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RE: Netzfundstücke - Sandmann - 11.05.2026

(11.05.2026, 15:46)S_J schrieb:
(11.05.2026, 10:38)Sandmann schrieb: Man muss immer vorsichtig sein, wenn Einzelereignisse zu allgemeinen Schlussfolgerungen verleiten - aber diese traurige Nachricht hat Bezüge zu verschiedenen Diskussionen, die hier in letzter Zeit geführt wurden:

15-Jährige stirbt bei Halbmarathon in Leiden

Hast du den direkten Link zu der Meldung? Ich werde da nur zu Google News geleitet...

Z.B. hier:  Leiden: 15-Jährige stirbt bei Halbmarathon in den Niederlanden - DER SPIEGEL


RE: Netzfundstücke - monkrunner - 13.05.2026

Wieder ist eine äthiopische Läuferin überraschend im Training verstorben. 
https://www.bbc.com/sport/athletics/articles/c4g48xyy47do 
PB 2:19h im Marathon.
Vielleicht ist es Zufall, aber vielleicht steckt auch ein gemeinsamer Grund dahinter. Es fiel auf, da es mindestens die zweite traurige Meldung in kurzer Zeit ist. Zuvor Shewage Alene, die vier Monate nach einem Marathonsieg in Stockholm ebenfalls im Training umkippte und starb.


RE: Netzfundstücke - Straßenläufer - 13.05.2026

(10.05.2026, 17:02)Reichtathletik schrieb:
(10.05.2026, 16:03)Jakob94 schrieb: Dennoch ist so, dass die Leichtathletik gefühlt wächst: Es gibt jede Menge kleine Veranstaltungen, Landesmeisterschaften wachsen (wenigstens hier in Hessen), in Vereinen, wo gute Basisarbeit geleistet wird, ist viel möglich und der Wachstum vorhanden.
Das Interesse scheint also grundsätzlich da zu sein, irgendwas läuft also scheinbar doch ganz gut… Ich will auf keinen Fall deine Punkte schmälern bzw. stimme dir vielfach zu, aber dennoch sollte. wir uns als Leichtathletik nicht kleiner machen als wir sind!

Stimmt. Ich finde wir machen uns oft zu klein. Beispielsweise wenn es um Stadien geht. Dass in Nürnberg nun die nächste Bahn rausgerissen wird... Neulich erfahren: Vor der Halle in Regensburg wurde in Deutschland 20 Jahre lang keine neue LA-Halle mit Rundbahn gebaut. Sowas darf man gerade wenn rund um Budapest gefragt wird, warum die LA ins Hintertreffen gerät, als Verband auch mal kritisch gegenüber der Politik in der Öffentlichkeit kund tun.

In Hessen läuft zZ vieles besser als anderswo. Viele LV und Vereine wären gut beraten sich das anzuschauen. Am Mittwoch liefen in Pfungstadt wieder zahlreiche Läuferinnen und Läufer über 800m z.B. unter 2:00 bzw. 2:15. An einem Mittwochabend. Am Samstag schafft das in den gerade mal 1 bzw. 2 Läufen insgesamt beim "Nationalen Sporttest" des HSV in Hamburg niemand. Da ist ne Menge zu tun und das wird oft nicht gesehen.
Aber: Weil das Herz der LA in Hessen schlägt auch mit Blick auf DLV wird halt oft auch andersherum übersehen, wie prekär die Lage außerhalb des Rhein-Main-Gebiets ist. Und es ist nicht allein damit getan zu sagen "ihr müsst besser werden" sondern es braucht oft konkrete Unterstützung für die LA in diesen Gebieten. Dafür muss aber zunächst die Erkenntnis da sein, dass diese Unterstützung nötig und möglich ist und mittel- wie langfristig für die gesamte LA gewinnbringend wäre.

Mein allererster Ansatz wäre, dass man die "Türen für die Nachbarn öffnet" und nicht immer nur die LA-Brille aufhat. Denn mit niedrigschwelligen Angeboten generiert man Wachstum (siehe Boom bei Volksläufen).

Warum benötigt ein im Nachbarverein oder sogar im gleichen Verein gemeldeter Triathlet eine gesonderte Vereinsmitgliedschaft in einem LA-Verein, um z.B. an einer LA-Regionalmeisterschaft 3000m teilzunehmen? Natürlich gibt es dabei zu lösende Versicherungsthemen, die einen aber letztlich nicht davon abhalten sollten, sich in diese Richtung zu öffnen.
Ebenso natürlich auch andere Vereinssportler, z.B. Rad, Winter, Fußball usw.
Wenn ich das richtig sehe, dann wird z.B. in der Struktur in Erfurt im Jugendbereich sportartübergreifend "kooperiert". Dafür sind Sportschulen/Internate natürlich gute Orte.

