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RE: WM 2025 Nominierungen - Küstenkrebs - 14.09.2025 Ich denke, es ist in Deutschland politisch nicht möglich, ohne nationale Zusatzkriterien zu nominieren. Die Zusatznormen des DLV sind wenig aussagekräftig, aber sehr Athleten freundlich. In vielen Disziplinen reicht ein Start bei einem Spezialmeeting mit super Bedingungen. Für Kugel und Hammer gibt es leider keine super Bedingungen. RE: WM 2025 Nominierungen - Befürworter - 14.09.2025 Im Marathon hat man mit 2:27:23 Bronze geholt, mit 2:29:20 Top 8, mit 2:31:41 Top 15 und mit 2:35:05 Top 25. Der DLV hätte auf jeden Fall drei Startplätze bekommen können, wobei ich nicht weiß, wie viele Läuferinnen die Möglichkeit wirklich wahrgenommen hätten, und was die unter den schwierigen Bedingungen geschafft hätten. Über die 100 Meter Hürden hingegen hat man eine 12,96 s gebraucht, um über die Zeit weiterzukommen. Ein großes Q und damit Platz 24 wurde auch noch für eine 12,99 s vergeben, das alles nahezu bei Windstille. Das wäre für Marlene Meier schon eine riesige Hürde gewesen, die nur wegen der fehlenden Bestätigungsnorm nicht starten durfte. Sie hatte in der ganzen Saison nur eine einzige Zeit unter 13 s. So erfreulich die Wiederbelebung dieser Disziplin ist, zeigt das erneut, dass die vielen jungen Hürdensprinterinnen noch eine ganze Schippe drauflegen müssen, wenn sie im Weltmaßstab mithalten wollen. Wenn man sich anschaut, dass Harala als achtbeste Europäerin nur eine 12,86 s gelaufen ist, scheint die Bahn aber auch nicht so schnell gewesen zu sein (konnte die Rennen aber nicht sehen, vielleicht sind sie und viele andere Europäerinnen in die Hürden getreten). Deswegen würde ich daraus auch noch nicht ableiten, bei der EM einen deutschen Finalplatz als realistisch zu erachten, wenn sich die Deutschen hoffentlich 2026 weiter steigern. RE: WM 2025 Nominierungen - Befürworter - 15.09.2025 Luka Herden durfte im Weitsprung nur wegen der fehlenden Bestätigungsnorm nicht zur WM. 7,98 m benötigte man für den Finaleinzug; 7,93 m für die Top 16; 7,78 m für die Top 25. Seine SB waren 8,01 m. Über die 7,93 m ist er mehrfach gesprungen. RE: WM 2025 Nominierungen - Befürworter - 16.09.2025 Kira Wittmann durfte im Dreisprung nur wegen der fehlenden Bestätigungsnorm nicht zur WM. 14,00 m benötigte man für den Finaleinzug; 13,82 m für die Top 16; 13,66 m für die Top 25. Sie hat fünf Wettkämpfe mit einem Ergebnis beendet, das ihr eine Top-16-Platzierung mit den fetten Platzierungspunkten gebracht hätte. Diese Bestätigungsnorm von 14 m war von Anfang an überhöht, und das hätte man wissen müssen. RE: WM 2025 Nominierungen - trackwatchnds - 16.09.2025 (16.09.2025, 17:55)Befürworter schrieb: Kira Wittmann durfte im Dreisprung nur wegen der fehlenden Bestätigungsnorm nicht zur WM. 14,00 m benötigte man für den Finaleinzug; 13,82 m für die Top 16; 13,66 m für die Top 25. Sie hat fünf Wettkämpfe mit einem Ergebnis beendet, das ihr eine Top-16-Platzierung mit den fetten Platzierungspunkten gebracht hätte. Diese Bestätigungsnorm von 14 m war von Anfang an überhöht, und das hätte man wissen müssen. Dem möchte ich beipflichten. Wittmann war auch das ganze Jahr über stärker als Maduka, hat auch die direkten Duelle wie bei den DM gewonnen. Es fehlte eben nur der eine Sprung über 14m, der