![]() |
|
Deutsche Meisterschaften 2026 - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Deutsche Meisterschaften 2026 (/showthread.php?tid=6348) |
RE: Deutsche Meisterschaften 2026 - runner5000 - 16.07.2026 (16.07.2026, 13:17)mark1967 schrieb: Mit Personal meinte ich natürlich Kampfrichter. Muss man denn alles hier erklären? Und diese oftmals älteren Leute, die sich bei 40 Grad stundenlang in die Hitze stellen und ihre Freizeit opfern, sollte der DLV auch angemessen bezahlen... Kampfrichter sind aber nicht das einzige Personal, was an einer solchen Veranstaltung beteiligt ist. Wie wäre es denn damit, sich klarer auszudrücken. Und wie ich bereits schrieb, liegen die K.O-Kriterien woanders: Stichwort Arbeitsrecht RE: Deutsche Meisterschaften 2026 - runner5000 - 16.07.2026 (16.07.2026, 13:53)Rostocker schrieb:Volle Zustimmung! Alleine der Zuverlässigkeitsgrad ist bei den KaRis deutlich höher als bei Volunteers. Letztere fallen dir regelmäßig kurz vor der Veranstaltung reihenweise aus.(16.07.2026, 13:32)alex72 schrieb:(16.07.2026, 12:27)runner5000 schrieb: Also mir wäre es neu, dass Kampfrichter einen Arbeitsvertrag mit dem DLV haben. Die sind von arbeitsrechtlichen Fragen erstmal nicht betroffen. Und auch an den letzten beiden Wochenenden gab es in der Weitsprunggrube Zwischenfälle, weil die KaRis in der Grube zu unerfahren waren. Wenn ich da noch alles mit Volunteers besetzen würde, dann wäre es gar nicht mehr zum Wettkampf gekommen. Bei kleineren Wettkämpfen gerne Volunteers für vermeintlich "einfache" Aufgaben, bei DMs ganz sicher nicht. RE: Deutsche Meisterschaften 2026 - Reichtathletik - 16.07.2026 (16.07.2026, 13:58)runner5000 schrieb:(16.07.2026, 13:17)mark1967 schrieb: Mit Personal meinte ich natürlich Kampfrichter. Muss man denn alles hier erklären? Und diese oftmals älteren Leute, die sich bei 40 Grad stundenlang in die Hitze stellen und ihre Freizeit opfern, sollte der DLV auch angemessen bezahlen... Wurde die 8h/Tag-Regel nicht gerade von der GroKo gekippt? Aber mal abgesehen davon ist das doch dennoch ein Witz. Die ehrenamtlichen Trainer, die einen Blockwettkampf am anderen Ende des Bundeslandes in der U14 betreuen sagen auch nicht, wir müssen eine Disziplin streichen, damit wir nicht mehr als 8h arbeiten. Und natürlich ist es schwieriger wenn man alle DM am gleichen Ort macht. Weil dann wird wohl kaum 3x jemand aus Flensburg oder Ulm anreisen, sondern du musst immer die gleichen Leute beauftragen. Und klar, machen wir weniger Sport, wenn wir weniger Läufe und weniger Athleten zulassen. Was soll es denn sonst sein als weniger Sport? Wie gesagt: Ich bin absolut dafür, dass alle Mitarbeiter fair bezahlt werden und gute Arbeitsbedingungen haben. Aber wir sind immer noch im Deutschen Leichtathletik-Verband nicht im Deutschen Leichtathletikveranstaktungs-Verband. Das zentrale Gut ist der Sportler. Nicht die Sportler sind für die Mitarbeiter da, sondern umgekehrt. Wenn wir also an Grenzen beim Personal stoßen brauchen wir mehr Personal. Nicht weniger Sportler. Das was wir aktuell machen ist sportliche Triage. Faire Frage: Woher soll das Geld kommen. Ich hab hier – teils ernst, teils aus Scherz auch schonmal 200 Euro Teilnahmegebühr vorgeschlagen. Vielleich muss man an anderer Stelle sparen. Aber dazu nochmal ein anderer Exkurs: Ich habe schon vor Jahren ebenfalls DM (in diesem Fall Masters) mit ausgerichtet. Damals haben wir als lokaler Verein eigene T-Shirts bedrucken durfen. Lokaler Sponsor hat den Einkauf übernommen. Bedeutete Verkaufspreis = Einnahmen. Davon hat sich ein Großteil der ganzen Abteilung inkl. eines Hauptamtlichen Trainers eine Saison getragen. Heute darfst du als DM-Ausrichter nur noch die offiziellen DM-Shirts des DLV-Sponsors verkaufen. Ein Großteil hat die Shirts bereits bei einer vorherigen DM oder online gekauft und von den Einnahmen bekommst du nur eine kleine Provision. Damit zahlst du nichtmals ein halbes Jahr Ehrenamtspauschale. Heißt: Es ist nicht immer so, dass weniger Geld vorhanden ist. Es ist nur deutlich mehr zentralisiert worden wohin dieses fließt. Die Leichtathletik sind aber nicht nur der DLV (und die LVs). Das ist viel größer. Vereine und Sportler die nicht zur DM zugelassen werden, verlieren Reichweite. Da fehlen dann teilweise ihrerseits die Einnahmen um den Sport zu machen. Es ist also falsch und unfair, dies nur von der einen Seite aus zu entscheiden ohne die anderen mitzunehmen. RE: Deutsche Meisterschaften 2026 - Jonny - 16.07.2026 Und jährlich grüßt das Murmeltier. Wo wäre denn der Vorteil, wenn über 100m beispielsweise 48 statt 24 Sportler zugelassen