Aktuell stecken in den Running Crews, im Trail und im Hyrox riesige Potenziale mit denen man gemeinsame Sache machen könnte. Dafür benötigt es natürlich engagierte Personen vor Ort mit Spaß am Event-Management und Trainerkompetenz.


RE: Netzfundstücke - Delta - 13.05.2026

125 Jahre Athletikunie in Holland. Ein richtig grosses Jubiläum.


RE: Netzfundstücke - Reichtathletik - 13.05.2026

(13.05.2026, 07:50)Straßenläufer schrieb:
(10.05.2026, 17:02)Reichtathletik schrieb:
(10.05.2026, 16:03)Jakob94 schrieb: Dennoch ist so, dass die Leichtathletik gefühlt wächst: Es gibt jede Menge kleine Veranstaltungen, Landesmeisterschaften wachsen (wenigstens hier in Hessen), in Vereinen, wo gute Basisarbeit geleistet wird, ist viel möglich und der Wachstum vorhanden.
Das Interesse scheint also grundsätzlich da zu sein, irgendwas läuft also scheinbar doch ganz gut… Ich will auf keinen Fall deine Punkte schmälern bzw. stimme dir vielfach zu, aber dennoch sollte. wir uns als Leichtathletik nicht kleiner machen als wir sind!

Stimmt. Ich finde wir machen uns oft zu klein. Beispielsweise wenn es um Stadien geht. Dass in Nürnberg nun die nächste Bahn rausgerissen wird... Neulich erfahren: Vor der Halle in Regensburg wurde in Deutschland 20 Jahre lang keine neue LA-Halle mit Rundbahn gebaut. Sowas darf man gerade wenn rund um Budapest gefragt wird, warum die LA ins Hintertreffen gerät, als Verband auch mal kritisch gegenüber der Politik in der Öffentlichkeit kund tun.

In Hessen läuft zZ vieles besser als anderswo. Viele LV und Vereine wären gut beraten sich das anzuschauen. Am Mittwoch liefen in Pfungstadt wieder zahlreiche Läuferinnen und Läufer über 800m z.B. unter 2:00 bzw. 2:15. An einem Mittwochabend. Am Samstag schafft das in den gerade mal 1 bzw. 2 Läufen insgesamt beim "Nationalen Sporttest" des HSV in Hamburg niemand. Da ist ne Menge zu tun und das wird oft nicht gesehen.
Aber: Weil das Herz der LA in Hessen schlägt auch mit Blick auf DLV wird halt oft auch andersherum übersehen, wie prekär die Lage außerhalb des Rhein-Main-Gebiets ist. Und es ist nicht allein damit getan zu sagen "ihr müsst besser werden" sondern es braucht oft konkrete Unterstützung für die LA in diesen Gebieten. Dafür muss aber zunächst die Erkenntnis da sein, dass diese Unterstützung nötig und möglich ist und mittel- wie langfristig für die gesamte LA gewinnbringend wäre.

Mein allererster Ansatz wäre, dass man die "Türen für die Nachbarn öffnet" und nicht immer nur die LA-Brille aufhat. Denn mit niedrigschwelligen Angeboten generiert man Wachstum (siehe Boom bei Volksläufen).

Warum benötigt ein im Nachbarverein oder sogar im gleichen Verein gemeldeter Triathlet eine gesonderte Vereinsmitgliedschaft in einem LA-Verein, um z.B. an einer LA-Regionalmeisterschaft 3000m teilzunehmen? Natürlich gibt es dabei zu lösende Versicherungsthemen, die einen aber letztlich nicht davon abhalten sollten, sich in diese Richtung zu öffnen.
Ebenso natürlich auch andere Vereinssportler, z.B. Rad, Winter, Fußball usw.
Wenn ich das richtig sehe, dann wird z.B. in der Struktur in Erfurt im Jugendbereich sportartübergreifend "kooperiert". Dafür sind Sportschulen/Internate natürlich gute Orte.

Aktuell stecken in den Running Crews, im Trail und im Hyrox riesige Potenziale mit denen man gemeinsame Sache machen könnte. Dafür benötigt es natürlich engagierte Personen vor Ort mit Spaß am Event-Management und Trainerkompetenz.

