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Olympische Spiele in Deutschland? - Druckversion

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RE: Olympische Spiele in Deutschland? - mariusfast - 01.06.2026

(01.06.2026, 15:39)eierluke2 schrieb:
(01.06.2026, 15:18)mariusfast schrieb:
(01.06.2026, 15:10)eierluke2 schrieb: Wir entwickeln uns zum 2ten Berlin, kriegen nichts gebacken aber große Klappe und Republik auf Tasche liegen.
Touristen wären ja sowieso alle eher lästig, aber dass ein funktionierender Sozialstaat sich auf Dauer nicht nur über Schulden finanzieren lässt ist in vielen Köpfen offenbar nicht angekommen.
Das war ja das Argument der Nolympia Anhänger. Sie wollten eben keine Staatsschulden machen, sahen Ausgaben nicht als Investition, sondern als reine Kosten, weshalb man dann auf der anderen Seite weniger ausgeben könne.

Ja das mit den Kosten war das Argument - hat kritischen Auseinandersetzungen dann aber nicht standgehalten.
Ist aber wie im Trumpschen Amerika wenn etwas oft genug auf sehr einfacher Weise wiederholt gasagt wird, halten es sehr viele irgendwann für wahr (es gibt leider gut recherchierte Studien, wie das funktioniert).

Ich finde es ja grundsätzlich sympathisch, Wohnen, Wohlstand und was noch für alle - aber wo soll es denn herkommen?
Ist sehr lieb den Kuchen in ganz viele gleiche Stücke aufzuteilen - aber wer bäckt ihn und wovon?
Kannst du das grob ausführen mit der Finanzierung. Wird das vom Bund und oder IOC finanziert. Es wurde ja beklagt, dass die sowieso schon überschuldete Kommune in Hamburg 2 Mill. Euro in eine Wahlwerbung investiert hätten.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - eierluke2 - 01.06.2026

(01.06.2026, 16:02)mariusfast schrieb:
(01.06.2026, 15:39)eierluke2 schrieb:
(01.06.2026, 15:18)mariusfast schrieb:
(01.06.2026, 15:10)eierluke2 schrieb: Wir entwickeln uns zum 2ten Berlin, kriegen nichts gebacken aber große Klappe und Republik auf Tasche liegen.
Touristen wären ja sowieso alle eher lästig, aber dass ein funktionierender Sozialstaat sich auf Dauer nicht nur über Schulden finanzieren lässt ist in vielen Köpfen offenbar nicht angekommen.
Das war ja das Argument der Nolympia Anhänger. Sie wollten eben keine Staatsschulden machen, sahen Ausgaben nicht als Investition, sondern als reine Kosten, weshalb man dann auf der anderen Seite weniger ausgeben könne.

Ja das mit den Kosten war das Argument - hat kritischen Auseinandersetzungen dann aber nicht standgehalten.
Ist aber wie im Trumpschen Amerika wenn etwas oft genug auf sehr einfacher Weise wiederholt gasagt wird, halten es sehr viele irgendwann für wahr (es gibt leider gut recherchierte Studien, wie das funktioniert).

Ich finde es ja grundsätzlich sympathisch, Wohnen, Wohlstand und was noch für alle - aber wo soll es denn herkommen?
Ist sehr lieb den Kuchen in ganz viele gleiche Stücke aufzuteilen - aber wer bäckt ihn und wovon?
Kannst du das grob ausführen mit der Finanzierung. Wird das vom Bund und oder IOC finanziert. Es wurde ja beklagt, dass die sowieso schon überschuldete Kommune in Hamburg 2 Mill. Euro in eine Wahlwerbung investiert hätten.

https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/aktuelles/hamburg-legt-finanzkonzept-fuer-olympische-und-paralympische-spiele-vor--1155198

ich habe darüber eine intensive Radiosendung gehört und bin für mich zum Ergenbis gekommen, dass die Argumentation stimmig ist.
Mein Hauptinvetivargument Werbung für HH als Reisestadt ist da noch nicht einmal richtig enthalten.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Delta - 01.06.2026

