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Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - Druckversion

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RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - icheinfachma - 08.05.2017

(08.05.2017, 09:35)MZPTLK schrieb: Nunmehr sollte in Abweichung vom Leitbild Borsow(ausgeprägte Vorder- und Hinterstützphase)
ein Akzentverschiebung zur vorderen Stützphase , auch ziehendes Laufen genannt, vorbildlich sein.

Man nahm sich FloJo als Leitbild, sie zeigte einen ausgreifenden Vorderschwung,
damit korrespondierende Armarbeit und geringeres Anfersen.
(MZPTLK: Sie ist als Leitbild ungeeignet, da Doping-unterstützt)

icheinfachma schrieb:  "Du hast auch eine völlig falsche Bewegungsvorstellung von aktuelle gelehrter Sprinttechnik, z.B. glaubst du, dass die Vorderstützphase betont werden soll, während man in Wahrheit möglichst nah am KSP landen soll."
Zitat:Ich habe nirgendwo behauptet, dass die Vorderstützphase betont werden sollte.

Doch, hast du!?


RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - MZPTLK - 08.05.2017

(08.05.2017, 16:04)icheinfachma schrieb: Du hast meine Punkte in keinster Weise aufgegriffen. Dein Pamphlet hat mit dem Thema recht wenig zu tun. Ein paar Daten und Studien wild zusammenkopieren kann jeder. Die Hintergründe und Zusammenhänge verstehen und daraus Urteile für Sprinttechnik ableiten, obliegt nur manchen.
Das 'Kompliment' gebe ich zurück.
Ich habe weniger was für die Sprinttechnik abgeleitet, sondern kritische Dinge benannt.


RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - MZPTLK - 08.05.2017

(08.05.2017, 16:10)icheinfachma schrieb: Weißt du eigentlich selbst, was du willst?
Kennst Du die Quellen überhaupt?
Dann würdest Du wissen, dass das von Buckwitz/Stzein ist.
Meine Anmerkungen sind entsprechend gekennzeichnet.


RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - MZPTLK - 08.05.2017

(08.05.2017, 16:15)icheinfachma schrieb:
(08.05.2017, 09:35)MZPTLK schrieb: Nunmehr sollte in Abweichung vom Leitbild Borsow(ausgeprägte Vorder- und Hinterstützphase)
ein Akzentverschiebung zur vorderen Stützphase , auch ziehendes Laufen genannt, vorbildlich sein.

Man nahm sich FloJo als Leitbild, sie zeigte einen ausgreifenden Vorderschwung,
damit korrespondierende Armarbeit und geringeres Anfersen.
(MZPTLK: Sie ist als Leitbild ungeeignet, da Doping-unterstützt)

icheinfachma schrieb:  "Du hast auch eine völlig falsche Bewegungsvorstellung von aktuelle gelehrter Sprinttechnik, z.B. glaubst du, dass die Vorderstützphase betont werden soll, während man in Wahrheit möglichst nah am KSP landen soll."

Zitat:Ich habe nirgendwo behauptet, dass die Vorderstützphase betont werden sollte.

Doch, hast du!?
Das ist von Buckwitz/Stein. Ich habe es zitiert, bzw. zusammengefasst wiedergegeben.
Wende Dich bitte an die Autoren.


RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - icheinfachma - 08.05.2017

Es geht darum, dass du dir selbst widersprichst.

Erst schreibst du, die große Kniestreckung bei der Landung sei für ungedopte und außerdme 6cm kleinere Sprinter nicht machbar, dann schreibst du, dass man das seit 50 Jahren lehre und auf das Argument, dass es sehr wohl ungedopte und kleinere Sprinter gibt, die so laufen, gehst du gar nciht ein.

Dann schreibst du, dass man angeblich eine stärker betonte Vorderstützphase propagiere, was ich bemängelt habe, weil man das in Wahrheit nicht propagiert, dann schreibst du, du hättest das nie behauptet.

Und deine Studien zu Kniebeuge und Muskulatur haben eher etwas mit dem Lombardschen Paradoxon zu tun, das wir in einem andren Thread bereits hinreichend diskutiert haben, aber nicht mit den hier diskutierten Technikmerkmalen. Auf die Technik bist du nicht eingegangen.