Maduka in der Halle gelungen ist. RE: WM 2025 Nominierungen - Befürworter - 17.09.2025 Thomas Röhler und Nick Thumm durften im Speerwurf nur wegen der fehlenden Bestätigungsnorm nicht zur WM. 82,80 m benötigte man für den Finaleinzug; 81,47 m für die Top 16; 79,35 m für die Top 25. Mit Saisonbestleistungen von 80,79 m und 80,74 m wären sie eher Kandidaten für eine Mittelfeldplatzierung gewesen, hätten der deutschen Leichtathletik aber garantiert keine Schande gemacht. RE: WM 2025 Nominierungen - eierluke2 - 18.09.2025 (14.09.2025, 09:29)Küstenkrebs schrieb: Ich denke, es ist in Deutschland politisch nicht möglich, ohne nationale Zusatzkriterien zu nominieren. Die Zusatznormen des DLV sind wenig aussagekräftig, aber sehr Athleten freundlich. In vielen Disziplinen reicht ein Start bei einem Spezialmeeting mit super Bedingungen. Für Kugel und Hammer gibt es leider keine super Bedingungen. Da bin ich bei dir. Vielleicht wäre eine frühzeitige sichere Qualifikation sogar leistungsfördernd. Statt einer Bestätigungsnorm hinterherzujagen könnten die Athleten in dieser Zeit noch einmal substanziell trainieren und sich ganz auf die Meisterschaft konzentrieren. RE: WM 2025 Nominierungen - Jonny - 18.09.2025 Ich sehe das Problem eher bei den deutschen Meisterschaften. Viele Sportler wollen oder müssen dort Topfit sein, gerade wenn ich an die Sprinter und Werfer denke. Nur wenn du Anfang August deinen Peak hast, ist es schwierig sechs Wochen später noch top fit zu sein. Entweder sollte man die DM dann direkt vor Qualischluss machen oder deutlich früher im Juli, wo z.B auch die Jamaikaner ihre Trials hatten. Dann kannst du in den zehn Wochen nochmals aufbauen. RE: WM 2025 Nominierungen - Stoppuhrstratege - 18.09.2025 Ich fand dazu einen Satz von Robert Farken aus der sehenswerten Doku über ihn, Lea Meyer und Till Steinforth sehr erhellend: In Deutschland gehe es seiner Meinung nach sehr oft vor allem darum, sich für die WM zu qualifizieren. Wenn das aber das Hauptziel ist, ist es ja nur logisch, dass danach die Spannung abfällt. Manchen mag das beflügeln, um bei der WM abzuliefern, aber wenn "Dabeisein" schon das Ziel ist, geht es ja um nichts mehr. Farken sagte, er sei jetzt in einem Umfeld, in dem es darum gehe, bei der WM vorne dabei zu sein. Passend dazu waren Aussagen von Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah in der ZDF-Doku: Sie jagten nämlich der Norm nach und waren deshalb fokussiert auf das Ziel, bei der WM dabei zu sein. Sind natürlich erst einmal nur subjektive Eindrücke und vielleicht sind andere Aussagen nicht durch den finalen Schnitt gekommen, aber diese Kritik nehme ich immer mal wieder aus Leichtathletik-Kreisen wahr. RE: WM 2025 Nominierungen - Besiger - 18.09.2025 (18.09.2025, 09:28)Stoppuhrstratege schrieb: Ich fand dazu einen Satz von Robert Farken aus der sehenswerten Doku über ihn, Lea Meyer und Till Steinforth sehr erhellend: In Deutschland gehe es seiner Meinung nach sehr oft vor allem darum, sich für die WM zu qualifizieren. Das ist immer einfacher gesagt als getan. Es hilt dir ja nichts, wenn du auf WM oder Olympia peakst, aber die Norm nicht schaffst. Du brauchst auf jeden Fall ein Fundament, bei dem du dir sicher sein kannst, dass du die Norm auch ohne große Anstrengung schaffst. Dann kannst und solltest du dieses Mindset haben. |