würden? Ich sehe da keinen. Dass Talente aufhören, weil sie keinen Startplatz bekommen, halte ich für extrem weit hergeholt. Mal ehrlich: Wenn man es jetzt nicht schafft, zu den besten 24 in Deutschland zu gehören, wird man in zwei Jahren nicht zur europäischen Spitze zählen. Und das ist nicht gegen einzelne Sportler gerichtet, sondern ausschließlich gegen das Argument, dass dadurch Talente verloren gehen. Stattdessen sollte man sich lieber darauf konzentrieren, einen Rahmen zu schaffen, der für Zuschauer, Helfer und das Fernsehen attraktiv und praktikabel ist. In anderen europäischen Ländern gibt es ebenfalls Teilnehmerbeschränkungen, und die Wettkampftage dauern dort auch keine zwölf Stunden. RE: Deutsche Meisterschaften 2026 - TranceNation 2k14 - 16.07.2026 Du warst nie selbst Athlet, oder? RE: Deutsche Meisterschaften 2026 - Reichtathletik - 16.07.2026 (16.07.2026, 15:12)Jonny schrieb: Und jährlich grüßt das Murmeltier. Weil das Murmeltier jährlich grüßt erkläre ich es gerne auch jährlich: Der Cut-Off liegt oft genau im Bereich U20-EM-Norm. Bedeutet: Athleten und deren ideale Trainingspartner, die zur europäischen Spitze gehören und ein Talentversprechen haben, würden ausgeschlossen. In der Historie hätte dieser Cut, wenn es ihn damals bereits gegeben hätte unter anderen die Athleten Ruppert und Bebendorf getroffen. Darüber hinaus trifft es nicht nur individuelle Athleten sondern auch ihre Vereine und Trainer. Ein Standort an dem länger keine Athleten zur DM können, wird schwer Sponsoren finden und städtische Finanzmittel fließen wo anders hin. Bedeutet: Keine neuen Hürden, keine neue Hochsprungmatte, kein Flutlicht. Bedeudet auch: Keine Leichtathletischen Talente mehr in den nächsten zehn Jahren... Wir reden übrigens nicht über 24, sondern in den meisten Disziplinen von gerade einmal 14 Athleten – Nummer 15 wird bereits aussortiert. Wir haben also mehr Bundesstützpunkte als Teilnehmer zum Teil. "In anderen Ländern" ist auch kein Argument. Ich könnte auch dagegen halten: Als Deutschland noch keine Teilnehmerlimits hatte, war es regelmäßig im Medaillienspiegel in den Top 3 Nationen Äpfel und Birnen.
RE: Deutsche Meisterschaften 2026 - Jonny - 16.07.2026 (16.07.2026, 15:38)Reichtathletik schrieb: Der Cut-Off liegt oft genau im Bereich U20-EM-Norm. Bedeutet: Athleten und deren ideale Trainingspartner, die zur europäischen Spitze gehören und ein Talentversprechen haben, würden ausgeschlossen. Also meinst du die Trainingspartner der U20-Athleten hören dann auf, weil sie die Norm nicht schaffen und der U20 Sportler steht dann ohne Trainingsbegleitung dar? Zitat:Reichtathletik Dies wäre sicher eher standortabhängig? Hängen Sponsorenzahlungen oder auch Städtefinanzierung davon ab, ob jemand nur bei einer DM dabei ist oder wird an entsprechenden Platzierungen (z.B. Top 6) gemessen? Zitat:Reichtathletik Das Argument mit anderen Ländern war ein Hinweis darauf, dass Teilnehmerbegrenzungen international nichts Ungewöhnliches sind und die Leichtathletik in diesen Ländern nicht zusammengebrochen ist. Das wichtigste am Ende bleibt, dass es für die Zuschauer und fürs Fernsehen eine attraktive Veranstaltung ist, denn dass sind immer noch die wichtigsten Geldquellen neben Sponsorengeldern. RE: Deutsche Meisterschaften 2026 - Reichtathletik - 16.07.2026 Die Trainingspartner hören auf, korrekt. Vermutlich nicht, wenn der U20-Athlet bereits das Niveau hat. Ist er aber noch 2 Jahre davon entfernt ja. Wie viele Standorte gibt es denn in Deutschland wo ein 14:20-30-Läufer bei 5.000m Trainingspartner hat? Und an wie vielen demnach nicht, wo aber realistisch Leute bis zum Abi Leistungssport machen könnten?! Die Sache mit DM-Teilnehmer ist definitiv Standort- und Vereinsabhängig. Ich kenne aber tatsächlich sehr viele Beispiele wo die Frage ob eine Abteilung oder eine Sportart vom Hauptverein oder von einem lokalen Sponsor oder der Kommune Mittel (das kann Geld sein, das können aber auch Trainingszeiten oder der Bus oder ähnliches sein) davon abhängig ist, ob man an nationalen Meisterschaften teilnimmt. Das ist oft noch größer als Kriterium als die Platzierung (die ist eher für individuelle Fördergelder wichtig). Hast du keinen DM-Teilnehmer aber der Tischtennis ist zweite Liga bist du Amateursport, der Tischtennis Profisport. Hast du den DM-Teilnehmer ist deine ganze Sportart auch Leistungssport. Betrifft übrigens auch manchmal die ehrenamtlichen Trainer: Was, du hast DM-Teilnehmer? Klar bekommst du dann in den Osterferien auch ohne Kind Urlaub für euer Trainingslager. Hast du meine ist das ja nur "Hobby" was ihr da macht. |