Und dass du sagst, die Biomechaniker lägen mit ihren Rechnungen falsch, obwohl du es selbst gar nicht nachrechnen kannst, bleibt mir nach wie vor ein Dorn im Auge. Ich sage nciht, dass man Rechnungen eins zu eins in die Praxis übertragen kann, weil noch viel andere Faktoren reinspielen, aber ich kann nicht mit deiner biomechanischen Kritik mitgehen, weil sie schlichtweg falsch ist. Du kannst argumentieren, dass Forschungserkenntnisse der Biomechaniker nur wohlüberlegt in die PRaxis übernommen werden können (und hast es auch gesagt), aber du kannst als Nicht-Biomechaniker nicht behaupteten, die Biomechaniker hätten sich bereits in der Theorie geirrt, denn von der Theorie weißt du nichts. Hast du jetzt verstanden, worauf ich hinaus will?


RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - MZPTLK - 08.05.2017

Ich hatte Dir versucht zu erklären, wie die Scheinwidersprüche zustande kommen, nämlich weil Du Buckwitz, Stein und mich in einen Topf rührst.
Mir scheint tatsächlich, dass Dir dieser wichtige Artikel aus 'Leistungssport' 2014 unbekannt ist, aber egal.
Meine Studien zu Kniebeuge... sind das nicht, ich hatte das als ein Beispiel genommen.

Ich sage nicht, dass Biomechaniker mit ihren Rechnungen falsch liegen.
Werden bestimmte Daten/Annahmen in die Rechenoperation gegeben,
stimmt die Rechnung insofern in sich, aber die Daten sind zu hinterfragen.
Das habe ich beim Langobardoxon getan

Um es nochmal klar zu stellen:
Ich sehe eine nicht-paradoxe nicht-autonome kniestreckende Wirkung der Ischios.
Das Leistungssteigerungspotential vermute ich bei max. 1,5 Zehntelsekunden, je nach Individuum.
Die Hüftarbeit sehe ich als die erfolgversprechendste Baustelle dabei, im Sinn von V. Bauer.
Die meisten Trainingsmittel sind seit vielen Jahren bekannt, können aber noch verbessert/verfeinert werden.

Vor allem: Die Bewegungskonfigurationen von Dopern zum Vorbild zu nehmen, ist voll daneben. Angry


RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - icheinfachma - 08.05.2017

(08.05.2017, 16:54)MZPTLK schrieb: Um es nochmal klar zu stellen:
Ich sehe eine nicht-paradoxe nicht-autonome kniestreckende Wirkung der Ischios.
Das Leistungssteigerungspotential vermute ich bei max. 1,5 Zehntelsekunden, je nach Individuum.
Die Hüftarbeit sehe ich als die erfolgversprechendste Baustelle dabei, im Sinn von V. Bauer.
Die meisten Trainingsmittel sind seit vielen Jahren bekannt, können aber noch verbessert/verfeinert werden.


Da liegen wir ganz auf einer Linie. Auch ich glaube übrigens nicht, dass der Quadrizeps für die Maximalgeschwindigkeitsphase keine Bedeutung hat, es wäre physiologisch unlogisch, wenn der KÖrper den Muskel nciht benutzen würde, wo doch die Vertical Spring Stiffness leistungsbestimmend in der Maximalgeschwindigkeitsphase ist.

Ich störe mich eher permanent daran, dass du die Bewegungsabläufe, die
-theoretisch fundiert (nicht durch falsche / richtige Daten, sondern durch ganz grundlegend mechanische Überlegungen, noch lange bevor überhaupt gemessen wird)
-praktisch erprobte (große und kleine Sprinter, gedopte und ungedopte Sprinter)
sind, permanent als falsch darstellst und das mit biomechanischen Argumenten begründest, die bei näherer Betrachtung falsch sind.

Du propagierst eine ausgeprägte Hinterstützphase, die Tatsache ignorierend, dass ein ausgeprägterer HInterstütz mit vergrößerten horizontalen und verringerten vertikalen Abdruckkräften einhergeht, was zu geringeren Flughöhen führt. Der Sprinter schafft es dann nciht rechtzeitig, das Bein in der Flugphase unter den Körper zu ziehen und landet mit recht gebeutem Knie deutlich vor dem KSP ("Sitting"). Landet er in dem Fall mit gestrecktem Knie, landet er sogar noch weiter weg vom KSP ("Overstriding"). Die daraus resultierenden größeren horizontalen Bremskräfte im Vorderstütz und die durch den vergrößerten Hinterstütz gewonnenen horizontalen ABdruckkräfte halten sich in Waage, der Sprinter hat nichts dazu gewonnen in der Gesamtbilanz an horizontalen Kräften, sondern nur vertikale Kräfte verloren. Ich bin mir sehr sicher, dass du dich mit diesen Zusammenhängen noch nie zuvor befasst hast.

