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Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt (/showthread.php?tid=6242) |
RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - krebsan - 31.08.2025 (29.08.2025, 08:44)Reichtathletik schrieb: Dialog-Reihe abgeschlossen: DLV-Schutzkonzept wird weiter überarbeitet Kleidung von Athlet/innen ist sicherlich ein grosses Thema. Aber ich sehe gerade nicht den Unterschied, ob man im knappen Dress Sport treibt oder auf den Start wartet. Wenn, dann wäre ich beim Sport zurückhaltender, wo es doch auch schon zweifelhafte Fotos "im richtigen Moment" gegeben hat. Aber es muss ja niemand leicht bekleidet Sport treiben, genügend Auswahl an verschiedenen Kleidungsstücken gibt es ja. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Reichtathletik - 01.09.2025 (31.08.2025, 22:35)krebsan schrieb:(29.08.2025, 08:44)Reichtathletik schrieb: Dialog-Reihe abgeschlossen: DLV-Schutzkonzept wird weiter überarbeitet Alles nachvollziehbar, aber genau das ist eben der Denkfehler: Es ist nicht entscheidend ob du oder ich einen Unterschied sehen, sondern die Sportler:innen. Genauso wie jemand am Montag Hilfestellungen akzeptieren und einfordern mag und am Mittwoch keinerlei Körperkontakt duldet. Das mag von Außen nicht logisch sein, aber es ist zu aktzeptieren. Wir müssen aufhören, bei allen, was Leute stört zunächst zu fragen "Warum?" und nur im Fall einer neutral-logisch nachvollziehbaren Begründung – die uns im Zweifelsfall gar nichts angeht – diese Aussagen akzeptieren. Das ist der Kulturwandel von dem ich spreche. Und dazu gehört auch, dass einige Sportler manche Trainer aufgrund ihrer Vorgeschichte/Rahmenbedingungen nicht akzeptieren bzw. kein Vertrauensverhältnis aufbauen können. Natürlich sind wir nicht bei "Wünsch dir was" und jede:r kann sich die Bundestrainer und Funktionäre aussuchen. Aber vielleicht wären Strukturen, in denen es multiple Ansprechpartner gibt und diese nicht alle Best-friends miteinander sind, ein Anfang. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - dominikk85 - 01.09.2025 Bezüglich knapper Kleidung: Knappe Kleidung rechtfertigt keine Belästigung. Wir sind ja nicht in Saudi Arabien wo einer Frau eine Mitschuld gegeben wird weil sie zu aufreizend gekleidet war, ein mann hat sich zu beherrschen auch wenn die Mädels knappe Kleidung tragen. Wenn eine Frau knappe Kleidung tragen will kann sie das tun und sie kann auch erwarten trotzdem nicht belästigt zu werden. Trotzdem kann man natürlich hinterfragen warum so viele leichtathletinnnen knappe Kleidung tragen und warum die Sponsoren diese Kleidung anbieten. Es gibt ja im Gegensatz zum Beachvolleyball keinen Zwang zu knapper Kleidung, aber es ist schon anzunehmen das Sponsoren zumindest sanften Druck ausüben die entsprechenden kollektionen auch zu tragen um den Körper der frauen zu vermarkten. Es gibt zwar Aussagen von Athletinnen wie Alica Schmidt das die knappen Höschen aus praktischen Gründen wie Bewegungsfreiheit getragen werden, aber die Herren und einige damen bringen ja auch ohne bikini Höschen gute Leistung. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - krebsan - 01.09.2025 (01.09.2025, 07:54)Reichtathletik schrieb:Aber wir diskutieren hier doch sowieso nicht Rückmeldungen von Sportlerinnen (sonst bitte mich korrigieren), sondern unsere Einschätzungen. Dass die Athletinnen und Athleten offenbar frühzeitig im Wettkampfdress bereitstehen müssen - selber kenne ich das nicht - halte ich für eine zumutbare Rahmenbedingung, die man aber auch wieder ändern könnte. Als Konsequenz auf diese Rahmenbedingung kann sich eine Sportlerin entscheiden, ein anderes Wettkampf-Dress zu tragen, in dem sie sich wohler fühlt. Zum Glück gibt es ja Auswahl. Wobei ich es persönlich nach wie vor irritierend finde, welche Bedeutung Kleidung, Frisur, Schmuck und Aussehen allgemein für viele Sportlerin hat.(31.08.2025, 22:35)krebsan schrieb:(29.08.2025, 08:44)Reichtathletik schrieb: Dialog-Reihe abgeschlossen: DLV-Schutzkonzept wird weiter überarbeitet Zum anderen: Es gibt grundsätzlich so etwas wie eine Passung zwischen Trainer/in und Athlet/in. "Vorgeschichten" sind dabei nur ein Thema. Mehrere Optionen sind deshalb grundsätzlich besser, aber nicht immer vorhanden. