versucht, davon zu lösen...


RE: WM 2025 (Tag 6) - Tokio, 18.09.2025 (SML 47,78, Paulino 47,98) - frontrunner800 - 18.09.2025

Fragt mal nach in Botswana  Smile


RE: WM 2025 (Tag 6) - Tokio, 18.09.2025 (SML 47,78, Paulino 47,98) - frontrunner800 - 18.09.2025

Ohne Regen wäre Sydney McLaughlin-Levrone heute Weltrekord gelaufen mit mindestens 47,5. Die Bahn war spiegelglatt, wieviel Energie ging da verloren?


RE: WM 2025 (Tag 6) - Tokio, 18.09.2025 (SML 47,78, Paulino 47,98) - muffman - 18.09.2025

Wieso? Es wurden auch schon bei Regen WR gelaufen…

Edit: Wenn du nicht weißt, „wieviel Energie da verloren ging“ frage ich mich, wie du auf deine Prognose kommst.


RE: WM 2025 (Tag 6) - Tokio, 18.09.2025 (SML 47,78, Paulino 47,98) - muffman - 18.09.2025

(18.09.2025, 18:54)Befürworter schrieb: Im ZDF wurde bei den Sprüngen von Caroline Joyeux gezeigt, dass sie ihren Anlauf bei den Sprüngen 2 bis 4 erst begonnen hat, nachdem ihr Trainer sie abgewunken hat - so wie im Skisprung, wobei das dort bei der kurzen Frist nach der grünen Ampel nur noch reine Folklore ist. So etwas Verrücktes habe ich noch nie gesehen und frage mich, wie man sich da auf den Versuch einstellen soll, wenn man praktisch ferngesteuert wird. Weiß jemand, ob das bei ihren vielen Wettkämpfen mit weiteren Sprüngen auch so war? Mit etwas mehr Erfahrung hätte sie ihn vielleicht ignoriert und sich auf sich konzentriert...

Völlig normal. Meine Athletinnen schauen zum Teil selbst auf die Windfahne und entscheiden dann, wann sie loslaufen, aber bei manchen gebe ich das Zeichen. Das ist weder verrückt, noch eine „fernsteuerung“ der Athletin. Außerdem ist nach der Freigabe genug Zeit, um abzuwarten bis der Wind eventuell passt.


RE: WM 2025 (Tag 6) - Tokio, 18.09.2025 (SML 47,78, Paulino 47,98) - gocgn - 18.09.2025

(18.09.2025, 18:54)Befürworter schrieb: Im ZDF wurde bei den Sprüngen von Caroline Joyeux gezeigt, dass sie ihren Anlauf bei den Sprüngen 2 bis 4 erst begonnen hat, nachdem ihr Trainer sie abgewunken hat - so wie im Skisprung, wobei das dort bei der kurzen Frist nach der grünen Ampel nur noch reine Folklore ist. So etwas Verrücktes habe ich noch nie gesehen und frage mich, wie man sich da auf den Versuch einstellen soll, wenn man praktisch ferngesteuert wird. Weiß jemand, ob das bei ihren vielen Wettkämpfen mit weiteren Sprüngen auch so war? Mit etwas mehr Erfahrung hätte sie ihn vielleicht ignoriert und sich auf sich konzentriert...

Beim Stabhochsprung ist es auch Gang und gäbe, dass beim Absprung jemand steht und den Wind anzeigt.  Wobei dort die Windbedingungen wahrscheinlich noch wichtiger sind.


RE: WM 2025 (Tag 6) - Tokio, 18.09.2025 (SML 47,78, Paulino 47,98) - Freaky - 18.09.2025

(18.09.2025, 22:22)gocgn schrieb:
(18.09.2025, 18:54)Befürworter schrieb: Im ZDF wurde bei den Sprüngen von Caroline Joyeux gezeigt, dass sie ihren Anlauf bei den Sprüngen 2 bis 4 erst begonnen hat, nachdem ihr Trainer sie abgewunken hat - so wie im Skisprung, wobei das dort bei der kurzen Frist nach der grünen Ampel nur noch reine Folklore ist. So etwas Verrücktes habe ich noch nie gesehen und frage mich, wie man sich da auf den Versuch einstellen soll, wenn man praktisch ferngesteuert wird. Weiß jemand, ob das bei ihren vielen Wettkämpfen mit weiteren Sprüngen auch so war? Mit etwas mehr Erfahrung hätte sie ihn vielleicht ignoriert und sich auf sich konzentriert...

Beim Stabhochsprung ist es auch Gang und gäbe, dass beim Absprung jemand steht und den Wind anzeigt.  Wobei dort die Windbedingungen wahrscheinlich noch wichtiger sind.

man hat ja unter anderem schon oft genug gesehen, wie Duplantis zum Ablauf bereit steht für den WR und dann Lavillenie für ihn nach dem Wind schaut und ihm im richtigen Moment ein Zeichen gibt

fand ich daher jetzt auch nicht so ungewöhnlich, auch wenn das jetzt hier in Tokio wirklich nicht viel Wind hatte, aber da wird bestimmt auch ein guter Teil einfach Ritual sein, dass man dann auch macht, wenn es eigentlich nicht ganz so notwendig ist


RE: WM 2025 (Tag 6) - Tokio, 18.09.2025 (SML 47,78, Paulino 47,98) - frbcrane2 - 19.09.2025

(18.09.2025, 16:45)muffman schrieb: Man darf nicht den Fortschritt in Sportwissenschaft und Material vergessen. Der Rekord ist 40 Jahre alt… Ob mit Doping oder nicht.

So ungewöhnlich finde ich die Zeit auch nicht. Perec lief schon vor fast 30 Jahren in Atlanta 48,25s, irgendwann mußte mal jemand kommen, der mit den neuen Schuhen und Fortschritten im Training noch schneller ist. Die Frage ist eher, wieso laufen die Deutschen trotz aller Fortschritte langsamer als vor 50 Jahren, auch wenn man die DDR-Leistungen außer acht läßt. Oder noch krasser: Wieso sind die DLV-Männer mit Wunderschuhen und schnellen Bahnen langsamer als Carl Kaufmann auf der Aschenbahn von Rom 1960.