Ich gebe dir zum Teil recht, aber ich finde auch hier sollte man sich nicht zu klein machen. Es ist ja nicht zu viel verlangt, dass ein Verein entsprechende Mitgliedschaft im LA-Verband beantragt und Startpässe beantragt. Gaststarter sollten möglich sein, aber für eine Meisterschaft muss es schon wünschenswert sein, dass man entsprechend Mitglied ist. Für Hyrox z.B. zahlst du unmengen mehr als es für Leichtathletik nötig wäre und doch mangelt es allen Vereinen an Mitgliedern.


RE: Netzfundstücke - Jakob94 - 13.05.2026

Mangelt es wirklich an Mitgliedern? Ich nehme es so wahr, dass in vielen Vereinen ein Wachstum da ist. Anderswo sieht es sicherlich anders aus, aber es ist nicht so, dass kein Interesse an der aktiven Leichtathletik da ist, wenn es entsprechende Angebote gibt.
Was können wir von Hyrox und Co. lernen? Klassische Wettkämpfe (dauern den ganzen Tag, kein Spannungsbogen, kein Publikum außer Eltern, keine Moderation/Musik) sind nichts, womit wir da irgendwen hinlocken. Wir brauchen Events mit Stimmung, Musik, lieber weniger Disziplinen und kürzerer Dauer. Das ist an vielen Stellen noch nicht wirklich angekommen, viele Funktionäre einfach im letzten Jahrtausend hängen geblieben und so sehen viele Wettkämpfe dann halt auch aus.


RE: Netzfundstücke - Reichtathletik - 13.05.2026

(13.05.2026, 10:12)Jakob94 schrieb: Mangelt es wirklich an Mitgliedern? Ich nehme es so wahr, dass in vielen Vereinen ein Wachstum da ist. Anderswo sieht es sicherlich anders aus, aber es ist nicht so, dass kein Interesse an der aktiven Leichtathletik da ist, wenn es entsprechende Angebote gibt.
Was können wir von Hyrox und Co. lernen? Klassische Wettkämpfe (dauern den ganzen Tag, kein Spannungsbogen, kein Publikum außer Eltern, keine Moderation/Musik) sind nichts, womit wir da irgendwen hinlocken. Wir brauchen Events mit Stimmung, Musik, lieber weniger Disziplinen und kürzerer Dauer. Das ist an vielen Stellen noch nicht wirklich angekommen, viele Funktionäre einfach im letzten Jahrtausend hängen geblieben und so sehen viele Wettkämpfe dann halt auch aus.

Da stimme ich dir völlig zu. Wertschätzung ist für mich das Thema. Hab es bereits an anderer Stelle geschrieben: Wenn du bei einer DM-Staffel teilnimmst und es gibt weder Stream noch irgendwas vor Ort und das ganze ist in einem Provinzstadion (böse gesagt), dann bockt das nicht. Da bieten Hyrox und Co. was ganz anderes.
Wir müssen es aber auch abseits des Wettkampfes schaffen, diese Wertschätzung zu transportieren. Du kannst ja mittlerweile für Deutschland international starten und es hilft dir nichtmals einen Studienplatz zu bekommen oder auf eine städtische Sportanlage am Feiertag zu kommen.
Gleichzeitig warne ich davor, beliebig zu werden. Hyrox und Co zeichnen sich für mich böse gesagt durch eines aus: Du gehst da unverbindlich hin oder bleibst, mehr als an dich selbst musst du nicht denken. Vereinssport ist eben mehr als das. Das bedeutet auch Mitgliedsbeiträge zu bezahlen, wenn man mal zwei Wochen im Urlaub ist, vielleicht sogar mal einen Kuchen zu backen. Denn hier finde auch Kindersport statt, hier findet auch integration statt etc. Deshalb sollte der Vereinssport auch andere Beachtung erhalten. Ich finde es ist nicht zu viel verlangt, für die Teilnahme an Meisterschaften Mitglied zu sein und damit Teil dieser Solidargemeinschaft.


RE: Netzfundstücke - Jakob94 - 13.05.2026

[Doppelt]


RE: Netzfundstücke - S_J - 13.05.2026

Einer der Unterschiede ist auch, dass es in jungen Trendsportarten wie Hyrox dazu gehört, bei den Wettkämpfen und Events mitzuhelfen und die "Konsumentenhaltung" weniger ausgeprägt ist. 

Das leben viele Leichtathletikvereine leider so nicht.


RE: Netzfundstücke - mariusfast - 21.05.2026

Hamburg soll die neue Heimat für die deutsche Leichtathletik werden