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WM 2025 (Tag 4) - Tokio, 16.09.2025 (Silber Hummel 82,77 Meter) - Druckversion

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RE: WM 2025 (Tag 4) - Tokio, 16.09.2025 (Hummel 82,77 Meter) - Reichtathletik - 16.09.2025

(16.09.2025, 14:44)mariusfast schrieb:
(16.09.2025, 14:30)Reichtathletik schrieb:
(16.09.2025, 14:26)mariusfast schrieb: Nele Weßel (JG 1999) spricht davon, es motiviert sie "ungemein da jetzt schon geschnuppert zu haben". Der Reporter redet auch von wichtige Erfahrungen. 

Ihre Leistungsentwicklung in den letzten Jahren ist sehr positiv. 

Thorwirth sprach gestern davon, dass man bei Ruppert auch nicht vergessen darf, dass er dieses Jahr zum ersten Mal in dieser Weltspitze ankam. Aber auch er ist schon JG 1997  

Leider habe ich das Gefühl, dass unser System (auch mit Förderung etc.) nicht darauf ausgelegt ist mit 26 - 28 in absoluter Peakform zu sein. Die Frage ist: Erfahrungen sammeln für wann?  Selbst auf der Triathlonlangdistanz spricht man davon, dass es ein biologisches Fenster gibt von ca. 4 Jahren wo man in absoluter Topform sein kann.

In Ausdauerdisziplinen kann man durchaus Ende 20 peaken, auch auf Weltniveau. Gleichwohl sind das Spätentwickler, auf die unser System eigentlich nicht ausgelegt ist. Ehrlich gesagt ohne persönlichen Wahnsinn und Verrückte im Umfeld wäre es bei Weßel, Ruppert und Thorwirth auch nicht unrealischtisch gewesen, wenn sie vor 2-3 Jahren aufgehört hätten.
Du hast recht. Sie hätten fast aufgehört. 
Weil sie sich auch erst spät professionalisieren konnten. Spätentwickler können also auch gemacht werden.

Kann ich auf niedrigerem Niveau bestätigen... Athleten mit DM-Top-10-Plätzen die LA in der Jugend gemacht haben und nie an Deutschen Jugendmeisterschaften teilgenommen haben Wink


RE: WM 2025 (Tag 4) - Tokio, 16.09.2025 (Hummel 82,77 Meter) - Delta - 16.09.2025

(16.09.2025, 14:26)lor-olli schrieb: In Kanada ist Hammerwerfen jetzt Nationalsport? Katzberg und Rodgers ja doch souverän.


schon wenn der Trainer support von AnatolyBondartschuk erhält


RE: WM 2025 (Tag 4) - Tokio, 16.09.2025 (Hummel 82,77 Meter) - Gertrud - 16.09.2025

(16.09.2025, 14:20)Reichtathletik schrieb: Silber für Hummel.
Hammer Smile

Interssanterweise bereits die nächste (Wurf)-Weltklasseleistung aus D die weitestgehend außerhalb des eigentlichen Verbandssystems entstanden ist

Genau das ist der Punkt: Es ist vollkommen gleichgültig, in welchem System die Leistung generiert wird. Sie zählt für Deutschland. Der Verband sollte dazu übergehen, dass er alle Systeme mit Leistung im Service unterstützt - und das nicht zähneknirschend, sondern wohlwollend! Wenn dazu noch eine Filiale Hammerwurf in Kanada entsteht und gute Leistungen hervorbringt, sollten wir das dankend anerkennen und annehmen. Wenn Kienast auch noch auf Dauer von der kanadischen Gruppe unter D. Armstrong profitiert, ist es doch in Ordnung. Merlin Hummel hat anscheinend einen Super-Heimtrainer und auch wohl Katzbergs Training verinnerlicht. Zudem geht er in einigen Trainingsinhalten eigene Wege. Was wollen wir mehr???  Thumb_up 

Gertrud


RE: WM 2025 (Tag 4) - Tokio, 16.09.2025 (Silber Hummel 82,77 Meter) - aj_runner - 16.09.2025

Hummel muss aber auch eine unheimliche mentale Stärke haben. Nach der Quali hat er eine klare Ansage gemacht in Richtung Finale und dort auch geliefert. Für einen Werfer, der in dieser Saison das erste Mal über 80 m geworfen hat, macht das noch einzigartiger. Für mich hat er das Potenzial, in eine Liga mit Malaika zu kommen.


