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RE: Netzfundstücke - Reichtathletik - 26.08.2026

Julia Ulbricht mit Trainer Mark Frank im NDR. Mit wie ich finde guter, weil differenzierter Einordnung ihres Trainers (der ja immerhin auch Nachwuchs-BT ist) zur fehlenden Sportförderung bei ihr:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/speerwerferin-julia-ulbricht-mit-trainer-mark-frank-zu-gast,nordmagazin-13430.html


RE: Netzfundstücke - mariusfast - 26.08.2026

https://www.goettinger-tageblatt.de/sport/regional/essstoerung-leichtathlet-luis-oberbeck-von-lg-goettingen-aeussert-sich-im-interview-LP3XYN2XARBVTCO4QALOTHYIAI.html

Hinter Paywall


RE: Netzfundstücke - Sandmann - 26.08.2026

(26.08.2026, 17:19)mariusfast schrieb: https://www.goettinger-tageblatt.de/sport/regional/essstoerung-leichtathlet-luis-oberbeck-von-lg-goettingen-aeussert-sich-im-interview-LP3XYN2XARBVTCO4QALOTHYIAI.html

Hinter Paywall

KI-Zusammenfassung:

Ausgangslage: Karriere & plötzlicher Leistungsabfall
  • Oberbeck war 2023 Deutscher Meister über 800 m und gewann 2025 erneut den Hallentitel
  • Seit 2024/25 verschlechterte sich seine Leistung deutlich, Wettkämpfe liefen „komplett in die Hose“
  • Er war häufig krank und spürte „komische körperliche Probleme“

RED‑S‑Diagnose: Ursache des Problems
  • Oberbeck leidet an RED‑S (Relative Energy Deficiency in Sport) – ein Energiemangel durch zu hartes Training bei zu geringer Energiezufuhr
  • Der Körper schaltet auf „Notbetrieb“, hormonelle Prozesse werden gedrosselt, Regeneration verschlechtert sich
  • Bei Männern führt RED‑S u. a. zu niedrigem Testosteron, erhöhter Verletzungsanfälligkeit und schlechterer Regeneration

Wie es dazu kam
  • Oberbeck wurde zunehmend strikt und hart zu sich selbst, wollte „immer mehr und härter trainieren“
  • Er hörte nicht mehr auf seinen Körper, ignorierte Warnsignale und steigerte das Training trotz schlechter Leistungen („also muss ich noch härter trainieren“)
  • Ernährung wurde extrem kontrolliert:
  • Ausschluss ganzer Lebensmittelkategorien (v. a. Fette)
  • Essen oft erst abends statt rund um die Einheiten
  • Sehr starkes Kalorien‑ und Nährstoffbewusstsein („ich kenne jede Nährwerttabelle“)
  • Er bezeichnet sein Verhalten selbst als Essstörung

Mentale Belastung
  • Das Thema Ernährung/Training war „omnipräsent“ und belastete auch sein Umfeld
  • Er hatte kaum Energie für soziale Aktivitäten („Ich war einfach immer platt“)

Medizinische Situation
  • Blut- und Hormonwerte sind aktuell so schlecht, dass Leistungssport nicht möglich ist
  • Der Körper braucht Monate, nicht Wochen, um sich zu erholen

Rehabilitation & aktueller Trainingsansatz
  • Weiterhin Training, aber reduzierte Intensität und mehr Ruhetage (1–2 pro Woche)
  • Ziel: Energie auffüllen, Gewicht stabilisieren, Stress reduzieren, Schlaf verbessern
  • Kleine Fortschritte – z. B. wieder „gutes Gefühl in den Beinen“ – sind entscheidend

Warum er öffentlich darüber spricht
  • Männer sprechen seltener über RED‑S; Sichtbarkeit ist wichtig
  • Er sieht sich als Vorbild, um das Thema im Leistungssport bekannter zu machen
  • Der Instagram‑Post brachte viel Zuspruch aus der Szene

Ausblick & Motivation
  • Oberbeck will langfristig wieder leistungsfähig werden, aber ohne kurzfristige Extremziele
  • Wichtigste Erkenntnis: Lockerheit schlägt Perfektionismus
  • Sein Wunsch für die Zukunft: Glücklich sein, Lockerheit zurückgewinnen, wieder Spaß am Sport haben



RE: Netzfundstücke - TranceNation 2k14 - 26.08.2026

(26.08.2026, 18:25)Sandmann schrieb:
  • Ausschluss ganzer Lebensmittelkategorien (v. a. Fette)

Spricht für keine gute Betreuung. Ist dem Artikel zu entnehmen, wie der Ernährungs"plan" zustande kam (selbst, Trainer, Berater)?


RE: Netzfundstücke - Sandmann - 26.08.2026

(26.08.2026, 20:52)TranceNation 2k14 schrieb:
(26.08.2026, 18:25)Sandmann schrieb:
  • Ausschluss ganzer Lebensmittelkategorien (v. a. Fette)

Spricht für keine gute Betreuung. Ist dem Artikel zu entnehmen, wie der Ernährungs"plan" zustande kam (selbst, Trainer, Berater)?

