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Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Druckversion

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RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - mark1967 - 22.07.2026

(22.07.2026, 09:30)TranceNation 2k14 schrieb: Ich interpretiere gar nichts, ich wollte dich nur darauf hinweisen, in welche Richtung sich die Diskussion entwickelt, wenn du das "auf der Hand liegende" verfolgst. Du darfst aber gerne erläutern, welche anderen Gründe dir da so vorschweben.

Das ist mir schon klar. Ich wundere mich nur, dass immer nur über Fehler bei der Kontrolle oder Nachlässigkeiten gesprochen wird. Keiner von uns weiß, was gewesen ist. Es gibt sicher eine Tendenz, deutsche AuA nachsichtiger zu behandeln. Ist irgendwie auch verständlich, wenn man sich über gute Leistungen zuvor gefreut hat.


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 22.07.2026

(22.07.2026, 07:22)TranceNation 2k14 schrieb: Auch wenn völlig off-topic: da dein Unfallgegner vermutlich auch einen Schaden hat und dir wegen was auch immer eine Teilschuld geben wird, handelt es sich für beides Seiten um "Entziehen vom Unfallort". Aber ich fand die ganze Mallorca-Geschichte von Barnie nicht zielführend.

Äh, ich habe das nicht geschrieben. Wink


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - TranceNation 2k14 - 22.07.2026

Upsi, Verzeihung Angel


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - trackANDfield - 22.07.2026

Angeführt wird die Meldeliste von Owen Ansah (Hamburger SV), der in Regensburg den Deutschen Rekord auf 9,98 Sekunden steigerte und mit einem Start in Bochum-Wattenscheid plant. Dahinter haben sich Yannick Wolf (Munich Athletics; 10,13 sec), der nach sieben Wochen Wettkampfpause wieder die Spikes schnürt, und Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV; 10,15 sec) in eine gute Ausgangsposition gebracht. Denn die ersten beiden mit erfüllter EM-Norm werden pro Disziplin vorrangig für einen EM-Start nominiert.

Bleibt der vierte Sprinter im Bunde: Kameron Horton (Cologne Athletics). Der 21-Jährige ist seit Mitte Juni für Deutschland startberechtigt und konnte Mitte Mai mit 10,11 Sekunden die EM-Norm unterbieten. Der Student aus den USA steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 23 Hundertstelsekunden. Allerdings hat er seit den NCCA-Meisterschaften vor sieben Wochen (20,70 sec über 200 m) kein Rennen mehr bestritten. 



RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 22.07.2026

Eigentlich ist fast alles gesagt zum Thema. Allerdings: Bis jetzt gibt es die Schilderung des Ablaufs nur von Ansah. Von der Seite der NADA heißt es bis jetzt nur, dass alles korrekt abgelaufen ist (was jetzt zunächst auch nicht verwundern kann). Eine genaue Schilderung des Ablaufs gibt es dagegen nicht. Man kann also nicht wirklich Aussage mit Aussage vergleichen.
Diejenigen, die alle Verantwortung auf Ansah schieben, sollten folgenden Widerspruch bedenken. Auf der einen Seite erwartet ihr, dass alle Athleten intelligent genug sein müssen, einen über 120 Seiten dicken Antidopingcode zu kennen und zu verstehen, auf der anderen Seite haltet ihr aber Ansah für dumm genug, die eindeutigen Belehrungen eines Kontrolleurs nicht verstanden zu haben?! Für mich passt das nicht zusammen.
Eines ist mir aber wichtig: Wenn wir wollen, dass die Athleten sportlich fair im Wk miteinander umgehen, dann sollten auch wir fair mit ihnen umgehen. Und natürlich sollte das auch die NADA tun. Dazu gehört für mich, dass die Gesamtumstände ermittelt und beim Strafmaß auch berücksichtigt werden.


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - longbottom - 22.07.2026

(22.07.2026, 09:56)mark1967 schrieb:
(22.07.2026, 09:30)TranceNation 2k14 schrieb: Ich interpretiere gar nichts, ich wollte dich nur darauf hinweisen, in welche Richtung sich die Diskussion entwickelt, wenn du das "auf der Hand liegende" verfolgst. Du darfst aber gerne erläutern, welche anderen Gründe dir da so vorschweben.

Das ist mir schon klar. Ich wundere mich nur, dass immer nur über Fehler bei der Kontrolle oder Nachlässigkeiten gesprochen wird. Keiner von uns weiß, was gewesen ist. Es gibt sicher eine Tendenz, deutsche AuA nachsichtiger zu behandeln. Ist irgendwie auch verständlich, wenn man sich über gute Leistungen zuvor gefreut hat.