Die Stadt ist ein Witz. Es wird nichts gebaut. Originalton. Dafür Abriss des Volksparkstadions mit einem Neubau für Olympia. So ist man chancenlos und wird als Lügner abgestempelt.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Delta - 01.06.2026

(01.06.2026, 15:46)eierluke2 schrieb:
(01.06.2026, 15:39)Roy Schmidt schrieb: Als großer Befürworter der olympischen Spiele in Deutschland bin ich froh, dass sich ein unpassender Standort selbst disqualifiziert hat und man sich besser auf geeignetere Standorte (NRW, München) konzentrieren kann.

Da bin ich bei leider Dir.
Berlin ist ebenso ünwürdig wie Hamburg.
Mit NRW und München habe ich kein Mentalitätsproblem.
Die Spiele voon 1972 in München begannen so ausgelassen und fröhlich und dann kam der Terror.
Daher wünsche ich München eher eine 2te Chance.

Ich rate allen den IOC Bericht über München zu lesen. Das ist komplett geht über alle Bauten und dann über die Spiele, Sicherheit etc. Beim Bauen war man terminlich extrem knapp dran.

https://digital.la84.org/digital/collection/p17103coll8/id/25059/


Finanziell war Olympia überwiegend ein Minusgeschäft. Erstmalig Schwarze Zahlen gab es bei LA 1984.
Aber schon damals hatten die so gut wie jedes Stadion parat. Kleinkram wie Beach Volleyball, Reiten ist für LA nie ein Problem. Grossstadien/Hallen von San Diego bis San Franzisko gibt es reihenweise.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - mariusfast - 01.06.2026

(01.06.2026, 16:08)eierluke2 schrieb:
(01.06.2026, 16:02)mariusfast schrieb:
(01.06.2026, 15:39)eierluke2 schrieb:
(01.06.2026, 15:18)mariusfast schrieb:
(01.06.2026, 15:10)eierluke2 schrieb: Wir entwickeln uns zum 2ten Berlin, kriegen nichts gebacken aber große Klappe und Republik auf Tasche liegen.
Touristen wären ja sowieso alle eher lästig, aber dass ein funktionierender Sozialstaat sich auf Dauer nicht nur über Schulden finanzieren lässt ist in vielen Köpfen offenbar nicht angekommen.
Das war ja das Argument der Nolympia Anhänger. Sie wollten eben keine Staatsschulden machen, sahen Ausgaben nicht als Investition, sondern als reine Kosten, weshalb man dann auf der anderen Seite weniger ausgeben könne.

Ja das mit den Kosten war das Argument - hat kritischen Auseinandersetzungen dann aber nicht standgehalten.
Ist aber wie im Trumpschen Amerika wenn etwas oft genug auf sehr einfacher Weise wiederholt gasagt wird, halten es sehr viele irgendwann für wahr (es gibt leider gut recherchierte Studien, wie das funktioniert).

Ich finde es ja grundsätzlich sympathisch, Wohnen, Wohlstand und was noch für alle - aber wo soll es denn herkommen?
Ist sehr lieb den Kuchen in ganz viele gleiche Stücke aufzuteilen - aber wer bäckt ihn und wovon?
Kannst du das grob ausführen mit der Finanzierung. Wird das vom Bund und oder IOC finanziert. Es wurde ja beklagt, dass die sowieso schon überschuldete Kommune in Hamburg 2 Mill. Euro in eine Wahlwerbung investiert hätten.

https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/aktuelles/hamburg-legt-finanzkonzept-fuer-olympische-und-paralympische-spiele-vor--1155198

ich habe darüber eine intensive Radiosendung gehört und bin für mich zum Ergenbis gekommen, dass die Argumentation stimmig ist.
Mein Hauptinvetivargument Werbung für HH als Reisestadt ist da noch nicht einmal richtig enthalten.