Nichts wirklich Konkretes. Der ganze Tenor ist: Extremer Ehrgeiz, Selbstdisziplin, intrinsische Motivation, Einzelgängertum etc. Wenn vom betreuenden Umfeld (Trainer, Mediziner etc.) die Rede ist, klingt es eher nach Distanz. Ich habe es so verstanden, dass Oberbeck sich seine eigene Ernährungstheorie zusammengesucht und -gebastelt hat und danach lebte.


RE: Netzfundstücke - Jonny - 28.08.2026

Bei der WM in Budapest dürfen sich die Athleten über 200m ihr Halbfinale und ihre Bahn selbst auswählen. Die Reihenfolge der Auswahl basiert auf dem World Ranking.


RE: Netzfundstücke - Atanvarno - 28.08.2026

Zu einem Netzfundstück gehört eine Quelle Wink
Competition innovations and technical regulations announced ahead of Ultimate Championship

Für die Ultimate Championships gibt es noch eine Änderung: keine geteilten ersten Plätze in den Vertikalsprüngen


RE: Netzfundstücke - Reichtathletik - 08.09.2026

Der Instagram-Account von Rosina Schneider wurde offenbar von Betrügern gehackt.


RE: Netzfundstücke - mariusfast - 14.09.2026

Kenia: Femizide - Mord nach dem Marathon | ARTE Reportage

Zitat:Innerhalb weniger Jahre wurden in Kenia drei Weltklasseathletinnen ermordet, darunter Agnes Tirop, die Weltrekordhalterin über 10 Kilometer. Diese Fälle erschütterten die Welt des Laufsports und auch die kenianische Gesellschaft. Von den hohen Preisgeldern der Läuferinnen angezogen, suchen viele Männer die Nähe der Frauen, um sie auszunehmen.
Die Szenarien ähneln sich häufig: Ehemänner oder Freunde fungieren als Agenten oder Trainer der Läuferinnen und manche nutzen jede Gelegenheit, um sich ihr Geld und ihre Besitztümer anzueignen. Wenn die Frauen sich dagegen wehren, hagelt es Schläge, die tragisch enden können, bis zum Mord. Joan Chelimo, eine Läuferin, die selbst Opfer von Missbrauch wurde, hat eine NGO gegründet, die Sportlerinnen dabei hilft, die Kontrolle über ihr Leben und ihre Geld zu behalten.Unsere Reporter trafen diese Frauen in Iten im Nordosten Kenias. Diese kleine Stadt auf 2500 Metern Höhe über dem Rift Valley, der Wiege der Menschheit, gilt als die Welthauptstadt des Laufsports. Tausende professionelle Läufer aus der ganzen Welt trainieren hier jeden Tag, noch vor Sonnenaufgang. Auf den ersten Blick ist es nur schwer vorstellbar, dass dieses asketische Idyll zur Kulisse eines Tatorts werden kann.



RE: Netzfundstücke - S_J - 15.09.2026

(14.09.2026, 19:00)mariusfast schrieb: Kenia: Femizide - Mord nach dem Marathon | ARTE Reportage

Zitat:Innerhalb weniger Jahre wurden in Kenia drei Weltklasseathletinnen ermordet, darunter Agnes Tirop, die Weltrekordhalterin über 10 Kilometer. Diese Fälle erschütterten die Welt des Laufsports und auch die kenianische Gesellschaft. Von den hohen Preisgeldern der Läuferinnen angezogen, suchen viele Männer die Nähe der Frauen, um sie auszunehmen.
Die Szenarien ähneln sich häufig: Ehemänner oder Freunde fungieren als Agenten oder Trainer der Läuferinnen und manche nutzen jede Gelegenheit, um sich ihr Geld und ihre Besitztümer anzueignen. Wenn die Frauen sich dagegen wehren, hagelt es Schläge, die tragisch enden können, bis zum Mord. Joan Chelimo, eine Läuferin, die selbst Opfer von Missbrauch wurde, hat eine NGO gegründet, die Sportlerinnen dabei hilft, die Kontrolle über ihr Leben und ihre Geld zu behalten.Unsere Reporter trafen diese Frauen in Iten im Nordosten Kenias. Diese kleine Stadt auf 2500 Metern Höhe über dem Rift Valley, der Wiege der Menschheit, gilt als die Welthauptstadt des Laufsports. Tausende professionelle Läufer aus der ganzen Welt trainieren hier jeden Tag, noch vor Sonnenaufgang. Auf den ersten Blick ist es nur schwer vorstellbar, dass dieses asketische Idyll zur Kulisse eines Tatorts werden kann.

Bemerkenswert, dass arte die Reportage am Tag vor der WM-Vergabe veröffentlicht hat.
Spielt natürlich auch keine Rolle, scheint es...