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RE: Nominierungen WM Eugene 2022 - frbcrane2 - 08.07.2022 Bei Tagesmeetings reisen sie kurzfristig an und danach schnell wieder ab. Bei einer WM mit Qualifikation, Einzel- und Staffelstarts usw funktioniert das nicht. Im Schnitt braucht der Körper pro Stunde Zeitverschiebung einen Tag. Bei neun Stunden Zeitunterschied hast du die zehn Tage schon fast zusammen. RE: Nominierungen WM Eugene 2022 - frbcrane2 - 08.07.2022 (08.07.2022, 15:47)Reichtathletik schrieb: Man würde sich wünschen, der DLV würde national so verfahren wie WA und Teilnehmerfelder bei Deutschen Meisterschaften auffüllen und volle Felder zu garantierenVolle Felder? 48 von 100 im Marathon der Frauen, 19 (effektiv 18) von 24 im Siebenkampf. In jeder Disziplin dürfen außerdem nicht alle Entries tatsächlich starten, weil WA Ersatzleute mitzählt. Die USA hat in mehreren Disziplinen fünf Athleten auf der Liste, in denen über Wildcards vier Amerikaner starten dürfen. Und dann gibts noch das Problem mit Doppelmeldungen. Konstanze Klosterhalfen ist z.B über 5000 und 10000m gemeldet. Glaubt daran jemand nach der schlechten Vorbereitung? Aus meiner Sicht wird es nur bei den Staffeln volle Felder geben, in den anderen Disziplinen bleiben Startplätze unbesetzt. RE: Nominierungen WM Eugene 2022 - Jonny - 08.07.2022 (08.07.2022, 17:25)frbcrane2 schrieb:Müssen denn alle Startplätze jetzt unbedingt besetzt werden? Soweit ich weiß blieben beim reinen Normsystem früher auch immer Startplätze unbesetzt, da nicht genügend Normerfüller. Ob jetzt eine 53 Sekunden Läuferin über 400m unbedingt dabei sein muss nur damit alle Startplätze belegt sind, halte ich auch für äußerst fraglich.(08.07.2022, 15:47)Reichtathletik schrieb: Man würde sich wünschen, der DLV würde national so verfahren wie WA und Teilnehmerfelder bei Deutschen Meisterschaften auffüllen und volle Felder zu garantierenVolle Felder? 48 von 100 im Marathon der Frauen, 19 (effektiv 18) von 24 im Siebenkampf. In jeder Disziplin dürfen außerdem nicht alle Entries tatsächlich starten, weil WA Ersatzleute mitzählt. Die USA hat in mehreren Disziplinen fünf Athleten auf der Liste, in denen über Wildcards vier Amerikaner starten dürfen. Und dann gibts noch das Problem mit Doppelmeldungen. Konstanze Klosterhalfen ist z.B über 5000 und 10000m gemeldet. Glaubt daran jemand nach der schlechten Vorbereitung? Aus meiner Sicht wird es nur bei den Staffeln volle Felder geben, in den anderen Disziplinen bleiben Startplätze unbesetzt. RE: Nominierungen WM Eugene 2022 - frbcrane2 - 08.07.2022 Das ist die falsche Sichtweise. Gehört Annika Marie Fuchs mit 61m SB nach Eugene? Sie war nach den deutschen Meisterschaften am Boden zerstört, weil sie die Norm nicht geworfen hatte. Sie darf jetzt doch nach Eugene, soll ihr der DLV diese Chance verbauen, weil sie sowieso nicht vorne landen wird? Das Quali-System ist so wie es ist, die Anzahl der zugelassenen Athleten pro Disziplin steht seit langem fest, also muß WA alles tun, um die Felder auch entsprechend zu füllen. Jeder Athlet, dem die Teilnahme trotz Quali verweigert wird, ist potentiell ein am Boden zerstörter Mensch. RE: Nominierungen WM Eugene 2022 - Jo498 - 08.07.2022 Aber "am Boden zerstört" kann man berechtigterweise nur sein, weil aufgrund der komplexen Methode und der Auffüllung nicht klar oder jedenfalls sehr lange unklar ist, ob man nun nominiert werden/teilnehmen kann, oder nicht. Fuchs hatte die Supernorm eben nicht. Die Norm für die letzte WM ohne Rangliste, 2017 war 61,40m, d.h. damals wäre Fuchs genauso auf Glück beim Nachrücken angewiesen gewesen