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WM 2015: Härtefälle der Nominierung - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Archiv (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=18) +--- Forum: Großereignisse (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=19) +---- Forum: WM 2015 Peking (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=24) +---- Thema: WM 2015: Härtefälle der Nominierung (/showthread.php?tid=1219) |
[geteilt] Bereinigte Bestenliste für den WM-Qualifizierungszeitraum - jonas - 16.08.2015 2012 reiste Kock als deutsche Jahresschnellste über 5.000m zur DM, fiel schon vor der Hälfte des Rennens ab und kam in weit über 16 Minuten schließlich nicht mal in die Medaillenränge. Bei der EM in Helsinki ging dann gar nix mehr und sie belegte einen der letzten Ränge. 2013 konnte Mocki sie bei der DM wieder vor der Hälfte des Rennens abhängen und Kock blieb ebenfalls weit über 16 Minuten. 2014 bei der EM in Zürich belegte sie wieder einen der letzten Ränge und bei der Hallen EM in Prag 2015 schied sie im Vorlauf aus. Ich glaube auch, dass sie Probleme hat, die Form bis zum Saison-Höhepunkt zu halten. Jedenfalls war sie bei diesem jedes Mal ca. eine halbe Minute langsamer als ihre Saison-Bestleistung. Als Begründung für ihren Wechsel im Jahr 2015 auf die 1.500m gab sie an, sie könne sich nicht vorstellen, beim Smog in Peking die 5.000m zu laufen. Das fand ich schon komisch, bei nem Marathonläufer wäre das sicherlich nachvollziehbar aber nicht bei ner 5.000m-Läuferin. Ich denke, sie rechnet sich über 1.500m mehr aus, weil sie da ihren unwiderstehlichen Schlussspurt besser ausspielen kann, der ihr bei den 5.000m nichts bringt, wenn sie schon bei der Hälfte des Rennens nicht mehr folgen kann. Daher bin ich gespannt, für welche Strecke sie sich im Olympia-Jahr entscheidet und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie jetzt bei den 1.500m bleiben wird. Sehr zum Nachteil der Sujews, die durch Harrer, Kock, Klosterhalfen, Klein und Co. jetzt gefährdet sind, selbst den Anschluss an die deutsche Spitze zu verlieren. RE: WM 2015: Härtefälle der Nominierung - beity - 16.08.2015 @Paragraf @Jonas90, danke für Eure Ergänzungen und Detailwissen, ich dachte schon ich wäre mit meiner Einschätzung der einzige. ![]() Eine Frage ist allerdings noch nicht geklärt. Maren K. scheint über 5000 eine Saison nicht halten zu können, aber warum? Kann sie im Sommer keine Umfänge trainieren? Zumindest im Wettkampf über 1500 und beim EC Cup dieses Jahr über 3000 Meter hat sie ja bei Hitze auch schon gute Rennen gemacht. RE: WM 2015: Härtefälle der Nominierung - Robb - 16.08.2015 (16.08.2015, 14:03)beity schrieb: @ParagrafDeine ursprüngliche Einschätzung bezog sich aber auch auf die 1500m und da bin ich anderer Meinung, zumindest diese Saison. (15.08.2015, 19:16)beity schrieb: Warum auch immer, Maren Kock hat Probleme eine Form in den August hinein zu halten oder gar zu steigern. für den Sieg bei den Deutschen und noch mal unter 4:10 hat es gerade noch gereicht. Gutes Rennen ja, aber da war erkennbar nicht mehr drin.Kock lief die beste Zeit bei deutschen Meisterschaften seit 2001 und das soll ein Zeichen für abfallende Form gewesen sein? Ihre beste Zeit stammt aus einem Rennen eine Woche vor den DM, so schlecht kann die Form Ende Juli also nicht gewesen sein. RE: WM 2015: Härtefälle der Nominierung - beity - 16.08.2015 Man muss auch mal gönnen können, lieber Robb ![]() Strecke ist kürzer, deshalb kann sie es über 1500 etwas länger halten. Wie beschrieben, die DM waren gerade noch auf der Leistungshöhe, aber erkennbar das es danach runter geht. Bei der DM gab es 3 (!) Tempomacherinnen, als letzte ein kleines (hochtalentiertes) Mädchen. Deshalb ein schönes Rennen mit 3 unter 4:10. Sorry, zu "erkennbar". Für mich erkennbar (Es gibt Menschen, die können das sehen, da bin da nicht der einzige, der so was erkennen kann). Wenn das für Dich nicht greifbar ist, dann sollten wir das nicht weiter diskutieren. Interessanter wäre vielmehr, wie kann Maren Kock das (selbst)beschriebene Problem des Formverlustes über 5000 Meter, das sich ansatzweise( meines Erachtens)auch auf den 1500 Meter zeigt, lösen. Was müsste sie verändern? Das sie das Potential in sich hat, irgendwann schneller als knapp 4:08 zu laufen, glaube ich schon. Lass uns abwarten, sollte Maren Kock bei einem der Meetings nach der WM eine 4:05, 4:06 bringen, das schimpf mich gerne einen Idioten, nehme ich an. RE: WM 2015: Härtefälle der Nominierung - Robb - 16.08.2015 Ich hab mit subjektiven Eindrücken meistens ein Problem, weil sie kaum erklärbar sind. "Wie beschrieben, die DM waren gerade noch auf der Leistungshöhe, aber