Es fehlt allerdings in DE überall Geld und wird sogar radikal gekürzt wurde/wird gegenwärtig, wo man mit dem gleichen ökonomischen Punkt hätte argumentieren können.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Reichtathletik - 01.06.2026

Viele Aussagen sind auch einfach widersprüchlich bis schwierig. Menschen beschweren sich über nicht intakte Infrastruktur oder mangelnden Nahverkehr, wollen aber auch keine Baustellen.
Sie wollen günstigen Wohnraum, aber bitte in der Innenstadt. Die darf wiederum auch nicht durch zu viele hässliche Bauten zu hässlich werden.

Was insgesamt auffällig ist, ist dass man für Olympia nur eine Mehrheit zu bekommen glaubt, wenn man alle Probleme mit löst. Versucht man das, wird dir einerseits vorgeworfen, dass du nicht zeitgleich auch noch die Obdachlosigkeit menschenwürdig beendest – aber auch dass man das alles nicht auch ohne Olympia mache.
Und dann sind da wir Sportler und der DOSB (im Grunde ja auch Sportler), die Olympia haben wollen, weil sie Olympia haben wollen.
Das Ding ist: Leistungssport ist in diesem Land nicht mehr mehrheitsfähig. Es ist zu einem "nice to have" geworden, um den man sich kümmern könne, wenn alles andere super sei. Jede Brücke saniert, jeder Spitzenlohn, günstige Miete und ein Pony hat.
Gleichzeitig beklagt man sich dann aber wieder, das der Jugend am Leistungsbereitschaft fehle...

Es ist ein Graus.

Ich denke es gibt nur einen Weg daraus: Voran gehen. Zeigen, welchen Mehrwert Sport hat. Unsere Geschichten erzählen. Die Leichtathletik ist ziemlich genau Querschnitt der Probleme des gesamten Leistungssports in Deutschland. Wir führen zum Teil auch Abwehrkämpfe Leistungssport gegen Open-Stadium-Comunity-Runs. Alle wollen "Breitensport" fördern, Leistungssport fängt in der Logik aber schon an, wenn du die Zeit beim Intervall mitstoppst oder den Wurf misst.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - mariusfast - 01.06.2026

(01.06.2026, 20:50)Reichtathletik schrieb: Viele Aussagen sind auch einfach widersprüchlich bis schwierig. Menschen beschweren sich über nicht intakte Infrastruktur oder mangelnden Nahverkehr, wollen aber auch keine Baustellen.
Sie wollen günstigen Wohnraum, aber bitte in der Innenstadt. Die darf wiederum auch nicht durch zu viele hässliche Bauten zu hässlich werden.

Was insgesamt auffällig ist, ist dass man für Olympia nur eine Mehrheit zu bekommen glaubt, wenn man alle Probleme mit löst. Versucht man das, wird dir einerseits vorgeworfen, dass du nicht zeitgleich auch noch die Obdachlosigkeit menschenwürdig beendest – aber auch dass man das alles nicht auch ohne Olympia mache.
Und dann sind da wir Sportler und der DOSB (im Grunde ja auch Sportler), die Olympia haben wollen, weil sie Olympia haben wollen.
Das Ding ist: Leistungssport ist in diesem Land nicht mehr mehrheitsfähig. Es ist zu einem "nice to have" geworden,  um den man sich kümmern könne, wenn alles andere super sei. Jede Brücke saniert, jeder Spitzenlohn, günstige Miete und ein Pony hat.
Gleichzeitig beklagt man sich dann aber wieder, das der Jugend am Leistungsbereitschaft fehle...

Es ist ein Graus.