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - krebsan - 01.09.2025 (01.09.2025, 08:01)dominikk85 schrieb: Bezüglich knapper Kleidung:Die Diskussion bewegt sich absolut auf dünnem Eis. Jede Sportlerin wird erklären, dass sie die knappe Kleidung nur aus praktischen Gründen oder zum eigenen Wohlbefinden trägt, und sicherlich nicht, um Männern zu gefallen oder damit gar für Aufsehen zu sorgen und mehr Geld zu verdienen. Und doch wird der Sport als Bühne genutzt, und Frauen (und Männer) werden auch wegen ihrem Aussehen populär und können vermarktet werden. Dazu kommt, dass die athletischen Körper auch hart erarbeitet sind, und ich den Stolz durchaus verstehe, dass diese Körper jetzt gezeigt werden wollen - nicht von allen, und freiwillig natürlich, aber doch von einigen. Auf der anderen Seite entsteht natürlich ein gewisser Druck bereits im Nachwuchsbereich, welches Dress denn nun als "normal" gilt. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - menarfin - 01.09.2025 (01.09.2025, 11:22)krebsan schrieb: Die Diskussion bewegt sich absolut auf dünnem Eis. Jede Sportlerin wird erklären, dass sie die knappe Kleidung nur aus praktischen Gründen oder zum eigenen Wohlbefinden trägt, und sicherlich nicht, um Männern zu gefallen oder damit gar für Aufsehen zu sorgen und mehr Geld zu verdienen. Und doch wird der Sport als Bühne genutzt, und Frauen (und Männer) werden auch wegen ihrem Aussehen populär und können vermarktet werden. Man muss ja auch mal ganz klar sagen dass die allermeisten Leichtathleten (Maenner wie Frauen) weitgehend dem üblichen Schönheitsideal entsprechen. Die werden allgemein halt einfach als "schön" wahrgenommen. Das müsste eigentlich helfen für Sponsoring. Daran liegt die schwache Finanzierung der LA allgemein wohl eher nicht. Generell haben wir hier in unserem Sport aber auch vergleichsweise wenig wirkliche Vorschriften was das Outfit angeht. Natürlich muss es angemeldet werden für Meisterschaften usw, aber um diese Anmeldung hinzubekommen ist man eigentlich ziemlich frei solange man nicht auf die Idee kommt seine Haut als Trikot anzumelden oder ähnlich Ideen. Da gibt es auf jeden Fall WESENTLICH stärker regulierte Sportarten. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Reichtathletik - 01.09.2025 Bor Leute, ich empfinde es wirklich als ermüdend. Oder ist das hier von einigen Absicht? Hört doch bitte auf mit den ständigen Whataboutisms oder des Eintauchen in tiefste Was-wenn-Sonderfall-Detaildiskussionen. Es geht hier nicht um Kleidungsvorschriften oder darum, wie es in anderen Sportarten ist. Es war eines von vielen Beispielen über einen Mangel an passender Kultur. Nicht über Leute reden, sondern mit ihnen. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - menarfin - 01.09.2025 Ich habe schon mehrmals gefragt: Welche passende Kultur bemängelst du bei den Leichtathleten? Es gibt wohl nur sehr wenige Sportarten bei denen man bei der Wettkampfkleidung so viel Auswahl hat. Bemängelst du dass die Leute mit der Auswahl überfordert sind oder was? RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Diak - 01.09.2025 (01.09.2025, 17:10)menarfin schrieb: Ich habe schon mehrmals gefragt: Welche passende Kultur bemängelst du bei den Leichtathleten? Es gibt wohl nur sehr wenige Sportarten bei denen man bei der Wettkampfkleidung so viel Auswahl hat. Bemängelst du dass die Leute mit der Auswahl überfordert sind oder was? wenn ich das kurz übersetzen darf: reichtathletik meint, dass es relativ wenig helfe, Papier zu beschriften, solange kein echter Kulturwandel im Sinne eines Gesinnungswandels stattgefunden habe. Einfacher: Der Mensch müsste mehr im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen, dessen seelische und körperliche Unversehrtheit, gern auch sein Glück, zentrales Motiv all unseren Handelns. Das gewählte Beispiel verstehen manche von Euch nicht gut, es gäbe zig andere... RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - menarfin - 01.09.2025 Wenn selbige Menschen mit anderen Klamotten glücklicher sind dann sollen sie diese Klamotten doch bitte anziehen? Wie schon erwähnt: Bei uns hat man, vor allem hat frau sogar die Auswahl was man anziehen will. |