erkennbar das es danach runter geht." <-- Wie sowas erkennbar sein soll, erschließt sich mir nicht. Was sich mir erschließt, ist der skeptische Grundton, dem die Formkurve angepasst wird. Wer über 1500m mit 1,5 Sekunden über PB deutsche Meisterin wird, kann keine schlechte Form haben und falls ihre Form danach abfällt, wäre es verständlich, weil sie kurz nach den DM erfahren hat, dass sie nicht nach Peking darf. Das ist übrigens keine exklusive Kritik an dir, ich habe genauso ein Problem damit, wenn MZP mit "Adlerauge" einen minimalen Gewichtsverlust bei vollbekleideten Athleten erkennen will. Wenn jemand aus einem tollen Rennen einen Formabfall macht, reicht mir "ich erkenne sowas" als Erklärung nicht. RE: WM 2015: Härtefälle der Nominierung - beity - 16.08.2015 Vielleicht müssen wir akzeptieren, das wir alle etwas nicht können, was andere vielleicht schon können. mal zwei Beispiele außerhalb der LA Mein Golflehrer bezüglich des Potentials einer seiner Schützlinge "das ist mein nächster Single-Handicapper" ich: wieso? Ich schlage den Ball mindestens genauso weit und in der kurzen Annäherung bin ich exakter" Golflehrer: "das sehe ich, der wird sich noch deutlich steigern". Der Golflehrer sieht etwas, was ich nicht sehen kann. Was sich an den Daten nicht belegen ließ. Er hat(te) recht. Bekannter von mir, liebt klassische Musik. Dudelt mir was vor: "Hörst Du das, hörst Du das? Es ist so einzigartig, so genial..." Ich bin nicht taub, aber ich habe es nicht gehört, ich habe keine Antennen dafür. Ich akzeptiere, das mein Bekannter sie hat. ein Beispiel aus der LA. Die leider uns nicht mehr im Forum beiwohnende Gertrud beschrieb mal, das sie ein Mädchen gesehen hatte bei Jugendmeisterschaften, die irgend was mit 11-12 Meter mit der Kugel machte. Wenn ich es recht in Erinnerung hatte, erkannte Gertrud einen Rohdiamanten, dessen messbare Leistung deutlich hinter den Jahrgangsbesten war. War es Stefanie Storp? Drei Beispiele wo Menschen etwas "erkennen" was wir ( ich) nicht erkennen konnten. Aber jetzt kommen wir dann doch in einen of Off Topic Bereich hinein, der andere vielleicht gar nicht interessiert Zu guter letzt. Ich finde es phänomenal, mit welcher Akribie und auch Geschwindigkeit zu Zahlen und Fakten präsentierst und schmunzle immer wieder wie Du lustige Zeitgenossen wie fängt mit D an und hört mit ta auf ihre Falschaussagen vor Augen führst ![]() Wir haben unterschiedliche Fähigkeiten und Begabungen. Wir sollten dies akzeptieren. RE: WM 2015: Härtefälle der Nominierung - diskobolos - 16.08.2015 (28.07.2015, 09:41)dominikk85 schrieb: wobei man da vorsichtig sein muss, ich weiß nicht genau wie die weite mit der abwurfgeschwindigkeit korreliert. daher weiß ich nicht wie man das vergleichen kann.Die Weite ist proportional zur Wurzel aus der Abwurfgeschwindigkeit, d.h. mit der doppelten Geschwindigkeit kann man die 4-fache Weite erzielen RE: WM 2015: Härtefälle der Nominierung - Robb - 16.08.2015 (16.08.2015, 17:26)beity schrieb: Vielleicht müssen wir akzeptieren, das wir alle etwas nicht können, was andere vielleicht schon können.Dein Golflehrer ebenso wie Gertrude hätte aber sicher erklären können, was er sieht. Wenn du erklärst, was du siehst, könnten andere Fachleute wie z.B. Atanvarno ihren Senf dazugeben, du beschränkst dich aber auf "ich sehe das" und "ihr müßt mir einfach glauben". RE: WM 2015: Härtefälle der Nominierung - Atanvarno - 16.08.2015 Mein Senf geht auch eher in Richtung unzureichende Datenbasis. Wir wissen nicht, was Kock Ende August in Peking gelaufen wäre, weil man ihr die Chance nicht gegeben hat. Ich hatte mich an anderer Stelle und mehrfach schon dahingehend geäußert, dass eine fortwährende Normjagd einem kontinuierlichen Formaufbau nicht zuträglich ist. D.h. selbst wenn sie in Richtung Saisonhöhepunkt dem geschulten Auge beitys und anderer nach schwächer geworden zu sein scheint, mag ich darin kein grundsätzliches Problem falscher Trainingssteuerung, sondern eher die Folge einer normjagdbedingten Notwendigkeit sehen. RE: WM 2015: Härtefälle der Nominierung - jonas - 16.08.2015 2012 und 2015 lief sie die Normen für die internationalen Höhepunkte (EM Helsinki, Hallen EM Prag) früh (soweit ich weiß sogar im ersten Rennen), da gab es keine endlose Normjagt und dennoch war beim Saison-Höhepunkt die Form weg. 2013 war in realistischer Einschätzung der noch zu harten WM-Norm für Moskau die DM ihr Saison-Höhepunkt, bei der die Form ebenfalls ohne vorherige Normjagt wieder weg war. Ich denke, wenn sie dieses Problem sogar selbst in öffentlichen Medien zugibt, kann man das auch mal so hinnehmen. Über 1.500m hat sie sicherlich bessere Karten, ihr Wechsel war die richtige Entscheidung. |