RE: WM 2025 (Tag 4) - Tokio, 16.09.2025 (Silber Hummel 82,77 Meter) - Gertrud - 17.09.2025

(16.09.2025, 20:53)aj_runner schrieb: Hummel muss aber auch eine unheimliche mentale Stärke haben. Nach der Quali hat er eine klare Ansage gemacht in Richtung Finale und dort auch geliefert. Für einen Werfer, der in dieser Saison das erste Mal über 80 m geworfen hat, macht das noch einzigartiger. Für mich hat er das Potenzial, in eine Liga mit Malaika zu kommen.

Seine mentale Stärke hat eine andere Form und Ausprägung. Während Malaika Mihambo in sich gekehrt ist, scheint er innerlich total entspannt und freudig zu sein. Das sind zwei Varianten der Konzentration auf ein Ziel. Ihn scheint nichts zu erschüttern. Natürlich ist seine Art auch ganz stark vom Selbstbewusstsein und harter Arbeit geprägt; aber man hat den Eindruck von Leichtigkeit und Überzeugung. Er weiß, was er kann und bringt das 1:1 auch durch. An ihm gefällt mir auch sein dualer Weg und seine Beschäftigung hinsichtlich biomechanischer Inhalte. Er erinnert mich etwas an Edwin Moses in der Auseinandersetzung mit der LA-Materie. - Ich zähle Malaika und ihn zu den Menschen, die auch ihren beruflichen Weg gehen werden, weil sie verantwortungsbewusst und zuverlässig einsetzbar sind.

Wichtig ist, dass er immer seine WS mit dem fehlenden Wirbel präzise bei Ausführungen und Auswahl von Übungen im Blick behält!!! Thumb_up 

Gertrud


RE: WM 2025 (Tag 4) - Tokio, 16.09.2025 (Silber Hummel 82,77 Meter) - aj_runner - 17.09.2025

Noch ein Take zu den 800 m Vorläufen: Das Teilnehmerfeld ist absurd eng. Wenn Du nicht wirklich Reserven hast (Sub -1:43-Form) kannst Du Dir keinen Fehler und keinen Meter zu viel leisten. Den ersten und den 24. auf 7 VL trennen gerade 73/100. Nimmt man den langsamsten VL raus, sogar nur 47/100.
Zum Vergleich die 400 m Männer, die ich auch schon heftig fand: Zw. 1. und 24. lagen 1,01 Sek. Und selbst wenn man Patterson raus nimmt, lagen zwischen 2. und 20. immer noch 48/100.


RE: WM 2025 (Tag 4) - Tokio, 16.09.2025 (Silber Hummel 82,77 Meter) - DerC - 17.09.2025

(17.09.2025, 06:35)aj_runner schrieb: Noch ein Take zu den 800 m Vorläufen: Das Teilnehmerfeld ist absurd eng. Wenn Du nicht wirklich Reserven hast (Sub -1:43-Form) kannst Du Dir keinen Fehler und keinen Meter zu viel leisten. Den ersten und den 24. auf 7 VL trennen gerade 73/100. Nimmt man den langsamsten VL raus, sogar nur 47/100.
Zum Vergleich die 400 m Männer, die ich auch schon heftig fand: Zw. 1. und 24. lagen 1,01 Sek. Und selbst wenn man Patterson raus nimmt, lagen zwischen 2. und 20. immer noch 48/100.