Man muss halt bedenken, dass eine Phase die nächste bedingt im Sprint. Du siehst die Teilphasen des Sprints noch zu unabhängig voneinander. Auch das untrennbare Verhältnis von horizontalen Brems- und Abdruckkräften und vertikalen Kräften hast du nicht durchdrungen. Das geht nur mti soliden Kenntnissen in Newtonscher Mechanik. An anderer Stelle hast du mal von Trainingsmitteln für die Schrittfrequenz und welchen für die SChrittlänge geschrieben. Das zeigt, dass du auch das komplexe Verhältnis von Schrittfrequenz und -länge z.B. nicht verstanden hast, sondern beides als relativ getrennt betrachtbare Größen siehst. Nur du argumentierst ständig in diesen Bereichen, obwohl du, wie ich jetzt dargelegt habe, die Zusammenhänge nicht verstehst. Du bringst dann immer das Totschlagargument, dass man die Biomechanik nicht in die PRaxis übertragen kann, jedoch ohne dich vorher mal mit der Biomechanik auseinandergesetzt zu haben. Es ist natürlich bequem, dann muss man die Zusammenhänge nicht nachvollziehen. Vieles ist auch erst seit wenigen Jahren bekannt und in den USA publiziert, auch das vergisst du.


RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - MZPTLK - 09.05.2017

Ich habe mir die Augen gerieben: wir ganz auf einer Linie!
Wo wir nicht kondom gehen, ist das Thema veränderte Bewegungskonfigurationen durch Doping.
Besonders krass am Beispiel FloJo zu demonstrieren.
Zur Hinterstützphase habe ich eigentlich alles gesagt, Details kann ich aus Zeitgründen jetzt nicht wiederholen.
Nur soviel: Der KSP wird beim Sprint in horizotaler Richtung, mit kleinen Wellen, bewegt.
Das muiss Konsequenzen für die Richtung der Kraftstösse haben.
Ausserdem bin ich der Letzte, der Teilphasen isoliert betrachtet.
Du erinnerst Dich dunkel, dass ich immer wieder von Begriffen wie Konzert und Ähnlichem hantiere.


RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - icheinfachma - 09.05.2017

(09.05.2017, 08:55)MZPTLK schrieb: Ich habe mir die Augen gerieben: wir ganz auf einer Linie!
Dafür ja auch nur auf einem ganz kleinen Gebiet.

Zitat:Zur Hinterstützphase habe ich eigentlich alles gesagt, Details kann ich aus Zeitgründen jetzt nicht wiederholen.
Nur soviel: Der KSP wird beim Sprint in horizotaler Richtung, mit kleinen Wellen, bewegt.
Das muiss Konsequenzen für die Richtung der Kraftstösse haben.
Als ob ich das nicht wüsste... Da bin ich definitiv schon ein Stück weiter als du. Die Annahme, der KSP bewegt sich horizontal und dehalb müssen vor allem horizontale Kräfte aufgebracht werden, ist absolut oberflächlich und schlichtweg falsch, zeugt auch von dem von mir bereits mehrfach angesprochenen nicht-mal-Beherrschen der Newton'schen Gesetze. Wie gesagt, ich habe das alles schonmal detailliert im Thread "Sprinttechnik" dargelegt. (Und natürlich siehst du die Teilphasen als zu unabhängig, auch wenn du das Gegenteil behauptest und nochsoviel von Konzerten schreibst... Bei dir ist das ganze dann immer eher philosophisch als naturwissenschaftlich angehaucht)
Zitat: 



RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - MZPTLK - 09.05.2017

(26.09.1974, 13:48)icheinfachma schrieb:
Zitat:
 Die Annahme, der KSP bewegt sich horizontal und dehalb müssen vor allem horizontale Kräfte aufgebracht werden, ist absolut oberflächlich und schlichtweg falsch, zeugt auch von dem von mir bereits mehrfach angesprochenen nicht-mal-Beherrschen der Newton'schen Gesetze.
Also hat Osolin unrecht und Bauer trainiert demzufolge falsch?