Ich denke es gibt nur einen Weg daraus: Voran gehen. Zeigen, welchen Mehrwert Sport hat. Unsere Geschichten erzählen. Die Leichtathletik ist ziemlich genau Querschnitt der Probleme des gesamten Leistungssports in Deutschland. Wir führen zum Teil auch Abwehrkämpfe Leistungssport gegen Open-Stadium-Comunity-Runs. Alle wollen "Breitensport" fördern, Leistungssport fängt in der Logik aber schon an, wenn du die Zeit beim Intervall mitstoppst oder den Wurf misst.
Vll. müsste man noch besser auf die finanzielle Situation der Athleten aufmerksam machen, um Verständnis zu bekommen. So habe ich den Eindruck bekommen (Ich habe die Diskussionen in den vergangen Wochen in den Sozialen Medien verfolgt), dass Anhänger der Partei Die Linke Hamburg ja denken, dass die Athleten Spitzenverdiener und "Die finanzielle Elite" sind. Ich denke aber auch die Linke in Hamburg ist nochmal sehr speziell  Big Grin 

Auch vom konservativen Lager nach den den vergangenen internationalen Meisterschaften habe ich in den Sozialen Medien mitbekommen, dass auch dort vielen nicht bewusst ist, was sie verdienen. Dass da einige überhaupt nichts verdienen, weil sie nicht mal im Kader sind, wurde mir dort nicht geglaubt. 
Aber es war ja schon der Wille da, dass gute Leistungen rauskommen und Deutschland gut vertreten wird international . Sonst hätte man sich ja nicht so echauffiert aufgrund der Ergebnisse/ natürlich nutzten das auch sicher einige, um politische Stimmung zu machen "Die Deutschen sind alle faul und schwach geworden durch rot grüne Regierungen".


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - mariusfast - 05.06.2026

Neuer Weg: Christoph Harting: «Linke Politik ist für mich die richtige» | DIE ZEIT
Zitat:Auch als Gegner einer Berliner Olympia-Bewerbung bezog Harting erneut klar Stellung. Diese sei rein politisch motiviert. »Dem Breitensport bringt das überhaupt nichts«, sagte Harting. Das ganze Sportsystem sei »marode, völlig desolat, heruntergekommen und sich selbst überlassen«. Das einzig Gute an der Bewerbung sei, dass man eine »sehr genaue und sehr teure Inventurliste« erstellt habe, »wie katastrophal es um die Berliner Sportstätten stehe«

„Berlin schafft es nicht“: Gold-Gewinner Christoph Harting unterstützt Bündnis gegen Olympia in der Hauptstadt

Zitat:Der Diskus-Olympiasieger von 2016 in Rio sieht ein „moralisches Dilemma“ angesichts der Nachhaltigkeit vergangener Spiele. „Wir haben tolle Sportstätten erlebt, die jetzt verfallen. U-Bahnen wurden gebaut, die jetzt nicht mehr fahren. Es geht immer auf Kosten anderer“, sagte er bei einer Pressekonferenz
[url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-schafft-es-nicht-gold-gewinner-christoph-harting-unterstutzt-bundnis-gegen-olympia-in-der-hauptstadt-14964350.html][/url]


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Reichtathletik - 05.06.2026

Christoph Harting hat es in einer Diskussionsrunde zu Olympia in Hamburg geschafft 1,5 Stunden lang Vorurteile runterzuleiern und Forderungen aufzustellen, die z.T. längst in den Host-City-Verträgen oder den nationalen Konzepten vorgesehen sind um am Ende der Veranstaltung auf der Bühne offen zuzugeben, dass er das Hamburger Olympiakonzept nicht einmal angesehen habe. Aber hauptsache dagegen argumentieren. Offen gestanden finde ich es fast von Nolympia/der Linken noch fragwüriger, ihn als Testemonial zu missbrauchen, weil man sich ergözt, dass ein Ex-Leistungssportler ihre Parolen wiedergibt, obwohl man wissen müsste, dass da offenbar andere Gründe als wirkliche sachliche auseinandersetzung hintersteckn.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Delta - 05.06.2026

Hartung hätte besser das Parteiprogramm zu Olympia Berlin gelesen.

https://dielinke.berlin/index.php?id=50217&no_cache=1&tx_news_pi1%5Bnews%5D=111136&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail

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Kostenüberschreitung in Berlin nicht berücksichtigt.