wie diesmal. Durch die unterschiedlichen Vorgehensweisen der natiionalen Verbände bleibt es eh nicht unbedingt fair. Thorwirth hat im podcast nochmal darauf hingewiesen, dass mehrere französische u. niederländische Läufer mit besseren Leistungen halt nicht nominiert wurden, weil deren Verbände nur mit guter Finalchance nominieren, was dann Leuten wie Kessler oder Thorwirth den Weg frei macht. Da kann natürlich weder DLV noch WA was dafür, da müssten die franz. Athleten ihren Verband entsprechend bearbeiten. M.E. ist die Komplexität der kombinierten Quali über Supernorm oder Rangliste "Kanonen auf Spatzen". Es wird unterm Strich nicht fairer und eher intransparenter als mit normalen Normen und ggf. Auffüllen nach simpler SB statt komplex berechneter Listenposition. RE: Nominierungen WM Eugene 2022 - frbcrane2 - 08.07.2022 Am Boden zerstört war sie, weil sie die Qualifikation verpaßt hatte. Die Norm hatte sie nicht, über die Rankings war sie auch nicht qualifiziert. Am 29. Juni, dem Termin an dem laut WA die Entries eigentlich veröffentlicht werden sollten und keine weiteren Änderungen möglich waren, war sie immer noch nicht qualifiziert. Wahrscheinlich hat WA den Einladungsprozeß verlängert, weil die Startfelder sonst zu klein gewesen wären. Und dann soll man einer Athletin, die im letzten Moment ihren Traum erfüllt sieht, den Start verweigern, der ihr offiziell zusteht? RE: Nominierungen WM Eugene 2022 - Jo498 - 08.07.2022 Nein, natürlich soll man keinem den Start verweigern. Aber inwiefern steht ein Start jemandem zu, der weder die Supernorm noch die Ranglistenposition hat? Das Nachrücken/die Einladung ist eine Art "Gnadenakt", auf den man eben kein Recht in dem Sinne hat, wie bei der regulären Quali. Gerade wegen der emotionalen Achterbahn sollten möglichst wenige Athleten über diese Möglichkeit teilnehmen, sondern es sollte in einem transparenten Verfahren vorher klar sein, ob man dabei ist oder nicht. Natürlich ist es bescheuert, wenn Verbände Leute nicht rechtzeitig abmelden oder die Chose so kompliziert ist, dass etwa im 7kampf mit eh nur 24 Plätzen nichtmal 20 starten. Daher sollte man das vermeiden. Aber ein Recht auf Teilnahme hat jemand, der die Teilnahmevoraussetzung (Norm oder Listenplatz) nicht erfüllt hat, nicht. RE: Nominierungen WM Eugene 2022 - aj_runner - 08.07.2022 Auf jeden Fall kommen Deutsche Athleten jetzt zu einer WM, die es früher nicht geschafft hätten. RE: Nominierungen WM Eugene 2022 - runner5000 - 08.07.2022 (08.07.2022, 20:04)Jo498 schrieb: Aber inwiefern steht ein Start jemandem zu, der weder die Supernorm noch die Ranglistenposition hat? Das Nachrücken/die Einladung ist eine Art "Gnadenakt", auf den man eben kein Recht in dem Sinne hat, wie bei der regulären Quali.Das ist doch Unsinn! Nach deiner Argumentation hätten ja nur die Leute die Ranglistenposition erreicht, die ohne jegliche Abmeldungen unter den ersten X geführt werden. Denn wann die Abmeldungen erfolgt sind, spielt doch überhaupt keine Rolle. Parsons z.B. ist vor dem ursprünglichen Abmeldeschluss durch die Absagen einiger Läufer in die TOP 42 gerutscht, Thorwirth erst einen Tag nach der finalen Liste, nachdem die Franzosen auch noch gestrichen wurden. Wären die Franzosen einige Tage vorher abgemeldet worden, hätten wir den Fall Parsons. Warum sollte Parsons Quali dann regulär sein und Thorwirths nicht? RE: Nominierungen WM Eugene 2022 - Jo498 - 08.07.2022 Früher gab es doch auch schon Auffüllung nach normaler WRL, oder? (Ich muss zugeben, dass ich früher WM etc. normalerweise erst verfolgt habe, wenn sie tatsächlich lief, nicht die Vorfeldprozesse.) |