Keinen Fehler leisten können ist wohl für die meisten wohl wahr. Kein Meter zuviel - mit der Idee passieren Sachen wie es Cole Hocker über 1500 passiert ist. Und Hocker hätte sich die zusätzlichen Meter locker leisten können. Vor allem wenn man von der Idee besessen ist, wie es bei einigen hier im Forum anscheinend der Fall ist, ist die Gefahr möglicherweise hoch.   Wink
Über 800m hast du nur einen Zug. Und wichtiger als Innenbahn zu laufen ist, dass du niemals ausgebremst wirst und nie aus dem Rhythmus kommst, wenn du zu denen gehörst, die wenig Reserven haben. Und ein paar Meter mehr oder in der Kurve überholen kann oft weeniger kosten als nicht das individuell sinnvolle Tempo laufen zu können.


RE: WM 2025 (Tag 4) - Tokio, 16.09.2025 (Silber Hummel 82,77 Meter) - S_J - 17.09.2025

Bei Hocker kam eben dazu, dass der Läufer vor ihm rückwärts gegangen ist und ihn ausgebremst hat  Wink


RE: WM 2025 (Tag 4) - Tokio, 16.09.2025 (Hummel 82,77 Meter) - diskobolos - 17.09.2025

(16.09.2025, 14:21)lor-olli schrieb: Gratulation an Merlin, super Wettkampf, Nerven aus Stahl!

Gute Nerven braucht man kaum, wenn der erste Wurf super gelingt. Nach zwei ungültigen ist das eine andere Sache . . .


RE: WM 2025 (Tag 4) - Tokio, 16.09.2025 (Silber Hummel 82,77 Meter) - aj_runner - 17.09.2025

(17.09.2025, 09:06)DerC schrieb:
(17.09.2025, 06:35)aj_runner schrieb: Noch ein Take zu den 800 m Vorläufen: Das Teilnehmerfeld ist absurd eng. Wenn Du nicht wirklich Reserven hast (Sub -1:43-Form) kannst Du Dir keinen Fehler und keinen Meter zu viel leisten. Den ersten und den 24. auf 7 VL trennen gerade 73/100. Nimmt man den langsamsten VL raus, sogar nur 47/100.
Zum Vergleich die 400 m Männer, die ich auch schon heftig fand: Zw. 1. und 24. lagen 1,01 Sek. Und selbst wenn man Patterson raus nimmt, lagen zwischen 2. und 20. immer noch 48/100.

Keinen Fehler leisten können ist wohl für die meisten wohl wahr. Kein Meter zuviel - mit der Idee passieren Sachen wie es Cole Hocker über 1500 passiert ist. Und Hocker hätte sich die zusätzlichen Meter locker leisten können. Vor allem wenn man von der Idee besessen ist, wie es bei einigen hier im Forum anscheinend der Fall ist, ist die Gefahr möglicherweise hoch.   Wink
Über 800m hast du nur einen Zug. Und wichtiger als Innenbahn zu laufen ist, dass du niemals ausgebremst wirst und nie aus dem Rhythmus kommst, wenn du zu denen gehörst, die wenig Reserven haben. Und ein paar Meter mehr oder in der Kurve überholen kann oft weeniger kosten als nicht das individuell sinnvolle Tempo laufen zu können.

Du hast immer einen Zielkonflikt zwischen nicht aus dem Rhythmus kommen und zu viel Meter zu laufen. Trotzdem bleibe ich dabei: Bei homogenen Feldern entscheidet die Zielgerade. Dort solltest Du dann natürlich nach außen gehen. Bei Hocker war nicht das Problem die Position bis 1.400 m.
Zudem ist es ein Unterschied, ob Du Top 6 bei 12 TN bzw. Top 3 bei 8 TN erreichen willst oder ob Du gewinnen willst. Im ersten Fall reicht die Zielgerade vollkommen aus, wenn Du am Feld dran bist.