Es wird nicht "immer nur über Fehler bei der Kontrolle oder Nachlässigkeiten gesprochen wird." Das ist schlichtweg falsch. Dazu muss man nur diesen Thread lesen, um zu sehen, dass das nicht so ist. Je nach User und Post wird die Schuld auf der einen oder der anderen Seite oder beiden Seiten gesucht.

Man sollte aber zumindest nicht vergessen, dass auch bei einer Kontrollbehörde keine Roboter sondern Menschen arbeiten, die wie wir alle Fehler machen können. Sollte es hier einen gegeben haben (was ich nicht weiß), befreit das weder Ansah von seiner Mitschuld noch stellt das die Glaubwürdigkeit der NADA generell in Frage.


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 22.07.2026

(22.07.2026, 11:10)longbottom schrieb: Man sollte aber zumindest nicht vergessen, dass auch bei einer Kontrollbehörde keine Roboter sondern Menschen arbeiten, die wie wir alle Fehler machen können. Sollte es hier einen gegeben haben (was ich nicht weiß), befreit das weder Ansah von seiner Mitschuld noch stellt das die Glaubwürdigkeit der NADA generell in Frage.

So ist es.


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 22.07.2026

(22.07.2026, 10:49)Barnie schrieb: Diejenigen, die alle Verantwortung auf Ansah schieben, sollten folgenden Widerspruch bedenken. Auf der einen Seite erwartet ihr, dass alle Athleten intelligent genug sein müssen, einen über 120 Seiten dicken Antidopingcode zu kennen und zu verstehen, auf der anderen Seite haltet ihr aber Ansah für dumm genug, die eindeutigen Belehrungen eines Kontrolleurs nicht verstanden zu haben?! Für mich passt das nicht zusammen.

Die AthletInnen müssen nicht den 120 Seiten dicken Antidopingcode kennen. Eigentlich müssen Sie nur wissen, was zu tun ist, wenn ein Kontrolleur/eine Kontrolleurin auftaucht um eine Probe zu nehmen und was die KontrolleurInnen dürfen und was nicht.


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - aj_runner - 22.07.2026

(22.07.2026, 12:56)muffman schrieb:
(22.07.2026, 10:49)Barnie schrieb: Diejenigen, die alle Verantwortung auf Ansah schieben, sollten folgenden Widerspruch bedenken. Auf der einen Seite erwartet ihr, dass alle Athleten intelligent genug sein müssen, einen über 120 Seiten dicken Antidopingcode zu kennen und zu verstehen, auf der anderen Seite haltet ihr aber Ansah für dumm genug, die eindeutigen Belehrungen eines Kontrolleurs nicht verstanden zu haben?! Für mich passt das nicht zusammen.

Die AthletInnen müssen nicht den 120 Seiten dicken Antidopingcode kennen. Eigentlich müssen Sie nur wissen, was zu tun ist, wenn ein Kontrolleur/eine Kontrolleurin auftaucht um eine Probe zu nehmen und was die KontrolleurInnen dürfen und was nicht.

Interessant, dann sind die 120 Seiten und die ganzen Schulungen also gar nicht notwendig? Aber Edge Cases müssen bekannt sein? Und der Kontrolleur darf Fehler machen, aber dem Athleten steht es nicht zu, nicht alles in der Tiefe zu durchdringen?
Ich bin bei Barnie, dass mit gleichem Maß gemessen werden sollte...


RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 22.07.2026

(22.07.2026, 12:56)muffman schrieb:
(22.07.2026, 10:49)Barnie schrieb: Diejenigen, die alle Verantwortung auf Ansah schieben, sollten folgenden Widerspruch bedenken. Auf der einen Seite erwartet ihr, dass alle Athleten intelligent genug sein müssen, einen über 120 Seiten dicken Antidopingcode zu kennen und zu verstehen, auf der anderen Seite haltet ihr aber Ansah für dumm genug, die eindeutigen Belehrungen eines Kontrolleurs nicht verstanden zu haben?! Für mich passt das nicht zusammen.

Die AthletInnen müssen nicht den 120 Seiten dicken Antidopingcode kennen. Eigentlich müssen Sie nur wissen, was zu tun ist, wenn ein Kontrolleur/eine Kontrolleurin auftaucht um eine Probe zu nehmen und was die KontrolleurInnen dürfen und was nicht.

Ach so?! Interessante Meinung. Alle Athleten müssen per Unterschrift bestätigen, dass Sie sich dem Antidopingcode unterwerfen. Aber Sie müssen nicht wissen, was drin steht?! Nun, nach dieser "Logik" müssen die Athleten dann auch das Dopingprotokoll nicht lesen und verstehen, das Sie auch unterschreiben müssen. In diesem Fall hätte die Unterschrift keine Bedeutung und es käme einzig auf die mündliche Belehrung an.

So ist es aber natürlich nicht!